So können Sie mitmachen!

Rolli-Rampe zum Lesegarten

Doris-aus-250Seit einigen Tagen kommen Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, nicht nur barrierefrei in die Bruno-Lösche-Bibliothek, sondern auch in den gerade jetzt im Frühling so wunderschönen Lesegarten und können ihren Lesestoff dort im Freien genießen.

Wie ist die Bibliothek zu ihrer Rampe gekommen? Leni Wolf  aktiv im Förderverein Stadtbibliothek Mitte e.V. hatte im Tagesspiegel über Raul Krauthausens Verein Sozialhelden e.V. gelesen und erfahren, dass 1.000 Rampen zu verschenken sind, für die er gemeinsam mit der Crowdinvestmentfirma Bergfürst im vergangenen Winter rund um Weihnachten Spenden gesammelt hatte. „Das ist doch eine gute Idee“, meinte Wolf, die sich immer mal wieder über diese Stufe geärgert hatte. Sie fragte beim Bibliothekspersonal nach, ob die das auch so sehen. Die Reaktion war positiv.

Nun mussten noch einige Gespräche mit dem Bezirksamt geführt werden, wegen der Sicherheit. „Sind diese Rampen überhaupt TÜV-zugelassen?“ „Halten sie auch schwere Rollstühle aus?“ , diese und weitere Fragen konnten geklärt werden. Schließlich konnte die Rampe bestellt werden und schon eine Woche später war sie fest verschraubt. Ein bisschen aufregend waren die ersten Testfahrten doch, denn die Rampe ist recht leicht, aber trotzdem sehr stabil. Wie auf dem Foto zu sehen ist, kommt Doris mit ihrem schweren Elektrorolli ganz bequem die Stufe hoch. Das sollte man weitersagen: Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer können jetzt den schönen Lesegarten der Bruno-Lösche-Bibliothek genießen.

Es suchen immer noch 200 Rampen ihre Stufe. Maximal 25 cm können überwunden werden, also eine Stufe von Cafés, Läden, Bars usw. Schlagt Orte vor oder meldet Euch einfach selbst an bei wheelmap.org, Tausend und eine Rampe.

Sehr lesenswert ist auch der Online-Ratgeber über Sprache und Behinderung: www.leidmedien.de.

Foto: Leni Wolf

Nachtrag:
Am 6. Mai 2013 findet von 11 – 17 Uhr vor dem Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, ein Kiezfest zur Situation von Menschen mit Behinderung statt.

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