Wiese neben Kriminalgericht wird nicht bebaut
Seitdem ich vor einiger Zeit das Bauschild in der Turmstraße 91 an der Ecke zur Wilsnacker Straße entdeckt habe, mache ich mir Gedanken, wie scheußlich es aussehen würde, wenn auf dieser Ecke ein solcher Bau wie auf dem Schild stehen würde. Doch zum Glück, diese Befürchtungen sind umsonst. Da hätte ich mal richtig lesen müssen und nicht nur auf das Architekturfoto reagieren. Die kleine Wiese unter Lindenbäumen, auf deren Mitte ein Stapel Reifen steht, wird nicht zugebaut. Der Blick auf das schöne historische Gebäude in der Wilsnacker Straße wird nicht verstellt. Hier war die Vorschule des Luisengymnasiums untergebracht, zeitweilig wurde es auch als Lehrerwohnhaus genutzt . Das Hauptgebäude des Luisengymnasiums stand auf der anderen Straßenseite, wo jetzt der Kinderspielplatz liegt. Hier ist die Büste eines früheren Direktors, Wilhelm Schwartz, aufgestellt.
Ein Gebäude wird saniert, steht deutlich auf dem Bauschild. Auch die Berliner Justizverwaltung profitiert vom Konjunkturpaket der Bundesregierung. Das Gebäude, das saniert wird, steht im Inneren des Justizkomplexes. Es ist von der Straße aus nicht zu sehen. Ein Anruf bei der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) brachte die Gewissheit. “Wir mussten das Bauschild an exponierter Stelle aufbauen”, ist zu erfahren. Nun ja, schließlich sollen alle sehen, wofür die Konjunkturmittel ausgegeben werden.