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Der letzte Vorhang ist verkauft

Zum geplanten Abriss des Moabiter Hansa-Theaters

Theater-Moabit_1907-250Die letzten Tage des geschichtsträchtigen Hansa-Theaters in Moabit sind gezählt. Der neue Eigentümer plant den Abriss, um an gleicher Stelle Luxuswohnungen zu bauen.

Die bewegte Geschichte des Hauses begann 1888, als die Kronen-Brauerei in der Straße Alt-Moabit 48 einen Festsaal eröffnete. Kurze Zeit später wurde daraus das Stadttheater Moabit, in dem auch die noch unbekannte Marlene Dietrich auftrat. 1923 kam der Umbau zum Kino mit 800 Plätzen. Im Krieg wurde das Dach vom „Filmpalast Hansa“ erheblich beschädigt, doch 1948 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Baugeruest_250Als in den 60er Jahren mit der Etablierung des Fernsehens der Niedergang des deutschen Kinos begann, rettete Hans Esser den historischen Saal mit großem Balkon, indem er dort 1963 wieder ein Theater eröffnete. Die großen Stars dieser Zeit wie Brigitte Mira, Edith Hancke, Heinz Erhard, Harald Juhnke, Anita Kupsch und Eddi Arent spielten im „Hansa Theater“ vor vollem Haus. 1999 wurde die Spielstätte noch einmal frisch renoviert, doch von nun an gings bergab. Die Intendanten wechselten, der Senat strich 2002 die Subventionen und unter dem Namen „Engelbrot und Spiele“ fiel 2009 der letzte Vorhang, der dann zusammen mit dem großen Kronleuchter des Saales von den Betreibern verhökert wurde. Seitdem stehen die Räume leer. Die Initiative des Regisseurs Horst Ruprecht, das Theater 2012 wieder zu eröffnen, verlief im Sand.

Saal-Geruest-250Inzwischen ist das unscheinbare Haus, in dem sich der große Saal befindet, verkauft. Der neue Eigentümer sieht keine Perspektive für die Spielstätte. Ins Foyer des Theaters ist ein Trödelhändler eingezogen, die Probensäle werden bereits zu Lofts umgebaut. Der Theatersaal soll einer Tiefgarage und hochwertigen Wohnungen weichen, sobald der Bauantrag genehmigt ist. Ein Denkmalschutz existiert nicht. Damit scheint das Schicksal des fast 130 Jahre alten Saales endgültig besiegelt zu sein.

Gibt es in Moabit, das sich grad rasant entwickelt, keine Verwendung für den einzigen historischen Saal im Bezirk, der den Krieg überstanden hat? Wenn man an das Ballhaus Ost, die Neuköllner Oper und viele andere Spiel- und Veranstaltungsorte in Berlin denkt, möchte man dies nicht glauben. Geplant war, das Haus 2012 mit dem Stück „Happy End“ wieder zu eröffnen. Hoffen wir, dass jetzt im letzten Moment noch Retter auf den Plan treten und doch ein Happy End ermöglichen!

Text und Fotos: Oliver Lock (Ansichtskarte von 1907)

Nachtrag:
Es gibt zwei Anfragen in der BVV zum Thema, die jetzt beantwortet wurden (Drs. 1342/IV und Drs. 1337/IV).

Berliner Kurier sprach mit dem Eigentümer, der im Hintergrund bleiben möchte. Der sagt, der Theatersaal werde erhalten, wenn sich ein Nutzer findet. Der müsse allerdings eine Million Euro investieren oder eine hohe Miete akzeptieren.

Berliner Woche schreibt nicht wirklich was Neues aber für neue Leser.

Laut „ecke turmstraße“ 04/2014 ist der Abriss des Theatersaals nicht mehr zu verhindern, hier würden kleine teure Studentenwohnungen gebaut.

Abschied vom Hansatheater in „ecke turmstraße“ 08/2016 auf S. 3. Hier heißt es, dass sich niemand für den Erhalt eingesetzt hätte. Aber das haben durchaus einige getan, allerdings waren die Erfolgsaussichten auch nach der „Ausweidung“ der Einrichtung durch frühere Betreiber sehr gering.

Fazit der „ecke“: „Klar: Auch Theater müssen wirtschaftlich betrieben werden, wenn sie nicht als Kulturort von der Kommune gefördert werden. Und Volkstheater war in den 90ern out (mal abgesehen von innovativen Neugründungen wie dem »prime time theater« im Wedding). 
Es fehlte an guten, tragfähigen Konzepten für diese Spielstätte. Aber auch der Bezirk zeigte zu wenig Interesse. Das ist traurig: Denn schließlich geht es nicht nur um eine Spielstätte, sondern um einen historischen Ort, der nun durch einen Privatinvestor vernichtet wird.
Mit dem Hansa-Theater wird eines der ersten Berliner Volkstheater abgerissen – eine Bühne, auf der Künstler auftraten wie Marlene Dietrich, Brigitte Mira, Axel von Ambesser, Harald Juhnke, Herbert Fritsch, Eddi Arendt, Brigitte Grothum, Boleslaw Barleg, Heinz Erhardt und viele andere. Ein fürchterlich banaler und gesichtsloser Neubau wird hier entstehen. Bezirk und Senat schauen stillschweigend zu.
Moabit geht damit ein weiterer historischer Kulturort verloren. Schon der Abriss des ehemaligen Kinos »Turm-Palast«, der einst an der Turm-/Ecke Stromstraße einen Prachtbau vergleichbar dem Theater des Westens hatte und dessen Ersatzbau der neuen Einkaufspassage auf dem früheren Areal der Schultheiss-Brauerei weichen musste, war ein herber Verlust.
Aberwitzig ist das auch angesichts der Tatsache, dass gleichzeitig Kulturschaffende und Künstlergruppen händeringend nach Räumen suchen, etwa die Initiative »Kino für Moabit« oder auch die Lesebühne »Fuchs & Söhne«. Letztere konnten wenigstens (nachdem auch ihr bisheriger Spielort, der Historische Festsaal in der Putlitzer Straße schließen muss) ein neues Domizil im ZK/U finden (siehe Seiten 8/9).
Hier rächt sich die »Sparpolitik« des Landes Berlin und des Bezirks Mitte in Sachen Kultur – ebenso wie die Ignoranz der bisherigen bezirklichen Stadtentwicklungspolitik und die Gleichgültigkeit von uns allen.
Mit diesem schlechten Gewissen werden wir nun leben müssen.“

46 Kommentare auf "Der letzte Vorhang ist verkauft"

  1. 1
    Rané says:

    Unglaublich, bin erschüttert ! Aber Investoren können ja derzeit in der Stadt machen, was sie wollen.
    Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung und der Bauantrag wird abgelehnt.

  2. 2
    R@lf says:

    Welche hirnlose Bürokratenkamarilla gibt da wieder einmal einer Heuschrecke freie Bahn? Es ist UNGLAUBLICH !!! Den entsetzlichen Krieg hat das Theater überstanden, aber nun offenbar nicht mehr den NeoLiberalismus. Wo bleibt „unser“ OberKulturSenator WOwereit? WARUM kein Denkmalschutz? Der müsste hier doch zwingend greifen.
    In einer frequentierten Umgebung, wo die Restaurant-Kultur offenbar seit geraumer Zeit einen großen Aufschwung erlebt – gegenüber der ständig ausgebuchten Universal-Hall !!! – sollte es doch möglich sein, ein solches architektonisches und historisches Kleinod einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Im SONY-Center ist es ja offenbar auch gelungen, den „Kaisersaal“ des ehemaligen „Esplanade“ zu integrieren und zu reaktivieren. Hier handelt es sich um eine ähnliche Baulichkeit. Müssen wir in Moabit denn ALLES ertragen?
    Schon die Vergabe an die letzten Ausplünderer war absehbar ein riesen Fehler. ENGELBROT … wer einen solchen Laden schon nach einem Szene-Wort für Drogen benennt. Aber wahrscheinlich haben sich auch ein paar Entscheider in den letzten Jahren die letzten Skrupel weggekokst.

  3. 3
    Susanne Torka says:

    Mit dem Denkmalschutz ist es gar nicht so einfach … Denke an das Amtsgericht in der Lehrter Straße, da hat die Aufnahme in die Denkmalliste zum Glück geklappt.
    Aber, es gibt ja wohl (noch?) keine Baugenehmigung, jedenfalls wusste die Bau- und Wohnungsaufsicht im Bezirk heute morgen noch nichts davon.
    So gesehen kann man der Verwaltung nun auch (noch?) keine Vorwürfe machen. Es war auch kein öffentliches Gebäude, was privatisiert wurde, sondern privat, auch die „Vergabe“ an die Engelbrot-Betreiber!

  4. 4
    K. S. says:

    R@lf, Du setzt tatsächlich Hoffnungen in die Person Wowereit, das meinst Du doch nicht im Ernst? Wenn der was persönlich anfässt, dann geht es doch erst recht schief. Er wird wohl gerade über den Airport faseln, einer Hundertjährigen die Hand schütteln oder auf einer Jeckenparty zappeln.

  5. 5
    moibeat says:

    woher habt ihr diese info denn?

  6. 6

    Wie Susanne Torka schreibt: Ein privater Verkauf – also Verkauf von Privat an Privat! Und jedes Eingreifen an dieser Stelle ist das Vergreifen an privatem Eigentum. Ob es nun passt oder nicht. Der Käufer darf auch jetzt nach dem auf einmal so schlimmen Verkauf auf den Schutz durch den Staat vertrauen – er hat immerhin im Vertrauen auf bestehende Regelungen gehandelt.

    Es sei auch erwähnt, dass niemand sonst Interesse hatte oder auch nur ansatzweise in der Lage war, einen Kapitalnachweis zu bringen. Im Nachhinein zu trauern und zu meckern, ist nunmal zu spät – Aktivität war vorher gefragt!

    Betroffenheitsbekundungen jetzt sind doch nur verlogene Polemik, verlogene Effekthascherei.

  7. 7
    Susanne Torka says:

    @6,
    na so hab‘ ich das nun auch nicht gemeint, dass jeder mit seinem Eigentum machen kann, was er will. Im Gegenteil! Außer der leider kaum einklagbaren Einschränkung durch das Grundgesetz, „das Wohl der Allgemeinheit“, gibt es natürlich auch städtebauliche Regelungen. Es kann nämlich nicht jeder mit jedem Haus an jedem Ort machen, was er will. Gewerbe in Wohnen umwandeln ist eine Nutzungsänderung und die muss genehmigt werden, soviel ich weiß.

  8. 8
    Rané says:

    Ich habe den Hauptverantwortlichen für die Zerstörung des Hansatheaters gefunden:
    https://www.facebook.com/HPTrauschke?fref=ts
    Zu Yannis:
    Erinnerst Du Dich noch daran, wie ich für die Zunft AG beim Erwerb der Arminiusmarkthalle war. Aber solche Investoren sind selten, die anderen, wie bei der „East-Side-Gallery“ oder dem „Tacheles“ prägen das Stadtbild. Und ich trauere nicht im Nachhinein, sondern habe, mit den Informationen von interne Informanten versucht, das Schlimmste zu verhindern. Aber niemand von der Berliner Presse, Ausnahme Moabit-Online, hat sich dafür interessiert. Leider haben auch viele, die Herrn Trauschke und seine Absichten kannten, geschwiegen. Aber das Ende vom Hansatheater begann schon mit seinem ehemaligen Eigentümer, Atze Brauner, der das „Gesamtgebäude“ verkommen lies.

  9. 9
    R@lf says:

    Kann Susanne nur beipflichten: Exzesse des Privateigentumheiligenkults müssen irgendwo ihre Grenzen bei den Interessen der Allgemeinheit haben. Auch dann, wenn es zunächst möglicherweise aus vielschichtigen Gründen zu wenig Engagement gegeben hat. In diesem speziellen Fall eine ohnehin schwierige Angelegenheit. Wer „vergreift“ sich hier eigentlich an was?! Wo kämen wir hin, wenn jeder mit dem Recht des „Privat“-Eigentums alles zerstören dürfte was ihm in die geldgeilen Krallen kommt? Von Aasgeiermentaltität haben wir in Berlin wahrlich übergenug!
    @ 4: Natürlich ist es eine ironische Bemerkung in Richtung unseres Großen Kulturzampanos, bei dem der Horizont offenbar beim Modefummel der Bread & Butter aufhört.
    Und, Yannis, die Location ist ans „Engelbrot“ zwar privat vergeben worden, aber die Betreiber sind mit reichlich öffentlichen Geldern gepampert worden. Kontrolle? Fehlanzeige! Und dass ein historisches Theater „privat“ ausgeplündert oder gar abgerissen werden darf, kann mir niemand erzählen, wird doch sonst für jeden pseudodenkmalschützerischen Kleinscheiß ein Bürokratietross in Bewegung gesetzt!
    Und: es geht hier nicht ums „Meckern“ aus nörgerlischem Selbstzweck, sondern um Betroffenheit. Nachweislich setze ich mich seit Jahrzehnten für den Moabiter Kiez und seine Bewoher*innen ein. Gerade auch in Kulturdingen.

  10. 10
    Thomas says:

    Hallo,

    ich bin fassungslos und erschüttert angesichts dieser Nachricht. Und – obwohl Moabiter Nachbar – kannte ich diesen wunderschönen historischen Saal nicht. Es wäre eine Schande und Katastrophe, wenn Berlin diesen verliert, gerade vor dem Hintergrund der Kriegsverluste alter Bausubstanz.

    Das einzige was man jetzt noch machen kann, ist so viel Öffentlichkeit wie möglich herzustellen. Die Presse muss davon erfahren. Und vor allem: Bilder sind wichtig, Bilder des herrlichen Saales, denn die Vorstellung dass eine derartige Pracht abgerissen wird, macht emotional betroffen und mobilisiert.

    Ich bitte alle, die die Zeit und Kontakte dafür haben, sich an alle Berliner Medien wie Tagesspiegel, Morgenpost etc. zu wenden, an die zuständigen Redakteure und auch sonstige Kampagnen zu starten, auch in Online-Blogs etc.

    EIN ABRISS WÄRE KULTURFREVEL UND EIN SKANDAL ERSTEN RANGES!!! Es darf nicht dazu kommen.

  11. 11
    Rané says:

    Leider konnte mir bisher niemand Auskunft über den neuen Eigentümer geben. Meine letzte Information war der Eigentümerwechsel von einer Österreichischen Sparkasse zu einem türkischen Bauunternehmer. Der Skandal begann aber mit Herrn Trauschke und seinen verbliebenen „Engelbrotkumpanen“ die als Pächter, nicht als Eigentümer fast das gesamte Inventar (Kronleuchter, Technik, Stuhlreihen) widerrechtlich verkauften. Darum ist auch Horst Ruprecht als Pächter gescheitert, da er leider die notwendigen Investitionen trotz eines Fördervereins nicht aufbringen konnte. Herr Trauschke, der nach Los Angeles geflüchtet ist, hat mittlerweile seinen Facebookaccount gelöscht.

  12. 12
    Oliver says:

    @Thomas: Du hast absolut Recht! Ich habe den Artikel zeitgleich mit der Veröffentlichung hier an Tagesspiegel, Morgenpost, Berliner Zeitung, TAZ, Zitty und Abendschau geschickt. Bisher hat nur die Abendschau darauf reagiert, sie planen einen Beitrag. Was die Bilder angeht, gibt es im Netz einige Aufnahmen vom derzeitigen Zustand, wenn man nach Bildern mit Horst Ruprecht schaut. Weiß aber nicht, wer die Rechte daran hat.

    @Rané: Der türkische Bauunternehmer ist der aktuelle Eigentümer. leider habe ich seinen Namen nicht herausfinden können.

    Je mehr Öffentlichekeit das Thema bekommt, desto besser! Nach der Verhinderung des Abrisses brauchts letztendlich jemanden mit Geld und einem tragfähigen Konzept, um die Räume mit neuem Leben zu füllen.

  13. 13
    K. S. says:

    Einerseits vermittelt dieser Artikel zwar das Gefühl eines Verlustes, andererseits habe ich das Objekt selbst wie viele hier nur sehr selten genutzt. Ich denke mal, der Zustand von der Postkarte könnte sowieso nicht rekonstruiert werden. Insofern stimme ich Yiannis zu, man sollte nicht für jedes verfallende historische Objekt die Glasglocke oder gar öffentliche Knete fordern.

    Das würde nur von kritischer Bürgerbeteiligung bei größeren Weichenstellungen unserer Gesellschaft ablenken!
    Wenigstens werden hier keine Mieter vertrieben!

  14. 14
    Dominik says:

    Ich finde das alles auch sehr bedauerlich! Ich bin Mitglied des Theater Fördervereins Moabit, welcher vor einigen Jahren mit der Zielsetzung gegründet wurde, das Hansa-Theater zu retten, indem es wieder neu bespielt wird. Dafür waren die Stücke „Happy End“, „Und Gad ging zu David“ sowie „Fabian“ angedacht. Als Intendant war Horst Ruprecht einer der Hauptverantwortlichen. Wir haben jahrelang vergeblich versucht Investoren oder Fördergelder zu akquirieren. So sind z.B. mehrere Anträge an die Lottostiftung an Herrn Wowereit gescheitert und auch vom Quartiersmanagement Moabit West konnte man außer viel Sympathie nichts für uns tun.
    Mit dem Verkauf des Hauses an einen Bauunternehmer aus Kreuzberg hatte sich die Situation dann drastisch geändert. Konzepte das Haus sukzessive in Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Kultur wieder in Betrieb zu nehmen (so z.B. zunächst das Foyer mit Veranstaltungen zu öffnen) wurden vom neuen Eigentümer vom Tisch gefegt. Hier liegen die Prioritäten ganz klar auf dem schnellen Profit.
    Ich finde es eine riesen Frechheit, dass an dieser Stelle private Profitinteressen über das Allgemeinwohl, das Kulturerbe und die Interessen der Anwohner gestellt werden und hoffe, dass das Thema jetzt vielleicht mehr Aufmerksamkeit bekommt. Empört euch! Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich eine neue Initiative für den Erhalt des Hauses herauskristallisieren oder der Theater Förderverein mehr Unterstützung erfahren würde. Ich stehe auch gerne für mehr Informationen zur Verfügung.

    http://www.nhtberlin.de

    Die Webseite ist mittlerweile natürlich komplett veraltet…

  15. 15
    Rané says:

    @ K.S.
    Auf den Grundstücken der Universal Hall oder der Arminiusmarkthalle hätten auch, ökonomisch gesehen, Hochhäuser mit Eigentumswohnungen mehr Rendite gebracht. Und genau das ist das Problem in ganz Berlin.
    Die Haifische der Baubranche können machen was sie wollen. Was der Krieg nicht zerstört hat, scheissegal, wir übernehmen das. Ganze Strassenzüge in div. Bezirken gehören schon div. Baumafiosi. Auch stimmt K.S. das mit den Mietern nicht. Im Vorderhaus gab es Mietwohnungen und ein Restaurant. Und der türkische Bauunternehmer hat wohl lange nicht mehr im Koran gelesen.

  16. 16
    K. S. says:

    Rané, ich meine nur, unser „Freizeitengagement“ beruht auf begrenzten Kapazitäten. Die Enkel werden uns möglicherweise nach unserer Blauäugigkeit zum Thema Klima (aktuelles Schlagwort: Energiewende), Überwachung (NSA) und Globalwirtschaft (Freihandelsabkommen) fragen, aber eher nicht nach „Engelbrot“. Auch bei den „Haifischen in der Baubranche“ könnte es effektiver sein, Strukturen grundsätzlich zu hinterfragen, statt einzelne Objekte retten zu wollen. Zentrales Problem dabei bleibt IMHO, dass unsere Gegner viel Geld für Lobbyisten zahlen können, während kritische Bürger ohnehin oft schon am Rande der Sozialhilfe dahindümpeln.

  17. 17
    bundesseppl says:

    Interessante Diskussion hier. Vor allem von der Seite derer, die sich über den Abriss beschweren. Wäre mal interessant zu efahren, wie viele von denen dass Theater bzw. alles was da mal drin war regelmäßig genutzt hatten. Um so zu einem Verbleib des Gebäudes zu verhelfen? Umsetzbare Vorschläge habe ich von den Berufsmotzern nicht gelesen! Das ist genau so wie mit den Kiezläden. Man motzt rum, wenn sie verschwinden, kauft aber selbst bei Geiz ist Geil ein!

  18. 18
    R@lf says:

    bundesseppl … interessanter Name. Wohl „Berufsgrantler“ – hört sich jedenfalls so an. Bevor man mit Anwürfen gegen Leute kommt, die sich teils schon jahrzehntelang im Kiez auf verschiedensten Ebenen engagieren und neben den häufig einzusteckenden Niederlagen hier und da auch größere oder kleinere Erfolge ihres Engagements verzeichnen konnten, sollte man erst mal in sich gehen, was man selber vorzuweisen hat.
    Ich bin sicher, dass es eine Reihe interessanter und auch machbarer Ideen für das HANSA-THEATER geben würde, nur ist es eine ganz andere Frage, ob man damit auch bei den reGIERenden Betonköpfen durchkommt.

  19. 19
    Carsten says:

    Ich sehe eher schwarz für das Theater. Es ist in privatem Eigentum. Was der Eigentümer damit machen kann ergibt sich aus dem geltenden Baurecht. Das hindert ihn nicht daran den alten Theatersaal abzureißen. Theoretisch ermöglicht es ihm dort neue Wohnungen zu bauen, aber ganz so einfach ist es nicht, die Lage im Grundstücksinneren eröffnet der Genehmigungsbehörde schon einige Möglichkeiten zu Verhandlungen. Aber insgesamt sehe ich wenige Chancen Druck zu machen. Ein Theater ist hier leider schwer zu betreiben, das muss man wohl zugeben, eher abseits der U-Bahn und mit wenigen Parkplätzen und mit bislang unsicherem Nachfragepotenzial aus der Umgebung. Ich kann mich an die Zeiten in den 80er und 90er Jahren erinnern, als hier an der Bushaltestelle Massen von Wilmersdorfer Witwen ausgespuckt wurden. Aber das funktioniert wohl so nicht mehr. Das Theater ist im Bewusstsein der Berliner und auch der Moabiter heute wohl wenig verankert. Das dürfte die Mobilisierung für den Erhalt schwierig machen. Es würde nur klappen, wenn man eine gute Nutzungsidee hätte und dem Eigentümer auch an anderer Stelle etwas bieten könnte.

  20. 20
    Rané says:

    Es gibt da immerhin noch Artikel 14 Absatz 2 unseres Grundgesetzes:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpflichtigkeit_des_Eigentums

  21. 21
    vilmoskörte says:

    zu 18: Da ist er wieder, dieser Alleinvertretungsanspruch: R@lf ist hier jahrelang aktiv, da darf so ein bundesseppl doch nicht so einfach daher kommen, und eine eigene Meinung äußern, die von R@lfs abweicht – wo kämen wir denn da hin!

  22. 22
    Rané says:

    @vilmos
    Dein Kommentar ist eigentlich für die Tonne !!! Es geht hier nicht um persönliche Auseinandersetzungen, sondern um den Erhalt eines historischen Theaterraumes, der durchaus auch als Multifunktionsraum, z.B für Hochzeiten (denke da insbesondere an die türkischen) u.a. nutzbar wäre. Somit ist Solidarität gefragt und keine billige Polemik.

  23. 23
    R@lf says:

    Lieber Vilmos, wie wärs mal mit einem Deutschkurs? Ich schrieb von LeuteN, die teils jahrzehntelang im Kiez aktiv sind und von denen ich einen ganzen Schock kenne – Dich zum Beispiel, obwohl wir oft kontroverse Einschätzungen haben. Seltsamer „Alleinvertretungsanspruch“. Ich wüßte auch nicht, wo ich diesem „bundesseppl“ seine Meinung verboten hätte. Die kann er gerne haben. Ob sie relevant ist, ist eine andere Sache. Wer von „Berufsmotzern“ redet, mit üblen Unterstellungen arbeitet und in diesem Stil fortfährt, darf sich über das Echo nicht wundern. Sachgerechte Beiträge sehen anders aus. Meinung hin, Meinung her.

  24. 24
    Susanne Torka says:

    Für die BVV am nächsten Donnerstag (20.3.) sind 2 Anfragen zum Hansatheater eingebracht worden, sowohl von der Linken als auch von der CDU:
    http://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5972
    http://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5967

  25. 25
    Thomas says:

    An diejenigen, die meinten, man solle ehrlich sein, dh. man habe doch den Saal selbst lange bzw. nie besucht … das ist doch kein Argument bzw. wie soll man ihn besuchen, wenn er – wohl schon seit Jahren – leer steht bzw. der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist?

    Ich bin zudem kein Theatergänger, auch das ist ein Grund. Nur ist das alles kein Grund, ein derartiges Kleinod einfach so abzureissen, nur weil es sich in der Vergangenheit als schwierig erwiesen hat, eine Nutzung als Theater zu finden. Dasselbe war doch lange – was den oberen herrlichen, wohl vergleichbaren Saal dort betrifft – auch beim Clärchens Ballhaus der Fall … bis sich ein engagierter Betreiber der Sache annahm und der Laden seitdem brummt, auch und gerade seiner historischen Bausubstanz wegen!

    Der Saal wäre auch – wie hier bereits vorgeschlagen – gut nutzbar als vermietbarer Veranstaltungsraum, gerade auch im Hinblick auf Synergien mit der daneben gelegenen Universal Hall. Eine weitere ideale Nutzung wäre ein Caféhaus, das man hervorragend in einen derartigen ehemaligen Theatersaal mit oben umlaufender Empore, wo weitere Cafétisch’chen stehen könnten, einbauen könnte. Das wäre mit Sicherheit das attraktivste und eleganteste Kaffeehaus in Berlin! Und der abseitige Standort würde dem nicht entgegen stehen, wie man am „Einstein Stammhaus“ in der Kurfürstenstrasse sehen kann! Ein tolles Café in einem historischen Prachtsaal zieht sein Publikum, garantiert.

    Ich sehe die Nutzung als Kaffeehaus als wunderbare Möglichkeit zur Rettung an, die auch dem Investor einen guten Ertrag bringen könnte. Warum nicht als zugkräftigen Namen „Café Marlene“ in Anspielung auf Marlene Dietrich, die dort einstmals auftrat? Also mich würde man beinahe täglich darin sehen.

    Ungeachtet dessen bitte ich diejenigen Leute, die Zeit und Energie dafür haben, weiter die Presse zu informieren und nicht locker zu lassen, eventuell auch die zuständigen Architektur-Redakteure bzw. Journalisten persönlich anrufen. Hilfreich könnte auch eine Zusammenstellung von Fotos des Saales sein, das dann erst die ganze Pracht deutlich wird und wie fatal ein solcher Verlust gründerzeitlicher Substanz eines solchen in Berlin seltenen Saales wäre. Hat denn jemand ältere Fotos und könnte eine kleine Bildersammlung für die Mobilisierung der Öffentlichkeit herstellen?

  26. 26
    vilmoskörte says:

    Interessant finde ich, dass auf der Seite berlin.de der Senat die Wiedereröffnung des Hansatheaters noch für dir Aktiven Zentren unter „Erfolge und Geschichten“ listet. Dort liest man unter anderem:

    „Die Inbetriebnahme des Theaters wird entscheidende Impulse für die Entwicklung und Bedeutung im Kiez beitragen. Das Theater soll kein Theater schlechthin werden, sondern […] das Kulturzentrum Moabits werden.“

    Ein Kaffeehaus à la Einstein (in dem ja durchaus auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden könne) wäre wirklich eine tolle Nutzung, aber ob sich ein Investor findet, der Hunderttausende in die Restaurierung dieses leider ziemlich verrotteten und vermodernden Gebäudes stecken will, um die Investition in absehbarer Zeit wieder mit einem Café zu erwirtschaften …

  27. 27
    Bella Neumann says:

    An der Ecke ein weiterer Veranstaltungssaal oder ein Café? Wie soll das funktionieren? Ich finde es auch sehr schade, dass so ein geschichtsträchtiger Ort verschwindet, aber wenn wir alle mal ehrlich sind: Wie oft gehen wir ins Theater? Wie oft besuchen wir die Gastronomie in der Ecke von Moabit? Wer von uns war schon in der Universal Hall? Sitzen wir nicht häufiger vor der Glotze oder dem Computer, als dass wir kulturelle Angebote im Kiez wahrnehmen, von denen es reichlich gibt? Diese Art Architektur stammt aus einer Zeit, als die Lebensgewohnheiten der Menschen noch sehr anders waren. Vielleicht hätten viele diese Zeit gerne zurück, aber dafür müssten wir dann auch wieder unsere modernen Gewohnheiten ändern. Die letzten Versuche in dem Theater sind ja noch nicht so lange her und ich muss zugeben: Ich war nicht dort.

    Ich bekenne: ich bin für Fortschritt und mehr Wohnraum. In jedem Kiez ein Theater funktioniert heutzutage nicht mehr. So traurig das ist.

  28. 28
    Rané says:

    Ein historischen Saal für ca. 400 Zuschauer rechnet sich ökonomisch natürlich nicht ohne Förderung nur für Theater. Darum die Mehrzwecknutzung für div. Veranstaltungen (Konzerte, Theater, div. Tanzveranstaltungen, Hochzeiten u.a.). Aber bei dieser Raumgröße gibt es z.B. für Konzerte in der ganzen Stadt kaum Veranstaltungsorte. Die meisten Clubs fassen gerade mal 100 Zuschauer. Dann kommt gleich der Sprung zu 1000 und mehr Zuschauern. Auch sehe ich diesen Ort eher als Veranstaltungsort über den Kiez hinaus. Der Innenhof, der derzeit als Parkplatz genutzt wird, bietet sich vor allem für die Gastronomie im Sommer an. Und Wohnungen gibt es ja auch auf dem Grundstück. Die Baugerüste sehen aber eher nach Instandsetzung aus. Von daher zweifel ich doch an den Abrissplänen, da der Theaterraum mit dem Wohnkomplex sehr verschachtelt ist.

  29. 29
    Susanne Torka says:

    Die im Kommentar Nr. 24 verlinkten Großen Anfragen in der BVV Mitte sind mittlerweile beantwortet und jetzt auch im Nachtrag verlinkt (jeweils auf „2. Antwort Große Anfrage“ klicken).

  30. 30

    Zu Kommentar 6 von Yiannis HD. Kaufmann:

    Ich gebe dir da vollkommen recht, zwar bin ich ebenfalls enttäuscht über den Abriss, wenn ich mir aber anschaue wie wenig (Alt)Moabiter ins Café Moabit zu einer Show erscheinen, in der Hochklassekünstler aus dem Wintergarten Varieté und Co. auftreten (bei 5 € Mietkostenanteil), liegt es auf der Hand, wie viel Interesse der kritische Moabiter für Kultur im Kiez hat.

    Zur Erinnerung: https://www.youtube.com/watch?v=6i73iwQJLj4

  31. 31
    Susanne Torka says:

    Nach den gestern veröffentlichten Antworten auf die Großen Anfragen wohl doch kein Abriss, sondern Umbau …

  32. 32
    Rané says:

    Vielleicht weiss der Trödelhändler mehr ? Zu 30: Ob „Hansatheater“, „Arminiusmarkthalle“, „Galerie Nord“ oder „Café Moabit“ von den „Moabitern“ allein könnt ihr alle nicht existieren. Ihr braucht die Berliner aus den anderen Bezirken und die Touristen. Und das betrifft nicht nur die Moabiter Veranstaltungsorte, sondern auch die Veranstaltungsorte aller Bezirke.

  33. 33
  34. 34
    Susanne Torka says:

    Verspäteter Aprilscherz geht ja nicht, der Artikel ist schon am 21.3. erschienen. Prima, dass Du ihn gefunden hast. Aber … wer kann schon diese Million Euro mitbringen oder lässt sich auf langfristig hohe Miete ein?

  35. 35
    Rané says:

    Ein verfrühter Aprilscherz ist es wohl nicht gewesen, aber zu locker recherchiert. 1 Million ist völlig überzogen. Horst Ruprecht hat mit 250.000,- kalkuliert. Wenn man nur endlich Herrn H.P. Trauschke auf Schadensersatz verklagen würde, sind es allein bei den Muranoglas-Leuchtern ca. 40.000,- Euro. Den unrechtmäßigen Verkauf der Technik und des Inventars würde ich mal auf ca. 60.000,- Euro schätzen. Dann unerlaubte bauliche Veränderungen. Auch wenn er Herr Trauschke nun in Los Angeles mit seiner Frau Elena Vannoni lebt, kann er rechtlich belangt werden.
    http://www.theatrefactorystudio.com/elena-vannoni/
    Darum verstehe ich weder den jetzigen Eigentümer noch die Sparkasse aus Österreich. Vor allem das „Jammern“ der Eigentümer verstehe ich nicht, sondern einfach gute Juristen beauftragen. Wenn dies Betrugsbeispiel ungestraft bleibt, zweifel ich an unserem Rechtsstaat.

  36. 36
    Rané says:

    Weitere Gesellschafter vom Engelbrot waren Ludo Vici und Friedrich Lichtenstein. Ungeachtet der Kenntnisse des internen Gesellschaftervertrags und des Pachtvertrags haben gute Juristen ja die Möglichkeit auch diese beiden Gesellschafter zu verklagen, wenn bei dem Hauptverantwortlichen nicht viel zu holen ist. Unverständlich, dass diese Gesellschafter ihre „Engelbrot-Mafia-Vergangenheit“ nicht gelöscht haben. Denke, nun sind sie auch in der „gemeinsamen Haftung“. Kann mir nicht vorstellen, dass bei diesem Fall kein Jurist mit der „Zunge schnalzt“. Was die Berliner Presse betrifft, auf zur Fortbildung !

  37. 37

    Jetzt will ich doch mal Stellung nehmen, da sich mancher hier, und im Besonderen Rane, zu Verleumdungen hinreissen laesst.

    1. Ich habe das Theater in einem absolut desolaten Zustand uebernommen und alleine 25.000 Euro in die Entsorgung vom Muell investiert.
    2. Keinen, der sich hier ueber mich und meine Partner auslaesst habe ich jemals eine Karte kaufen sehen, um das Theater zu unterstuetzen.
    3. Wir haben das Theater ohne Subvention betrieben.
    4. Das Inventar haben wir vom Eigentuemer uebernommen und es bleibt somit uns ueberlassen was wir mit unserem Eigentum machen!
    5. Rane wollte, dass ich seinen halbimprovisierten Privat-Dilettantismus subventioniere, was ich dank meiner guten Nase abgelehnt habe! Sein Gebaren hier und in der Vergangenheit geben mir nachtraeglich auch recht.
    6. Wir haben in den 3 Jahren, in denen wir das Theater als „Engelbrot“ betrieben haben ca 100 verschiedene Veranstaltungen gemacht. Theater, Musik, Biergarten, Public Viewing der EM, Party, Kino etc etc etc!
    Wie viele von Euch waren jemals da und haben uns mit dem Kauf einer Karte unterstuetzt?
    7. Wir hatten mit der Peter Brook Produktion „Glueckliche Tage“ und den Herbert Fritsch Produktionen absolutes Spitzenklasse Theater geboten. Hat’s jemand von Euch gesehen und ne Karte gekauft? Rane war nur umsonst drin!!!
    8. Weder von der Stadt noch vom Bezirk haben wir in den 3 Jahren auch nur die geringste Unterstuetzung erfahren. Die Verantwortliche vom Bezirk hat es nach einem Jahr mal geschafft vorbeizuschauen. Natuerlich Eintritt frei!
    9. Die hier viel beschriebenen Murano Kronleuchter wurden von einem unserer Vorgaenger verkauft und durch billige Plastik Imitate ersetzt!!! Frage Andre, der vorletzte Mieter vor uns.
    10. In all den Jahren wurden wir sowohl von unseren Nachbarn, als auch von der Stadt uebelst behindert unsere Arbeit zu tun. Nachbarn wollten lieber Ihre Ruhe und die Stadt hat es sich nicht nehmen lassen, dass wir bei 5 zahlenden Zuschauern 200 Euro fuer nen Feuerwehrmann bezahlen.
    11. Das zustaendige Amt ging sogar soweit das Theater wegen eines fehlenden Feuerwehrmannes zu schliessen.
    12. Nachdem Herr Brauner das Theater an die Sparkasse verkaufte sah es zunaechst so aus, als wuerden die neuen Eigentuemer verstehen welch grossartige Arbeit wir alle zusammen geleistet haben. Ohne Subvention!!! Jedoch wurde der Geschaeftsfuehrer gewechselt und die neuen dahergelaufenen Jupies waren sich sicher, dass dieses Theater ja nun von jedem Anderen auch betrieben werden kann. Wie wir sehen ist dem nicht der Fall. Die einzige Chance, die dieses Haus hatte waren wir, da wir nach allen Seiten offen und Spitzenklasse waren. „Das Engelbrot hat den Sound der Berliner Theaterlandschaft veraendert“ 3SAT.
    13. Keiner der Beteiligten versteckt sich, noch hat er Grund dazu. Wir alle gehen erhobenen Hauptes unserer Wege.
    14. Ich mache seit 30 Jahren Theater und Kunst und das immer ohne Subvention. Ich habe also keinen Grund mich zu verstecken und habe das auch nie getan. Ich habe einzig meine Website fuer Rane gesperrt. Jeder andere anstaendig Mensch kann sich gerne ein Bild von mir und meiner Arbeit machen. https://www.facebook.com/HPTrauschke
    http://www.sevenfromheaven.com und http://www.exit-production.com
    15. Ich haette mir die Haelfte des Engagements der Poster hier gewuescht solange das Theater bestand!
    16. Fuer die Ungebildeten und Drogenabhaengigen hier; Engelbrot ist das letzte Wort im Theaterstueck „Die Stuehle“ von IONESCO. Wir haben diesen Namen gewaehlt weil dieses Haus eben mehr als ein Theater sein sollte und war und das Wort Engelbrot einen sehr romantischen Nachgeschmack hat!

    Zum Schluss noch ein Rat an Rane: Du solltest schleunigst aufhoeren Luegen zu verbreiten, nur weil ich dich nicht subventioniert habe. Ich subventioniere nur wirkliche Talente und keine Dilettanten. Aber auch das wird nicht immer honoriert.

    Herzlichen Dank und Euch allen viel Kraft und Mut beim Wiederaufbau des HANSATHEATER

  38. 38
    Rané says:

    zu 37:
    Tja mit Wahrheit und Lügen ist das so eine Sache. Auf jeden Fall muss ich Punkt 5 widersprechen, denn
    ich hatte H.P. nie um Subventionen für irgendein Projekt im Engelbrot gebeten. Das einzige Projekt war eine Veranstaltung vom Institut21 für 500,- € Pacht für das Engelbrot, wobei die Gastronomieeinnahmen beim Engelbrot blieben. Aber zu den einzelnen Punkten könnten viele Stellung beziehen, u.a. Torsten Gardei, dann die, welche für die Gastronomie gearbeitet haben, dann div. ABM-Kräfte und viele andere. Die Liste von „Engelbrotgeschädigten“ ist sehr lang und ich wundere mich, warum sich hier niemand von denen hier äußert.

  39. 39

    Rane komm runter von deinen hohen Ross und steig auf das Pony das zu dir passt. Geh arbeiten, mach selber was, dann brauchst du dich hier und ueberall sonst, nicht mit den vermeintlichen Fehlern Anderer zu beschaeftigen. Du postest hier die Kommentarlisten voll und bist frustriert, dass aus dir nichts geworden ist und so auch nichts wird!
    Du redest von Wahrheit und verbreitest hier dein Un- und Halbwissen. Das ist einfach nur laecherlich.
    Mach endlich selber was und kuemmer dich um deine kleine bescheidene Welt.
    Und natuerlich hast du mich gebeten deinen Unsinn im Theater zu produzieren. Was ist das Anderes, als subventionieren. Du hast nichts beigetragen und bist als Schmarotzer aufgetreten, der nicht einmal auch nur eine Karte zum Schuelerpreis gekauft hat.

    Also nimm deinen Hintern in die Hand, wenn du einen findest und sei schoepferisch. Danke und Tschuess

  40. 40
    H. E. says:

    Zu Kommentar 39:
    Also, ich finde, hier hätte die Redaktion wirklich mal die Netiquette anwenden können und den Kommentar nicht zulassen dürfen.

  41. 41
    Susanne Torka says:

    @ 40, H.E.,
    ehrlich gesagt, meiner Meinung nach haben beide Kontrahenten hier ihre Meinung auf den Punkt gebracht und es sollten beide so stehen bleiben. Damit reicht es jetzt aber auch!

  42. 42
    Rané says:

    Nunja, entlarvt halt die „Persönlichkeit“ von H.P. Trauschke. Aber mögliche Investoren haben ja nun erstmal Infos genug. Interessant wäre noch die Inventarliste der Pächter vor dem „Engelbrot“. Auch geht es hier nicht um persönliche Auseinandersetzungen sondern um das „Hansatheater“.

  43. 43
    Susanne Torka says:

    Und deshalb jetzt auch Schluss mit der persönlich angreifenden Debatte, weitere Kommentare in diese Richtung werden nicht mehr freigeschaltet!

  44. 44
    Rané says:

    Zurück zu den Möglichkeiten der Rettung der Theaterräume. Es geht nur mit einer multifunktionalen Nutzung, es sei denn, ein „Theaterbetreiber“ bringt gleich eine Spielstättenfördrerung“ durch den Berliner Senat mit ein. Realistisch wäre eine Kooperation mit den Betreibern der UniversalHall, auch um div. Konkurrenzsituationen zu vermeiden, denn schliesslich liegen beide Veranstaltungsorte in unmittelbarer Nachbarschaft. Was die notwendige Grundausstattung dafür betrifft, könnte ein Antrag bei dem „Aktiven Zentrum“ helfen, denn da gibt es mehr Mittel als beim QM-West. Da stelle ich auch die Frage, was sind zig. tausend Euronen für einen Kirchturm im Bezirk gegen eine Erhaltung eines wirklich historischen Theaters. Die Verantwortlichen in Moabit haben schon bei den Kammerspielen versagt, nun haben sie eine letzte Chance.

  45. 45
    aktiver Moabiter says:

    @ Rané,
    die Aufforderung an Dich zu tun und nicht nur zu reden bzw. schreiben widerhole ich hier gerne. An wen sind diese „Ratschläge“ gerichtet? Gibt es jemand, der das Gebäude nutzen will? Dann nichts wie hin zum Eigentümer. Steht ja im Artikel vom Berlner Kurier, wenn sich ein Nutzer findet, dann bleibt es erhalen!
    Und welche abgeblich „Verantwortlichen“ sind da gemeint??? Verstehe auch nicht wieso der Kirchturm weniger historisch sein soll als der Theatersaal. … und noch zu den Kammerspielen, die werden von Freiberger restauriert und zu einer „Event location“ umgebaut, siehe Tagesspiegel:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-flaniermeile-am-spreebogen-geplant-ein-weg-wird-kommen/8755140.html

  46. 46
    Rané says:

    @ aktiver Moabiter
    Keine Fragen stellen, sondern aktiv werden. Ein konzeptionelles Grundgerüst habe ich ja in 44 geliefert. Aber bitte kein Moabiter Stammtischgerede und der Hinweis, die anderen sollen es mal richten. Hier sind alle gefragt, sich zu bemühen, Einzelne, es sei denn, sie verfügen über genügend Investitionskapital, sind unwichtig. Netzwerke sind da gefragt und kein Blahblahblubber.

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