So können Sie mitmachen!

Start der Hofgemeinschaft Moabit

Ein großes frisches Suppenhuhn, 4 Eier, ein großer Bund Radieschen, ein Pfund Rhabarber , Schnittlauch und Liebsöckel holte am Donnerstag jedes Mitglied der Gemüse-Versorger-Gemeinschaft Moabit/Neuruppin zum Start der wöchentlichen Lieferung in der Abholstelle in der Gotzkowskystraße ab. In den nächsten Wochen werden dann Gemüse und Salate der Saison geleifert werden.

Insgesamt sind 15 Teilnehmer bisher der Gemeinschaft beigetreten und erhalten jetzt wöchentlich frische Nahrungsmittel von einem Öko-Hof aus Neuruppin. Was auf ca. einem halben Hektar dort wächst, geht an die CSA-Community. So erreichen die Teilnehmer ein faires Miteinander von Verbrauchern und regionalem Produzenten.

Der Hof feiert sein Hoffest am 9. Juni. Wer mitfahren möchte, meldet sich bitte bei Birgit Krenz.

Noch sucht die Versorgergemeinschaft weitere Mitglieder. Mehr Infos siehe unten und bei: Lina Johannes.

Text: Martin Blattmann

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ursprünglicher Artikel vom 18.3.2012

Am Mittwoch, den 14.03. fand die Auftaktveranstaltung zur Gemüse-Versorger-Gemeinschaft Moabit statt. 25 Leute fanden sich ein, von denen sich am Ende die Hälfte für einen Beitritt zur Gemeinschaft entschieden haben.

Zwischen Hofleuten aus Neuruppin und Stadtmenschen aus Moabit ist Vertrauen im Entstehen und die Lust, sich für ein Jahr gemeinschaftlich zu organisieren. Eine Gruppen von Stadtmenschen teilt sich die Ernte und hilft regelmäßig auf dem Hof. Es gibt Regeln des Miteinander, eine transparente Finanzkalkulation, gemeinschaftliche Hofbesuche und mehr.

Am 01.04. beginnt ein neuer Gärtner die Arbeit auf dem Hof, unterstützt von mehreren bisher erwerbslosen Menschen. Soziales Gärtnern entsteht. Hier die beschlossenen Details:

Am 03.05. erfolgt die erste Lieferung. Abholstelle Gotzkowskystraße, Preis pro Ernteanteil, Lieferzeit und Liefermenge sind geklärt. Es wurden Rollen definiert und es fanden sich spontan Menschen, die diese Rollen übernehmen, das sind: Finanzen, Mailingliste, Kommunikation zwischen Hof und Gruppe, Sauberkeit, Kommunikation in der Abholstelle. Zur Zeit sind noch 14 Ernteanteile zu vergeben.

Auch ein TV-Team war dabei, das die Geschichte unseres Projektes von den Anfängen bis zur Umsetzung dokumentiert, so daß wir und andere später davon lernen können. Es wird einen weiteren Hofbesuch am 24.03. geben, Ansprechpartnerin dafür ist Katrin Schroeder.

Grundsätzliches, Regeln des Miteinander und Beitrittserklärung sind online, ebenso wie die Anbauplanung.   Herzlichen Dank an alle, die bereit waren und sind, sich einzubringen, hier entsteht ein neues sozio-ökonomisches Lernfeld mit Langzeitwirkung.  FV

Information:
Frank Viohl , Berater für Regionalentwicklung (M.Sc.)
Wiclefstr. 45, 10551 Berlin
Tel.: +49 (0)30 6796 6868, fviohl@posteo.de
Details auch unter http://www.freiräume.org/termine/

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ursprünglicher Artikel vom 6. März 2012:

Ausflug der neuen Moabiter Selbstversorger-Gruppe zum Gutshof Neuruppin

Ein zukünftiger Mitesser hatte den Wunsch geäußert (danke J.) und auch gleich die Organisation dafür übernommen, den Hof kennen zu lernen. So machten sich am Samstag 10 Leute auf den Weg nach Neuruppin. Eine kleine Gruppe kam mit dem Auto, unsere Gruppe (6 Leute) kamen mit dem Bus, wir hatten in Hennigsdorf den Anschlußzug verpasst, weil wir uns festgequatscht hatten und konnten so die Zeit zum besseren gegenseitigen Kennenlernen nutzen.

Angekommen und freundlich empfangen mit Tee und selbstgemachten Plätzchen, danke Ch., ging es erst einmal in den Hofladen, wo es leckere Dinge zu beschnuppern und zu erwerben gab. Anschließend ein Rundgang im Freien mit Hühnern und Garten und Folienzelt und Freiflächen, auf denen in Kürze unser Gemüse wachsen wird.

Ein Teil der Gruppe bereitete Essen für 15 Menschen vor, es gab Salat, Kartoffeln und Rührei sowie Hühnersuppe. Viele Fragen wurden geklärt, Anregungen und Rezepte ausgetauscht. Gefüllt vom leckeren Essen, erfüllt von vielen guten Begegnungen und mit Freude auf Kommendes machten wir uns dann ab 19 Uhr wieder auf den Heimweg.

Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen dieses Nachmittages beigetragen haben. Nach meinem Eindruck ist da etwas Gutes am Entstehen und ich freue mich sehr darauf.

Zur Auftaktveranstaltung am 14.03.12 um 18 Uhr im Nachbarschaftstreff Rostocker Straße 32 werden letzte Details geklärt, dann kann es spätestens im Juli losgehen. FV

Heute hat auch die Märkische Allgemeine über den Bio-Hof, den Besuch und die Idee der solidarischen Landwirtschaft berichtet.

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Ursprünglicher Artikel vom 20.2.2012:

Selbstversorgung für Stadtmenschen jetzt auch in Moabit

Zu einer ersten Infoveranstaltung hatten sich am 15. Februar ca. 20 Menschen im Nachbarschaftstreff Rostocker Straße 32b getroffen.

Beim Modell Gemüse-Versorger-Gemeinschaft CSA (Community supported Agriculture) übernehmen Landwirte aus dem Umland und Stadtmenschen gemeinsam Verantwortung für einen Teil der Ernte:

Die Stadtmenschen geben einen Festbetrag im Monat an den Hof, dieser liefert einmal wöchentlich, die Ernte wird je nach Bedarf unter den Teilnehmern geteilt. Regelmäßige Mithilfe auf dem Hof ist ebenso Teil der Vereinbarung wie Transparenz und wertschätzende Kommunikation. Ein Einstieg in eine neue Form solidarischen Handelns.

Drei Aspekte seien hier noch einmal betont:
Ernährungssouveränität: Ich entscheide, wo meine Gemüse herkommt, wer es anbaut, und wie es angebaut wird. Jenseits globaler Warenströme sorge ich dafür, daß regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden.

Wertschätzung: zukunftsfähige Landwirtschaft braucht Wertschätzung. Ich trage mit meinem Monatsbeitrag dazu bei, daß der Landwirt fest planen, gut arbeiten und seine Leute gut bezahlen kann.

Gemeinschaftsbildung: Eine Gruppe von Menschen läßt sich auf eine Partnerschaft und ein neues sozio-ökonomisches Lernfeld ein. Gemeinsame Hofbesuche, bei Bedarf gemeinsames Kochen und Verarbeiten.

Wie geht es konkret weiter: Es wurde mit dem Gutshof in Neuruppin ein Biohof gefunden, der nicht nur schmackhaftes Gemüse produziert, sondern auch psychisch kranken Menschen eine sinnvolle Beschäftigung jenseits von Tempo- und Leistungsdruck ermöglicht. Das Angebot an Kräutern, Kartoffeln, frischen und gesunden Salaten, Zwiebeln, Kohl, Eier etc. wird ausgebaut, um noch mehr Menschen der Region mit qualitativ und geschmacklich hochwertigen saisonalen landwirtschaftlichen Produkten zu versorgen.

Eine Anlieferstelle im Kiez ist gefunden, eine Hofbesichtigung mit gemeinsamen Essen ist für den 3. März geplant, Details der Bedarfsermittlung und Anbauplanung entstehen gerade.
Lieferbeginn: spätestens 07. Juni 2012.

Eine zweite Veranstaltung, diesmal mit konkreten Zahlen, findet am 14. März .2012 um 18 Uhr im Nachbarschaftstreff Rostocker Straße 32b in Moabit statt.

Nachtrag:
Der Auflug zum Gutshof Neuruppin findet am 3.3.2012 statt. Treffpunkt: um 12:45, Berlin Hauptbahnhof vor dem Servicecenter der Bahn, 1 OG rechts. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich

Am 6.3. hat die Märkische Allgemeine über den Bio-Hof, den Besuch und die Idee der solidarischen Landwirtschaft berichtet.

Ausführliche Reportage in Zeitzeichen „Ernte in Designerstiefeln„, betrifft allerdings Hamburg.

3 Kommentare auf "Start der Hofgemeinschaft Moabit"

  1. 1
    Susanne sagt:

    Die geplante Besichtitung des Hofes in Neuruppin findet am 3.3.12 statt. Anmeldung nötig, siehe Nachtrag zum Artikel!

  2. 2
    fv sagt:

    Unsere erste Gruppe in Moabit ist voll, einen TV-Bericht vom RBB findet Ihr hier:
    http://www.lebensraeume-ggmbh.de/serendipity/index.php?/archives/14-rbb-Mediathek-Mitmachtag.html

    Es wird noch eine 2. Gruppe aufgebaut. Die erste Infoveranstaltung findet am 13.08.2012 um 18:00 Uhr im Restaurant Osmanya, Birkenstraße 17 in 10559 Moabit. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten: Karsten.Riedel(at)elster-werkstaetten.de

  3. 3
    Susanne Torka sagt:

    Das nächste Treffen für die 2. Gruppe ist am 29.8. um 18 Uhr im BürSten-Haus. Die Lieferung wird schon am 6.9. beginnen.

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