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Amala Spa im Poststadion

amala-innen-250Bereits gestern berichtete Uwe Aulich in der Berliner Zeitung, dass der Wellness-Investor für das Gelände des ehemaligen Sommerbads im Poststadion nun grünes Licht bekommen hat. Auch im heutigen Tagesspiegel steht ein entsprechender Artikel. MoabitOnline hat heute mit Stephan Theune gesprochen und noch einige zusätzliche für Moabiter interessante Informationen erhalten.

Hier kurz und knapp die Zusammenfassung: Vom Liegenschaftsfond Berlin haben die Brüder Stephan und Markus Theune aus Köln, denen in Berlin auch das Liquidrom gehört, den größten Teil des früheren Sommerbades gekauft. Rund 2.000 Quadratmeter hinter dem jetzigen Zaun, der die Liegewiese des Hallenbades der Berliner Bäder Betriebe vom Zeltplatz Tentstation trennt, wurden allerdings wieder an die Bäderbtriebe zurück übertragen. Hier ist die Karte mit der erweiterten Liegewiese zu finden. Dort soll dann mit 1 Million Euro aus dem Programm Stadtumbau West ein 25 Meter langes Außenbecken und eine Kinderplansche gebaut werden, hier der Plan dafür.  Endgültig entschieden ist das aber noch nicht. Die eine Million reicht nämlich nicht, und die Bäderbetriebe scheinen sich schwer zu tun. Der Aufsichtsrat hat noch nicht  zugestimmt. Zwei Außenbecken am Hallenbad wären wenigstens ein kleines Trostpflaster für Moabiter Wasserratten, wenn schon der größte Teil des früheren Sommerbades zu einer Wellness-Landschaft umgebaut wird, für die Eintrittspreise von 20 Euro aufgerufen werden.

amala-wiese-250Die Brüder Theune wollen etwa 15 bis 20 Millionen Euro für ihr „Amala Spa“ investieren. Die Lage ist verkehrlich sehr günstig. Ganz Berlin, wenn nicht noch darüber hinaus, kann als Einzugsbereich gelten. Rund um einen Pool, der in einem Teil des alten Schwimmbeckens geplant ist, soll sich die fernöstlich inspirierte „Dorf-Anlage“ gruppieren mit Sauna, Fitness-, Massage- und Ruheräumen sowie einem Restaurant. Es werden alle nur denkbaren Anwendungen möglich sein, auch ayurvedische Medizin. Nach Indien weist auch die Namensgebung, Amala ist sowohl im Sanskrit (Bedeutung: rein) als auch im Arabischen (Bedeutung: Hoffnung) ein bekannter Frauenname. Spa ist eine immer gebräuchlichere Bezeichnung für Heil- oder Wellnessbäder und stammt von einem in Belgien seit dem 16. Jahrhundert bekannten Bade-Ort, wie ausführlich in der Wikipedia nachzulesen ist.

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Theune stellte klar, dass ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erarbeitet wird. Es wird also eine öffentliche Auslegung der Pläne geben, entgegen unserer Befürchtungen im Artikel über die letzte Saison bei Tentstation. Beeinträchtigungen sind einerseits von der Lieferantenzufahrt durch den Haupteingang des Poststadions am Tribünengebäude zu erwarten. Denn dort soll ja nach Fertigstellung der Bauarbeiten eine Gastronomie einziehen, für die attraktive Außenanlagen wichtig sind. Andererseits ist die Vorstellung, dass auf dem Parkplatz an der Seydlitzstraße ein Parkdeck errichtet werden könnte, wenn die ebenerdigen Parkplätze nicht ausreichen, ziemlich gruselig. Das würde das Stadtbild zwischen dem alten gelben Wohngebäude und den neuen Reihenhäusern gravierend verschandeln. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein und nach einer Bauzeit von einem Jahr im Herbst 2011 eröffnet werden. Ein weiterer Baustein für die polarisierende Aufwertung Moabits. Wenn man die begeisterten Äußerungen von Mittes Bezirksstadtrat für  Stadtentwicklung zu der Luxusanlage liest, könnte man auf die Idee kommen, dass das Versprechen der Politik die Lehrter Straße als Wohnstraße für die, die dort wohnen, zu stärken, nicht so ernst genommen wird, Gothe versteht Aufwertung eher als Chance für Moabit, wie er vor langem schon im Stadtteilplenum Moabit West erklärt hat.

Wir danken Stephan Theune, dass er uns die Architekturbilder von jakob post architekten zur Verfügung gestellt hat.

Nachtrag vom 21.5.2010:
Neuere Artikel, aber nicht mit wirklich grundlegend neuen Informationen sind im der Berliner Woche vom 28.4.2010 und im Berliner Abendblatt vom 1.5.2010 erschienen.
Hier die offizielle Website des Amala Spa Wellness Bad, der Name wurde 2011 geändert in Balii Spa, Berlin und schlieplich in Vabali Spa.

46 Kommentare auf "Amala Spa im Poststadion"

  1. 1
    vilmoskörte says:

    Verstehe ich das jetzt richtig? Ein bestehendes Freibad, dessen Betrieb den Bäderbetrieben zu teuer war, soll verkauft werden, um dann für 1 Mio ein neues Freibad mit drastisch verkleinerter Fläche zu bauen? Und das neue Bad soll dann im Betrieb günstiger sein? Wo ist der Spareffekt?

  2. 2
    Hans Richter says:

    Uff, hab ich richtig gelesen? 20 Euronen Eintritt?

  3. 3
    Hermann Valentin Schmitt says:

    Millionen für Wellness in den Berliner Sand nicht nötig!

    Diese Millionen könnte man sparen, da Wellness pur auf hohem Niveau, nur mit Natur, unter freiem Himmel jetzt schon vorhanden ist und zwar für Jugendliche auch mit ganz kleinem Budget, mitten im Zentrum von Berlin, 10 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Das ist wohl in Europa einmalig, wenn nicht sogar weltweit.
    Der einzige Unterschied in der Zukunft dürfte sein, dass höhere Geldbeträge notwendig sind für eine schlechtere Leistung. Ich kann nur jedem empfehlen die Tentstation, mit den jetzigen Qualitäten noch zu genießen mitten in Berlin, in einer wilden Umgebung. In welcher Metropole gibt es das sonst noch. Ein einmaliges Unterscheidungsmerkmal von allen anderen Metropolenregionen; aber: Weg mit!!
    Keine neuen Ideen sondern mit dem überall bekannten Geschäfte- Rasenmäher darüber – mit den Investoren und den Developern etc. Wie gesagt nicht´s neues, keine Innovation oder Kreativität. Sie ist ja in Selbstorganisation schon vorhanden.
    Den vorhandenen Besitz der Allgemeinheit platt machen ist angesagt.
    Ärgerlich ! Äusserst Ärgerlich!
    Viele Grüsse im Zorn aus Moabit und dem Paradies im Schwimmbad
    Hermann Valentin Schmitt
    art&media institut berlin
    http://www.hvschmitt.com/contact.html

  4. 4
    Susanne Torka says:

    @ Hans Richter
    Die 20 Euro stammen aus dem Berliner Zeitungsartikel
    @vilmoskörte
    Die BBB haben 2002 das Sommerbad geschlossen, weil sie die Renovierungskosten nicht zahlen wollten und jetzt tun sie sich schwer die Fördermittel anzunehmen, um die Außenbecken zu bauen. Und die sind wirklich nur ein Trostpflaster für uns Moabiter, denn die Liegewiese, die bei den BBB bleibt wird klein sein.
    Und im allgemeinen: mit der Übertragung von Grundstücken an den Liegenschaftsfond ist deren Schicksal so gut wie besiegelt: Privatisierung! Die Bezirkspolitik hält sich zu gute, dass sie wenigstens durchsetzen konnte, dass ein Investor das Grundstück kriegt, der das gebaute Wellnessbad selbst betreibt. Ist vermutlich ein Vorteil. Aber welcher. Ihr könnt ja mal die Sportausschussprotokolle der BVV des vergangenen Jahres lesen. Irgendwann brachte die Linke den Vorschlag ein, das Gelände aus dem Liegenschaftsfond wieder zurückzuholen und Mittel aus dem Konjunkturprogramm einzusetzen um das Sommerbad wieder aufzubauen. Doch dazu war es zu spät. Die Drucksache wurde Monate nicht behandelt. Ob das nun wirklich ernst gemeint war oder nur gut ankommen sollte, weil eh nicht durchführbar, darüber kann sich jede(r) selbst seine Meinung bilden.
    Bereits im Dezember 2007 wurden in der LiesSte Nr. 3 Stimmen von KommunalpolitikerInnen zur Teilung des Geländes und Privatisierung abgedruckt, hier: http://www.stephankiez.de/Webdez07/page6.html und hier: http://www.stephankiez.de/Webdez07/page7.html
    Die Idee dahinter war im Oktober 2007 mehr oder weniger fertig, hier: http://www.stephankiez.de/webpage2/page3.html
    Die Fördermittel – wenn sie denn fließen bzw. angenommen und von den Bäder Betrieben aufgestockt werden – sollen dem Schwimmen zum Bäderbetriebe-Preis, zur Zeit auch 4 Euro / Kinder 2,50 zu gute kommen.
    Die Millionen für Wellness sind private Investitionen. Wieviel das Grundstück gekostet hat, das weiß ich nicht.

  5. 5
    Hans Richter says:

    war da nicht mal ein Naturschwimmbecken angedacht? Warum können die Politiker nicht mal auf das hören, was die ansässige Bevölkerung will? Wer von der ansässigen Bevölkerung hat das Geld, um 20 Euronen Eintritt zu löhnen? Ich nicht! Okay, einige wenige können das. Wahrscheinlich auch die Leute, die in die Häuser der Vivico ziehen werden.
    Das Land, was da mal wieder verkauft wurde, gehört doch uns allen? Mit welchem Recht also verkauft der Staat Land, was uns allen gehört?

  6. 6
    Mona says:

    Ich freu mich darauf. Das Sommernbad war ja in den letzten Jahren gar nicht mehr zu nutzen fuer die Nicht-Migranten-Szene.

  7. 7
    Jürgen says:

    @Mona
    Seltsamer Kommentar, das Sommerbad stand in den letzten Jahren niemandem zur Nutzung zur Verfügung, denn seit 2002 ist es geschlossen. Davor war es für alle Bevölkerungsgruppen offen und wurde gerade auch von zahlreichen Kindern genutzt!

    Und die jetzige auf dem Gelände befindliche Tentstation ist auch offen für Zelter gleich welcher Herkunft!

  8. 8
    Mona says:

    Mit den letzten Jahren meinte ich die Zeit vor 2002 als es noch das Sommerbad war. Die Tentstation ist ok, sollte aber keine Dauereinrichtung sein.

  9. 9
    Moabeat says:

    @ Hans Richter
    Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass das Land „uns allen“ gehört? Auch wenn Sie es nicht mitbekommen haben: in der BRD existiert kein „Eigentum des Volkes“. Oder wo ist Ihr prozentualer Anteil an der Grundsteuer?

    Kopfschüttelnd
    Moabeat

  10. 10

    Nun, diese Formulierung von Hans Richter ist formaljuristisch zwar nicht korrekt, aber er meint Eigentum des Landes Berlin, bzw. des Bundes und damit öffentliches Eigentum im Gegensatz zu Privateigentum. Da schon mehrfach in der Geschichte
    Berlins öffentliches Eigentum an Privatpersonen „verhökert“ wurde, ist eine Kritik an den Umständen und dem Umfang der Veräußerung berechtigt. Auch macht ein Gerücht die Runde, der Plötzensee soll an einen russischen Investor verkauft worden sein. Vielleicht weiss da jemand mehr ? Dann die Auseinandersetzungen um die „Megaspree“. Wenn immer mehr öffentliche Grundstücke verkauft werden die der Erholung der Bevölkerung dienen, ist dies sehr bedenklich.

  11. 11
    Hans Richter says:

    Ne ne Rané, ich meine es schon so wie ich es gesagt habe. Die Erde gehört allen Menschen und nicht nur denen, die Geld haben. Jegliche Aneignung von Land ist meiner Meinung nach illegal. Allenfalls kann der Staat, bzw. die Stadt/Dorf/Bezirk als Treuhänder Land für einen bestimmten Zeitraum verpachten. Das hätte den Vorteil, das der Staat (oder Berlin)immer wieder Geld generiert statt nur ein mal. Und gerade Berlin wird, zumindest gefühlt, immer wieder von Investoren übern Tisch gezogen. Wobei Berlin natürlich nicht ganz unschuldig ist. Soweit ich weiß, konnte man in der DDR auch nur Land pachten, aber nicht kaufen.
    Und wie es formaljuristisch ist, ist mir erstmal ziemlich egal.

  12. 12
    Hans Richter says:

    @Moabeat,
    wem gehört denn die Erde? Einigen wenigen Auserwählten? Das Sommerbad wurde von der Bevölkerung finanziert, den Bäderbetrieben ist der Unterhalt zu teuer, bzw. die haben solange daran nix gemacht (berlintypisch), bis es denen zu teuer wurde für eine Sanierung. Jetzt wird das ganze, mal wieder berlintypisch, an einen Investor verhökert und das war’s dann. Inwiefern Berlin oder Moabit monetär davon profitiert steht sicherlich in den Sternen.

  13. 13
    syncx says:

    ich weiss, das klingt schrecklich langweilig, aber vielleicht schafft das spa ja ein paar arbeitsplätze.

  14. 14
    Markus says:

    Also, wenn man das mal kurz mit dem Preis vergisst: diese Entwürfe sehen echt geil aus! Und Menschen, die schonmal im Liquidrom waren, kommen aus dem Schwärmen ja auch nicht mehr raus.
    Ich stell mir so einen Tag in dem Bad echt ziemlich klasse vor. Jetzt muss man dann halt auf irgendeine Weise dafür kämpfen, dass das für viele Leute erschwinglich wird.

  15. 15

    Nun, dass der Markus an Wellness denkt, ist ja verständlich, aber ein Konzept mit Freibad, Tentstation, Fussballplätzen und ner Tennis- oder Golfanlage (um die Knete reinzuholen) wäre mir am liebsten. Sagen wir mal, wir könnten es „Moabiter Sport- und Freizeitzentrum“ nennen, eine kleine „Wuhlheide“, aber bei der Stadtplanung geht eh das meiste Geld für die Verwaltung drauf. Schlimmer als die „Schweinegrippe“
    finde ich die „Berliner Verwaltungsgrippe“.

  16. 16
    Nausicaae says:

    Ich finde es sehr bedenklich ein solches Spa in diesem Stilgemenge zu planen. Warum lobt der Investor eigentlich nicht einen Wettbewerb aus?
    Ich bitte Hr. Gothe zu bedenken, daß er diesen Stadtteil positiv entwickeln will. Die Renderings, sowie die Preise und der Diskurs sind nach meiner Ansicht eher ein Indiz für eine Stadtteilentwertung.
    Ein Wettbewerb, wie beim städtebaulichen Gutachterverfahren für das Gelände der Vivico schafft faire Bedingungen, verbessert erheblich die Baukultur und die Anwohner können teilhaben.
    Zudem kann bei einem öffentlich ausgelegten Bebauungsplan Einspruch erhoben werden.

  17. 17
    Schelkin says:

    Städtebaulich der größte Mist, den ich jemals gesehen habe. Stoppt jemand die beiden? Oder geben wir Peter Zumthor eine zweite Chance in Berlin? Als Ausgleich für die Topographie des Terrors? Mit der Therme Vals ist Ihm ein großartiges Bauwerk gelungen. Von diesem Gebilde kann man das leider nicht sagen.
    Ich werde persönlich Einspruch erheben.

  18. 18
    doa21 says:

    kein junger Moabiter wird sich je einen Besuch für 20 € leisten können, ich sage ja……unser wunderbares Moabit wird nun zu einem Neureichen/Prenzelberg verkommen. Ich nenne es bewußt verkommen, da hier Anwohner aus den Kiez gedrängt werden und der gehobene Mittelstand ein neues Zuhause finden soll. Warum? Weil Moabit der Mittelpunkt der Hauptstadt ist. Wäre doch nur alles in Bonn geblieben…

    Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster, aber ich hoffe die neuen Badegäste bekommen die überschüssige Energie der alten Anwohner zu spüren. Denn wo Freizeitangebote in Zukunft fehlen, baut sich Frust auf. Wo soll den ein Moabiter Jugendlicher überhaupt noch sein Glück finden in 21? Auf dem Fussballplatz an der Ecke? Wo max. 22 Personen gleichzeitig Spaß haben können? Sicher nicht.

    Ich erinnere mich sehr gerne an die alten Poststadion Zeiten, an die vielen Badegäste. So wie es viele Moabiter tun. Man redet gern über den alten Badebetrieb. Natürlich gab es auch oft Auseinandersetzungen etc.. Mir kann aber niemand erzählen, dass ein straffes Sicherheitskonzept da nicht helfen würde um wieder vollen Badespaß zu garantieren.

    Wer so ein 20€ SPA bewilligt sollte auch einen nicht unerheblichen Etat für ordentliche „Jugendarbeit“ einplanen um Kids zu beschäftigen denen Angebote fehlen. Warum baut man eigentlich so eine Wellness Oase nicht einfach am Stadtrand, schließlich besitzen unser neuen Anwohner doch alle dicke Autos um dort hinzufahren? Ein junger Moabiter müsste dann nicht Schwarz BVG fahren bis zum nächsten Kiezbad, sondern könnte wie vor 2002 entspannt zum Poststadion laufen.

    Hier fehlt ein dem Anwohner naher Bürgermeister würde ich sagen, vielleicht bewerbe ich mich mal….;-)

  19. 19
    doa21 says:

    und nicht zu vergessen:

    Das Poststadion war auch für ganze Familien ein Ort der Entspannung & Begegnung….

    Vater, Mutter, Kind haben dort den Alltag ablegen können gegen eine angemessende Pauschale. Mir kommen die Tränen wenn ich mir vorstelle, wie ein Familienvater vor dem neuen SPA Tor steht und seiner Familie den Zugang aus finanziellen Gründen nicht gewähren kann. Ein Arbeitsloser ehemaliger Hertie Mitarbeiter wird nämlich kaum die ca. 50 € Eintritt zahlen können ohne Sponsoren.

  20. 20
    EK says:

    Ich glaube die Anwohner und Moabiter gehören nicht zu dem Klientel das in dem Spa gewünscht ist, so interessiert es niemand, dass Moabiter Familien das nicht zahlen können.
    Es nützt auch nun kein Gezeter mehr, das Ding ist durch. Damals als Unterschriften gesammelt wurden für die Wiedereröffnung, da gab es eine große Chance, doch die Unterschnriften kamen meines Wissens nicht zusammen. Chance vertan würde ich sagen. Angeblich hat man ja genug raus gehandelt für die Moabiter: Eine kleine Ecke Liegewiese plus ein paar „Bonbons“ wird uns ja belassen.

    @ Doa Du beschreibst genau die Situation: Etliche Jugendliche fahren nun täglich schwarz, damit sie in das nächste Schwimmbad können. Sie werden erwischt, die Wut staut sich, ein Kreislauf beginnt. Doch das scheint momentan niemand zu interessieren. Wohl erst wenn es wieder zu spät ist, dann ist das Gejaule groß.

  21. 21

    Auch nehmen Überfälle und Einbrüche zu. Das „Gang und Gäbe“ in der
    Kirchstrasse ist deswegen geschlossen. Dann die Ausbreitung der Spielsalons.
    Die Verteilungskämpfe werden härter, die Mafiastrukturen weiten sich aus.
    Dagegen können wir nur noch mit einer Kiezsolidarität angehen.
    Vergessen wir alle kleinen Streitereien, es geht um viel mehr.
    Und wer in dieser Situation den Egomanen spielt, wird das nächste
    Opfer sein.

  22. 22
    vilmoskörte says:

    Die Schließung des „Gang & Gäbe“ war aber wohl nur vor kurzer Dauer, ich bin dort heute morgen vorbeigelaufen, es sah ganz normal aus, keine Mitteilung an der Tür, dass geschlossen sei. Hast du nähere Informationen über diesen Einbruch?

  23. 23

    Dann bin ich erleichtert, die Schließung dauerte dann ca. eine Woche. Würde dort selbst nachfragen, denn ich sah nur den Zettel.

  24. 24
    doa21 says:

    leider habe ich von der Unterschriftenaktion nichts mitbekommen, sonst hätte ich mich gern mit stark gemacht. Sehr, sehr fragwürdige Entwicklung in Tiergarten….wollen wir hoffen, dass sich das am Schluss nicht negativ auswirkt. Ich liebe meinen Bezirk;-)

    Denke so wie jeder hier…. ich kaufe einen 5 Meter Pool in der Metro und stell den symbolisch vor dem Rathaus auf. Wer schwimmt mit?

  25. 25

    Ist zwar mehr Zufall das ich auf diesen Artikel gestoßen bin, eigentlich interessierte mich die Hertieschließung und damit der weitere Verfall der Turmstraße.
    Nun lese ich aber von einem Spa auf dem ehemaligen Freibadgelände oder daneben. Ein Luxuskiez braucht Moabit zwar nicht, aber eine Aufwertung des Bezirks wäre schon eine tolle Sache. Vielleicht müßte der Berliner Senat sich wirklich Mal Gedanken darüber machen, wie man durch gezielte Wirtschaftsförderung alle Kiezbewohner in derartige Einrichtungen deren Betrieb sicherlich nicht ganz billig ist „einbinden“ kann. Wenn man die Leute nämlich aussperrt oder vertreibt, wie das in In-Bezirken teilw. passiert, dann wird der Sozialneid weiter geschürt und der richtet dauerhaft größere finanzielle Schäden an, als dies Ausgaben für eine sozialgesponsert orientierte Wirtschaftsförderung ausmachen.

    Ciao
    DerDemokrator

  26. 26

    […] der tentstation ausgehend, die dem Amala Spa weichen muss und deshalb dieses Jahr ihre letze Saison hat, wird der Döberitzer Grünzug angelegt, […]

  27. 27

    Es gibt keinen „Sozialneid“, sondern nur ein Interesse an einer gerechten Verhältnis von Arbeit und Geld, was vor allem im Bereich der Finanzwelt weltweit verloren gegangen ist. Staatliche Förderung, Senat und Bezirk haben eh kein Geld, lehne ich für so ein Projekt
    prinzipiell ab.

  28. 28

    […] dass das Schwimmbad kein Schwimmbad mehr ist, schade nun auch, dass die tentstation nun einem Wellness-Bad weichen […]

  29. 29
    Susanne Torka says:

    Die offizielle Website des Amala Spa:
    http://www.amalaspa.de/

  30. 30
    R@lf says:

    Das „Luxus Resort Amala Spa“ spekuliert offenbar weniger auf olle Moabiter/innen, als offenbar mittelfristig auf die hervorgehobenen Neuansiedlungen in unserem Umfeld, siehe Karte:

    http://www.amalaspa.de/lage.htm

    Wie die Preise aussehen werden, läßt sich an einem der Referenzprojekte der Firma – auch ein ehemaliges Stadtbad in der Großstadt Köln, wie auf dem Startfoto schön zu sehen ist – gut ablesen:

    http://www.neptunbad.de/eintrittspreise.htm
    http://www.neptunbad.de/paketangebote.htm

    oder auch vom selben Anbieter in Köln:

    http://www.claudiustherme.de/oeffnungszeiten-und-preise.htm
    http://www.claudiustherme.de/gastronomie.htm

    … und nach der „ayurvedischen Wohlfühlmassage“ gehts dann für die entspannten LOHASen in die mittlerweile whooper-super ökogestylte Arminiusmarkthalle zum Health-Shopping mit erlesener BioWein-Auswahl… oder zum Kunst-Einkaufsbummel auf den „Kulturkampus“ an der Heidestraße. Vielleicht hinterher ins „Meilenwerk“ schonmal den neuen aufgemöbelten Oldtimer-Jaguar begutachten, der demnächst in der Drittgarage in Europecity, neben der Marina mit eigener Yacht, auf den Wochenendausflug zum Reiterhof oder Golfclub in Brandenburg wartet.

    Investorenträume. Schäume?

    Well… Wenn alles gutgeht, darf unser/e Moabiter/in dann nebenan vom „Luxus Resort“ sommers in gut besuchter, pflegeleichter Edelstahlwanne mit Wasserhöhe kurz oberhalb der Badehose 25 Meter weit im Rest-Grünen plantschen und sich der gepflegt-relaxten Menschen freuen, die draußen vorbeiwandeln.

  31. 31
    R@lf says:

    Nachtrag:

    http://www.spa-concept.de/fileadmin/all/spamanager/DE/Download/SPA0305_S32_S34.pdf

    Aufschlußreich v.a. der letzte Absatz: „Das Konzept geht auf.“

  32. 32
    Rané says:

    @ Ralf

    Es geht auch günstiger:

    http://www.sauna-berlin.de/f-hain.htm

    Ok, da ist kein Schwimmbad dabei, aber es zeigt, man kann auch was Gutes gestalten, mit Eintrittspreisen, die dem Großteil der
    Bevölkerung entgegenkommen. Darum sollten wir in Mitte sehr genau auf die Investoren achten.

  33. 33
    vilmoskörte says:

    Wirklich menschenfreundlich ist da der letzte Absatz in http://www.amalaspa.de/lage.htm: Der Fritz-Schloss-Park „schottet das Gelände weiträumig gegen die dahinter liegenden Stadtteile Tiergarten und Moabit ab“. Man will sich also abschotten von den üblen Moabitern, interessante Arroganz. Blöd, dass die Moabiter demnächst dann massenhaft die Döberitzer Verbindung belagern werden 😉

    Die Preise liegen im üblichen Rahmen, ähnlich viel zahlt man auch in den Thermen am Europa Center. Wenn sich „der arme Moabiter“ dafür lieber ein Sky-Abo kauft, dann ist das seine Sache.

    R@lf: Dass du keine Gelegenheit auslässt, gegen das Konzept zur Wiederbelebung der Arminiushalle zu stänkern, find ich langsam nur noch ermüdend.

  34. 34
    R@lf says:

    Aber lieber vilmoskörte, Du wirst doch zugeben müssen, daß die Arminius-Halle, gewollt oder nicht, nur zu gut in das neue Konzept für Moabits „Durchmischung“ paßt. Mir ist einfach allenthalben zu viel von „Luxus“, „BesserverdienerInnen“, von „Aufwertung“ etc. und „EXCLUSIVITÄT“ (das kommt aus dem Lateinischen von „excludere“ = „ausschließen“), die Rede. Und die (Un)Taten dazu müssen wir jeden Tag registrieren und hinnehmen. Das schlägt auf den Magen.

    Als Bürger kommt man sich nur noch als „Mensch-ärger-dich-nicht“-Randfigur im großen Monopoly vor, die jederzeit rausgeschmissen werden kann: gehe wieder auf „Start“ (und arbeite bis 72) oder verschwinde ganz auf die Verliererseite. Selbst im Altenheim ist mensch nicht mehr sicher, wie jüngst zu sehen war. Selbst in die Sozialsysteme hat die Maserati-Franktion schon längst die Krallen geschlagen (darum sind die auch so teuer).

    Sicher liegen „Die Preise […] im üblichen Rahmen“ – im üblichen Rahmen der BesserverdienerInnen und Reichen, die dort nicht nur locker die Tageskarte bezahlen, sondern noch mit zusätzlichen Zahlungen die Zusatzwellness-Dienste in Anspruch nehmen (und ins Restaurant gehen). Da kann mensch an einem Tag leicht zu zweit ein paarhundert EURO dalassen – aber die sind ja in aller Regel nicht gar zu sauer verdient…
    Es muß sich schon lohnen, auf unserem hübschen Freibadgelände 25 Millionen zu investieren (1 lächerliche Million € hätte, so hieß es, die Sanierung des alten Freibades gekostet) – das ist alles mit spitzem Stift durchgerechnet, was für Goldfische dort im Pool schwimmen. Sicher ein erfolgreiches Unternehmenskonzept – auf dem Buckel ausgebluteter Städte, die sogar freudig zugreifen, wenn sie Kostenfaktoren loswerden können:
    http://www.claudiustherme.de/presse/rosengarten.pdf
    Aus „öffentlich“ und „kostenlos“ mach „exclusiv“ mit „üblichen“ Eintrittspreisen. Den einfachen Kölsche bleiben ja noch die Rheinwiesen. Noch.

    Was „Sky“ auch immer ist, da muß ich leider passen. Interessiert mich offenbar im Gegensatz zum Freibad überhaupt nicht. Dieses Was-auch-immer-Abo als Alternative zu einem satten Eintritt in einen „exclusiven Wellness-Resort“ zu stellen ist einfach arrogant.

  35. 35
    vilmoskörte says:

    @R@alf: Du scheinst in einer kleinen hermetischen Welt zu leben, an die du nichts heranlassen möchtest, was den Status Quo ändern könnte. Insofern bist wohl eher du es, der sich exkludiert. Sky ist übrigens das, was früher Premiere hieß (aber das wirst du wohl auch nicht kennen wollen). Ansonsten bin ich ja in einigen Dingen durchaus deiner Meinung, allerdings bin ich nicht dafür, aus Moabit ein Ghetto der Transferleistungsempfänger zu machen und alles „nach unten“ zu nivellieren. Viel besser scheint es mir, sich dafür einzusetzen, dass die Transferleistungsempfänger wieder in Lohn und Brot kommen.

    Zur Arminiushalle: Der „arme Moabiter“ kauft da schon heute nicht ein, also wird sich für ihn durch eine Aufwertung nicht viel ändern. Wenn das Konzept der Zunft AG gelingt, dann wird hingegen die Halle vielleicht doch wieder eine Art Kieztreffpunkt, in dem auch der „arme Moabiter“ mal ein Bier oder einen O-Saft trinken kommt oder eine Veranstaltung besucht. Das wäre doch eine tolle Sache?

  36. 36
    Rané says:

    Nun, bleiben wir mal bei dem Projekt. Ich beziehe mich auf meinen Text (15) und da der QF4 3,5 Millionen für die Sanierung des Hallenbades bewilligt hat, wäre es doch sinnvoller gewesen, das gesamte Areal incl. dem Hallenbad einem Investor zur Verfügung zu stellen, der gewisse Auflagen erfüllen muss. Erhalt der Tentstation Freibad, auch für Schwimmer Neben Wellness auch Wasserrutschen Moderate Eintrittspreise mit div. Ermäßigungen.

  37. 37
    R@lf says:

    @ vilmoskörte und andere die es angeht:

    Ehrlichgesagt geht mir auch das konvulsisch hier auf MoabitOnline auftauchende Geschwalle von den „Transferleistungsempfänger“Innen mächtig auf den Keks – WER verdammt, hat sie denn dazu gemacht und was ist das für eine Haltung, Leute, die aus verschiedensten Gründen Leistungen beziehen (müssen) für die sie in aller Regel reichlich geleistet haben, über einen Kamm zu scheren und als Watschenkaspare zu mißbrauchen?
    Ein bißchen mehr Respekt vor dem individuellen Leben könnte nicht schaden. Ich kenne etliche „Transferleistungsempfänger“Innen, die jede/r alleine mehr für die Gesellschaft leisten, als drei bis fünf Couch-Potatoes, die in Lohn und Brot stehen („Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“).

    Zudem spreche ich Dir ab meine „kleinen hermetischen Welt“ zu beurteilen, so wenig wie wir uns kennen. Ich meine die Gesellschaft in den meisten Winkeln und Projektionsflächen ihres Spektrums gesehen und kennen gelernt zu haben (ja – ich kenne auch Thermen von innen … und habe sieben Jahre lang in Neukölln Obdachlose betreut – ohne Maserati). Und nicht nur hierzulande habe ich mich mit kritischen Augen umgesehen. Also sei mal nicht so von oben herab. Den status quo finde ich übrigens weitgehend zum Kotzen (ich kann gar nicht so viel fressen…) und ich kann für mich in Anspruch nehmen, daß ich mit allen Kräften nahezu lebenslang versuche, dies zum Besseren zu ändern. Die Gehirnwäschemaschine, volkstümlich Glotze genannt, meide ich übrigens zunehmend: zu Gunsten der realen Welt und Menschen. Kein Wunder, daß ich Sky nicht kenne. Es gibt schon genug Leute, die den Kopf nur noch über den Wolken haben.

    [Sorry an alle anderen, daß ich mich hier über mich verbreiten muß, aber das konnte so nicht stehen bleiben.]

    Wer die Ambiente-Scheiße der sog. upper class für das non plus ultra hält, hinter dem nix mehr kommt, sollte sich ne Dauerkarte fürs Asien-abgeklatschte Amala Spa kaufen und Volksbäder meiden.

  38. 38
    Jürgen Juen says:

    Die Diskussion hier geht leider größtenteils an der Realität vorbei. Fakt ist, daß das alte, abgängige Freibad schon seit 2002 geschlossen ist und nie wieder öffnen wird. Ob das noch bestehende Hallenbad wieder ein Außenbecken bekommt, ist eine Entscheidung der bbb, die wohl sehr von möglichen Fördermitteln abhängig ist.

    Das Gelände wurde an einen privaten Investor verkauft, weil es eben zum Verkauf stand. Daß hier nun eine Wellness- und Saunalandschaft der Spitzenklasse entstehen soll, ist sicherlich eine große Bereicherung für die Bäderszene in Berlin, die bislang doch sehr schwach ist. Wer in eine Therme, eine gute Sauna oder ein Freizeitbad gehen möchte, MUSS ins Umland fahren (z. B. Bad Saarow, Oranienburg, Templin, Wendisch Rietz, Neuruppin, Fürstenwald). In Berlin selbst gibt es zwar auch einige Bäder, aber kaum welche, die man guten Gewissens empfehlen könnte. Einzige Ausnahme ist meines Erachtens das Liquidrom, das zumindest ein schönes Thermalbecken und eine gute Atmosphäre bietet. Dieses wurde übrigens vom jetzigen Investor des Amala-Spa mehrere Jahre lang betrieben.

    Das Amala-Spa ist sicherlich ein Gewinn für die Bundeshauptstadt, wenngleich es natürlich nicht für jeden Berliner auch erschwinglich sein wird. Doch es gibt ja immer noch einige billigere Alternativen für Saunagänger, z. B. bei den bbb-Bädern. Im Übrigen haben die Investoren ja eine ansehnliche Summe für das Grundstück an die bbb bezahlt und werden VON IHREM EIGENEN GELD mehrere Millionen Euro investieren. Von daher sollte man sich einfach auf das neue Bad freuen, das ja auch für ein paar neue Arbeitsplätze sorgen wird und sicherlich auch mehr als 200.000 zusätzliche Gäste pro Jahr generieren wird. Ich jedenfalls freue mich auf die Eröffnung, denn ich kenne die bisherigen Theune-Bäder, die allesamt sehr gut gemacht und sehr gut geführt sind. Das ist Bäderkultur der Spitzenklasse.

    MfG wellSPAss Freizeit-Unternehmensberatung / familand Freizeit-Service

  39. 39
    Hans Richter says:

    ich hoffe ja nur, das diese Arbeitsplätze wenigstens tariflich entlohnt werden.

  40. 40
    Rané says:

    Vielleicht gibt es ja doch noch eine Erweiterung und dementsprechende Ermäßigung für Kinder, Jugendliche und Familien, die eh nicht ins Umland fahren können. Ansonsten wäre ein Standort in Zehlendorf sinnvoller gewesen oder in direkter Nähe zum Regierungsviertel, für die gestressten Koalitionäre.

  41. 41
    R@lf says:

    „Im Übrigen haben die Investoren ja eine ansehnliche Summe für das Grundstück an die bbb bezahlt…“
    Danke, Herr Juen, daß sie mich freundlicherweise daran erinnern! Wo, meine Herrschaften von den BBB ist dieses Geld eigentlich geblieben? Hätte nicht wenigstens das in die Sanierung des Hallenbades gesteckt werden können PLUS Bau eines Außenbeckens? Oder war die Summe gar nicht so ansehnlich, wie Herr Juen behauptet?
    Wie auch immer – wahrscheinlich ist das Geld ja wieder in einem Haushaltsloch versackt, ebenso wie damals die vom Bezirk kassierten Versicherungsgelder für das ausgebrannte KuFa-Dach (das seitdem unrepariert undicht blieb und wo das Wasser für weitere gravierende Bauschäden sorgte!).

    Es mag ja heute unglaublicherweise ungewöhnlich erscheinen, daß Investoren tatsächlich „VON IHREM EIGENEN GELD“ ihre Goldgruben bauen, aber das ist doch eigentlich nicht mehr als normal, oder? Schon diese Äußerung spricht wieder Bände. Und wir wollen doch wohl nicht vergessen, daß dieses „eigene Geld“ auf Heller und Pfenning als Investitionskosten von der Steuer abgesetzt werden wird (Abschreibung etc.). Da wird der Stadtstaat noch lange auf irgendwelche Steuererträge warten dürfen: Steuern müssen nämlich erstmal nur die Angestellten von ihrem Lohn zahlen, denn die haben ja bekanntlich nix abzuschreiben.

    „Bäderkultur der Spitzenklasse“ für Spitzenverdiener_innen. Wie schön für die.

  42. 42
    H. E. says:

    Klingt mir so nach zweiter Phase der „Blühenden Landschaften“, aber dieses mal für Moabit und nicht von Herrn Kohl, sondern von Herrn Gothe. Diese blühenden Landschaften ziehen sich ja schon vom Areal am Hauptbahnhof (neue Hotels) durch die Lehrter Straße (Mittelbereich und Einfamilienhäuser am Sportplatz), durch die Quitzowstraße (Hellwig-Baumarkt und Tolmien), die Siemensstraße (Hamberger Großmarkt) und wieder zurück zur Stromstraße (Schultheissbrauerei- und Paechbrotgelände-Einkaufszentren). Was uns wohl noch so alles blüht?

  43. 43
    Peter says:

    Ist scjon schlimm, wenn da ein Investor ein Projekt auf die Beine stellt, wo Arbeitsplätze geschaffen werden. Schön das wir Belriner immer was zu mäkeln haben, anstatt uns über die neuen Jobs zu freuen, die es in Belrin wahrlich nicht auf der Strasse gibt.

  44. 44
    Rané says:

    Es geht nicht um Arbeitsplätze, sondern um den Standort und die Zielgruppe. Die Satire erspare ich mir hier, weil die Redaktion manchmal zu pragmatisch ist *g*.

  45. 45

    Langwierige Bemühungen wurden dieses Jahr von BVV-Mitglied Lehmann (Grüne) angestrengt, um zu erreichen, dass die Liegewiese am Hallenbad so erweitert wird, wie sie später sein soll (s. Artikel), denn es fehlen Schattenplätze. Hier der Link zu einer Kleinen Anfrage KA 0430/III „Erweiterung der Liegewiese im Bereich ehemaliges Sommerbad (2)“. Wenn man das durchliest, kann man sich wirklich nur wundern, wie lange es dauert (bitte in der verlinkten Anfrage auf „Anlage zur Antwort“ klicken!)

  46. 46
    jan says:

    Total unnütz…
    Die sollen mal bloß die Tentstation da stehen lassen…
    Die Redaktion: Neue Kommentare bitte hier:
    http://www.moabitonline.de/2202