So können Sie mitmachen!

B-Plan Heidestraße-Ost und „Stadthafenquartier Süd“

Zu gleich zwei Verfahren zum östlichen Teil des Heidestraßenquartiers („Europacity“) können sich planungsinteressierte Bürger informieren und auch beteiligen. (ältere B-Plan-Diskussion hier)

Bebauungsplan 1-62b „Heidestraße-Ost“

Vom 11. Juni bis einschließlich 11. Juli 2012 findet die öffentliche Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans 1-62b „Heidestraße-Ost“ statt. Sie betrifft das das Gelände zwischen Heidestraße, Nordhafen, Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal und Invalidenstraße mit Ausnahme der Flächen für die Verbreiterung der Heidestraße, für eine Teilfläche des Grundstücks Scharnhorstraße 34-35 und einen Abschnitt der Kieler Straße einschließlich der jeweils angrenzenden Abschnitte des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals sowie eine Teilfläche der Heidestraße im Bezirk Mitte, Ortsteile Moabit und Mitte (s. Karte)

Im Internet sind folgende Unterlagen zum B-Plan zugänglich: Presseanzeige, Bebauungsplan 1-62b (Blatt 1), Bebauungsplan 1-62b (Blatt 2), Begründung.

Die vollständigigen Unterlagen liegen zur Einsicht aus beim Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, Fachbereich Stadtplanung, Müllerstraße 146, 13353 Berlin, Zimmer 167, Telefon 9018-45732 vom 11. Juni 2012 bis einschließlich 11. Juli 2012, während der Dienststunden Montag bis Mittwoch von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Freitag von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Sie können Ihre Stellungnahme zu dem Bebauungsplan 1-62b während der oben genannten Auslegungszeit formlos an das Bezirksamt Mitte von Berlin, Fachbereich Stadtplanung, 13341 Berlin, oder über das Onlineformular des Bezirksamts abgeben.

Wettbewerbsergebnis „Stadthafenquartier Süd“

Am Mittwoch, 13. Juni 2012, 18 Uhr findet in der „Halle am Wasser“ (nördlich des Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 51, 10557 Berlin-Mitte) die 7. „Standortkonferenz Heidestraße“ statt, bei der über das Ergebnis eines städtebaulichen Planungswettbewerbs informiert wird. Insgesamt sollen auf dem Areal bis zu 80.000 m² Bruttogrundfläche mit rund 500 Wohnungen entstehen. Zudem sollen in dem Gebiet auch Büros, ein Kindergarten, Spielplätze, Straßen, Stadtplätze und Freizeiteinrichtungen realisiert werden.

An dem Wettbewerb nahmen folgende Büros teil: ASTOC, Architects and Planners (Köln), APB Architekten (Hamburg), BOLLES+WILSON (Münster), Arge Baumschlager Hutter, Dornbirn und P.arc (Berlin), André Poitiers (Hamburg), HEIDE & VON BECKERATH (Berlin), Klaus Theo Brenner Stadtarchitektur (Berlin) sowie Christoph Kohl Architekten (Berlin).

1. Preis für André Poitiers, © André Poitiers + CA Immo Deutschland

Die Jury entschied einstimmig, den ersten Preis jeweils an die Büros André Poitiers sowie Baumschlager Hutter und P.arc zu vergeben. Den dritten Preis erhielt ASTOC und der vierte Preis ging an das Büro Bolles + Wilson.

1. Preis für Baumschlager Hutter / P.arc, © Baumschlager Hutter / P.arc + CA Immo Deutschland

Folgende Aufgaben waren an die Teilnehmer des beschränkten Wettbewerbsverfahren (Einladungswettbewerb), dass die „EUROPACITY Berlin GmbH & Co. KG“, ein Joint Venture der CA Immo und der Gesellschaft für Projektentwicklung mbH Hamburg Team, ausgelobt hatte, gestellt:

Überarbeitung der aus dem städtebaulichen Wettbewerb und dem Masterplanverfahren resultierenden städtebaulichen Struktur und Konkretisierung im Hinblick auf realisierungsrelevante städtebauliche Fragestellungen. Ziel ist die Findung einer nachhaltigen, identitätsstiftenden und unverwechselbaren Quartiersstruktur, die den Ansprüchen an ein lebendiges, innerstädtisches Wohnquartier im Zentrum Berlins gerecht wird. Darauf aufbauend sollen in nachfolgenden Verfahren architektonische Aussagen für die unterschiedlichen Bereiche des Quartiers getroffen werden.

Die Ausloberin wünschte sich Ideen und Vorschläge wie sie das Quartier trotz eines längeren Entwicklungszeitraums und trotz unterschiedlicher architektonischer Handschriften, Typologien und Körnigkeiten zu einem unverwechselbaren Ganzen entwickeln kann. Es sollten identitätstiftende öffentliche und private Räume mit optimalen Vernetzungsmöglichkeiten zu den bestehenden, umgebenden und geplanten Stadträumen geschaffen werden.

Von der Ausloberin gewünschte Zielgruppen für das »Stadthafenquartier Süd« sind:

  • Junge Familien mit Kindern sowie Menschen jeden Alters, die in einem urbanen Quartier leben möchten.
  • Menschen, die einen hohen Anspruch an die Qualität des Wohnraums stellen und die zudem Flexibilität und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten erwarten.
  • Menschen, die Wohnen und Arbeiten miteinander verbinden möchten (Hybrid House).
  • Menschen, die für neue Wohnformen aufgeschlossen sind (Starter-Lofts, Wohngemeinschaft etc.).

Analog zum nachhaltigen Entwicklungsansatz strebt die Ausloberin dabei die Mischung unterschiedlicher Nutzungs- und Eigentumsformen an, die einen lebendigen Quartierscharakter ermöglichen sollen.

Im ersten Schritt sollte das städtebauliche Konzept / Masterplanung hinsichtlich der von der Ausloberin definierten Produkte und Typologien überprüft werden. Es werden Aussagen zu den Gebäudetiefen, Blockstrukturen, dem ruhenden Verkehr sowie der Erschließung erwartet. Weiterhin sollten die städtischen Ansichten und Qualitäten der Bebauung sowie der Höfe und Quartiersstraßen vertieft betrachtet werden. Für die Nutzungsschwerpunkte Wohnen sollten in Abstimmung mit der Heidestraße und den zu belebenden Erdgeschosszonen Planungsideen erarbeitet werden.

Anschließend soll die Lösungs- bzw. Planungsmatrix Grundlage der Realisierungswettbewerbe für das Quartier werden. Erst dabei wird es auch um die Architektur der Gebäude gehen.

Nachtrag vom 23. Juni 2012:
Zum Wettbewerbsergebnis berichtet das Baunetz unter: Stadthafen in der Europacity – Zwei Gewinner bei Planungswettbewerb

und die Bild-Zeitung unter dem Titel: „So schön wird Berlins neue Hafen-City

weitere Nachträge:
Die Stellungnahme zum B-Plan 1-62b von Frank Bertermann (Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschuss der BVV Mitte, Bü90/Grüne) ist hier als pdf herunterzuladen.

Weitere Grundstücke sind verkauft, an die Groth-Gruppe (zusammen mit dem Mittelbereich in der Lehrter Straße) und an 50Hertz.

Kurz nach der Eröffnung des Tour Total fand eine gemeinsame Pressekonferenz der Investoren in der Europacity statt: Artikel in der Berliner Zeitung.

Kleine Anfrage (Drs 17/11010) der Abgeordneten Antje Kapek (Grüne) „Wie wichtig ist dem Senat die Entwicklung der Europacity/heidestraße?“. Klingt ein bisschen so, als ob nicht besonders viel Einfluss auf die städtebaulichen Verträge, die der Bezirk mit der CA Immo aushandelt und die bis Ende des Jahres fertig sein sollen, im Sinne sozialverträglicher Stadtentwicklung genommen wird, dazu: Pressemitteilung „Berlin lässt sich über den Tisch ziehen!“

Anfrage der Grünen-Fraktion in der BVV zum Bearbeitungsstand und städtebaulichen Verträgen (Drs. 585/IV), die Antwort ist nicht im Allris-System zu finden und wird hier bereitgestellt: Antwort, Anlage 1 und 2 (Anlagen sind B-Plan-Entwurf mit Ergänzungsblatt).

BVV-Antrag (Drs. 0656/IV) der Grünen-Fraktion zu sozialen und ökologischen Anforderungen für die Städtebaulichen Verträge, die das Bezirksamt abschließen wird, sollte am 30.1.13, wurde dann aber erst am 6.3.13 im Stadtentwicklungsausschuss beraten und mit 8 : 6 Stimmen (CDU+SPD : Grüne+Linke) abgelehnt (s. Kommentar Nr. 24), ebenso wie dieser BVV-Antrag (Drs. 0607/IV) zum gleichen Thema.

Ein neuer MoabitOnline-Artikel über 2 Architekturwettbewerbe an der Heidestraße (50hertz und Kunst-Campus Edel AG).

Seit 30. Oktober 2012 läuft ein Architekturwettberb für die ersten Wohnhäuser im Heidestraßenquartier und zwar für zwei Teilbereiche im „Stadthafenquartier Süd“ als Joint Venture von CA Immo und Hamburg Team. Hier ist die Ausschreibung und die teilnehmenden Architekturbüros zu finden. Eine Entscheidung wird Mitte März erwartet. Die Diskussion um Architektur in der Europacity wird im Architekturforum ausführlich geführt.

Ein Teil der Rieck-Hallen wird tatsächlich abgerissen und Künstler suchen Ausweichquartiere (Berliner Morgenpost).

Das ist dann ja wohl die Entscheidung des Wettbewerbs für die ersten Eigentumswohnungen: Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, BZ und im Baunetz (hier sind auch der 2. und 3. Preis abgebildet).

Der Entwurf des Bebauungsplans 1-63 für die künftige Heidestraße wurde in der Drucksache 17/0755 am 21.2.2013 im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr des Abgeordnetenhauses behandelt und vom Ausschuss angenommen, so dass er vermutlich demnächst vom Abgeordnetenhaus “abgesegnet” wird.
Drucksache 17/0755 mit dem B-Plan und der Auswertung des Beteiligungsverfahrens
Beschlussprotokoll der Ausschusssitzung
Inhaltsprotokoll der Ausschusssitzung

Das Bezirksamt Mitte hat die Planung für die Europacity/Heidestraßenquartier jetzt an die Senatsverwaltung abgegeben (Berliner Zeitung, Tagesspiegel), s. auch Kommentar Nr. 23.

Am 20.03.2013 wurden von der CA Immo die Sieger des Architekturwettbewerbs für das sogenannte „Stadthafenquartier Süd“ bekannt gegeben. Beim Wettbewerb wurde das Gebiet in zwei Teile – A und B – aufgeteilt, zu dem jeweils Preisträger gekürt wurden. Hier die beiden Preisträger eines 1. Preises für die beiden Teilbereiche:

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Europacity, Berlin: Architekturwettbewerb Stadthafenquartier. Erster Preis Teilbereich A, ARGE ECB – zanderroth architekten / ZOOMARCHITEKTEN GmbH (Berlin); Copyright CA Immo Deutschland

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Europacity, Berlin: Architekturwettbewerb Stadthafenquartier. Erster Preis Teilbereich B, Max Dudler Architekten (Berlin); Copyright CA Immo Deutschland

 

Die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs sind vom 20. März bis 1. April 2013 (ausgenommen der 25.03.2013) zu sehen in der St. Johannes-Evangelist-Kirche, Auguststraße 90, 10117 Berlin (Öffnungszeiten: täglich 15.00 – 20.00 Uhr).
Artikel in der Berliner Zeitung.

Der Investor für die beiden Hotels am Europaplatz zwischen Total Tower und Hauptbahnhof Yves Süsskind will mit Erdwärme heizen und diese möglicherweise auch in der Europacity verkaufen, dafür wird tief gebohrt (Berliner Zeitung und Berliner Woche).

Im Architekturforum wurde die Diskussion zur Europacity jetzt in verschiedene Bereiche aufgeteilt: Am Hauptbahnhof, Am Stadthafen, Am Kunstcampus, 50hertz-Zentrale, Tour Total, Mittelbereich Lehrter Straße und Diverses.

„Stadthafenquartier Süd“ muss sich einen neuen Namen suchen, denn die EU will die 8 Millionen für das neue Hafenbecken nicht zahlen, statt dessen soll ein Platz entstehen, der „nur“ die Hälfte kostet (Tagesspiegel). Zwei Tage vorher brachte der Tagesspiegel einen „Rundumschlag“ zu den Planungen rund um den Hauptbahnhof.

Jetzt wird auch über die Mietpreise in diesem Quartier gesprochen: 12-14 Euro netto/kalt (Berliner Zeitung). Werden solche Wohnungen in Berlin gebraucht?

Hier geht es zur Projektseite von Hamburg Team. Die Broschüre der Senatsverwaltung „Nachhaltiges Quartier am Hauptbahnhof“ (update von 2015).

Abendschaubericht am 2.2.14 (nicht mehr online) – Projektchronologie Europacity (update 2015 und online).

Bericht im Tagesspiegel.

Bericht über den Stadtplatz an Stelle des gestrichenen Hafens in der Berliner Woche und im Architekturforum.

Werbefilm der Senatsverwaltung „berlin baut“. Wäre schön, wenn man das wörtlich nehmen könnte, großzügige Freiflächen, ein wassernaher baumbestandener Boulevard, heißt es:

Bericht über den Wettbewerb für die Brücke über den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal auf Höhe des Stadtplatzes (Berliner Zeitung und rbb).

Auslegung des B-Plans August/September 2014.

Probleme mit dem Sand aus der Europacity, er ist verseucht und im Tierpark gelandet (Tagesspiegel).

Weitere Planungsdetails: „nur 48 von 2840 Wohnungen zum Preis von 7,50 Euro“, eine neue Grundschule, keine Brücke über die Bahn nach Moabit (Tagesspiegel). Zur neuen Grundschule hier die Beantwortung einer mündlichen Anfrage (Drs. 1775/IV) in der BVV.

Weiteres Baufeld (Nr. 7) des Wohnungsbaus im Stadthafenquartier Süd, Wettbewerbsgewinner rohdekan.

Artikel zur Europacity in der Berliner Zeitung: der städtebauliche Vertrag ist unterschrieben, Investoren finanzieren soziale Infrastruktur, u.a. eine Schule (8 Millionen) und zwei bis drei Kitas (4 Millionen Euro). Projektchronologie bis 2015.

Der Bebauungsplan 1-62b liegt vom 3. Februar bis 6. März 2015 öffentlich aus (s. neuer MoabitOnline-Artikel).

Bericht im rbb zu den ersten Reaktionen zum B-Plan (außerdem Günstige Mieten Fehlanzeige).

Tagesspiegel zum Stau auf der Heidestraße, nun kommt die zweite Seite des Straßenneubaus dran.

Antwort auf die Anfrage (Drs. 17/15293) der Abgeordneten Antje Kapek (Grüne) „Wie ernst nimmt der Senat seine Vorgaben für städtebauliche Verträge in der Heidestraße?“

Auch im Artikel der Berliner Morgenpost geht es um nur 42 günstige Wohnungen von 2.840 insgesamt, Kritik der Grünen am städtebaulichen Vertrag.

Die Stellungnahme der BLN (Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz) zum B-Plan 1-62b Heidestraße. Es gibt ein neues Portal: Beteiligung in Umweltfragen.

Kritik von Antje Kapek, Stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus, und ihre Einwendung zum B-Plan.

Ein weiteres Bürogebäude neben dem Total Tower (und vermutlich neben dem bald fertigen Monnet 4) soll ab Herbst 2015 gebaut werden, gemietet wird es ab Herbst 2017 von KPMG (Pressemitteilung CA Immo, Berliner Woche, Link zur Visualisierung).

Obwohl das ja auf der anderen Seite der Invalidenstraße direkt neben dem Hauptbahnhof ist, hier auch noch zwei Hinweise auf das neue Luxushotel (Berliner Zeitung und Property-Magazin).

Lärmbelästigung durch Bautätigkeit in der Europacity, der Senat will nicht präventiv einschreiten, aber hier können sich Anwohner melden: Tel.  90 25 22 53 oder per E-Mail an: baulaerm@senstadtum.berlin.de.  (Berliner Woche).

Am 1. Juli 2015 findet die 8. Informationsveranstaltung der Senatsverwaltungg zur Europacity statt (Einladungsflyer, Achtung 4,9 MB).

Berliner Woche zum Baubeginn Anfang 2016 von 550 Wohnungen (inkl. der 42!), Verkauf an Richard Ditting.

Am 24.11.2015 hat der Senat den Entwurf des Bebauungsplans 1-62b beschlossen, wie dieser Pressemitteilung zu entnehmen ist. Als nächster Schritt wird der B-Plan Entwurf dem Abgeordnetenhaus Berlin zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Nach Empfehlungen zur Zustimmung des vom Senat beschlossenen Bebauungsplans (Drucksache  17/2582 mit Planunterlagen) durch den Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr (2.12.2015) und den Hauptausschuss (9.12.2015) hat das Abgeordnetenhaus Berlin den Bebauungsplan 1-62b am 10.12.2015 beschlossen (PDF Plenarprotokoll).

Thomas Loy im Tagesspiegel über die baldige Fertigstellung der Heidestraße und weitere Bauprojekte, allerdings die erwähnte Edel AG ist nicht mehr am Start.

Grundsteinlegung im Stadthafenquartier, Baufeld 10 von Ditting und Quantum (Berliner Morgenpost, Immobilien Zeitung und Immobilien Manager).

Damit sich hier die Nachträge nicht bei den verschiedenen Artikeln zum Heidestraßenquartier doppeln, schließt die Redaktion bei diesem Artikel die Nachträge und Kommentare (bitte hier nachsehen: http://www.moabitonline.de/21172).

46 Kommentare auf "B-Plan Heidestraße-Ost und „Stadthafenquartier Süd“"

  1. 1

    Die Zeit rennt, der B-Plan zur Heidestraße liegt nur noch bis zum 11.7. aus, heute oder gestern hat die Bild-Zeitung berichtet und stützt sich dabei auf ein Gespräch mit Wilhelm Brandt, Sprecher des Grundstückseigentümers CA Immo. Proteste erwarten die Investoren nicht, weil sie ja eine Promenade planen!
    http://www.bild.de/regional/berlin/berlin/berlin-bekommt-hafencity-24808880.bild.html
    Sorgen wir dafür, dass die Promenade breit genug wird. Bei Mediaspree in Kreuzberg wurden 50 m öffentliche Promenade gefordert. Da sind wir am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal weit von entfernt. Beteiligt Euch!

  2. 2
    H. E. sagt:

    Ich sehe nicht mehr als einen Trampelpfad. Wahrscheinlich heißt daher die Uferpromenade im Bebauungsplan auch nur „Uferweg“.

    Da der Streifen so schmal ist und westlich davon sechs (VI) bzw. sieben (VII) Geschosse zugelassen werden, dürfte der Weg voraussichtlich zur schönsten Tageszeit, also nachmittags und abends (Sonne von links), obendrein im Schatten liegen. Die Opposition sollte im Ausschuss Pläne verlangen, in denen die korrekte Verschattung zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten eingetragen ist.

    M. E. kommt hier das nächste Armutszeugnis für die Abt. Stadtentwicklung von Mitte und einen Ex-Stadtrat, der (ausgerechnet) ja kurioserweise inzwischen für ein „Green Moabit“ geworben hat, nachdem er erst mal jahrelang für „gräßlich Beton“ gesorgt hat. Bin auch gespannt, wie sich CDU und SPD in der BVV verhalten. Sicher werden die Vorsitzenden das Projekt wieder in den höchsten Tönen loben und dann mit Begeisterung zustimmen.

    Apropos zustimmen! Gibt es eigentlich ein Modell? Nur auf Grund von Plänen dürfte in der BVV auch dieser Bebauungsplan nicht beschlossen werden, da m. E. die meisten Abgeordneten mit der Umsetzung eines zweidimensionalen Planes ins Dreidimensionale schlicht und einfach überfordert sind, da sie in ihren Berufen anderes gelernt haben.

    Ich fände es gut, wenn die Opposition für die Zukunft vom Investor oder Bauherrn grundsätzlich bei jedem B’plan, noch besser bei jedem Bauprojekt, die Vorlage eines Modells mindestens im M 1:500, teilweise noch besser im 1:200, durchsetzen würde. Erst im Dreidimensionalen werden für Laien bei vielen Projekten eine maßlose Überbauung des Grundstücks und falsche städtebauliche Entscheidungen deutlich. Vielleicht wären dann die Entscheidungen für Schultheiss, den Großmarkt, das Hotel an der Invalidenstr./Lehrter Str. und den Moabogen ganz anders ausgefallen.

  3. 3
    Susanne Torka sagt:

    Hier meine private Stellungnahme zum B-Plan 1-62b (gerade mit Onlineformular abgeschickt):

    „Sehr geehrte Damen und Herren,
    Voranstellen möchte ich, dass ich beide Städtebaulichen Entwürfe für interessant halte, auch den, der für das südlich des neuen Hafens gelegne Viertel zur Verwirklichung vorgesehen ist. Die großen grünen Innenhöfe bieten den Bewohner_innen und insbesondere den Kindern gute Aufenthaltsmöglichkeiten. Vielleicht wäre aber zur Gewährleistung einer besseren Belichtung die Reduzierung auf vier statt fünf Geschosse vorzuziehen. Die drei einzeln stehenden Wohngebäude am Wasser können auch interessant wirken, sie werden aber wohl eher Luxusbedürfnisse befriedigen sollen. Bezahlbarer Wohnraum ist wichtig. Der wird gebraucht, auch in der Innenstadt, wenn es auch schwierig sein dürfte bei Neubau bezahlbare Mieten zu erreichen. Das 11stöckige Hochhaus hinter dem Abschlussgebäude des Kunstcampus gefällt mir nicht so gut, aber das ist das Dilemma jedes Planers: wenn die Vorgaben so viel umbaute Fläche vorsehen, dann muss sie ja irgendwo untergebracht werden. Generell erscheint mir eine lockere Bebauung, gerade auch in der Innenstadt aus Klimaschutzgründen geboten.
    Aber jetzt zum B-Plan, mit dem die Wettbewerbsentwürfe ha eigentlich nichts zu tun haben. Und das ist schon mal die grundlegende Kritik.
    Dieser Plan muss neu ausgelegt werden, wenn die Entwürfe eingearbeitet sind. B-Plan und zu verwirklichender Entwurf widersprechen sich diametral, insbesondere in den Gebäudehöhen. Der Plan muss erst überarbeitet werden und dann neu ausgelegt. So findet ja niemand mehr durch, was eigentlich gelten soll und was nicht.
    Zur Flächenbestimmung Fuß- und Radwege und Straßen:
    Die Erschließung durch die Ringstraßen gefällt mir sehr gut. So kann erreicht werden, dass der MIV auf relativ wenige Flächen beschränkt bleibt und ein großer Teil der Wege ausschließlich für Fuß- und Radverkehr zu nutzen ist. Dennoch empfinde ich die öffentliche Promenade am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal für zu schmal (an der schmalsten Stelle 6 Meter!), hier sollte eine großzügige Fläche angelegt werden, die nicht ausschließlich Wegefläche, sondern auch begleitendes Grün beinhaltet (auch wichtig für den Artenschutz – vgl. den empfohlenen Umgang mit Gewässerrändern) und zwar wenn möglich sowohl auf der Wasserseite, aber auf jeden Fall auf der Landseite nicht nur privat zu nutzende Grünflächen vor den Häusern, sondern auch eine öffentliche Fläche. Da könnte als Vorbild vielleicht die Promenade auf dem Moabiter Werder herangezogen werden, wenn auch die befestigte Fläche nicht ganz so breit sein müsste.
    Ein öffentlicher Uferstreifen in 50 Meter Breite sollte freigehalten werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne Torka“

  4. 4
    Thomas Koch sagt:

    „Ziel ist die Findung einer nachhaltigen, identitätsstiftenden und unverwechselbaren Quartiersstruktur, die den Ansprüchen an ein lebendiges, innerstädtisches Wohnquartier im Zentrum Berlins gerecht wird. Darauf aufbauend sollen in nachfolgenden Verfahren architektonische Aussagen für die unterschiedlichen Bereiche des Quartiers getroffen werden.“

    Lebendige, innerstädtische Wohnquartiere brauchen tatsächlich ein „identitätsstiftende und unverwechselbare Quartiersstruktur“, wie in der Auslobung gefordert. In den gründerzeitlichen Quartieren kann man aber auch heute noch an den Gebäuden ablesen, wie wichtig eine Bauherrenschaft mit eigenen individuellem Gestaltungswillen im Detail ist. Meines Erachtens ist es ein (nicht nur) Berliner Trugschluss, dass sich die Bauherrenschaft durch Realisierungswettbewerbe ersetzen lässt. Ich bin dafür, in einer 2. Phase eine Parzellierung vorzunehmen, einen urbanen Nutzungsmix bis in die Gebäude vorzugeben und in dem Rahmen der Vorgaben der Masterplanung die Gestaltung den Bauherren zu überlassen.

  5. 5
    H. E. sagt:

    Den Vorschlag für eine Parzellierung der Grundstücke und damit der Reduzierung auf den alten Berliner Maßstab (ca. 20 bis 40 m Straßenfassade pro Bauherr und Architekt) kann ich nur unterstützen. Das ist zwar nicht mehr Großinvestorengerecht, was auch einigen Leuten in der Politik gar nicht gefallen wird, es verhindert aber eine „Architektur“ wie z. B. den Moabogen.

    Gleichzeitig würde ich aber auch eine weitreichende Gestaltungssatzung fordern, um z. B. solche Ergüsse wie das Hotel auf der Südseite des Bahnhofs und das in der Lehrter Straße zu verhindern. Außerdem würde ich generell die Geschosszahl auf sechs begrenzen. Für mehr und für Hochhäuser gibt es eh nur einen Grund: Gier.

  6. 6
    Susanne Torka sagt:

    Parzellierung gute Idee, individuellere Gestaltung von Häusern und Fassaden auch, aber eine generelle Höchstzahl von 6 Geschossen halte ich für nicht sinnvoll, weil zu viel Einheitsbrei herauskommen könnte. Einige höhere Gebäude können meiner Meinung nach schon Akzente setzen und könnten dann den Druck auf die Fläche verringern und mehr Abstand und größere Innenhöfe ermöglichen.

  7. 7
    carsten sagt:

    Über Parzellierungen wird in Berlin seit mindestens 20 Jahren diskutiert. Wenn der Grund dem Staat gehört ist das ja möglich und am Friedrichswerder auch durchgeführt wurden und in Altmitte an weiteren Stellen geplant. Leider war die diesbezügliche Diskussion ja seit der Diskussion um die Friedrichstraße 1990 sehr mühsam. Eine zwangweise Parzellierung von nicht öffentlichem Boden gibt das Baurecht leider schlicht nicht her (nur mit ganz haarigen Verränkungen.) Auf Verhandlungswege kann man das natürlich versuchen. Das bleibt ein wichtiges Thema.

  8. 8
    H. E. sagt:

    Jedes Hochhaus ist ein dummer Sargnagel mehr. Man sehe sich zum Beispiel mal die Kreuzung Kurfürstendamm /Joachimstaler Str. an. Jahrzehnte stand dort ein Hochhaus im Hintergrund, was gerade noch erträglich war. Nun sind es vier, die die Kreuzung und den Joachimstaler Platz erschlagen. Wo ist da ein Gewinn für die Stadt und die Menschen? Es ist dunkler, windiger, lauter und lädt optisch nicht mehr zum Verweilen ein, weil der menschliche Maßstab verloren gegangen ist. Bei Hochhäusern gewinnen nur die Investoren – und die Parteien, die möglicherweise Spenden bekommen haben.

    Das alte Berlin hat fünf Geschosse, was sechs neuen entspricht, und jedes dazwischengestellte Haus mit sieben Geschossen wirkt wie ein Fremdkörper, selbst wenn das siebente Geschoss zurückgesetzt ist. Die in Berlin erhaltenen Straßenzüge sind die schönsten und menschlichsten Stadtstraßen, die ich kenne, ebenso wie in Paris oder London in den Bereichen, wo man nicht mit höheren Gebäuden geklotzt hat.

    Das Quartier an der Heidestraße wird ein Teil von Berlin, daher muss man nicht mit Krampf den Städtebau neu erfinden, man braucht nur im Sinne der behutsamen Stadterneuerung weiter zu machen, bei der der Mensch und nicht der Kommerz im Vordergrund steht. Dieses haben nur leider viele in der Verwaltung und der Politik nach der Wende vergessen.

    Der Architekt und Stadtplaner Hardt-Waltherr Hämer, der gerade 90 geworden ist und der Mitte der siebziger Jahre die behutsame Stadterneuerung in Berlin initiiert hat, würde sich wohl teilweise mit Grausen abwenden, wenn er sehen würde, was seine Erben heute mancherorts in Berlin vollbringen.

  9. 9
    Thomas Koch sagt:

    @ Nr.: 8: Der Bezug auf das „alte Berlin“ als Planungsmaßstab kann schnell auch ahistorisch werden, denn welche Planungsschicht aus den letzten 800 Jahren sollte man dann zum Dogma erklären? Stadtentwicklung sollte sich mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzen. Da lässt sich wohl einiges bei Bauherren aus der Gründerzeit und früheren Bauphasen abgucken, aber auch die klassische Moderne mit ihrer offenen Bauweise hat (zumindest für die Bewohner, mglw. städtebaulich in geringerem Umfang) Qualitäten geschaffen.

    Hochhäuser sehe ich im östliche Quartier eher nicht. Eine Vermittlung zwischen dem Solitär des Total-Towers und den Wohngebäuden macht städtebaulich wenig Sinn, das erklärt sich bereits aus dem Begriff „Solitär“.

    Im westlichen Bereich an der Bahntrasse – die eine wichtige Eingangssituation für alle Berlin-Besucher ist, die mit dem ICE aus Hamburg und Nord-Europa anreisen, könnte ich mir gut etwas mehr Mut und neu gedachte Architektur für ein Berlin des 21. Jahrhunderts vorstellen. Aber auch hierfür wäre eine Parzellierung eine wichtige, wenn auch nicht hinreichende Voraussetzung gegen langweilige Investorenschachteln. Ich befürchte allerdings, dass die Heidestraße nach gut gemeinten Wettbewerben architektonisch dann doch wieder irgendwo zwischen Kollhoff und Karow-Nord landet.

    Sonst bin ich ganz zu frieden damit, dass in der Heidestraße tatsächlich kein eigener (Ghetto-) Schulstandort vorgesehen ist, wie es im Zusammenhang mit der Diskussion um die Rahmenbedingungen für eine Planung im Stadtentwicklungsausschuss gefordert wurde. Die städtebauliche Vernetzung darf nicht beim Döberitzer Grünzug Schluss machen, sondern muss auch eine soziale Dimension haben.

  10. 10

    Im Abgeordnetenhaus wurde eine Kleine Anfrage zur Europacity gestellt und von Frau Lüscher beantwortet. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie die notwendige soziale Infrastruktur, der Klimaschutz, das sozialverträgliche Wohnen und die kleinteilige Parzellierung sichergestellt werden. Ob die Antwort wirklich erhellend ist, sei mal dahingestellt. Hier (und im Nachtrag zum Artikel):
    http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka17-11010.pdf
    und die Pressemitteilung:
    http://www.gruene-fraktion-berlin.de/presse/pressemitteilung/projekt

  11. 11
    Jürgen sagt:

    „Die Welt“ zitiert den Leiter der CA Immo Berlin im Hinblick auf das Baurecht: „Dort wollen wir im kommenden Jahr Baurecht schaffen“, erläutert Thomsen das Ziel. Theoretisch obliegt das ja dem Bezirk Mitte (BVV beschließt B-Plan) und nicht dem Entwicklungträger, aber faktisch dürfte die Formulierung zutreffen.

  12. 12
    Zugezogener sagt:

    Zu 11:

    Das ist so nicht richtig. Gemäß § 12 Baugesetzbuch (BauGB) kann auch ein vorhabenbezogener Bebaungsplan in Kraft treten. Ich glaube das strebt die CA Immo auch an. Aber sei‘ s drum! Wichtig ist ja nur, dass es voran geht! Nur ein Hotel Meininger mit seiner trostlosen Fassade darf bitte nicht nochmal passieren! Das Steigenberger und der neue „Büroklotz“ sind, obwohl man trefflich über ihr Erscheinungsbild streiten kann, immer hin schon eine Verbesserung!

    PS: Vielen Dank, dass Ihr, liebe Frau Torka und Co., hier immer so ausführlich berichtet und informiert. Bei den ganzen Baggern und Kränen weiß man nie was einem gleich wieder vor die Nase gesetzt wird : )

  13. 13
    Jürgen sagt:

    Das Baugesetzbuch ermöglicht gemäß § 12 in der Tat auch die sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungspläne. Aber auch diese müssen nach BauGB von der Gemeinde festgesetzt werden. Daher ist die Behauptung in Kommentar 12, dass es nicht zutreffe, dass formell die BVV den Bebauungsplan beschließen muss, unzutreffend. Übrigens handelt es sich beim ausgelegten Entwurf des Bebauungsplans 1-62b nicht um einen vorhabenbezogenen B-Plan. Wenn man einen vorhabenbezogenen Plan hätte machen wollen, wäre das normalerweise schon von Anbeginn so betrieben worden. Allerdings halte ich es für möglich, dass auch dieser Teilplan 1-62b des ursprünglichen Plans 1-62 für das Heidestraßenquartier/Europacity noch mal in weitere Teile unterteilt wird, aber das müssten nicht unbedingt vorhabenbezogene ein.
    Die geäußerte Meinung „Wichtig ist ja nur, dass es voran geht!“ mit der Ausnahme einer „Meininger Fassade“ teile ich überhaupt nicht. Für mich kommt’s schon viel mehr darauf an, was passieren soll und wie dieses vorangeht.

  14. 14
    Zugezogener sagt:

    Da haben Sie vollkommen recht! Ich wollte damit nur sagen, dass meines Erachtens nach die CA-Immo ein besonderes Interesse an einem vorhabenbezogenen B-Plan haben könnte und diese Möglichkeit in Zukunft nutzt sowie den Bezirk „überzeugt“ im Rahmen des § 12 BauGb neues Bauland zu schaffen. Die Formulierung war, auch aufgrund der schnelle, ein bisschen unglücklich! Sorry. Ps: Ich stimme Ihnen zu, dass das „Wie“ der Entwicklung wichtig ist, aber man muss sich doch die geringen Einflussmöglichkeiten bewusst machen. Positiv ist doch wohl, dass nach der harschen Kritik so etwas wie das Meininger nicht mehr gebaut werden wird. Und die Fassadengestaltung der anderen Gebäude scheint, Kosten-Nutzen Rechnung zu Grunde gelegt, zumindest annehmbar und eine Verbesserung des Ist-Zustandes. Wohnungen werden bei so einer teueren Baufläche wohl mindestens 5000 € pro Quadratmeter kosten. Dürfte für mich auch auf lange Sicht und unter dem Aspekt der Rente mit 67 (und länger) trotz allem unerreichbar bleiben : )…Aber vielleicht wird Moabit so attraktiv, dass sich auch hierfür Käufer finden. Mal schauen.

  15. 15
    H. E. sagt:

    Unter http://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5289
    findet man einen umfangreichen Antrag, den Bündnis 90/Grüne an die BVV gestellt haben und der am kommenden Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung behandelt werden soll – wenn es nicht verschoben wird, weil der Antrag ganz hinten auf der Tagesordnung steht.

    Mit diesem m. E. sehr guten Antrag wird eine sozialere Gestaltung des gesamten Stadtquartiers gefordert. Es soll damit offenbar ein bisher fehlender Teil von Stadtplanung nachgeholt werden.

    In diesem Zusammenhang möchte ich anregen, dass – im Sinne einer besseren Transparenz – in Zukunft die BVV-Fraktionen von Mitte ihre das Bauen in Moabit betreffenden Anträge selbst bei MoabitOnline unter den entsprechenden Artikeln öffentlich machen.

  16. 16
    H. E. sagt:

    Hier noch eine Ergänzung zu Nr. 15:

    Der Antrag an die BVV ist sehr lesenswert. Geht doch daraus hervor, welche Anforderungen an mögliche Bauherren gestellt werden sollten, die die Abt. Stadtentwicklung vom BA Mitte offenbar bisher nicht definiert oder zumindest den Fraktionen noch nicht mitgeteilt hat.

    Diese Anforderungen sollen u. a. beinhalten:
    -dass die Investoren an den Kosten für Kitaplätze, Grundschulplätze, Spielplätze, Sportangebote, Jugend- und Seniorenfreizeit beteiligt werden,
    -dass auch preiswerte Mietwohnungen gebaut werden,
    -dass Teile der Bauflächen parzelliert werden,
    -dass Genossenschaften, Baugruppen und Einzeleigentümer berücksichtigt werden sollen,
    -dass Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien sichergestellt werden,
    -dass im Quartier nur reduzierter Autoverkehr möglich ist.

    Bin gespannt, was Stadtrat Spallek (CDU) zu diesem umfangreichen Thema am Mittwoch im Ausschuss zu sagen hat.

  17. 17
    Thomas Koch sagt:

    Der Antrag ist in der Tendenz identisch mit einem durch die BVV mehrheitlich verabschiedeten Eckpunkteplan, an dem ich mal vor Beginn des Projektes mitgeschrieben habe (damals verabschiedet gegen CDU, die dort eher Potentiale für Gewerbe gesehen hat). Damit es nicht bei schöner Lyrik bleibt, macht es natürlich Sinn, das jetzt noch mal alles zu fordern und den Akzent stärker in Richtung auf Anteile von preiswertem Wohnungsbau/Städtebaulichen Verträgen zu setzen.

    Eines würde ich allerdings für falsch halten: wenn jetzt Grundschulplätze für eine „Gated“-Schule gefordert werden. Wir haben damals klargestellt, dass Mittel zur Ertüchtigung der Infrastruktur in den anliegenden Wohngebieten bereitgestellt werden müssen. Dann gibt es auch eine win-win-Situation und Austausch, statt der Schaffung eines Ghettos für Besserverdienende.

  18. 18
    H. E. sagt:

    Die Behandlung des Antrages
    „Europacity Heidestraße sozial und nachhaltig gestalten“ von Bündnis 90/Grüne
    wurde heute im Ausschuss für Stadtentwicklung vertagt, weil er auf der Tagesordnung leider sehr weit hinten stand, weil man eine lange Diskussion erwartet und weil es schon sehr spät war.

  19. 19
    H. E. sagt:

    Zu Nr. 18

    Der Antrag „Europacity Heidestraße sozial und nachhaltig gestalten“ steht heute, Mittwoch, auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung um 17:30 Uhr im Rathaus Mitte, U-Bahnhof Schillingstraße, in Fahrtrichtung und links aus dem Bahnhof und dann 3 Minuten zu Fuß.

    Wie die Faust aufs Auge paßt zu diesem Thema der heutige Artikel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/entwicklungsgebiet-europacity-wohnen-mit-kunst-und-kommerz/7843310.html
    Das Wort „Luxus“ kann ich bald nicht mehr hören. Die gängigste derzeitige Steigerung lautet übrigens:
    „Luxusbau, Luxusbauschaden, Luxusbauschadenpolitiker“.

  20. 20
    H. E. sagt:

    Im heutigen Ausschuss für Stadtentwicklung von Mitte wurden offenbar unter Ausschluss der Öffentlichkeit vom Investor seine neuen Vorstellungen für Schultheiss vorgestellt. Vom Inhalt konnte ich bisher nichts erfahren.

    Die Diskussionen zu den Themen
    – Europacity Heidestraße sozial und nachhaltig gestalten,
    – Bauprojekt Lehrter Straße,
    – Bauprojekt Mauerpark,
    – Monbijoupark Atelierhaus(Fortsetzung)
    in die Sondersitzung am 06.03. verlegt.

    In der regulären Sitzung am 29.05. wird Bauinvestor Groth im Ausschuss seine folgenden Projekte vorstellen:
    – Kunstkampus Heidestraße (s. Link in Kommentar 19),
    – Köbis Dreieck,
    – Wohnbebauung Lehrter Straße.

    Im Ausschuss für Stadtentwicklung von Charlottenburg wurde heute vom Architekten seine Planung für das Gebiet zwischen Bahnhof Zoo und TU öffentlich vorgestellt (teilweise zu Mitte gehörend). Im Rathaus Charlottenburg waren hierzu ca. 70 – 80 Gäste anwesend.
    Mein Fazit: Es ist schön, dass voraussichtlich die Berliner Bank, der Offiziersclub (unter Denkmalschutz), die alte Bebauung an der Jebenstraße, das neue Zoo-Wirtschaftgebäude und die neue TU-Volkswagen-Bibliothek stehen bleiben werden.

  21. 21
    Jürgen Schwenzel sagt:

    Der Entwurf des Bebauungsplans 1-63 für die künftige Heidestraße wurde in der Drucksache 17/0755 am 21.2.2013 im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr des Abgeordnetenhauses behandelt und vom Ausschuss angenommen, so dass er vermutlich demnächst vom Abgeordnetenhaus „abgesegnet“ wird.
    Drucksache 17/0755 mit dem B-Plan und der Auswertung des Beteiligungsverfahrens
    Beschlussprotokoll der Ausschusssitzung
    Inhaltsprotokoll der Ausschusssitzung

  22. 22
    H. E. sagt:

    Morgen, Mittwoch, findet um 17:30 Uhr im Rathaus Mitte im BVV-Saal eine zusätzliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung statt.
    Themen sind u. a.:
    – Der Investor Klaus Groth stellt seine Neuplanung für die Lehrter Straße 27-30 (B’plan 1-67) vor !!
    – Der gleiche Investor stellt seine Neuplanung für den Mauerpark vor !!
    – Und endlich die Diskussion über die Anfrage der Grünen „Europacity Heidestraße sozial und nachhaltig gestalten“ !!
    – Außerdem „Gründerzentrum in Moabit realisieren“, „Verbot von Ferienwohnungen in Mitte“ u. a.

  23. 23
    Jürgen Schwenzel sagt:

    Der Berliner Senat wird die Zuständigkeit für die bezirklichen Bebauungspläne für das Heidestraßenquartier/Europacity beiderseits der Heidestraße übernehmen. Bisher war die Senatsverwaltung nur für den Bebauungsplan 1-63 für die künftige Heidestraße zuständig. Die Senatsverwaltung übernimmt damit auch die Bearbeitung des – in mehrere Teilpläne aufgeteilten – Bebauungsplans 1-62. Die Flächen östlich und westlich der Heidestraße sollen dazu den Status eines Gebietes von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung gemäß § 9 Ausführungsgesetz Baugesetzbuch erhalten. Auf Wunsch und im Einvernehmen mit dem Bezirk Mitte soll die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die verbindliche Bauleitplanung durchführen. Eine entsprechende Vorlage von Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller hat der Senat am 5. März zur Kenntnis genommen. Die Vorlage wird vor Beschlussfassung nun dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme unterbreitet.

  24. 24
    H. E. sagt:

    B90/Grüne hatten bei der BVV Mitte die zwei Anträge „Soziale und ökologische städtebauliche Verträge im Zusammenhang mit Bebauungsplänen“ und „Europacity Heidestraße sozial und nachhaltig gestalten“ gestellt. Diese wurden gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung behandelt.
    Zu Antrag eins hat man ca. 15 Minuten diskutiert, dann wurde er von CDU und SPD mit 8 Nein-Stimmen gegen 6 Ja-Stimmen von Grünen und Linken abgelehnt.
    Zu Antrag zwei hat man ca. 10 Minuten diskutiert, dann wurde er von CDU und SPD mit 8 Nein-Stimmen gegen 6 Ja-Stimmen von Grünen und Linken ebenfalls abgelehnt.

    Die Grünen haben die Anträge eingebracht. Ihre vernünftigen und logischen Ziele für eine sozialere und nachhaltigere Stadt kann man unter BVV Mitte, Ausschüsse, Ausschuss für Stadtentwicklung, TO = Tagesordnung nachlesen.
    Die Linken waren der Meinung, dass der Bezirk im Sinne der Anträge eigene Zielstellungen entwickeln und Standards formulieren soll, um sozial zu bauen. Dieses auch, um dieses bei SenStadt einfordern zu können, wenn jetzt die Planungshoheit für das Heidestraßen-Quartier an SenStadt übergeht.
    Die SPD-Fraktion meinte, dass es für die Investoren zu teuer wird, wenn man noch mehr Vorschriften macht. Außerdem lehnt sie jede Beteiligung von Umweltverbänden ab. Sie möchte, dass die Europa-City möglichst schnell gebaut wird.
    Die CDU meinte, dass derartige Forderungen kontraproduktiv seien und betonte bei beiden Anträgen, dass sie sie ablehnen wird.

    Das Abstimmungsergebnis siehe oben. Erschreckend fand ich, dass CDU und SPD auch nicht den geringsten Ansatz von Bereitschaft zu einer weitergehenden inhaltlichen Diskussion und einem Kompromiss gezeigt haben und wie schnell zwei derart wichtige Themen dadurch unter den Teppich gefegt wurden.

  25. 25
    Susanne Torka sagt:

    @ H.E.,
    danke für die Information aus dem Ausschuss! Ja, da sind jede Menge sinnvolle Forderungen in den beiden Anträgen der Bü90/Grünen enthalten gewesen:
    http://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5240
    http://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5289

    Und das ist auch dringend notwendig, dass wir darauf achten, dass soziale Mischung bei allen Neubauprojekten in Berlin vorgesehen wird. Aber ob die Entscheidung der BVV in diesem Zusammenhang noch eine große Rolle spielt, ist fraglich – hat doch der Bezirk die Planungshoheit sowieso an den Senat abgegeben.

  26. 26
    Jürgen Schwenzel sagt:

    Im Nachtrag zum Artikel sind die am 20.3.13 bekannt gegebenen 2 Siegerentwürfe des Architekturwettwerbs des „Stadthafenquartiers Süd“ ergänzt worden.

  27. 27
    H. E. sagt:

    Ist ja ein etwas früher aber doch netter Aprilscherz, dass in obigem Artikel unter den Links zum „B-Plan 1-63 für die künftige Heidestraße“ drei Schriftstücke betr. Wowis Legoairport erscheinen? Herzlich gelacht !!

    Aber zur Heidestraße:
    Kennt jemand die (stichhaltigen) Gründe, warum die Heidestraße als vierspurige Straße mit entsprechendem Verkehr von Wedding zum Hauptbahnhof und weiter durch den Tiergartentunnel zur City mitten durch das neue Büro- und Wohngebiet führt und nicht direkt neben die Bahngleise verlegt wurde? In der Turmstraße will man mitten im Quartier den Verkehr mühsam reduzieren, für die Siemensstraße baut man eine Entlastungsstraße entlang der Bahn und hier in der Europacity plant man exakt das Gegenteil ?
    Als es den Containerbahnhof noch gab, hat das ja noch Sinn gemacht. Aber heute ?

  28. 28
    Hans Richter sagt:

    Je eine Fahrspur ist für Fahrräder und Busse reserviert. Kann man endlich mit Platz und Angstbefreit Rad fahren. Gibt ja mittlerweile mehr Fahrräder als Autos in Berlin, und dem wurde Rechnung getragen.
    Sorry, war ein Traum.

  29. 29
    Vilmoskörte sagt:

    Zu 27: Das oben im Artikel verlinkte Dokument „Drucksache 17/0755 mit dem B-Plan und der Auswertung des Beteiligungsverfahrens“ gibt die Gründe detailliert an – ob man sie stichhaltig findet, bleibt im eigenen Ermessen.

  30. 30

    […] denn auf dem Gelände zwischen Heidestraße und Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal soll ein neues Stadtviertel mit dem schönen Namen »Europacity« entstehen. Das Hauptgeschäft ist nun in Schöneberg und seit […]

  31. 31
  32. 32
  33. 33
    Zeitungsleser sagt:

    Vor 2 Tagen in der Berliner Zeitung, aufgemacht ja eigentlich zum Baubeginn des neuen Bürogebäudes neben dem Tour Total, aber was interessant ist, zum ersten mal werden Preise für Wohnungen – es sollen ja wohl 520 werden – für dieses Stadthafenquartier (allerdings ohne Hafen) bekannt gegeben. 12-14 Euro netto/kalt. Solche Wohnungen brauchz Berlin nun nicht mehr in Massen. Es werden bezahlbare Wohnungen gebraucht. Die müssen ja nicht unbedingt am Wasser liegen!

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/europacity-kleine-brueder-und-grosse-kloetze,10809148,25604062.html

  34. 34
    H. E. sagt:

    Zitat aus dem gestrigen Tagesspiegel: „In Deutschland ist jeder Fünfte von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Dies waren im vergangenen Jahr 16,2 Millionen Menschen (= 20,3 %).“

    Und dann entsteht hier ein neues Stadtquartier, in dem „nur kümmerliche 42 von 2840 geplanten Wohnungen … für eine Miete von 7,50 Euro nettokalt angeboten und damit erschwinglich sein werden für Haushalte mit geringen Einkünften.“
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-europacity-in-berlin-viele-bueros-wenig-glanz-hinterm-hauptbahnhof/11135324.html

    Ist doch ein großartiger Erfolg für die Berliner Bau- und Wohnungspolitik! Tausende von sozialverträglichen Wohnungen hätte man hier bauen können, wenn gewisse Berliner Parteien eine bürgerfreundlichere Grundstücks- und Wohnungsbaupolitik gemacht hätten.
    Ach ja, und die Brücke über die Bahn nach Moabit soll wohl auch entfallen.

  35. 35
    Susanne Torka sagt:

    Eine neue Info in diesem Artikel ist auch, dass jetzt doch eine Grundschule in der Europacity gebaut werden soll, zum großen Teil finanziert von der CA-Immo, bisher hieß es, die Kurt-Tucholsky-Schule wird aufgewertet! Aber wenn die Brücke über die Bahn nicht kommt, dann kommen die Kinder ja auch nicht rüber. Wäre eh ein langer Schulweg …

  36. 36
    Thomas Koch sagt:

    Die bessere stadträumliche Verknüpfung von Moabit mit Alt-Mitte (Döberitzer Grünzug und Brücke über die Bahntrasse) sowie die funktionale Verknüpfung (keine eigene soziale Infrastruktur im Bereich Heidestraße, sondern Aufwertung der Kurt-Tucholsky-Schule) waren Kernpunkte der Position der BVV, die ich mal mit Ephraim Gothe erarbeitet habe.

    Ohne Zweifel ist die Bahnbrücke wegen der erforderlichen Rampenkonstruktion ein aufwendiges Unternehmen, allerdings auch eins von städtebaulicher Bedeutung.

    Schulplanung: In der Antwort auf die Anfrage 1775/IV wird nicht deutlich, warum das BA von den bisherigen Leitlinien zur sozialen Infrastruktur abweicht. Sind da nähere Gründe bekannt?

  37. 37
    H. E. sagt:

    Vielleicht läßt man sich lieber neue Schulen bauen statt die vorhandenen instand zu halten, weil man damit politisch besser punkten kann. Aber der Schul-Schrott dürfte der Politik langsam auf die Füsse fallen, insbesondere wenn in zwei Jahren in Berlin Wahlen sind:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/zehlendorf/marode-schulen-und-sporthallen-in-steglitz-zehlendorf-achtung-kein-trinkwasser/11135502.html
    Einer der Kommentatoren schreibt übrigens, dass es im Bezirk Mitte genau so aussieht.

  38. 38
    H. E. sagt:

    Heute in der Abendschau vom rbb zum Thema „preiswerte Miete in der Europa-City“:
    http://www.rbb-online.de/abendschau/#

  39. 39
    TV-Gucker sagt:

    Danke H.E. für den Hinweis, dierekt zu dem Abendschau-Beitrag geht es hier:
    http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20150131_1930/europacity.html

    Verträge von 2011, Frau Lüscher sagt, damals stand das Thema bezahlbarer Wohnraum noch nicht auf der politischen Agenda, daneben Archivbilder der großen Mietendemo von 2011! Gut gemachter Beitrag, auch dank des Statements vom „Vogelhäuschen-Imbiss“! Aber dass tatsächlich immer noch das Bild mit dem Stadthafen zur Illustration genommen wird, find‘ ich komisch. Der ist doch gestrichen.

  40. 40

    Die Stellungnahme der Berliner Landesarbeitsgemsinschaft Naturschutz BLN zum B-Plan ist hier zu finden:
    https://umwelt-beteiligung.de/berlin/sites/default/files/statements/dokumente/b-plan_heidestrasse_1-62b.pdf

    Neues Portal: Beteiligung in Umweltfragen
    https://umwelt-beteiligung.de/berlin/

  41. 41
    Mignon Gräsle sagt:

    Noch ein Link:
    http://www.rbb-online.de/klartext/archiv/20150304_2215/Boomtown_Berlin_Keine_Chance_mehr_Stadtgruen.htm/listall=on/print=true.html
    Video:
    http://www.rbb-online.de/klartext/archiv/20150304_2215.html

    Biodiversität, Luftreinhalteplan – Themen von SenStadtUm, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.
    Gebaut wird eifrig – Parks werden kahl saniert – wegen Drogendealern.

  42. 42

    Am 1. Juli um 19 Uhr Infoveranstaltung zur Europacity im Saal der Berliner Stadtmission:
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/kalender/kalender_detail.php?date=7-2015&selection=tag&selection_start=1&id=4182
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/kalender/downloads/3945_ek_europacity.pdf

    Da kann man dann mal diese ganzen städtebaulichen Missstände, wie z.B. Spielplatz an der lautesten Stelle (2 Lärmschutzwände müssen drum herum gebaut werden), zu wenig Freiflächen, fast keine bezahlbaren Wohnungen, …. anmerken.

  43. 43
    H. E. sagt:

    Ein Geniestreich der Berliner Stadtentwicklung: Eine komplett neu gebaute Straße mit 42.400 Autos pro Tag mitten durch ein neues Wohnquartier!! Warum hat man die Straße nicht direkt neben die Bahnlinie und damit an den Rand des Quartiers verlegt? Weiß das Bezirksamt auch schon, wo ein Einkaufszentrum und die üblichen Discounter und Spielsalons hinkommen?
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/europacity-in-berlin-am-hauptbahnhof-waechst-eine-neue-stadt/13346098.html

  44. 44
    Andreas Szagun sagt:

    zu 43:
    Die Flächen beiderseits der Straße sollen nach Aussage des B-Planes Mischgebiet, zum Teil sogar Kerngebiet werden. Wohngebiete soll abseits der Straße zum Kanal liegen. Parallel zur Bahn ist noch ein schmales Gewerbegebiet eingetragen. Die Bahntrasse wird neben den schon vorhandenen vier Fernbahngleisen in Zukunft noch zwei Gleise für die S 21 erhalten, die noch vorhandenen beiden Gütergleise (notwendige Zufahrt zum Westhafen dank genialer Planung) sollen elektrifiziert werden.

  45. 45
    H. E. sagt:

    Na ja, Hauptsache Gewerbeflächen und Autos, obwohl Berlin eigentlich Wohnungen, Radwege und Grünflächen braucht.
    Aber mein Eindruck ist sowieso, dass – die Stadtentwicklung, den Städtebau und den öffentlichen Raum betreffend – die dritte Zerstörung Berlins begonnen hat.

  46. 46
    Jürgen sagt:

    Die österreichischen Immobilienkonzerne CA Immo und die Immofinanz wollen »miteinander verschmelzen«. Dies gaben die beiden an der Wiener Börse notierten Immobilienkonzerne am 18.4.2016 bekannt. Ein erster Schritt der Verschmelzung ist der Kauf eines 26%-Anteils an der CA Immo durch die Immofinanz von der O1 Group des russischen Oligarchen Boris Mints. Der Anteilsverkauf bedarf noch verschiedener Zustimmungen.
    Immofinanz und CA Immo wollen mit den Gesprächen über den Zusammenschluss im Wege einer Verschmelzung beginnen. Eine Verschmelzung bedarf nach den österreichischen Gesetzen einer Mehrheit von 75% der Stimmen in den jeweiligen Hauptversammlungen der beiden Aktiengesellschaften. Die Hauptversammlungen sollen im Jahr 2017 (frühestens 2. Quartal) stattfinden. Vor der Verschmelzung plant Immofinanz zudem, sein Russlandportfolio (5 Einkaufszentren in Moskau) abzuspalten oder zu verkaufen.

    Quelle:
    http://www.immofinanz.com/files/module/82605
    http://www.immofinanz.com/files/module/82735

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    weitere Kommentare zum Heidestraßenquartier bitte hier:
    http://www.moabitonline.de/21172