Amala Spa im Poststadion

amala-innen-250Bereits gestern berichtete Uwe Aulich in der Berliner Zeitung, dass der Wellness-Investor für das Gelände des ehemaligen Sommerbads im Poststadion nun grünes Licht bekommen hat. Auch im heutigen Tagesspiegel steht ein entsprechender Artikel. MoabitOnline hat heute mit Stephan Theune gesprochen und noch einige zusätzliche für Moabiter interessante Informationen erhalten.

Hier kurz und knapp die Zusammenfassung: Vom Liegenschaftsfond Berlin haben die Brüder Stephan und Markus Theune aus Köln, denen in Berlin auch das Liquidrom gehört, den größten Teil des früheren Sommerbades gekauft. Rund 2.000 Quadratmeter hinter dem jetzigen Zaun, der die Liegewiese des Hallenbades der Berliner Bäder Betriebe vom Zeltplatz Tentstation trennt, wurden allerdings wieder an die Bäderbtriebe zurück übertragen. Hier ist die Karte mit der erweiterten Liegewiese zu finden. Dort soll dann mit 1 Million Euro aus dem Programm Stadtumbau West ein 25 Meter langes Außenbecken und eine Kinderplansche gebaut werden, hier der Plan dafür.  Endgültig entschieden ist das aber noch nicht. Die eine Million reicht nämlich nicht, und die Bäderbetriebe scheinen sich schwer zu tun. Der Aufsichtsrat hat noch nicht  zugestimmt. Zwei Außenbecken am Hallenbad wären wenigstens ein kleines Trostpflaster für Moabiter Wasserratten, wenn schon der größte Teil des früheren Sommerbades zu einer Wellness-Landschaft umgebaut wird, für die Eintrittspreise von 20 Euro aufgerufen werden.

amala-wiese-250Die Brüder Theune wollen etwa 15 bis 20 Millionen Euro für ihr “Amala Spa” investieren. Die Lage ist verkehrlich sehr günstig. Ganz Berlin, wenn nicht noch darüber hinaus, kann als Einzugsbereich gelten. Rund um einen Pool, der in einem Teil des alten Schwimmbeckens geplant ist, soll sich die fernöstlich inspirierte “Dorf-Anlage” gruppieren mit Sauna, Fitness-, Massage- und Ruheräumen sowie einem Restaurant. Es werden alle nur denkbaren Anwendungen möglich sein, auch ayurvedische Medizin. Nach Indien weist auch die Namensgebung, Amala ist sowohl im Sanskrit (Bedeutung: rein) als auch im Arabischen (Bedeutung: Hoffnung) ein bekannter Frauenname. Spa ist eine immer gebräuchlichere Bezeichnung für Heil- oder Wellnessbäder und stammt von einem in Belgien seit dem 16. Jahrhundert bekannten Bade-Ort, wie ausführlich in der Wikipedia nachzulesen ist.

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Theune stellte klar, dass ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erarbeitet wird. Es wird also eine öffentliche Auslegung der Pläne geben, entgegen unserer Befürchtungen im Artikel über die letzte Saison bei Tentstation. Beeinträchtigungen sind einerseits von der Lieferantenzufahrt durch den Haupteingang des Poststadions am Tribünengebäude zu erwarten. Denn dort soll ja nach Fertigstellung der Bauarbeiten eine Gastronomie einziehen, für die attraktive Außenanlagen wichtig sind. Andererseits ist die Vorstellung, dass auf dem Parkplatz an der Seydlitzstraße ein Parkdeck errichtet werden könnte, wenn die ebenerdigen Parkplätze nicht ausreichen, ziemlich gruselig. Das würde das Stadtbild zwischen dem alten gelben Wohngebäude und den neuen Reihenhäusern gravierend verschandeln. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein und nach einer Bauzeit von einem Jahr im Herbst 2011 eröffnet werden. Ein weiterer Baustein für die polarisierende Aufwertung Moabits. Wenn man die begeisterten Äußerungen von Mittes Bezirksstadtrat für  Stadtentwicklung zu der Luxusanlage liest, könnte man auf die Idee kommen, dass das Versprechen der Politik die Lehrter Straße als Wohnstraße für die, die dort wohnen, zu stärken, nicht so ernst genommen wird, Gothe versteht Aufwertung eher als Chance für Moabit, wie er vor langem schon im Stadtteilplenum Moabit West erklärt hat.

Wir danken Stephan Theune, dass er uns die Architekturbilder von jakob post architekten zur Verfügung gestellt hat.

15. Juli 2009 | Von Susanne Torka | Kategorie: Aktuell, Lehrter-Kiez

28 Kommentare
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  1. Verstehe ich das jetzt richtig? Ein bestehendes Freibad, dessen Betrieb den Bäderbetrieben zu teuer war, soll verkauft werden, um dann für 1 Mio ein neues Freibad mit drastisch verkleinerter Fläche zu bauen? Und das neue Bad soll dann im Betrieb günstiger sein? Wo ist der Spareffekt?

  2. Uff, hab ich richtig gelesen? 20 Euronen Eintritt?

  3. Millionen für Wellness in den Berliner Sand nicht nötig!

    Diese Millionen könnte man sparen, da Wellness pur auf hohem Niveau, nur mit Natur, unter freiem Himmel jetzt schon vorhanden ist und zwar für Jugendliche auch mit ganz kleinem Budget, mitten im Zentrum von Berlin, 10 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Das ist wohl in Europa einmalig, wenn nicht sogar weltweit.
    Der einzige Unterschied in der Zukunft dürfte sein, dass höhere Geldbeträge notwendig sind für eine schlechtere Leistung. Ich kann nur jedem empfehlen die Tentstation, mit den jetzigen Qualitäten noch zu genießen mitten in Berlin, in einer wilden Umgebung. In welcher Metropole gibt es das sonst noch. Ein einmaliges Unterscheidungsmerkmal von allen anderen Metropolenregionen; aber: Weg mit!!
    Keine neuen Ideen sondern mit dem überall bekannten Geschäfte- Rasenmäher darüber – mit den Investoren und den Developern etc. Wie gesagt nicht´s neues, keine Innovation oder Kreativität. Sie ist ja in Selbstorganisation schon vorhanden.
    Den vorhandenen Besitz der Allgemeinheit platt machen ist angesagt.
    Ärgerlich ! Äusserst Ärgerlich!
    Viele Grüsse im Zorn aus Moabit und dem Paradies im Schwimmbad
    Hermann Valentin Schmitt
    art&media institut berlin
    http://www.schmittcrass.de

  4. @ Hans Richter
    Die 20 Euro stammen aus dem Berliner Zeitungsartikel
    @vilmoskörte
    Die BBB haben 2002 das Sommerbad geschlossen, weil sie die Renovierungskosten nicht zahlen wollten und jetzt tun sie sich schwer die Fördermittel anzunehmen, um die Außenbecken zu bauen. Und die sind wirklich nur ein Trostpflaster für uns Moabiter, denn die Liegewiese, die bei den BBB bleibt wird klein sein.
    Und im allgemeinen: mit der Übertragung von Grundstücken an den Liegenschaftsfond ist deren Schicksal so gut wie besiegelt: Privatisierung! Die Bezirkspolitik hält sich zu gute, dass sie wenigstens durchsetzen konnte, dass ein Investor das Grundstück kriegt, der das gebaute Wellnessbad selbst betreibt. Ist vermutlich ein Vorteil. Aber welcher. Ihr könnt ja mal die Sportausschussprotokolle der BVV des vergangenen Jahres lesen. Irgendwann brachte die Linke den Vorschlag ein, das Gelände aus dem Liegenschaftsfond wieder zurückzuholen und Mittel aus dem Konjunkturprogramm einzusetzen um das Sommerbad wieder aufzubauen. Doch dazu war es zu spät. Die Drucksache wurde Monate nicht behandelt. Ob das nun wirklich ernst gemeint war oder nur gut ankommen sollte, weil eh nicht durchführbar, darüber kann sich jede(r) selbst seine Meinung bilden.
    Bereits im Dezember 2007 wurden in der LiesSte Nr. 3 Stimmen von KommunalpolitikerInnen zur Teilung des Geländes und Privatisierung abgedruckt, hier: http://www.stephankiez.de/Webdez07/page6.html und hier: http://www.stephankiez.de/Webdez07/page7.html
    Die Idee dahinter war im Oktober 2007 mehr oder weniger fertig, hier: http://www.stephankiez.de/webpage2/page3.html
    Die Fördermittel – wenn sie denn fließen bzw. angenommen und von den Bäder Betrieben aufgestockt werden – sollen dem Schwimmen zum Bäderbetriebe-Preis, zur Zeit auch 4 Euro / Kinder 2,50 zu gute kommen.
    Die Millionen für Wellness sind private Investitionen. Wieviel das Grundstück gekostet hat, das weiß ich nicht.

  5. war da nicht mal ein Naturschwimmbecken angedacht? Warum können die Politiker nicht mal auf das hören, was die ansässige Bevölkerung will? Wer von der ansässigen Bevölkerung hat das Geld, um 20 Euronen Eintritt zu löhnen? Ich nicht! Okay, einige wenige können das. Wahrscheinlich auch die Leute, die in die Häuser der Vivico ziehen werden.
    Das Land, was da mal wieder verkauft wurde, gehört doch uns allen? Mit welchem Recht also verkauft der Staat Land, was uns allen gehört?

  6. Ich freu mich darauf. Das Sommernbad war ja in den letzten Jahren gar nicht mehr zu nutzen fuer die Nicht-Migranten-Szene.

  7. @Mona
    Seltsamer Kommentar, das Sommerbad stand in den letzten Jahren niemandem zur Nutzung zur Verfügung, denn seit 2002 ist es geschlossen. Davor war es für alle Bevölkerungsgruppen offen und wurde gerade auch von zahlreichen Kindern genutzt!

    Und die jetzige auf dem Gelände befindliche Tentstation ist auch offen für Zelter gleich welcher Herkunft!

  8. Mit den letzten Jahren meinte ich die Zeit vor 2002 als es noch das Sommerbad war. Die Tentstation ist ok, sollte aber keine Dauereinrichtung sein.

  9. @ Hans Richter
    Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass das Land “uns allen” gehört? Auch wenn Sie es nicht mitbekommen haben: in der BRD existiert kein “Eigentum des Volkes”. Oder wo ist Ihr prozentualer Anteil an der Grundsteuer?

    Kopfschüttelnd
    Moabeat

  10. Nun, diese Formulierung von Hans Richter ist formaljuristisch zwar nicht korrekt, aber er meint Eigentum des Landes Berlin, bzw. des Bundes und damit öffentliches Eigentum im Gegensatz zu Privateigentum. Da schon mehrfach in der Geschichte
    Berlins öffentliches Eigentum an Privatpersonen “verhökert” wurde, ist eine Kritik an den Umständen und dem Umfang der Veräußerung berechtigt. Auch macht ein Gerücht die Runde, der Plötzensee soll an einen russischen Investor verkauft worden sein. Vielleicht weiss da jemand mehr ? Dann die Auseinandersetzungen um die “Megaspree”. Wenn immer mehr öffentliche Grundstücke verkauft werden die der Erholung der Bevölkerung dienen, ist dies sehr bedenklich.

  11. Ne ne Rané, ich meine es schon so wie ich es gesagt habe. Die Erde gehört allen Menschen und nicht nur denen, die Geld haben. Jegliche Aneignung von Land ist meiner Meinung nach illegal. Allenfalls kann der Staat, bzw. die Stadt/Dorf/Bezirk als Treuhänder Land für einen bestimmten Zeitraum verpachten. Das hätte den Vorteil, das der Staat (oder Berlin)immer wieder Geld generiert statt nur ein mal. Und gerade Berlin wird, zumindest gefühlt, immer wieder von Investoren übern Tisch gezogen. Wobei Berlin natürlich nicht ganz unschuldig ist. Soweit ich weiß, konnte man in der DDR auch nur Land pachten, aber nicht kaufen.
    Und wie es formaljuristisch ist, ist mir erstmal ziemlich egal.

  12. @Moabeat,
    wem gehört denn die Erde? Einigen wenigen Auserwählten? Das Sommerbad wurde von der Bevölkerung finanziert, den Bäderbetrieben ist der Unterhalt zu teuer, bzw. die haben solange daran nix gemacht (berlintypisch), bis es denen zu teuer wurde für eine Sanierung. Jetzt wird das ganze, mal wieder berlintypisch, an einen Investor verhökert und das war’s dann. Inwiefern Berlin oder Moabit monetär davon profitiert steht sicherlich in den Sternen.

  13. ich weiss, das klingt schrecklich langweilig, aber vielleicht schafft das spa ja ein paar arbeitsplätze.

  14. Also, wenn man das mal kurz mit dem Preis vergisst: diese Entwürfe sehen echt geil aus! Und Menschen, die schonmal im Liquidrom waren, kommen aus dem Schwärmen ja auch nicht mehr raus.
    Ich stell mir so einen Tag in dem Bad echt ziemlich klasse vor. Jetzt muss man dann halt auf irgendeine Weise dafür kämpfen, dass das für viele Leute erschwinglich wird.

  15. Nun, dass der Markus an Wellness denkt, ist ja verständlich, aber ein Konzept mit Freibad, Tentstation, Fussballplätzen und ner Tennis- oder Golfanlage (um die Knete reinzuholen) wäre mir am liebsten. Sagen wir mal, wir könnten es “Moabiter Sport- und Freizeitzentrum” nennen, eine kleine “Wuhlheide”, aber bei der Stadtplanung geht eh das meiste Geld für die Verwaltung drauf. Schlimmer als die “Schweinegrippe”
    finde ich die “Berliner Verwaltungsgrippe”.

  16. Ich finde es sehr bedenklich ein solches Spa in diesem Stilgemenge zu planen. Warum lobt der Investor eigentlich nicht einen Wettbewerb aus?
    Ich bitte Hr. Gothe zu bedenken, daß er diesen Stadtteil positiv entwickeln will. Die Renderings, sowie die Preise und der Diskurs sind nach meiner Ansicht eher ein Indiz für eine Stadtteilentwertung.
    Ein Wettbewerb, wie beim städtebaulichen Gutachterverfahren für das Gelände der Vivico schafft faire Bedingungen, verbessert erheblich die Baukultur und die Anwohner können teilhaben.
    Zudem kann bei einem öffentlich ausgelegten Bebauungsplan Einspruch erhoben werden.

  17. Städtebaulich der größte Mist, den ich jemals gesehen habe. Stoppt jemand die beiden? Oder geben wir Peter Zumthor eine zweite Chance in Berlin? Als Ausgleich für die Topographie des Terrors? Mit der Therme Vals ist Ihm ein großartiges Bauwerk gelungen. Von diesem Gebilde kann man das leider nicht sagen.
    Ich werde persönlich Einspruch erheben.

  18. kein junger Moabiter wird sich je einen Besuch für 20 € leisten können, ich sage ja……unser wunderbares Moabit wird nun zu einem Neureichen/Prenzelberg verkommen. Ich nenne es bewußt verkommen, da hier Anwohner aus den Kiez gedrängt werden und der gehobene Mittelstand ein neues Zuhause finden soll. Warum? Weil Moabit der Mittelpunkt der Hauptstadt ist. Wäre doch nur alles in Bonn geblieben…

    Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster, aber ich hoffe die neuen Badegäste bekommen die überschüssige Energie der alten Anwohner zu spüren. Denn wo Freizeitangebote in Zukunft fehlen, baut sich Frust auf. Wo soll den ein Moabiter Jugendlicher überhaupt noch sein Glück finden in 21? Auf dem Fussballplatz an der Ecke? Wo max. 22 Personen gleichzeitig Spaß haben können? Sicher nicht.

    Ich erinnere mich sehr gerne an die alten Poststadion Zeiten, an die vielen Badegäste. So wie es viele Moabiter tun. Man redet gern über den alten Badebetrieb. Natürlich gab es auch oft Auseinandersetzungen etc.. Mir kann aber niemand erzählen, dass ein straffes Sicherheitskonzept da nicht helfen würde um wieder vollen Badespaß zu garantieren.

    Wer so ein 20€ SPA bewilligt sollte auch einen nicht unerheblichen Etat für ordentliche “Jugendarbeit” einplanen um Kids zu beschäftigen denen Angebote fehlen. Warum baut man eigentlich so eine Wellness Oase nicht einfach am Stadtrand, schließlich besitzen unser neuen Anwohner doch alle dicke Autos um dort hinzufahren? Ein junger Moabiter müsste dann nicht Schwarz BVG fahren bis zum nächsten Kiezbad, sondern könnte wie vor 2002 entspannt zum Poststadion laufen.

    Hier fehlt ein dem Anwohner naher Bürgermeister würde ich sagen, vielleicht bewerbe ich mich mal….;-)

  19. und nicht zu vergessen:

    Das Poststadion war auch für ganze Familien ein Ort der Entspannung & Begegnung….

    Vater, Mutter, Kind haben dort den Alltag ablegen können gegen eine angemessende Pauschale. Mir kommen die Tränen wenn ich mir vorstelle, wie ein Familienvater vor dem neuen SPA Tor steht und seiner Familie den Zugang aus finanziellen Gründen nicht gewähren kann. Ein Arbeitsloser ehemaliger Hertie Mitarbeiter wird nämlich kaum die ca. 50 € Eintritt zahlen können ohne Sponsoren.

  20. Ich glaube die Anwohner und Moabiter gehören nicht zu dem Klientel das in dem Spa gewünscht ist, so interessiert es niemand, dass Moabiter Familien das nicht zahlen können.
    Es nützt auch nun kein Gezeter mehr, das Ding ist durch. Damals als Unterschriften gesammelt wurden für die Wiedereröffnung, da gab es eine große Chance, doch die Unterschnriften kamen meines Wissens nicht zusammen. Chance vertan würde ich sagen. Angeblich hat man ja genug raus gehandelt für die Moabiter: Eine kleine Ecke Liegewiese plus ein paar “Bonbons” wird uns ja belassen.

    @ Doa Du beschreibst genau die Situation: Etliche Jugendliche fahren nun täglich schwarz, damit sie in das nächste Schwimmbad können. Sie werden erwischt, die Wut staut sich, ein Kreislauf beginnt. Doch das scheint momentan niemand zu interessieren. Wohl erst wenn es wieder zu spät ist, dann ist das Gejaule groß.

  21. Auch nehmen Überfälle und Einbrüche zu. Das “Gang und Gäbe” in der
    Kirchstrasse ist deswegen geschlossen. Dann die Ausbreitung der Spielsalons.
    Die Verteilungskämpfe werden härter, die Mafiastrukturen weiten sich aus.
    Dagegen können wir nur noch mit einer Kiezsolidarität angehen.
    Vergessen wir alle kleinen Streitereien, es geht um viel mehr.
    Und wer in dieser Situation den Egomanen spielt, wird das nächste
    Opfer sein.

  22. Die Schließung des “Gang & Gäbe” war aber wohl nur vor kurzer Dauer, ich bin dort heute morgen vorbeigelaufen, es sah ganz normal aus, keine Mitteilung an der Tür, dass geschlossen sei. Hast du nähere Informationen über diesen Einbruch?

  23. Dann bin ich erleichtert, die Schließung dauerte dann ca. eine Woche. Würde dort selbst nachfragen, denn ich sah nur den Zettel.

  24. leider habe ich von der Unterschriftenaktion nichts mitbekommen, sonst hätte ich mich gern mit stark gemacht. Sehr, sehr fragwürdige Entwicklung in Tiergarten….wollen wir hoffen, dass sich das am Schluss nicht negativ auswirkt. Ich liebe meinen Bezirk;-)

    Denke so wie jeder hier…. ich kaufe einen 5 Meter Pool in der Metro und stell den symbolisch vor dem Rathaus auf. Wer schwimmt mit?

  25. Ist zwar mehr Zufall das ich auf diesen Artikel gestoßen bin, eigentlich interessierte mich die Hertieschließung und damit der weitere Verfall der Turmstraße.
    Nun lese ich aber von einem Spa auf dem ehemaligen Freibadgelände oder daneben. Ein Luxuskiez braucht Moabit zwar nicht, aber eine Aufwertung des Bezirks wäre schon eine tolle Sache. Vielleicht müßte der Berliner Senat sich wirklich Mal Gedanken darüber machen, wie man durch gezielte Wirtschaftsförderung alle Kiezbewohner in derartige Einrichtungen deren Betrieb sicherlich nicht ganz billig ist “einbinden” kann. Wenn man die Leute nämlich aussperrt oder vertreibt, wie das in In-Bezirken teilw. passiert, dann wird der Sozialneid weiter geschürt und der richtet dauerhaft größere finanzielle Schäden an, als dies Ausgaben für eine sozialgesponsert orientierte Wirtschaftsförderung ausmachen.

    Ciao
    DerDemokrator

  26. [...] der tentstation ausgehend, die dem Amala Spa weichen muss und deshalb dieses Jahr ihre letze Saison hat, wird der Döberitzer Grünzug angelegt, [...]

  27. Es gibt keinen “Sozialneid”, sondern nur ein Interesse an einer gerechten Verhältnis von Arbeit und Geld, was vor allem im Bereich der Finanzwelt weltweit verloren gegangen ist. Staatliche Förderung, Senat und Bezirk haben eh kein Geld, lehne ich für so ein Projekt
    prinzipiell ab.

  28. [...] dass das Schwimmbad kein Schwimmbad mehr ist, schade nun auch, dass die tentstation nun einem Wellness-Bad weichen [...]

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