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Erinnerungen an das alte Stadtbad

Das alte Stadtbad in der Turmstraße war klein, nicht zu vergleichen mit dem in der Seidlitzstraße. Dafür ging es aber teilweise sehr gemütlich zu. Wir sind jeden Sonnabend gleich früh um 8 Uhr schwimmen gegangen. Es waren immer dieselben Badegäste, so dass alles mit einem fröhlichen Hallo begann.

Das Bad war 1892 eröffnet worden und wurde mit Kohle beheizt. Demzufolge war das Wasser im Schwimmbecken auch manchmal recht kühl, zumal wir so ziemlich die ersten Badegäste waren. Einer der Bademeister, war ein ehemaliger Schulfreund von mir.. Wenn uns das Wasser wirklich zu kalt war, riefen wir ihm zu: „Hallo Günter, leg doch noch mal eine Kohle mehr auf!“

Er rief dann den Heizer im Keller an und sagte ihm, dass sich die Badegäste über das kalte Wasser beschweren. Nach einiger Zeit war das Wasser wirklich wärmer, was aber sicher nicht an der einen Kohle lag sondern an der alten Befeuerung, die ja ihre Zeit brauchte, um das Wasser im Becken zu erwärmen.

Als dann das alte Stadtbad trotz vieler Proteste geschlossen und 1985 abgerissen wurde, mussten wir dann in die Seydlitzstraße zum Schwimmen. Das Wasser war zwar gleich am frühen Morgen warm, aber es war nie wieder so gemütlich.

Brigitte Borzechowski

Ein Kommentar auf "Erinnerungen an das alte Stadtbad"

  1. 1
    Jo-s says:

    Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele.Ich habe dort 1963 schwimmen gelernt.Später ging ich zur Schwimmhalle im Poststadion,die heutige Sporthalle.Diese alte Schwimmhalle hatte auch einen gewissen Charme,den ich an diesen neuen Hallen doch vermisse.

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