Wo die Englein schweben …

Passend zur gerade vergangenen Jahreszeit hat das Haus Perleberger Straße 29 vor kurzem einen ungewöhnlichen Fassadenschmuck erhalten. Zuerst wurde die Fassade zur Wärmedämmung in Styropor eingepackt, wie so viele andere Häuser in Moabit auch. Dazu kommt ein farbiger Anstrich in blau und orange, auffallend aber nicht grell.  Wie Windmühlenflügel wirken die dunkleren Streifen, die sich in einer “goldenen Sonne” treffen. Einen besonderen Akzent setzen die auf Stäben aufgespießten Figuren. Im Vorbeiradeln hielt ich sie zuerst für Vögel. Aber nein, es sind trompetende Engelchen, die an der Fassade hinunter schweben oder eigentlich an ihr hinunter purzeln.

Das Erdgeschoss ist noch nicht fertig, vielleicht gibt es dort dann später einen Hinweis auf den Künstler oder die Künstlerin. Wer etwas über die Idee dahinter weiß, kann sich gerne bei MoabitOnline melden. Auch Berichte vom Hauseigentümer oder Mietern sind willkommen.

5 Kommentare auf "Wo die Englein schweben …"

  1. 1
    Gilbert sagt:

    trraurige Welt, kaum ist ein Haus etwas anders, bunter oder hat einen individuellen Fassadenschmuck, so muss dort gleich ein Künstler oder Magier wohnen… :-)

  2. 2
    Susanne Torka sagt:

    ist nicht so “traurig” gemeint:
    irgendwer muss sich das doch ausgedacht haben! So jemanden nenne ich einen “Künstler”, ganz egal, welchem sonstigen bürgerlichen Beruf er/sie vielleicht nachgeht. Es ist die Anerkennung der Idee. Von Magiern war übrigens kene Rede!

  3. 3
    H. E. sagt:

    Vielleicht könnte man den Künstler mal fragen, ob er nicht das Billig-Hotel in der Lehrter Straße, die trostlose 200-m-Fassade des Hellweg-Baumarktes und den Tolmien-Lagerschuppen ähnlich beleben kann.

    Als weiteres Objekt kommt evt. irgendwann auch noch die 210 m lange öde Hamberger-Großmarkt-Fassade und das Blechdach über den Parkplätzen dazu. Hier könnte man als Ersatz für die vertriebenen Vogelarten und die vernichtete Vegetation Blechvögel und Blechbäume montieren.

  4. 4
    Gilbert sagt:

    bei öffentlichen Bauten gibt es sowas sogar, nennt sich “Kunst am Bau”/”Kunst im öffentlichen Raum”, dabei wird ca 1% der Bausumme für eine individuelle künstlerische Leistung vorgesehen.. sollte man ev. mal allgemein zur Pflicht machen…

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    Bianka Spieß sagt:

    Wir haben den Schlüssel des Rätsels gefunden und Vermieter, Mieter und Künstler befragt. Das ist eine große Geschichte und Moabit kann stolz sein auf sein Engelhaus – die Auflösung gibt es in der nächsten “21°Ost“, die am 14.2.2012 in den Druck geht und unter http://www.moabit-ost.de/Quartierszeitung-21-Ost.737.0.html zu finden ist.

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