So können Sie mitmachen!

Festiwalla 2012
Jugend verschwindet? Jugend bewegt sich!

Es ist soweit! Das FESTIWALLA steht wieder vor der KulTür und so lädt das JugendtheaterBüro Berlin aus der Wiclefstraße vom 1.-3. November ins Haus der Kulturen der Welt (John-Foster-Dulles-Allee 10) ein! Vielleicht seid ihr das erste Mal dabei, oder ihr habt schon im letzten Jahr FESTIWALLA-Luft geschnuppert: Workshops, Performances, Aktionen, Diskussionsrunden und vor allem unglaubliches Jugend-Theater!

Die überaus positive Resonanz des FESTIWALLA 2011 bei BesucherInnen und TeilnehmerInnen bewahrt die Organisatoren dieses Jugendprojekts, das Jugendliche in die verschiedensten beruflichen Bereiche des Theatermachens einführt, dennoch nicht vor dem Kahlschlag finanzieller Förderung. Obwohl das FESTIWALLA als politisch-künstlerische Plattform vielen TeilnehmerInnen eine Stimme im etablierten Kulturbetrieb gibt und gemeinsam Grenzen vorherrschender Darstellungs- und Verteilungsprinzipien erfolgreich überschreitet, steht das weitere Bestehen des JugendtheaterBüros Berlin (JTB) und des FESTIWALLAs auf dem Spiel.

REBELLIEREN WIR!

Arabischer Frühling, Tage der Wut in London und die Occupy Bewegung: überall auf der Welt rebelliert die Jugend und fordert mehr politische Teilhabe. Das Jugendtheater­Büro versteht sich als die Stimme der Wut, welche für eine Befreiung und Überwindung gesellschafts­poli­ti­scher, rassistischer und sozialer Zwänge in Deutschland kämpft.
Wir brauchen Veränderung, schreien nach Offenheit, nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Wir? Wir sind Jugendliche aus Moabit, Neukölln, Wedding – aus Berlin! Wir sind mutig, engagiert und begabt. Und für eine Veränderung brauchen wir eure Unterstützung! Wir freuen uns, dass ihr dabei seid – nicht nur als Publikum, sondern auch als Akteure in unserem Kampf um Gleichberechtigung und Zugang!rufen die FESTIWALLA-TeilnehmerInnen.

Echte Demo!kratie wagen

In diesem Jahr lädt das JTB unter dem Motto „ECHTE DEMO!KRATIE WAGEN“ Jugendliche aus allen Bezirken, Kulturen und Ländern ein, sich kritisch und künstlerisch mit dem Thema Demokratie auseinanderzusetzen. Im Zentrum steht der Protest. Protest gegen Kürzungen im Kulturbereich, Protest gegen Rassismus auf und hinter der Bühne, Protest gegen eine Demokratie, die zulässt, das Ungerechtigkeiten zwischen verschiedenen Kulturen geschürt und Zugänge versperrt bleiben.

Vier Formen der Auseinandersetzung zum Motto „ECHTE DEMO!KRATIE WAGEN“ bietet das Festiwalla an.

In zehn Theaterproduktionen zum Verhältnis Macht-Ohnmacht-Gegenmacht stellen sich die Theater machenden Jugendlichen Fragen wie „Wer hat die Macht? Wer hat über mich das Sagen? Warum fallen wir Menschen in Ohnmacht? Woher kommt mein eigenes Versagen? Wo liegt die Gegenmacht? Was kann ich dagegen wagen?“

Mit einem Aktions und Performance Camp wollen AktivistInnen und PerformerInnen Leute zusammentrommeln, Unruhe mit Texten stiften und „die Verhältnisse zum Tanzen bringen“.

In Open Space Veranstaltungen zur Frage „Walla, was ist Demokratie“ haben BesucherInnen des FESTIWALLA eine Plattform, um gemeinsam über brennende gesellschaftliche Frage zu diskutieren und ihre Stimme zu erheben.

Und in sieben Workshops unter dem Motto „Kunst – Krise – Widerstand“ ist neben den Theatervorstellungen und Performances ebenfalls Gelegenheit, sich aktiv mit dem Thema Protest auseinanderzusetzen. ExpertInnen bieten an allen drei FESTIWALLA Tagen Workshops zu Theater, Graffiti, Taping, Flashmob und Occupy an.

Informationen zu den Theaterproduktionen des FESTIWALLA Programms findet ihr hier, das vollständige Programm und Informationen zum Festval als downloadbares Programmheft (PDF, 3,4MB).

 

Hier einige Fotos der Aufführungen am 1.November 12 „Kinder der Sonne Deutschlands“ (Regie Kerim Balli)

und des Stücks „Müllgericht“ (Regie Amelie Matthe)

 

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