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In der Reformationskirche wird gebaut

96 Stunden – Zeit zum Helfen  Bauwoche mit Unterstützung des RBB

Lange Nacht der Chöre in der Reformationskirche Moabit, Beussel-/Wiclefstraße, 10553 Berlin-MoabitDie Cantorei der Reformationskirche, das Jugendtheaterbüro Berlin und der Konvent an der Reformationskirche planen eine gemeinsame Bau- und Renovierungsaktion  – unterstützt und begleitet vom Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) mit der Aktion „96 Stunden – Zeit zum Helfen“. Fernseh-Reporter, Radio-Moderatoren und Internet-Kollegen werden täglich in der Sendung ZIBB vom Fortschritt der Arbeiten berichten.

Was ist zu tun: Das Jugendtheater braucht endlich eine eigene Bühne und angemessene Probenräume. Dazu gehören auch sanitäre Einrichtungen, eine kleine Küche und ein Büro. Der Probensaal der Cantorei soll einen eigenen Eingang, einen Lagerraum, Toiletten und eine Getränkebar bekommen. Außerdem braucht er dringend eine gründliche Renovierung. Theater- und Chorräume müssen durch eine schalldichte Tür akustisch voneinander getrennt werden, damit beide Gruppen gleichzeitig proben können.

Deshalb wird in der Reformationskirche eine Woche lang, vom 11. bis zum 15. November 2013 jeweils zwischen 8:00 und 20:00, jede Hand gebraucht: zum Abreißen, Entrümpeln, Neubauen, Anstreichen, Proviant vorbeibringen, Stullen schmieren, Kaffee kochen etc. Wer sich jetzt bereits anmeldet, erleichtert den Organisatoren die Planung.

Vor allem aber freuen sich Chor und Theater, wenn sich im Voraus Fachleute zur Hilfe bereit erklären: Menschen, die sich mit Elektrik, Tischlerei, Wasserinstallation, Fliesenlegen auskennen. Auch Sachspenden werden dringend benötigt wie 15mm Sperrholzplatten und Wandfarbe. Eine detaillierte Materialliste wird demnächst auf www.cantorei.de veröffentlicht. Geldspenden sind selbstverständlich auch willkommen.

Zur Erinnerung: 2004 fusionierten mehrere Moabiter Kirchengemeinden zur Großgemeinde Moabit West. Der regelmäßige Gottesdienstbetrieb an der Reformationskirche wurde eingestellt. Ebenfalls 2004 verwüstete ein Brand das Foyer an der Wiclefstraße. Die Gemeinde konnte die Kosten für die Instandsetzung nicht aufbringen. Aber der ehemalige Gemeindechor, die Cantorei der Reformationskirche, wollte seine Heimat nicht kampflos räumen. Mit der „1. Langen Nacht der Chöre“ akquirierte er 2005 zum ersten Mal Spenden, um die Räume weiter warm und benutzbar halten zu können. Inzwischen haben sich mit dem Theater und dem Konvent zwei weitere Gruppen gefunden, die Kirche und Gemeindezentrum beleben und dafür sorgen, dass dieser Veranstaltungsort erhalten bleibt.

Kontakt Bauwoche – Cantorei: 0176 5213 6976 (Ch. Seiler)christiane@cantorei.de
Spendenkonto: Förderkreis Kirchenmusik a. d.  Reformationskirche, Konto Nr. 787 680, BLZ 210 602 37, Evangelische Darlehensgenossenschaft EG,  Verwendungszweck: 96 Stunden
rbb-Hotline in der Woche vom 11.-15. November.

Text: Reformationskirche, Foto: Kristina Strauss

Nachträge:

Der Jugendtheater Büro hat ein Stück über sozialistischen Jugendpfarrer und Ausbilder der bekennenden Kirche,  Günther Dehn, gemacht im Zusammenhang mit Widerstand. Hier ist der Film zum Stück zu sehen.

Artikel in der Berliner Woche: „Der ganze Kiez soll helfen„.

Der erste Beitrag von 96 Stunden am Montag und Bericht auf der Webseite Moabit West.

Alle Filmbeiträge zur Aktion und die Liste der Helfer und Sponsoren (wird täglich aktualisiert).

Trotz Bauwoche, jetzt geht es um Verhinderung des Abrisses: Petition Theater X, X-Fotos schicken, Aufführungen, Aktionsmonat der REFOrmationscommUNITY

Bilder der Ausstellung fragment.

Der Abriss ist vom Tisch! Hier die Pressemitteilung, ein Bericht auf der Moabit West Webseite und ein kurzer in der Berliner Woche.

Am 30. April ab 19:30 Uhr wird das groß gefeiert!

Pressemitteilung des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte und die übersichtliche Struktur der REFOrmations-commUNITY (alle Gruppen, Trägerverein usw.). Aktivitäten bei Facebook.

Berliner Woche zur Übertragung des Reformationskirchenareals und den Plänen.

Das Wunder von Moabit„, Interview mit Steve Rauhut. „Ein Traum geht in Erfüllung„, mittendrin.

Bilder vom Baustellenfest am 10. Juli 2016.

11 Kommentare auf "In der Reformationskirche wird gebaut"

  1. 1
    max says:

    Insgesamt über 9 Mrd. € an Kirchensteuern wurden beispielsweise im Jahr 2011 abgeführt. Ungefähr 50/50 auf Katholiken und Protestanten verteilt. Und dann ist nicht genug Geld für ein paar Reparaturen da? Lächerlich!

  2. 2
    Rané says:

    Kann den Unmut verstehen, aber die Gemeine ist engagiert. Aber was die Steuern betrifft, sollte eh eine Diskussion über die Verteilung erfolgen. Einige Steuern sollten erhöht andere gesenkt werden und einige, wie z.B. die Kirchensteuer sollten (wie auch in anderen Ländern) wegfallen. Aber an eine wirklich grosse Steuerreform, incl. einer Vereinfachung, trauen sich alle Parteien nicht heran.

  3. 3
    max says:

    Die Kirchensteuer hat mit dem restlichen Steuersystem nichts zu tun. Der Staat zieht aus historischen Gründen die Kirchensteuer nur als „Service“ für die Kirche ein. Insofern ziehen die Argumente mit der Verteilung der Steuern und der Vereinfachung des Steuersystem hier nicht. Hier geht es einzig und allein um die Fähigkeit der Kirche ihre Steuereinnahmen vernünftig zu verwalten.

  4. 4
    Christiane says:

    Ich finde Diskussionen über das Für und Wider der Kirchensteuer auch sehr interessant, aber: Darf ich daran erinnern, worum es in dem Beitrag eigentlich geht? Die Reformationskirche und die dazugehörigen Räume öffnen sich ja gerade dem Stadtteil Moabit. Die Gruppen, die dort proben. arbeiten, leben gehen Wege jenseits festgefahrener Kirchen- oder sonstiger Strukturen. Mit unserer Bauaktion wollen wir nicht der Kirche als Institution Geld sparen. Sondern mit Eigeninitiative und Nachbarschaftshilfe einen weiteren Schritt in Richtung lebenswertes Moabit gehen. Deshalb laden wir alle, die Lust haben ein, sich daran zu beteiligen!

  5. 5
    Hannelore says:

    Ich halte es auch für sehr irreführend, dass im Pressetext die Reformationskirche so stark im Vordergrund genannt wird, denn es geht ja darum, das Jugendtheaterbüro beim Bau einer eigenen Bühne zu unterstützen und die Proberäume des Theaters sowie des Chores umzubauen. Das sollte vielleicht stärker in den Mittelpunkt bei der Helfersuche gestellt werden, denn genau das Argument „Kirche unterstütz ich nicht, die verschwendet Geld“ kriege ich grad häufig zu hören. Dumm, dass so zeitnah der Skandal in Limburg ist.

  6. 6
  7. 7
    Hannelore says:

    Gestern war die Stimmung auf der Baustelle gut, die Jugendlichen voller Hoffnung und Vorfreude und die Bauhelfer teilweise schon ziemlich ko. Es wird wirklich JEDE helfende Hand gebraucht, die einen Pinsel oder Spachtel benutzen kann, wenn es nur für ein, zwei Stunden ist! Ich freu mich auf die neuen Theatergenüsse.

  8. 8
  9. 9
    Susanne Torka says:

    Der Abriss ist vom Tisch! Bis Jahresende werden die kirchlichen Gremien die Übertragung an den Reformations-Campus e.V. beraten und entscheiden. Hier der Bericht auf der QM Moabit West Webseite:
    http://moabit.stern-qm.df-kunde.de/index.php?id=5397

  10. 10

    Für mich bleibt dennoch ein mulmiges Gefühl. Die Selbstdarstellungen der verschiedenen Träger zeigen deutlich, dass es eben nicht nur um eine „offene Kirche“ und allerlei Kiezaktivitäten geht. So sieht das Schul- bzw- Hortkonzept vom „Christburg-Campus“ tägliche Andachten, Bibelunterrricht und regelmäßige Gottesdienste vor. Das klingt dann doch sehr nach christlicher Indoktrination. Gerade Bildungs- und Freizeitinstitutionen sollten 100%ig bekenntnisoffen sein. Ich erinnere mich auch gut an ein Gespräch mit einigen Mitgliedern der CommUNITY, dei seinerzeit vehement das reaktionär-klerikale Volksbegehren „Pro Reli“ unterstützt haben. mit dem durch die Hintertür der säkulare Bildungsauftrag der Schulen ausgehebelt wrden sollte. Chrtistliche Propagandadisten sind für mich jedenfalls schwierige Bündnispartner beim Eintreten für ein weltoffenes, soziales Moabit

  11. 11
    Rané says:

    Mir geht es vor allem um http://www.grenzen-los.eu/jugendtheaterbuero/ !
    Die christlichen Kirchen haben in allen Bezirken Probleme mit ihren Gotteshäusern.
    Darum sind alle Konzepte, die Kirchen und andere Gebäude für kulturelle und
    soziale Zwecke zur Verfügung stellen, absolut begrüßenswert.

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