So können Sie mitmachen!

Kleiner Tiergarten Ost – frühzeitige Bürgerbeteiligung

Nachdem es um die Baumfällungen bei der Umgestaltung des Kleinen Tiergartens und Ottoparks große Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Initiativen, den beauftragten Planern, der Stadtteilvertretung Turmstraße und dem Bezirksamt gab, soll das beim Bauabschnitt zwischen Stromstraße und St. Johannis Kirche anders werden. Zum Ottopark und Kleinen Tiergarten West  hatte es zwar Informationsveranstaltungen und Planungswerkstätten gegeben, dennoch fühlten sich manche Bürger/innen nicht genug informiert. Welche Bäume  im einzelnen gefällt werden sollten, war bei der Planungswerkstatt  kein Thema. Bei dieser ging es mehr darum, die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger aufzugreifen und neue Nutzungsqualitäten zu erreichen und abzustimmen. Beim letzten Bauabschnitt, dem für den östlichen Teil des Kleinen Tiergartens, wollen es alle Beteiligten „besser“ machen.

Ausgehend von den Erfahrungen beim Ottopark und dem westlichen Teil des Kleinen Tiergartens wurde von der Stadtteilvertretung Turmstraße (StVT) zusammen mit anderen Aktiven ein Konzept erarbeitet, wie die Bürgerbeteiligung im östlichen Teil des Kleinen Tiergartens erfolgen sollte. Federführend war Angelika Adner, eine der fünf SprecherInnen der Stadtteilvertretung, Dieses Konzept wurde am 23. März im Plenum der Stadtteilvertretung ohne Gegenstimmen akzeptiert. Hier das Konzept, der Zeitplan und die einzelnen Komponenten zum Download.

Die Stadtteilvertretung meint, dass von vorneherein klar sein sollte, was verhandelbar ist und was als Grundlage der Planung akzeptiert werden muss. Sie schlagen vor, alle interessierten Bürger/innen frühzeitig umfassend zu informieren. Eine Anforderung war, dass die Wettbewerbsplanung als Grundlage für die Umgestaltung auf der Seite des Aktiven Stadtzentrums Turmstraße für die Öffentlichkeit bereit gestellt wird. Diese Forderung ist jetzt erfüllt. Hier gehts zum Download des Plans (4,6 MB). Außerdem sollen so bald als möglich im Kleinen Tiergarten große Informations-Tafeln mit der Wettbewerbsplanung aufgestellt werden. Das wird eigentlich schon für April/Mai vorgeschlagen, doch aufgrund der vorläufigen Haushaltswirtschaft können die Tafeln vom Bezirk zur Zeit noch nicht finanziert werden.

Die Stadtteilvertretung schlägt außerdem vor, wann auf einander aufbauende Veranstaltungen, Rundgänge und Planungsworkshops stattfinden sollen, damit möglichst viele Menschen sich frühzeitig einbringen können und damit die Möglichkeit besteht einen weitgehenden Konsens zu erreichen. Deshalb hält sie auch einen moderierten Runden Tisch (3-4 Befürworter der Planung, 3-4 „Baumschützer“ und ein Moderator) zu den Baumfällungen für sinnvoll. Außerdem fordert sie neben der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern zur Umgestaltung des Spielbereichs auch eine spezifische Ansprache von Migrant/innen. Viele der Vorschläge sind bei der Sitzung des Beirats für das Aktive Stadtzentrum Turmstraße (an dem Bezirk, Senat, Prozesssteuerung und die Sprecher der StVT teilnehmen) am 11. April 2012 positiv aufgenommen worden, mit Ausnahme des Runden Tisches.

Die Stadtteilvertretung hält es für wichtig, dass ein mit allen Beteiligten von Bezirk und Senat abgestimmtes Konzept bis Ende Mai vorliegt, damit noch vor der Sommerpause mit der Bürgerbeteiligung begonnen werden kann und um eine sachliche und problemorientierte Zusammenarbeit zwischen Bürger/innen und Planern zu erreichen.

Moabiterinnen und Moabiter, was haltet Ihr von diesem Konzept? Die Stadtteilvertretung freut sich über Kommentare hier oder im persönlichen Gespräch!
Infostammtisch der Stadtteilvertretung Turmstraße: jeden Mittwoch 17 – 18:30 Uhr Arminius[zunft]halle beim Brewbaker. Bald wird es auch wieder eine Webseite der Stadtteilvertretung geben. Zum Kontaktformular und zu den Mitgliedern der StVT.

Fotos: Susanne Torka und Jürgen Schwenzel (Planungsdiskussion auf der Wiese 2010)

Nachträge:
Veröffentlichung des Konzeptes auf der neuen Webseite der Stadtteilvertretung. Das Terminprogramm ist in diesem PDF von der Stadtteilvertretung Turmstraße zu beziehen.
Weitere Informationen auf der Webseite des Aktiven Stadtzentrums. Hier ist das abgestimmte Konzept für die Bürgerbeteiligung. Ob die dort von April bis August vorgesehenen Schritte bereits gemacht wurden, ist im Moment nicht bekannt.

Auf dem ersten Themenabend am 21. März der Stadtteilvertretung Turmstraße war Yiannis HD Kaufman, der Zunfthallenmanager eingeladen. Weitere Themenabende mit den Bezirksstadträten in Mitte sind bereits geplant am 16. und 23. Mai, sowie am 4. Juli 2012.

Die Termine für die zentralen Bürgerbeteiligungsveranstaltungen zur Umgestaltung des Kleinen Tiergarten östlich der Stromstraße stehen jetzt fest, das umfangreiche Verfahren ist abgestimmt (zukünftige Termine – fett, neue Termine werden ergänzt):

8. September 2012, 14:00 Uhr
Ideenfest „Kleiner Tiergarten für die Nachbarschaft“ mit Ideenbox, Ideentafel, Tanz, Musik, Kinderspielen, Bufett und mit jungen Leuten, die deutsch, türkisch und arabisch sprechen, hier das dreisprachige Plakat und der Endbericht des Moabiter Ratschlags „Migrantenbefragung“ (Wünsche und Ideen von Menschen mit Migrationshintergrund)

11.September 2012, 16:00 Uhr
Rundgang im Kleinen Tiergarten Ostseite – Umgang mit der Vegetation mit dem Baumgutachter Herrn Dr. Neumann sowie Mitarbeitern des bezirklichen Landschaftsplanungsamts und Vertretern des Büros Latz + Partner, hier das Plakat (Achtung 7,1 MB!). Bericht über den Rundgang auf dem Blog der BI SilberahornPLUS

18. September 2012, 16:00 Uhr
Rundgang im Kleinen Tiergarten Ostseite – denkmalpflegerische Bedeutung mit einem Mitarbeiter des Landesdenkmalamts, des bezirklichen Landschaftsplanungamts und dem Büro Latz + Partner, hier das Plakat (Achtung 2,94 MB!). Bericht über den Rundgang auf dem Blog der BI SilberahornPLUS

21. September 2012, 16:30 Uhr
Ideenworkshop I: „Spielen im Kleinen Tiergarten – was wünschen sich Eltern mit kleinen Kindern?“
Flyer und Bericht auf dem Blog der BI SilberahornPLUS

22. September 2012, 11:00 Uhr
Ideenworkshop II: „Spielen im Kleinen Tiergarten – was wünschen sich Eltern mit kleinen Kindern?“
Flyer und Bericht auf dem Blog der BI SilberahornPLUS und der Endbericht des Moabiter Ratschlags „Kinderspiel im Kleinen Tiergarten“ (Workshops mit Kindergruppen und Eltern/Erwachsenen sowie eine Befragung von Erzieher_innen, leider fehlen hier die Auswertungstabellen)

25. September 2012, 18:30 Uhr
Öffentliche Informationsveranstaltung mit Herrn Baustadtrat Spallek zur Vorstellung des Vorentwurfs
Plakat (Achtung: fast 5 MB). Auf dem Blog der BI SilberahornPLUS sind einige Briefe von Brigitte Nake-Mann an die Verantwortlichen zu dieser Veranstaltung zu finden, aber dazu gibt es natürlich auch noch andere Sichtweisen. Hier die Präsentation von Latz + Partner.

2. Oktober 2012, 16:30 Uhr
Ideenworkshop III: „Spielen im Kleinen Tiergarten – was wünschen sich Eltern mit kleinen Kindern?“ Flyer

7. Oktober 2012, 14 Uhr
Rundgang mit Bernd Krüger „Warum wurde der Kleine Tiergarten unter Gartndenkmalschutz gestellt?“ „Was muss vor dem Verfall oder der Umgestaltung gerettet werden?“ Veranstalter: BI SilberahornPLUS (Kontakt: bi-silberahorn@t-online.de). Sehr interessanter Bericht über den Rundgang im Blog der Bürgerparkgruppe.

14. Oktober 2012, 14 Uhr
Rundgang mit Brigitte Nake-Mann von der Bürgerinitiative SilberahornPLUS „Bäume, Sträucher und anderes Grün im Kleinen Tiergarten“, Was soll durch die Umgestaltung wegfallen? Was müsste gerettet werden?“
Veranstalter: Bürgerparkgruppe Moabit, Kontakt: kontakt@buergerpark-moabit.de oder: bi-silberahorn@t-online.de. Wer will, bringt Zutaten für ein kleines Picknick mit
Anschließend, ab 16 Uhr: Bürgerplanungstreffen: Ideen und Forderungen zur Umplanung Kleiner Tiergarten, im Selbsthilfezentrum, Perleberger Str. 44/Ecke Lübecker Str.

26. Oktober 2012, 14:30 Uhr
Informationsveranstaltung der Bürgerparkgruppe Moabit in Kooperation mit den Vorständen von zwei Moabiter Moscheevereinen. Kurzbericht von dieser Veranstaltung
Ort: Haus der Weisheit, Rathenower Straße 16a

27. Oktober 2012, 10:00 bis 17:00 Uhr
Öffentliche Planungswerkstatt. Gemeinsam mit den Planern und  interessierten Bürgern sollen deren Anregungen und der bisherige Vorentwurf diskutiert und weitereintwickelt werden
Ort: Gemeindesaal der St. Johanniskirche, Alt-Moabit 25, hier das Plakat (2,3 MB)
Hier die Präsentation von Latz + Partner als Teil 1 und Teil 2.
Vorschlag der Bürgerparkgruppe Moabit, welche Staudenbeete im Kleinen Tiergarten sie gerne pflegen möchte. Diese Broschüre wurde den Planern übergeben. Außerdem stellte der Moabiter Ratschlag die Endberichte der Beteiligungsverfahren vor (siehe unten oder bei den Terminen).
Bericht über die Planungswerkstatt auf dem Blog der B.I. Silberahorn. Protokoll von KoSP.

4. November 2012, 14:00 Uhr
Spaziergang zu botanischen Herbstschönheiten mit dem Titel „Die Sträucher im Kleinen Tiergarten: Nur eine “Grüne Mauer… oder doch eher eine Komposition aus vielfältigen Gehölzen
Veranstalter: B.I. SilberahornPLUS, Einladung hier.

11. November, 14:00 Uhr
Einladung zu einem orientalischen Kichererbsensuppe Essen an der Regenschutzhalle, dem künftigen Familientreffpunkt. Bitte Schälchen und Löffel selbst mitbringen. Hier der Flyer und der Bericht auf dem Blog der B.I. Silberahorn.

17. November, 15:00 Uhr
Themen: Präsentation und Diskussion von Vorschlägen mehrerer Initiativen, Bürgergruppen und Einzelpersonen für den Kleinen Tiergarten Ost, Diskussion der Ergebnisse der 1. Planungswerkstatt am 27.10.2012, Vorbereitung der 2. Planungswerkstatt am 24.11.2012
Ort: Zunftwirtschaft, Arminiusstr. 2-4, hier der Flyer.

24. November 2012, 10:00 Uhr
Gespräch mit den Planern zur Auswertung und Umsetzung der Ergebnisse der Planungswerkstatt
Ort: Gemeindesaal der St. Johanniskirche, Alt-Moabit 25, hier die Einladung, Präsentation und das Protokoll

Mittlerweile ist auch das Baumgutachten mit dem Lageplan  und der Baumliste (Fällung: Ja/Nein) ins Netz gestellt (für den ganzen Kleinen Tiergarten) und seit 24.8.12 sind die Infotafeln der Stadtteilvertretung aufgestellt und werden regelmäßig von den Mitgliedern der Stadtteilvertretung aktualisiert.

Es ist eine neue Gruppe im Entstehen, die sich ganz konkret und praktisch um die Pflege des Kleinen Tiergartens kümmern will und auch die Bürgerbeteiligung kritisch begleitet: Bürgerparkgruppe Moabit, Treffen jeden Montag im Oktober um 19 Uhr in der Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle (SHK), Perleberger Straße 44. In der ersten Stunde Ideen und Informationsaustausch jede/r ist herzlich willkommen, danach Treff der Bürgerparkgruppe Moabit, auch dazu ist jede/r herzlich willkommen. Jeden Sonntag im Oktober ab 14 Uhr Treff der Freunde des Kleinen Tiergartens am Sandspielplatz gegenüber der Post, Kontakt: kontakt@buergerpark-moabit.de, Tel. 0176 92471800 (Robert Hubner). Motto: „Lasst uns friedlich und gewaltfrei (auch Worte können Gewalt sein) für eine gute Lösung zusammenarbeiten.“ Hier der neue Flyer.

 Nachtrag vom 21.09.2012
Mittlerweile ist auch eine Vorentwurfplanung (Stand 15.09.2012) des Büros Latz und Partner auf der Website des Aktiven Stadtzentrums Turmstraße bereit gestellt:

Vorentwurfsplanung Kleiner Tiergarten Ost (Bild anclicken für Download)

Vorentwurfsplanung Kleiner Tiergarten Ost (Bild anclicken für Download)

Weitere Nachträge:
Zwei Artikel zur Bürgerbeteiligung für den Kleinen Tiergarten in der Berliner Woche vom 19.9. und 26.9.12.

Und hier geht’s auf dem Landwehrkanal-Blog ein wenig durcheinander um den Teil rund um den U-Bahneingang und  um die Infoveranstaltung am 25.9.12.

Hier geht’s zum Blog der Bürgerparkgruppe Moabit.

Offener Brief von Horst Jahn zur Informationsveranstaltung am 25. September 2012. Der Brief wurde an Baustadtrat Spallek sowie die Parteien in der BVV Mitte weitergeleitet (auch unten als Kommentar Nr. 6 zu lesen). Der Artikel in der Berliner Woche „Mehr Licht und aktive Ränder„.

Seit Mitte Oktober hat auch die B.I. SilberahornPLUS einen eigenen Blog, mit dem sie zusätzliche Öffentlichkeit für die Umplanungen im Kleinen Tiergarten schaffen möchte.

Mitte Oktober hat Gotthard Schulte-Tigges ein Schreiben an Bürgermeister Hanke gerichtet, damit die Information über die Planungswerkstatt und die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung verbessert wird und die Informationsplakate besser verteilt werden (Information der Bürgerparkgruppe).

Die Präsentation der Planungsstandes, die auf der Auftaktveranstaltung im September vorgesetellt wurde ist hier herunterzuladen.

Kurzbericht von der Informationsveranstaltung am 26.10.12 im Haus der Weisheit.

Bei der Planungswerkstatt am 27.10.12 hat die Bürgerparkgruppe Moabit einen Vorschlag gemacht, welche Staudenbeete im Kleinen Tiergarten sie gerne pflegen möchte und den Planern eine Broschüre übergeben. Die Gruppe ruft weitere Interessenten zur Mitarbeit auf (mehr Infos hier).
Die Präsentation von Latz + Partner ist als Teil 1 und Teil 2 von der Webseite des Aktiven Zentrums herunterzuladen. Auch die Endberichte der Beteiligungen des Moabiter Ratschlags sind veröffentlicht: „Kinderspiel im Kleinen Tiergarten“ (Workshops mit Kindergruppen und Eltern/Erwachsenen sowie eine Befragung von Erzieher_innen, leider fehlen hier die Auswertungstabellen) und „Migrantenbefragung“ (Wünsche und Ideen von Menschen mit Migrationshintergrund).

Nun hat auch die B.I. Kleiner Tiergarten / Ottopark (biktomoabit) ihren Blog.

Transparenz und Bürgerbeteiligung am Beispiel des kleinen Tiergartens von der BI SilberahornPLUS.

Link zum Filmbeitrag im rbb „Gartenzeit“ vom 11.11.12 über das Gartendenkmal Kleiner Tiergarten (auch anzusehen auf dem Blog der Bürgerparkgruppe).

Das Aktive Stadtzentrum Turmstraße hat jetzt das Protokoll der Planungswerkstatt (PDF, 1,6MB) vom 27.10.12 veröffentlicht.

Bericht über Beetpflege am 13. und 18. November im Kleinen Tiergarten durch die Bürgerparkgruppe im Blog der B.I. Silberahorn.

NABU und BUND zur Bürgerbeteiligung beim Kleinen Tiergarten – Alibiveranstaltung in Berlin für Insider, 21.11.12.

Zur Vorbereitung der zweiten Planungswerkstatt: die Forderungen im Blog der B.I. Silberahorn und auch schon gleich der Bericht von der B.I. über den 24.11.12. Auch die BI KTO hat berichtet.

Die Präsentation von Latz + Partner ist heute (29.11.) auf der Webseite des Aktiven Stadtzentrums Turmstraße noch nicht eingestellt. Dafür aber die Ausführungsplanung für den Bauabschnitt zwischen Heilandskirche und Stromstraße (Achtung 6,5 MB).

Die B.I. SilberahornPLUS kritisiert die Berichterstattung über die Planungswerkstätten in der ecke turmstraße Nr. 8 (Ideen für den Park, S. 3) und Nr. 9 (Wer sind die Bürger, S. 3 und Respekt / Aggression, S. 6), ebenso wie die Bürgerparkgruppe.

Das Aktive Stadtzentrum Turmstraße hat am 20.12.2012 das Protokoll zur 2. Planungswerkstatt „Kleiner Tiergarten Ost“ auf seiner Website veröffentlicht. Hier jetzt auch die Präsentation vom 24.11.12.

Nachträge 2013:
Die für Mitte Februar angekündigte Veranstaltung zur Vorstellung der endgültigen Planungsentwurfs für die Ostseite des Kleinen Tiergartens muss wegen Abstimmung mit dem Denkmalschutz um einen Monat verschoben werden. Die Veranstaltung mit Baustadtrat Spallek ist für Dienstag, den 19. März 2013, um 18.30 Uhr in der Heilandskirche vorgesehen(Einladung). Die Veranstaltung mit den Vertretern der Initiativen und Sprechern der Stadtteilvertretung findet im Vorfeld statt.

Mitteilung des Koordinationsbüros KoSP vom 11. März 2013
Die für den 19. März 2013 geplante Veranstaltung zur Vorstellung des abschließenden Planungsentwurfs mit Herrn Baustadtrat Spallek muss leider aufgrund der erforderlichen Abstimmung mit den Belangen der übergeordneten Straßenbahnplanung verschoben werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wird Ihnen jedoch rechtzeitig mitgeteilt.

Auf dem Blog der B.I. Silberahorn sind 2 Texte mit Bildern erschienen, einmal zum Gartendenkmal mit einer alten Postkarte, auf der sie die damals neu gepflanzten Silberahornbäume zu erkennen glauben, und über die Spielsituation am Weg auf dem Ottoplatz.

Stellungnahme der Stadtteilvertretung Turmstraße zur Umgestaltung von Ottopark und Kleinem Tiergarten und die Kritik daran auf dem Blog der BI SilberahornPLUS, sowie eine umfassende Kritik an der Arbeit der Stadtteilvertretung von der BI KTO.

Aktivitäten der Bürgerparkgruppe in diesem Winter.

Bürger_innen-Erklärung zur Planung (Männergruppe St. Johannis / Haus der Weisheit / Hindu-Gemeinde Berlin) im Blog der BI SilberahornPLUS und ein Brief derselben an die Stadtteilvertretung.

Am 7. März hat das Vorgespräch von Bezirksamt, Planern und Vertretern der verschiedenen Bürgerinitiativen zum Entwurf für den Kleinen Tiergarten – Ostseite stattgefunden. Es wurde ein neuer Entwurf (hier: Präsentation und Anpassungen) vorgestellt, der auf Vorgaben der Denkmalschutzbehörde und des Grünflächenamtes Mitte beruht, Vorgaben, die im bisherigen Planungsprozess noch nicht vorgebracht worden waren. Dazu regt sich Widerspruch der BI SilberahornPlus und auch von anderen.

Fällung eines Silberahorns wegen Zunderschwammbefall (Pressemitteilung Bezirksamt Mitte).

Aparte Blüten trotz Winterwetter im Kleinen Tiergarten hat die B.I. SilberahornPLUS fotografiert.

Auswertung des Baumgutachtens für den Kleinen Tiergarten – Ostseite durch die BI KTO. Und Gedanken zu den Eiben (BI Silberahorn).

Nur Missverständnisse?“ fragt die B.I. SilberahornPLUS.

Jetzt ist ein Planungsstopp für die Umgestaltung ausgesprochen wegen der Straßenbahnplanung (Berliner Zeitung und Berliner Woche). Dazu eine Stellungnahme der B.I. Silberahorn und der AG Verkehr des Moabiter Ratschlags.

Die Bürgerparkgruppe startet wieder Verschönerungsaktionen, am 20. April um 12 Uhr werden die Marmoplatten geschrubbt. Hier der Bericht über die Aktion.  Die Gruppentreffen finden übrigens nur noch vierzehntägig statt. Immer Montags 19 Uhr in der Grünen Perle, Perleberger Straße 44. Hier die nächsten Termine. Und der Bericht in der Berliner Woche über die Bürgerparkgruppe und Manuela Belevsky.

B.I. Silberahorn beschreibt schöne Blütenkombination und weißblühende Zierkirschenbäume.

Das Abschiedsfest der Bürgerparkgruppe Moabit für Frau Karaca am 28. April 13 und ein Bericht über die Frühjahrsblüher aus 300 im Herbst gesetzten Blumenzwiebeln.

Die B.I. Silberahorn führte ein Gespräch über die „grüne Wand„.

Eine Einladung der Bürgerparkgruppe zu wunderschönen Frühlingsblüten (Kiefernblüte, Judasbaum, Blutpflaume und Kolkwitzie) und vielen Vögeln (abgebildet sind die etwas weniger häufigen: Buntspecht, Bachstelze und Kleiber) im Kleinen Tiergarten.

Die Bürgerparkgruppe hat Anfang Juni Laub geharkt, Müll gesammelt, das Mosaik im Senkgarten wieder erlebbargemacht und die blühenden Fontanesien sind zu bewundern (hier der Bericht). Die B.I. Silberahorn zur Vorstellung der überarbeiteten Planung für die Ostseite des Kleinen Tiergartens in den Sommerferien, am 24.7.13 um 19 Uhr in der Heilandskirche. Bericht über ein Sprengkommendo (für Wasser natürlich).

Notfalleinsatz im Kleinen Tiergarten während des Ortstermins 2013.

Die AG Grün der neuen Stadtteilvertretung Turmstraße nimmt Stellung zu 14 Punkten der Planung für den Kleinen Tiergarten und fordert weitere Änderungen.

Am 24. Juli um 19 Uhr findet in der Heilandskirche die Informationsveranstaltung (hier das Plakat) zur Umgestaltung des Kleinen Tiergartens – Ostseite statt (Berliner Woche). Jetzt ist der aktuelle Entwurfsplanung (Stand Juli 2013) online. 10 Tage vor der Veranstaltung, also am kommenden Sonntag, laden die Bürgerinitiativen noch einmal zu einem Rundgang ein: 14. Juli, 14 Uhr, Treffpunkt Infotafel am Sandspielplatz.

Aktuelle Entwurfsplanung mit Erläuterungen (hier sind auch die Änderungen des ursprünglichen Plans zu erkennen) ist auf der Webseite des Aktiven Zentrums Turmstraße bereitgestellt.

Auf der Webseite des Aktiven Zentrums Turmstraße ist das Denkmalschutzgutachten hochgeladen: Textfassung und Pläne.

Kritik an der Planung durch die BI KTO und weitere Artikel der BI SilberahornPLUS zur Gartendenkmalpflege, Forderungen an die Verwaltung, und ein Kommentar zum Rundgang.

Bericht von der Veranstaltung am 24.7.13 in der Berliner Woche. Und dazu das gartendenkmalpflegerische Gutachten (Textfassung und Pläne), sowie ein persönlicher Bericht von B. Nake-Mann und ein Bericht der Bürgerparkgruppe.

Uwe Aulich in der Berliner Zeitung zur Parkumgestaltung des östlichen Kleinen Tiergartens. Zu diesem Artikel ein Leserbrief der B.I. SilberahornPLUS. Bericht über den Protest der B.I. Kleiner Tiergarten/Ottopark.

In der Berliner Zeitung kommen jetzt die Bürgerinitiativen zu Wort, der im Artikel erwähnte Dringlichkeitsantrag der Grünen (Drs. 1010/IV) wurde am 21.8.13 im Ausschuss für Soziale Stadt, QM, Verkehr und Grünflächen abgelehnt (s. Kommentar Nr. 178). Dazu im Vorfeld die Preisfrage der BI SilberahornPLUS.

Informationsveranstaltung vom 24.7.13 in der Heilandskirche: Das Protokoll, die Präsentation und die aktuelle Baumliste sind jetzt online (4.9.13).

Dringlichkeits-Antrag der Grünen in der BVV vom 19.9.13 (Drs. 1050/IV) gegen die Öffnungen nach Alt-Moabit und zum Erhalt von Bäumen (Drs. 1058/IV). Die Anträge wurden mit den Stimmen von SPD und CDU abgelehnt.

Artikel „Der Kahlschlag rückt näher“ von Rudolf Blais im Landwehrkanal-Blog.

Seit 12. November ist die genehmigte Entwurfsplanung veröffentlicht zusammen mit einem Bericht zur Planung.

Berliner Woche zur Kritik an der Planung und die Erklärung der Bürgerparkgruppe, die nicht weiter pflegen wird, da die Voraussetzungen aus ihrer Sicht dafür nicht erfüllt sind.

Zum Rückzug der Bürgerparkgruppe gibt es zwei Anfragen in der BVV, Drs. 1207/IV von der SPD und Drs. 1205/IV von den Grünen.

Bund der Steuerzahler kritisiert die Sitzkiesel.

Nachträge 2014:

Die Online-Petition, die mit 1.300 Unterschriften am 6. Dezember 2013 beim Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses eingereicht wurde, hatte zumindest den Erfolg, dass dieser sich mit den Baumfällungen befassen will. Und zwar am 11. Februar 2014. Das Bezirksamt Mitte hat „aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen“ versäumt innerhalb der Drei-Wochen-Frist eine Stellungnahme abzugeben. Das soll es jetzt nachholen und mit dem Beginn der Fällungen noch etwas warten (Berliner Woche). BI Silberahorn will immer noch „Bäume retten„.

Heute wurde der Bauzaun am Kleinen Tiergarten – Ostseite aufgestellt. Die Umgestaltung hat begonnen (Pressemitteilung Bezirksamt). Sogar die Potsdamer Neuen Nachrichten haben berichtet.

Der Landwehrkanal-Blog berichtet über die Abweisung der Petition nicht nur mit Stimmen von CDU und SPD im Petitionsausschuss und die Fällungen von zunächst 58 Bäumen im abgesperrten westlichen Teil des östlichen Kleinen Tiergartens. Hier der Ablehnungsbescheid des Petitionsausschusses vom 12.2.14.

Silberahorn beschreibt „Zersägte Schönheit„, zwei gefällte Linden und für den, der’s lustig findet, gib’s hier den Link zum Filmchen von extra 3 über die Sitzkiesel.

B.I. Silberahorn schreibt über die „Latz-Haufen im Fernsehen“ mit Fotos von deren Bau.

Auch Ulli Zelle und die Abendschau hat am 11. März 2014  einen Beitrag über die „Sitzkiesel“ gebracht:

 und festgestellt, dass sie durchaus genutzt werden. Und hier nochmal die Berliner Woche mit der Antwort auf den Preis für alle: 400.000, je Stück 25.000 Euro (laut Bund der Steuerzahler, Auskunft auf eine Anfrage beim Bezirksamt).

Panne bei der ersten Bausprechstunde am 14. Mai 14, beschrieben auf der Seite der B.I. SilberahornPlus.

Golf im Kleinen Tiergarten – mal was anderes!

Einweihung des Trinkbrunnens im mittleren Parkteil (Berliner Woche).

Am 7. Mai wurde der Kleine Tiergarten im Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses behandelt, das Protokoll der Sitzung ist unter diesem Artikel der BI KTO zu finden.

B.I. SilberahornPlus nochmal zum Sandspielplatz neben der Wiese.

Vorabinformation der B.I. SilberahornPlus mit vielen schönen Bildern zum Baustellenrundgang am 25. Juni 14.

Der fertiggestellte Ottopark mit Bildern bei Referenzbauten.de.

Infoveranstaltung zum östlichen Kleinen Tiergarten (7. Bauabschnitt) am 29. Juli 2014 um 18:30 Uhr im BVV-Saal, Rathaus Tiergarten. Diese Ausführungsplanung wurde vorgestellt, hier die Präsentation und das Protokoll. Die BI KTO kommentiert das so.

Die Sitzkiesel mal wieder vom Bund der Steuerzahler kritisiert und die StV Turmstraße fordert weiter Umplanungen (Berliner Woche). Auch der Tagesspiegel berichtete in diesem Sinne und sprach einen Tag später mit dem Tiefbauamtsleiter.

B.I. KTO mit der Ottoparkzeitung Nr. 7 im Dezember 2014.

Die weitere Diskussion um die Umgestaltung des Kleinen Tiergartens – Ostseite, jetzt bitte unter dem aktuellen Artikel (dort auch weitere Nachträge).

Ab Mei 2015 Kommentare bitte unter dem jetzt aktuellen Artikel.

511 Kommentare auf "Kleiner Tiergarten Ost – frühzeitige Bürgerbeteiligung"

  1. 401
    Thomas says:

    Ein toller Erfolg für die StV Turmstraße – der Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses hat in seiner Antwort vom 12.02.2014 abschließend festgestellt, dass die Bürgerbeteiligung zum Kleinen Tiergarten ‚vorbildlich geführt‘ wurde und ‚kein Anlass zu Beanstandungen‘ besteht. Die wichtigsten Auszüge (das vollständige Schreiben ist oben im Nachtrag verlinkt):

    „Das Verfahren ist transparent und fachgerecht ausgeführt worden; die jeweiligen Planungen, Erwägungen und Änderungen beziehungsweise Ergänzungen sind sorgfältig geprüft und dokumentiert worden.“

    „Nach alledem ist das vorliegende Verfahren der Bürgerbeteiligung, das außerdem umfassend dokumentiert ist, vorbildlich geführt worden.“

    „Im Ergebnis unserer Prüfungen konnten wir feststellen, dass die geplanten Baumfällungen wohl erwogen und begründet sind.“

    „Insoweit besteht für uns kein Anlass zu Beanstandungen. Dies gilt auch für die geplanten Baumfällungen; die hierzu vom Bezirksamt vorgetragenen Hinweise sind schlüssig.“

    Das Konzept für eine transparente und umfassende Bürgerbeteiligung zum KTO wurde von der StV Turmstraße in 2012 – gemeinsam mit Rudi Blais und weiteren Mitgliedern der damaligen AG Grün – entwickelt und einstimmig verabschiedet. Für das gute Ergebnis der Bürgerbeteiligung und die Anerkennung durch den Petitionsausschuss ist daher ALLEN Beteiligten an diesem Verfahren zu danken.

  2. 402
    vilmoskörte says:

    Das sehe ich genauso: die Bürgerbeteiligung war wirklich umfassend und es gab genügend Gelegenheiten, seine Wünsche und Vorstellungen einzubringen. Nicht immer können alle dabei vorgebrachten Wünsche, die so manches Mal – untereinander und mit den angestrebten Zielen des Parkumbaus – unvereinbar sind, 1:1 in die Tat umgesetzt werden; wie bei allen demokratischen Prozessen muss stattdessen ein Kompromiss gefunden werden. Und letzteres ist meiner Meinung nach gut gelungen.

  3. 403
    Mignon Gräsle says:

    Zu 401 und 402: Herzlichen Glückwunsch! Wenn man die Bürger als zu beformundende Unwissende betrachtet, ist die Bürgerbeteiligung gelungen – wie die „Umgestaltung“ im Endeffekt ankommt, wird sich noch zeigen.
    Heute den allseits bekannten Gärtner der Heilandskirche getroffen. Das Eiben-Friedhofs-Grün gefällt ihm nicht, die Krokus-Wiese hinter der Heilandskirche will er wieder herstellen.
    Das Notdurft-Problem am Garten der Heilandskirche besteht weiterhin, er habe schon alles versucht, Wall aufrichten, weg jagen – es stinkt!
    Die angestrebten Toiletten-Lösungen dürften nicht ausreichen, schon deshalb, weil dies dann nur Insidern bekannt ist.

  4. 404
    Rané says:

    Danke für den Beitrag 399. Gut, dass wir noch unabhängige Vereine haben. Die SPD-Beweihräucherung und Kungelei, siehe auch den Fall Schmitz, ist landesweit nicht mehr zu ertragen.

  5. 405
    Vilmoskörte says:

    Zu 403: Ich habe von Anfang an (also schon bei der Bürgerbeteiligung vor Umbau des Otto-Parks) an sehr vielen der Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung teilgenommen und habe mich zu keinem Zeitpunkt als „zu bevormundender Unwissender“ gefühlt. Allerdings akzeptiere ich es auch, dass Fachleute aus den Kreisen der Planer und der Verwaltung von Bezirk und Senat so manches mal einen besseren Ein- und Durchblick haben, als der weniger gut informierte Bürger. Und ich nehme wahr, dass viele (aber nicht alle) der Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung aufgenommen und umgesetzt wurden und werden.

  6. 406
    Mignon Gräsle says:

    Zu 405: Du nicht, Du warst und bis ja auch 150 % konform! Deine Haltung ist quasi eine Einladung für L+P alles noch schlampiger zu machen, und noch teurer werden zu lassen!
    Bezirk und Senat geht einiges schlicht am Bürzel vorbei!
    Welche Vorschläge denn? Zu Querweg, der sogenannte Postweg, weil von den Briefträgern benutzt, Sandspielplatz und sogenannte „Sitzkiesel“ habe ich ja schon einiges geschrieben!

  7. 407
    vilmoskörte says:

    zu 406: Was ist es doch einfach, seine vorgefassten festen Meinungen vor sich herzutragen und nichts andres gelten zu lassen. Ich bin dann mal weg aus dieser „Diskussion“.

  8. 408
    Moabiter says:

    Ich bin der Meinung, dass Mignons Fragen (#400) 100 Prozent gerechtfertigt sind. Mignon: Am Besten eine kleine Anfrage an die BVV einreichen.
    Würde gerne eine Wette abschliessen: Ich sage: Die Liegewiese am U-Bahnhof Turmstrasse wird im Sommer durch 50 Prozent weniger Menschen genutzt werden.
    Nach der Zählung im Juni, werde ich euch das Ergebnis wissen lassen.

  9. 409
    H. E. says:

    Hat eigentlich bei all dem Hin und Her auch jemand an den Verkehrslärm der Turmstraße und von Alt Moabit gedacht und wie man diesen Krach durch entsprechende Bepflanzung o. a. dämpfen kann, so dass es im Park leiser bleibt als direkt neben den Strassen ???
    M. E. geht es dabei um ein erhebliches Stück an Aufenthaltsqualität.

  10. 410
    Maike says:

    Habe grade noch einen Link zu einem Blog-Artikel über das Thema gekriegt: http://kettenhunde.over-blog.com/article-sie-machen-unseren-stadtpark-kaputt-kahlschlagrodung-in-berlin-moabit-122640656.html

    Bei der Gelegenheit – in Beitrag 368 schrieb Mignon: „Als es zur sogenannten Bürgerbeteiligung kam, lagen bereits fertige Pläne vor. Da war nicht mehr viel Spielraum. Die sogenannten “Sitzkiesel” standen als fester Bestandteil der Planung überhaupt nicht zur Disposition.“
    Das ist genau das, was ich vermutet hab und weshalb ich keine Lust hatte, mich da zu beteiligen. Mir ist natürlich klar, dass es auch nichts bringt, sich stattdessen bloß in Verdrossenheit zu suhlen…
    Meiner Ansicht nach ist die Bürgerbeteiligung an den Umgestaltungsplänen für den Kleinen Tiergarten ein perfektes Beispiel für das, was Thomas Wagner in seinem gleichnamigen Buch „Die Mitmachfalle“ nennt. Aus einer Rezension der Gießener Zeitung dazu: „Kritische Bürger werden eingeladen, ihre Meinung vorzutragen und Einfluss auf Details zu nehmen, ohne über die maßgeblichen politischen und ökonomischen Bedingungen entscheiden zu dürfen. Auf diese Weise soll die Akzeptanz für das vergrößert werden, was ohnehin geplant ist.“ (http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/86339/buchbesprechung-thomas-wagner-die-mitmachfalle-buergerbeteiligung-als-herrschaftsinstrument/)

    Vilmoskörte bestätigt diese Einschätzung in einer Randbemerkung in Beitrag 402: „Nicht immer können alle dabei vorgebrachten Wünsche, die so manches Mal – untereinander und mit den angestrebten Zielen des Parkumbaus – unvereinbar sind, 1:1 in die Tat umgesetzt werden“ – Was sind die angestrebten Ziele des Parkumbaus, und von wem werden sie angestrebt? Der Begriff „Aufwertung“ zum Beispiel klingt ja ganz nett – und wird mittlerweile auch von vielen freundlichen und gutmeinenden Menschen unkritisch übernommen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung in einem Kiez wie Moabit steht das Wort aber quasi für Gentrifizierung. Es wurde auch bereits 1964 von Ruth Glass zur Kennzeichnung dessen, was bei Gentrifizierung passiert, verwendet: “Große Häuser im victorianischen Stil, heruntergewirtschaftet in früheren Perioden (…) wurden eine weiteres Mal aufgewertet. Sobald dieser Prozess der ‘Gentrification’ in einem Gebiet beginnt, setzt er sich unaufhörlich fort bis alle oder die meisten der bisherigen Arbeiterklasse–Bewohner/innen vertrieben sind und sich der gesamte soziale Charakter des Viertels ändert.” (Quelle: http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/06/16/gentrification-vom-umkampften-raum-zum-umkampften-begriff/)

    Das kann nicht mein Ziel sein. Wenn die Stadtoberen, wie sie gern vorgeben – z.B. im Zusammenhang mit Quartiersmanagement und anderen netten Projekten – die jetzigen Bewohner_innen des Kiezes gern „mitnehmen“ wollen, dann könnte sich das z.B. konkret darin äußern, Arbeitsplätze in der Parkpflege zu schaffen, indem man das Gartendenkmal in seinem ursprünglich geplanten Zustand erhält. Wie denn im Rahmen dieses „Mitnehmens“ bei all diesen Aufwertungsprojekten der Einfluss auf die Mieten durchgesetzt oder dafür gesorgt werden soll, dass alle jetzigen Bewohner_innen genug Geld haben, um diese Mieten zahlen zu können, verrät einem aber niemand.

  11. 411
    Mignon Gräsle says:

    Zu 409: …hat jemand – war aber von Planer Seite kein Thema – da war immer nur von „Öffnung“ nach den Straßen hin, die Rede!
    Das ist es ja gerade, warum wir so sauer sind – bis jetzt ließ das Grün im östlichen Teil die Straßen vergessen, und es war merklich kühler im heißen Sommer, und es roch frischer – nach Grün!

  12. 412
    Thomas Koch says:

    @ 409: Ich habe mal im Zusammenhang mit einem anderen Vorhaben (temporäre Gestaltung des Spittelmarktes) Erkundigungen zum technischen Lärmschutz durch Bepflanzungen eingeholt. Von einem Landschaftsplaner und einem wissenschaftlich tätigen Akustiker habe ich übereinstimmend die folgende Antwort erhalten:

    Lärmschutz durch Pflanzen bewegt sich im kaum nachweisbaren Bereich. Die Unterschiede sind nicht zu hören.

    Diese Antwort hat mich damals gewundert, es ist aber anscheinend eher so, dass die Lärmeinwirkung durch andere Sinneswahrnehmungen mit beeinflusst wird. Sprich: Eine Lärmquelle (Autoverkehr) nehme ich anders war, wenn ich diese sehe, oder eben einen Busch. Wir alle kennen ja die unterschiedliche subjektive Beurteilung, je nach Geschmack, von Musik, die aus Kopfhörern in der U-Bahn oder aus der Nachbarwohnung zu uns dringt.

    Damit, H.E., geht es also auch im KTO nicht um technischen Lärmschutz, sondern um Gestaltungsfragen. Hierzu sind aus meiner Sicht alle Argumente ausgetauscht worden, das Verfahren wurde nochmals durch den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses geprüft und hierfür zwischenzeitlich zurückgestellt.

    Ich persönlich möchte daher, so lange in der Diskussion keine neuen Aspekte und Fragen entstehen (wie Ihre Frage nach dem möglichen technischen Lärmschutzwert von Bepflanzungen), den selbsternannten Baumschützern das Feld für ihre Nabelschau überlassen. Politisch relevant ist diese Form des gesellschaftlichen Autismus allerdings nicht.

  13. 413
    Mignon Gräsle says:

    Es ist erwiesen, dass Grün die Wahrnehmung von Straßenlärm z.B. vermindert.
    Deshalb habe ich ja geschrieben, das Grün im östlichen Teil ließ die Straßen vergessen. Viele, anscheinend zufriedene Vögel (das hört man) waren da – die hatten sogar einen Kirschbaum zum abfuttern – schön wars – wenn Du (412) das als Nabelschau betrachtest – bitteschön!

  14. 414
    Mignon Gräsle says:

    Zu 410: Eben:
    “Kritische Bürger werden eingeladen, ihre Meinung vorzutragen und Einfluss auf Details zu nehmen, ohne über die maßgeblichen politischen und ökonomischen Bedingungen entscheiden zu dürfen. Auf diese Weise soll die Akzeptanz für das vergrößert werden, was ohnehin geplant ist.” Ich denke nicht nur um mehr Akzeptanz zu bekommen, sondern auch um die Anwohner, quasi Experten, zu hören, und quasi zu einer Art Mitarbeiter zu machen.
    Doch, wie aus dem von Dir zitierten Beitrag Vilmoskörtes (402) heraus zu lesen ist, es gibt Vorgaben, nämlich von der Politik, unseren gewählten Vertretern.
    Dazu eine Verwaltung, die nicht allzu beweglich ist, und die Planer, die ihre Verträge quasi bereits sicher haben, und nicht gewillt sind, vor allem finanziell, hinter dem zu bleiben, was sie sich vorgestellt haben. Alles, was wir gerne gehabt hätten, wäre preiswerter gewesen wie das, was die Planer vorhaben, bei den sogenannten „Sitzkieseln“ angefangen.
    Das Verfahren wird durchgeführt, und am Ende heißt es, die Bürgerbeteiligung ist gelungen.
    Die Unzufriedenen sind die Schmuddelkinder!
    Wie in einem Film für den Komparsen gebraucht werden – auch eine Art der Beteiligung.
    Wenn Vilmoskörte sagt, er fühle sich nicht bevormundet – klar nicht, wenn man auf der selben Welle schwimmt – aber im Endeffekt hat auch Vilmoskörte nicht allzuviel zu sagen.

  15. 415
    Mignon Gräsle says:

    Heute erzählt bekommen, von einer Augenzeugin: 1966, als Willy Alverdes Planung noch recht frisch war, war der Kleine Tiergarten Ost sehr licht, aber es gab erstaunlich viele Blumenbeete, auch erstaunlich für Berlin, an denen sich ältere Damen aus ganz Moabit zu einem Schwätzchen trafen.
    Demnächst ist der eingezäumte Teil wieder sehr licht, der große kahle Platz an der Stromstraße, wo dann die ersten zwei, von sechs, neuen „Sitzkieseln“ hin kommen, ist bereits zu besichtigen – ein Multifunktionsplatz soll das werden… Licht und licht ist ein Unterschied.
    Was bis jetzt zu besichtigen ist, ist eher trist – im Mittleren Teil sieht es aus, als wolle einiges gepflanztes nicht ausschlagen, an der hinteren Bankecke, Kirche/Turmstraße, befindet sich ein Feld, das aus altem Sand besteht – das Anpflanzen vergessen?
    Anpflanzgarantie in den Vertrag reinschreiben, ist das Zauberwort, habe ich mir sagen lassen.
    Soviele „Sitzkiesel“ erregen bei allen, mit denen ich bis jetzt gesprochen haben, dezent ausgedrückt, Verwunderung!

  16. 416
    prolet says:

    Ein Manko der guten alten Schallplatte ist, daß sie in ein und derselben Rille immer dieselbe kurze Passage spielt, sobald sie einen Kratzer bekommen hat.

  17. 417
    Mignon Gräsle says:

    Man kann es nicht oft genug sagen – vielleicht wird es dann endlich gehört!
    Bei den nächsten Wahlen könnten die Grünen in Moabit wieder besser da stehen!
    Der neueste Artikel zum KTO Ost im Berliner Abendblatt:
    http://www.abendblatt-berlin.de/wp-content/uploads/pdf_archiv//2014/kw_08/Tiergarten_vom_22.02.2014.pdf

  18. 418
    banikowski says:

    Toller Artikel! Die Propagandamaschine von Rudolf Blais ist gut geölt. Das ist keine neutrale Berichterstattung, da hat der Vertreter einer Interessengruppe dem „Journalisten“ die Feder geführt. Das Abendblatt ist bei uns gleich da gelandet, wo es hingehört. In der Tonne!

  19. 419
    Mignon Gräsle says:

    Armer Rudi – finden Sie nicht, dass Sie (418) etwas übertreiben?
    Man kann alles dämonisieren…
    Die Zeit wird es zeigen…

  20. 420
    prolet says:

    Eine Anzeigenpostille ist keine Zeitung, sondern eben eine Anzeigenpostille. Als Mantel gibt es ein paar Artikel – egal, was, Hauptsache, die Leute nehmen das Ding mit, weil da vielleicht doch etwas aus dem Kiez drinstehen könnte. Und schon müssen sie sich durch die Anzeigen quälen. Nur die Leute, die sich über diesen Zweck im Klaren sind, schmeißen es gleich weg – oder nutzen es für ihre Propaganda.

    Armer Rudi? Ich kenne ihn seit Jahrzehnten nicht anders, als daß er immer für irgendetwas Politisches Reklame läuft – hätte er ein religiöses Bekenntnis zu vertreten, nennte man ihn Missionar. Es bleibt jedem selbst überlassen, sein Leben zu gestalten – aber ein Held ist er für mich keineswegs. Ganz im Gegenteil!

  21. 421
    Mignon Gräsle says:

    Zu 420: Prolet muss es ja wissen! Ich kenne ihn auch seit Jahrzehnten – ein bierseeliger Prolet ist er nicht, ein religiöser Eiferer auch nicht!
    Er reißt auch nicht die Klappe auf über Sachen, von denen er nichts versteht!
    Wenn diese kostenlosen Blätter reine Propaganda-Zeitungen wären, würden sie nur für Geld Propaganda machen! ??? Vielleicht mögen sie Grün?

  22. 422
    Mignon Gräsle says:

    Der Park soll möglichst durchsichtig sein, wegen Drogenhandel und Alkohol – siehe 410 und 34-Wettbewerb Kleiner Tiergarten, vilmoskörte – aber gedealt wird noch immer, auch ohne dunkle Ecken – habs gesehen!
    Die Polizei kann nicht überall sein!

  23. 423
    Mignon Gräsle says:

    Vor der Umgestaltung des Kleinen Tiergarten war die „Szene“ vor allem im mittleren Teil, Nähe U-Bahn. Das sehr dichte Gebüsch im Ottopark und östlichen Teil wurde eher gemieden, da sie ja auch voreinander Angst haben müssen.
    Jetzt sind die Bänke überall (außer dem abgesperrten Teil, Senkgarten) von denen mit den Flaschen, vermutlich auch Drogen, besetzt.
    Als der mittlere Teil abgesperrt war, sind sie in den Senkgarten gewandert, jetzt sind sie wieder im mittleren Teil, wo auch Fixpunkt steht, und, wohl weil es dort noch ungemütlicher (lichter) geworden ist, ungemütlich war es vorher auch, zum großen Teil abgewandert in den östlichen Teil, der noch nicht bearbeitet wird. Was Normalbürger den Aufenthalt etwas vermiest.
    Man kann also mutmaßen, wenn alles fertig ist, durchgängig und „licht“ geworden ist, die „Szene“ den ganzen Kleinen Tiergarten okkupiert, und Normalbürger das Weite sucht, einmal weil das geschützte fehlt – zum andern auch suchen muss! Hallejuja
    Übrigens: Der Besitz von Drogen ist strafbar! – das konsumieren nicht! (?), außer im öffentlichen Raum! – wenn also im ganzen Kleinen Tiergarten die dunkleren Ecken rar werden, muss sich die Szene zwangsläufig verteilen.
    Fixpunkt verweist die Leute in Drückerräume, dort können sie ihren strafbaren Besitz dann straffrei konsumieren…
    Nochmal zu 420: das irgendetwas Politische, für das sich Rudi eingesetzt hatte, war die Agenda 21 – so verkehrt war das nicht!

  24. 424
    Mignon Gräsle says:

    Zusammenfassung: zu „licht“ ist nichts für die „Szene“, genauso wenig wie zu dicht!
    Allerdings war gerade das Dichte das, was den Charm des östlichen Teils ausmachte.
    Willy Alverdes wollte die Ränder zu den Straßen geschlossen haben, mit Sträuchern und Bäumen. Jetzt wird alles durchgängig.

  25. 425
    Maike says:

    Mignon Gräsle schrieb in Beitrag 423: „Man kann also mutmaßen, wenn alles fertig ist, durchgängig und “licht” geworden ist, die “Szene” den ganzen Kleinen Tiergarten okkupiert, und Normalbürger das Weite sucht, einmal weil das geschützte fehlt – zum andern auch suchen muss! Hallejuja“

    So lange sie ihn nicht ganz so „licht“ machen wie den Görlitzer Park, wird’s mit dem Drogenverkauf hoffentlich auch nicht so schlimm werden… *gg* Siehe hier Fotos mit Artikel, hübscher lichter Park: http://www.bln.fm/2013/08/dealerproblem-am-gorlitzer-park-ist-ein-coffeeshop-die-losung/

    Oder auch einfach mal über Google nur die Bilder vom Görlitzer Park suchen lassen oder hinfahren und sich’s anschauen. Trotzdem verbreiten Polizeispezialist_innen im Rahmen von Stadtplanung, man könne der Kriminalität beikommen, indem man die Bäume ausmerzt. Ein Artikel darüber, Titel „Im Wald da sind die Räuber“: https://baumschutz.wordpress.com/2012/01/08/

    P.S.: Vorsicht – Sarkasmus, Übertreibung und Ironie enthalten!

  26. 426
    Mignon Gräsle says:

    Zu 425: Im Kleinen Tiergarten wird schon gedealt. Tja, soziale Probleme – Arbeitslosigkeit – Wohnungslosigkeit – Bettelei – unmöglich, wie man sich an alles gewöhnt.
    Am Mittwoch, 5. Februar 22:50 im NDR Fernsehen: X3, Der reale Irrsinn, ein Tag später auf http://www.X3.de – Sitzkiesel – Herr Preuß live, und was die Moabiter so dazu meinen: für diese Klamotten braucht man ja Abitur…

  27. 427
    Rané says:

    Die „Szene“ wird wandern und sich andere Orte suchen. Aber die Gelder für Streetworker wurden ja gekürzt.
    Und die Arbeit mit der „Szene“ ist eine verdammt harte Arbeit, die miserabel bezahlt wird. Aber beklagt Euch nicht über steigende Kriminalitätsraten im Zusammenhang mit Drogenkonsum.

  28. 428
    Susanne Torka says:

    @425, Maike,
    danke für die Verlinkung des Artikel „Im Wald da sind die Räuber“ über die stadtplanerische Kriminalprävention. Das stimmt Frau Hermannsdörfer ist bei vielen Planungen dabei und hat sich z.B. beim Humboldthafen vehement gegen meinen Vorschlag dort wieder neue Fliederbüsche zu pflanzen ausgesprochen.

    Das soll allerdings nicht heißen, dass ich gegen Rückschnitt von Sträuchern bin, viele brauchen das sogar um nicht im unteren Teil völlig kahl zu werden.
    Und ich freue mich auf den neuen/alten Kleinen Tiergarten. Ich denke, er wird der Intention von Willy Alverdes, als Garten und schöner Aufenthalt für die Anwohner mehr entsprechen, als der durch mangelnde Pflege zugewachsene Park.

  29. 429
    Mignon Gräsle says:

    Alverdes ließ auffallend viele Blumenbeete pflegen – jetzt ist alles pflegeleicht, pflegeleicht und nochmal pflegeleicht – die Sträucher sind jetzt fast alle ganz weg.
    Über das Wässerchen mit Springbrunnen im Senkgarten kann man sich freuen.
    Vorallem allerdings die Typen mit den vielen Flaschen und den Hunden, die jetzt die Banknischen im restlichen östlichen Teil des Tiergartens bevölkern. Für die Hunde (vier) ganz wunderbar, und den Typen sei es auch gegönnt!

  30. 430
    prolet says:

    zu 429:
    Oben ist das Denkmalschutzgutachten verlinkt: Ob Blumenbeete, Hainbuchenhecke oder Fontanesien, immer wieder steht dort, daß durch das unüberlegte Nachpflanzen und den nicht unterbundenen Wildaustrieb von Bäumen und das Nachverdichten durch Buschpflanzungen die ursprünglichen Pflanzungen gelitten haben, weil ihnen das Licht zum Gedeihen genommen wurde. Etliche Blumenarten benötigen nun einmal viel Licht, unter Bäumen gedeihen meist nur Efeu und Dickmännchen – wie auf dem Friedhof, pflegeleicht … Siehe auch Stichwort Photosynthese! Willy Alverdes hat den vielen Ökofundamentalisten eines gewaltig voraus, er hat diese ganzen Zusammenhänge nämlich gelernt und studiert und deshalb hat sein Entwurf auch funktioniert – bis man ihn verlottern ließ. Ginge es nach den Ökofundamentalisten, würde er noch weiter verlottern, bis hin zu einem undurchdringlichen Dickicht.

  31. 431
    Hansaviertel-Nachbar says:

    Verlust

    Das Ergebnis der umfangreichen Arbeiten zur Umgestaltung des östlichen Teil des Kleinen Tiergartens habe ich mir heute Abend angeschaut. Mein erster Eindruck: ganz schön kahl. Dabei meine ich gar nicht einmal die Bäume, die nun „weg“ sind, sondern die nahezu vollständige Beseitigung der Sträucher in weiten Teilen der Randbereiche und in der Innenfläche. Nun kann man direkt von Alt Moabit den Autoverkehr der Turmstraße anschauen. Nicht gerade erholsam – zumindest nicht für mich.

    Vielleicht wird das ja wieder nachgepflanzt (aber warum hat man dann nicht mit dem Strauchbestand gearbeitet und diesen behutsam weiterentwickelt?). Ich finde das kahle Ergebnis traurig, weil ich mich immer beim Radfahren oder Gehen durch den Kleinen Tiergarten an den vielen lustigen Vögeln gefreut habe, die im Strauchgeäst gezwitschert haben. Die werde ich vermissen, ebenso die Vielfalt an Pflanzenarten und gewachsenen Grün, dass sich über Jahre entwickelt und strukturiert hat. Vom Hansaviertel fahre ich oft durch den neu gestalteten Ottopark zur biocomp… an der Turmstraße. Und in diesem Park hört und sieht man Vögel fast ausschließlich nur in dem eingezäunten Bereich in der Mitte, wo die Planer nicht gewirkt haben. In den den anderen Bereichen ohne Sträucher verirren sich nur wenig Vögel. Dies finde ich sehr schade und zwar nicht für die Vögel, sondern ganz anthropozentrisch für mich. Wenn wir mit den Kindern durch die Parks gehen, fahren die auch immer auf die lustige Vogelschar ab.

    Ich hoffe, dass auch nach der Umgestaltung des östlichen Teils genügend Strauchwerk übrig bleibt, bzw. neu gepflanzt wird (bitte nicht die langweiligen all gegenwärtigen Eiben) um den Vögeln Lebensraum zu geben und damit auch Lebensqualität für die Stadtbewohner. Falls die großen Freisichten auf den fließenden Großstadtverkehr bleiben, würde dies für mich eine gravierende Beeinträchtigung der Erholungsfunktion des Kleinen Tiergartens bedeuten. Mal schaun wie das Endergebnis aussieht. Bin gespannt.

  32. 432
    Mignon Gräsle says:

    430: „Ginge es nach den Ökofundamentalisten, würde er noch weiter verlottern, bis hin zu einem undurchdringlichen Dickicht.“ Stimmt nicht! Es war uns klar, dass ausgelichtet werden muss – aber so wie es gemacht wird – nein danke!
    Zu 431: man braucht nicht gespannt sein – es wird so aussehen, wie der Ottopark und wie der mittlere Teil – es sind die gleichen Leute, denen wächst kein anderer Kopf!
    Die Freisichten bleiben, sind so gewollt, z.B. eine große freie Fläche an der Stromstraße. Wir haben uns intensiv mit den Plänen auseinander gesetzt – und, Thema Bürgerbeteiligung, nicht allzu viel, wenn überhaupt, erreichen können!

  33. 433
    Hans Richter says:

    gestern waren auch die Latzhaufen ein Thema in Extra 3. Mich würde übrigens interessieren, was so teuer ist an denen. Mit dem Geld hätte man wirklich was besseres anfangen können.

  34. 434
    H. E. says:

    Damit die Betonhaufen nicht in Sonne und Frost auseinander platzen, haben sie innen eine sehr umfangreiche Bewehrung aus unterschiedlich langen und gebogenen speziellen Rundstählen, die in genau festgelegten Abständen miteinander verbunden werden, damit sie beim Betonieren exakt an ihren Stellen bleiben.
    Außerdem wird der eingefärbte Beton nicht einfach in eine Form gegossen, sondern muss zum großen Teil wegen der rundlichen Form von Hand aufgebracht und insbesondere von Hand geglättet werden. Und damit der Spezialbeton nicht beim Trocknen (Abbinden) Risse bekommt, muss er auch noch über längere Zeit sorgfältig feucht gehalten werden. Das alles ist zeitaufwändige Handarbeit und die kostet halt.

  35. 435
    Susanne Torka says:

    Danke H.E.,
    für die fachliche Erklärung. Man konnte ja beobachten, wie aufwändig gearbeitet wurde.

  36. 436
    BN-M says:

    Unter http://silberahorn.wordpress.com/2014/03/06/latz-haufen-im-fernsehen/
    findet man den link zur Sendung im NDR am 5.3.14 , sowie Fotos von der sorgfältigen Herstellung der Latz-Haufen und wörtliche Zitate der „Rechtfertigung“ der identifikationsstiftenden Beton-Monumente durch Latz + Partner.

  37. 437
    Rané says:

    Danke Hans für den „Extra3“ Hinweis. Nun wundert sich nicht nur Berlin über die „Sitzkiesel“.
    @ H.E. Aber gegen einen Preßlufthammer hat dieser Beton auch keine Chance *g*.

  38. 438
    Hans Richter says:

    mal ne Frage: Wären Findlinge nicht billiger gewesen?

  39. 439
    Mignon Gräsle says:

    Zu 438: Wir hörten nur: Bestandteil der Planung – Kosten standen nicht zur Debatte!
    Wie Maike in 410 schrieb: Thomas Wagner „Die Mitmachfalle“.

  40. 440
    R@lf says:

    Mittwoch, 23. April 2014 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx) im (neuen) BAIZ Schönhauser Allee 26A, Nähe U Senefelder-Platz
    http://www.baiz.info
    Eintritt frei – Spenden schwer erwünscht.:

    Bürgerspeck und Mitmachfalle

    „Bürgerbeteiligung“, „plebiszitäre Elemente“, „Mitsprache“, „Mitmachdemokratie“ und eine Reihe anderer ähnlich vielversprechend klingender Phrasen locken zum Mitmachen, anscheinendem Mitbestimmen von Basis und Betroffenen. Doch Fremdbestimmung wird nur neu kaschiert, kanalisiert und in neue Formen gegossen. Bürger*innen in der Mitmachfalle…
    Der Kulturanthropologe Dr. Thomas Wagner hat mit seinem neuen Buch „Die Mitmachfalle“ Mechanismen und Manipulateure aus ihren Tarnstellungen in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Dunkelmänner und Vernebelungsfrauen ganzer Thinktank-Agenturen bauen, gut getarnt und ausgestattet mit öffentlichen Geldern, an immer feineren Strategien eines filigranen demokratischen Marionettentheaters. Aber auch gutwillige Demokrat*inn*en basteln in bester Absicht eifrig mit an Mitmachfallen, deren Türen auch hinter ihnen selbst lautlos zuschnappen. TopDown-Ziel: möglichst geräuschlos und kostensparend Bürger*innenwillen neutralisieren und umgehen, um die eigenen Prioritäten effektiv verlust- und reibungsfrei umzusetzen. Am Ende möglichst noch beklatscht und gefeiert von den Gelackmeierten…
    Auf eine interessante und erhellende Diskussion mit dem Autor und mit langjährigen Basisaktivist*inn*en freut sich die alte ALEx im neuen BAIZ !

  41. 441
    TV Gucker says:

    Auch die Abendschau hat sich nunmehr der Sitzkiesel angenommen. Im am 11.3. gesendeten Beitrag http://mediathek.rbb-online.de/rbb-fernsehen/rbb-aktuell/kuriose-sitzkiesel?documentId=20120038 kamen erneut viele Kritiker zu Wort. Doch am Ende des Beitrags fand Reporter Uli Zelle tröstende Worte für Herrn Preuß, der erneut diese Park-Gestaltungselemente anstelle von Menschen des Münchener Landschaftsplanungsbüros verteidigen musste. Denn er stellte fest, dass das Fernsehteam im Laufe des Drehs doch immer mehr Menschen beobachtete, die die Sitzkiesel nutzten.

  42. 442
    Mignon Gräsle says:

    Beton ist kalt! Bei schönem Wetter kann man ab und zu mal jemand drauf sitzen sehen, und spielende Kinder im Spielplatzbereich. Im Spielplatzbereich kann man so etwas ja auch vertragen.
    Die Abendschau sollte mal im mittleren Teil drehen! An der Stromstraße sind die Dinger im Weg, und die sogenannte „Nutzung“ – nämlich drauf sitzen (Bänke sind billiger) hält sich sehr im Grenzen – wieviel Sommer hat Moabit – soviel wie Spanien?

  43. 443
    Mignon Gräsle says:

    Beitrag über die „Sitzkiesel“ im Ottopark am Dienstag, 11.3.14:
    Ulli Zelle hatte seine Mühe, Verwendung für die sogenannten Sitzkiesel zu finden, und zwecks Currywurst essen kann man auch auf einer angenehmen Holzbank sitzen.
    Was kostet ein echter Findling, den man notfalls auch woanders hin transportieren kann?
    Es geht auch nicht nur um die Kosten (was hätte man alles mit diesem Geld machen können), sondern auch ganz wesentlich um das Grün, das an diesen Stellen sein könnte, und von dem Moabit nicht all zuviel hat!

  44. 444
    Susanne Torka says:

    Die Preise von Findlingen kenne ich nicht, aber ich kann mich erinnern, dass im Vorfeld der Planung davon die Rede war, dass Natursteine teurer wären. Keine Ahnung, ob das stimmt!

  45. 445
    Mignon Gräsle says:

    Zu 444: weniger wäre mehr!

  46. 446
    banikowski says:

    Ich überlege gerade ob ich noch einen Extra-Sitzkiesel spende!

  47. 447
    Rané says:

    zu 441
    Sehr peinlich von Ulli Zelle, der darauf herumhüpft als wären es TrimmDichPfad-Elemente. Er sollte seine Band „Ulli und die Grauen Zellen“ in „Ulli und die Alzheimer“ umbenennen. Und was die „Gestaltungselemete“ betrifft, gibt es viel mehr als Natursteine. Div. Skulpturen, Spielgeräte und echte „TrimmDichPfad-Elemente. Alles preiswerter und sinnvoller als die „Betonhaufen“. Aktueller Vorschlag für eine Skulptur „Der Steuerhinterzieher“ *g*.

  48. 448

    Vor einiger Zeit lief im RBB eine Ozon-Sendung zum Thema „Digitale Kindheit“

    https://www.rbb-online.de/ozon/archiv/sendungen/Digitale-Kindheit.html

    Hierin wurde als Nachweis einer Entfremdung der Kinder von der Natur darauf hingewiesen, das es für Kinder in Großstädten nahezu keine natürlichen Grün- und Spielflächen mehr gibt. Dies scheint die technikübersättigten Eltern dieser Kinder aber kaum zu interessieren und wenn sie es doch mitbekommen, dann nur am Rande, meist mit Smartphone in der Hand, wie ich es beobachten mußte.

  49. 449
    Mignon Gräsle says:

    Zu 448: „Natur ist ein wichtiges Thema, sagt Chefärztin Maike Pellarin, als Ausgleich für Leib und Seele“, habe ich da gelesen.
    Zu 446: wie wärs mit einem Baum? Oder mit mehreren? Für 25.000 Euro müsste es eigentlich recht viele Bäume zu kaufen geben!
    Kann aber passieren, wenn ein Vogel drauf sitzt, dass man einen Klacks abkriegt!

  50. 450
    Alex says:

    Unfassbar, was diese Diskussion hier für Formen annimmt. Ich finde den neuen Ottopark super, endlich nicht mehr das dunkle Loch von vorher, und nach meiner Beobachtung sind auch viel mehr Leute dort als früher. Gute Gestaltung! Ich mag übrigens auch die Kiesel. Hoffentlich kommt der kleine Tiergarten auch bald an die Reihe. Ich mag Bäume auch gern, aber ein dichter, waldartiger Park ist an dieser Stelle einfach unattraktiv. Und wer glaubt, mit ein paar Sträuchern Straßenlärm abhalten zu können – na ja…..
    Viel Spaß weiterhin hier, liebe Baumschutz-Fundamentalisten!