Die Arminius-Markthalle
Was wird aus dem Original-Einkaufs-Center?
Es gab Zeiten, da musste man beim Samstagseinkauf in der Arminius- Markthalle in Moabit beim Fisch oder beim Fleisch oder für Obst und Gemüse Schlange stehen, zehn, fünfzehn, manchmal zwanzig Minuten. Und man tat es gern, die Wartezeiten haben niemanden davon abgehalten, zum Einkaufen in die Halle zu gehen. Im Ökoladen standen die Leute bis am Ende und noch einmal um die Ecke herum. Das machte nichts. Auch ohne Modenschau und Schlageroldie war der Einkauf zwar kein Event, aber ein Erlebnis.
Wer heute in die Markthalle kommt, sieht vor allem bis auf den mit Bordsteinkanten abgesteckten Grundriss abgebaute Stände, da sind nur wenige Händler übrig geblieben, große Flächen sind für einen Billigmarkt und einen Schlecker abgeschachtelt. Mit Wehmut denkt man dann zurück, denn die Zeiten der Markthalle sind wohl vorbei.
Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich grundlegend gewandelt. Nicht einmal die Supermärkte sind noch in der Lage, die Discounter über den Preis zu schlagen, um wie viel weniger die Einzel- und Markthändler. Auch die Öko-Produkte werden nicht mehr nur in kleinen alternativen Läden angeboten, ungefähr 300 Bio-Supermärkte mit bis zu 1.800 Quadratmetern Verkaufsfläche konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 15 bis 20 % steigern (Die Zeit, 16.3.2006).
Wie sehr das Einkaufsverhalten der Menschen sowohl das Stadtbild als auch die Stadtentwicklung prägt, ist deutlich zu sehen an den zahlreichen großen Kaufhäusern, die im Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert gebaut wurden In ihrer Umgebung blühten die Geschäftsstraßen. Und es ist deutlich zu sehen an den vielen Einkaufscentern, die heute, hundert Jahre später, allüberall hingestellt werden, und von denen man sich den gleichen Effekt erhofft, den die Kaufhäuser hatten. Heute geht es darum, einstmals blühende Geschäftsstraßen wieder zu beleben.
Heute stehen nicht nur Läden oder Kaufhäuser in Konkurrenz zueinander, sondern eben Geschäftsstraßen und Center. Da liegt die Turmstraße in Moabit ganz weit hinten und doch mittendrin. In nur wenigen Minuten ist über die U-Bahn-Linie 9 Karstadt am Leopoldsplatz zu erreichen, in noch weniger Minuten Wertheim am Ku-Damm, und wem es auf ein paar Minuten mehr oder weniger überhaupt nicht ankommt, kann gleich bis zur Schlossstrasse in Steglitz fahren, dort hat er gleich zwei große Kaufhäuser, dazu ein mit viel Trallala eröffnetes Center am einen und das Forum Steglitz und demnächst ein weiteres Center am anderen Ende.
Ist dem Moabiter das noch nicht genug, kann er über den S-Bahn-Ring, auch hier handelt es sich nur um Minuten, gleich mehrere Center erreichen (Gesundbrunnen, Schönhauser Allee, Frankfurter Allee und so weiter). In keinem Center ist zwar etwas zu finden, was in einem anderen nicht vertreten ist, aber das macht nichts, wenn ein neues eröffnet wird, strömen die Leute dahin, als stehe die Neuerfindung des Konsums bevor. Selbstverständlich stehen die Center untereinander auch im Konkurrenzkampf, und in einem solchen bleiben immer welche auf der Strecke. Mal sehen, welches es trifft.
Sowohl in Supermärkten als auch in Centern ist immer wieder zu beobachten, dass einzelne Stände eine Marktsituation simulieren, dass für so genannte Frische-Theken in einer Art Bühnenbild das wieder aufgebaut wird, was beispielsweise in der Arminius-Markthalle immer weiter abgebaut wurde. Die Markthalle ist das Einkaufs-Center des späten 19. Jahrhunderts. Warum überfällt uns Wehmut, wenn wir hineingehen? Weil wir die letzte Blüte noch erlebt haben und die beeindruckende Backsteinarchitektur noch steht. Im Gegensatz zu heutigen Centern ist das keine flüchtige Dekoration, sondern original. Es wäre doch nur allzu schade, wenn ein solches Bauwerk keine Funktion mehr hätte. Aber welche Funktion?
Den Centern Konkurrenz machen? Darin sieht der Geschäftsführer der Berliner Markthallen Foidl keine Perspektive. Ebenso wenig darin, die Hallen irgendwelchen Discountern zu überlassen. „Großflächigen Einzelhandel haben wir genug in Berlin“. So bleiben wie es ist, kann es auch nicht, das ist offensichtlich. „Die Welt draußen hat sich eben verändert“, sagt er, „die Markthalle aber nicht.“ Außer der Arminiushalle werden auch die beiden Kreuzberger Markthallen, Marheinekehalle und Eisenbahnhalle, von der Berliner Großmarkt GmbH verwaltet und dort denkt man, so Foidl, grundlegend über die Zukunft der Hallen nach. Ein Ansatz könne sein, bewusst Qualität anzusiedeln, damit auch Kunden aus anderen Teilen Berlins kommen. Es gelte ein Konzept zu entwickeln, dass den Spagat schafft, einerseits mehr Qualität anzubieten und damit auch ein anderes Preisniveau in Kauf zu nehmen und andererseits die Bindung zur umliegenden Bevölkerung wieder zu finden. Das mutet utopisch an, und Einzelheiten will Foidl noch nicht verraten. Nur soviel, dass es um neue Ideen gehen wird und er „über den Tellerrand gucken“ will. Auch das „Meilenwerk“, sagt er, war eine neue Idee. Und die funktioniert gut. In den nächsten eineinhalb Jahren hofft er ein Konzept umsetzen zu können.
Text: Burkhard Meise, Fotos: Mirko Zander und Regina Ross, zuerst gedruckt in: stadt.plan.moabit, Nr. 39, Mai 2006
lesen Sie auch das Portrait von Fred Leist, der in der Markthalle Groschenromane tauscht.
Mittwoch am 10. März 2010 findet ab 19 Uhr eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zur “Zukunft der Arminiusmarkthalle” im Rathaus Tiergarten (BVV-Saal) statt.
Herr Hinderfeldt von der Zunft AG wird sein schon jetzt kontrovers diskutiertes Konzept vorstellen.
http://vilmoskoerte.wordpress.com/2009/06/14/zukunft-der-arminiushalle/
Nunja, hoffe die Finanzierung ist in den Griff zu bekommen. Aber der derzeitige Zustand mit Alk-Treff ist unerträglich. Wünsche mir auch mal einen Artikel über das Alkoholproblem in Moabit.
@Rané,
vielleicht schreibst Du einen gut recherchierten Artikel zu diesem Thema, könnte dann als Gastartikel kommen.
Die Informationsveranstaltung der Stadtteilvertretung zur Arminiusmarkthallt am 10.3. im Rathaus mit der Vorstellung von Herrn Hinderfeldt, Zunft AG ließ viele, die dort waren, eher ratlos zurück. Ob die vagen Vorstellungen Wirklichkeit werden können, das ist der Interpretation jedes einzelnen überlassen. Ein informativer Artikel findet sich hier:
http://www.jutta-leder.de/a-markthalle1003.shtml
Mit viel Interesse habe ich den Beitrag auf der Website von Frau Leder zur Vorstellung des Konzeptes zur möglichen Zukunft der Arminiusmarkthalle am 10. März im Rathaus Tiergarten gelesen.
Es scheint vor Ort diverse Verwirrungen zu geben, die ich ein wenig kommentieren möchte.
1. Wir haben noch nicht grundsätzlich entschieden, ob wir das Projekt in Moabit umsetzen werden, derzeit findet eine nachhaltige und finale Bewertung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Machbarkeit statt. Die nicht nur von mir als nicht wirklich gastfreundlich empfundene Begrüßung durch einige wenige Besucher hat manchen unserer Kapitalpartner, die im Plenum waren, eher verstört. Wir müssen hier sicher noch weitere Überzeugungsarbeit leisten. Gefreut haben uns jedoch die Zuschriften von Teilnehmern der gut besuchten Veranstaltung, die uns weiter Mut machen.
2. Das Thema der Investitionen (genannt wurden 650.000 Euro) in die Kühlkeller hat uns wirklich überrascht. Derzeit gibt es nach unserem Kenntnisstand 4-5 Markthändler, die Kühlflächen im Keller benötigen (4, 6 und 3 qm aus den Bereichen Fleisch, Wurst und Käse und 60 qm aus dem Bereich Gemüse und Obst). Wir können daher derzeit nicht wirklich erkennen, wie dieser Bedarf, der übrigens auch in kleinteiliger Struktur in Kühlschränken in freien Nebenräumen im Erdgeschoss gedeckt werden könnte, eine Investition in Aufzüge und Kühlräume von 650.000 € rechtfertigen könnte. Bei unseren zahlreichen Gesprächen mit den 10–12 regional orientierten Markthändlern, wurden wir auf das nun mehrfach in Blogbeiträgen benannte Problem von hohen Investitionen in einen neuen Aufzug und neue Kühlräume leider noch nicht angesprochen. Wir werden dies jedoch selber zum Anlass nehmen, uns mit unseren möglichen zukünftigen Partnern zu diesem Thema noch einmal intensiv auszutauschen.
3. Wir werden in dieses Projekt nicht nur mit Eigenkapitalpartnern und aus eigenen Mitteln investieren, dieses ist wie ja auch in anderen Projekten (Tacheles, Schultheiss Brauerei etc., etc.) auch eher unüblich. Wir führen daher seit einigen Wochen (die Nutzermischung und deren Bonität konkretisiert sich ja nun auch erst jetzt genauer) mit diversen Banken, u.a. auch mit der IBB, Gespräche.
Anbei auch ein Link auf die derzeitige Projektskizze:
http://zunftorte.zunftnetz.org/?page_id=7
Eine Konkretisierung der wirklich notwendigen Investitionen ergibt sich in unserem Ansatz für kleine und mittlere Unternehmen auch erst aus den wirklichen Nutzerbedarfen, die wir so langsam erst genauer einschätzen können.
Einen aktuellen Plan mit den möglichen Nutzungen finden Sie hier:
http://www.zunftwissen.org/de/images/5/57/Grundriss_mit_Nutzungsspezifikationen.pdf
Freundlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Lieber Christoph Hinderfeld,
lassen Sie sich nicht entmutigen, denn das Konzept ist gut und manche Kritik ist sehr provinziell und der “Hauptstadt” nicht würdig. Dass die HändlerInnen, die rausfallen, rebellieren würden, ist nachzuvollziehen, aber ein Konzept ist halt ein Konzept. Kenne dies im musikalischen Bereich und mit mir ist auch kein 08/15 Musikkonzept zu verwirklichen, dafür kenne ich zu viele Bands, die jenseits des Mainstreams sind. Wünsche viel Glück, leider habe ich meine eigenen Schlachtfelder, aber im Kulturbereich stehe ich zur Verfügung.
Lieber Gruß
Rané Schmidt
Lieber Rané Schmidt,
herzlichen Dank für die aufmunternden Worte, die gut tun. Ich bin mir sicher, dass wir noch viele gemeinsame Möglichkeiten im kulturellen Bereich entdecken werden.
Ich freue mich auf unser nächstes Treffen in Moabit!!
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Ich würde es auch sehr, sehr traurig finden, wenn diese Veranstaltung tendenziell die Akteure und Investoren eher verschreckt als beflügelt hätte. Für mich persönlich wäre der erste Rauswurf-Kandidat natürlich Schlecker, schade, dass dies nicht geht.
Am 16.3. hat auch die Berliner Zeitung unter dem Titel “Wein-Tresore im Keller” über die Veranstaltung zur Arminiusmarkthalle berichtet:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0316/berlin/0018/index.html
Das sagt doch alles: “Wir wollen weiter einen Fuß in der Halle drin haben”, sagt Foidl. Und sollte das Konzept der Zunft AG nicht funktionieren, werde auch abgesichert, dass die Halle wieder an die Großmarkt GmbH zurückgehe.
Also wo ist das Risiko ?
Viel Glück für Christoph Hinderfeld und auch für die neuen Betreiber des Hansatheaters. Beide sind mit Herzblut dabei und dieses ist positiv. Abzocker kennen die Moabiter genug, aber Nörgeleien auf Bildzeitungsniveau… Nein Danke !!!
Anbei noch einmal einige vertiefende Informationen: Neben Unternehmen wie der im Blog Turmstrasse schon genannten Firma Blank Roast, einem Biokaffeeröster aus der Pfalz, werden in einem kooperativen Ansatz zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Weingüter, Genusshandwerk, Manufakturen, Behinderteneinrichtungen, Lebensart, Design, gedeckter Tisch, Handwerk, Kunst und Kultur in der Arminiusmarkthalle unsere Partner sein. Verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auch auf die Veranstaltung „Produktidee – Produktdesign“ des Verbandes für anthroposophische Heilpädagogik am 6. – 7. Mai in der Lebensgemeinschaft Alt-Schönow in Berlin, in der zahlreiche Fachleute aus dem Bereich der sozialtherapeutischen Werkstätten, wie auch aus Lehre, Design und aus der Wirtschaft sich zu Themen neuer Produktideen – u.a. besonders auch für Behindertenwerkstätten – Gedanken machen und Impulse geben. Die Teilnehmer haben übrigens auch die Gelegenheit der Besichtigung der Arminiusmarkthalle, weitere Informationen finden sich bei http://www.verband-anthro.de .
Zudem anbei zwei aktualisierte Links zu unserem Markthallen- und Manufakturenprojekt in der Arminiusmarkthalle:
http://www.zunftwissen.org/de/images/5/57/Grundriss_mit_Nutzungsspezifikationen.pdf
http://zunftorte.zunftnetz.org/?page_id=7
Eine weitergehende ausführliche pdf-Datei zu unserem Regionalmarkt, Präsentations-, Verweil-, Direktverkaufs- und ECommerce-Ansatz in Berlin senden wir allen Interessierten auf Anforderung gerne zu. Bei Fragen haben, bin ich gerne telefonisch unter 06322/989794 zu erreichen.
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Ich bin vor 2 Jahren aus Kreuzberg 61 nach Moabit gezogen. Dort war ich schon treue Kundin der alten Marheineke-Markthalle. Nach der Sanierung finde ich den Ort alledings unerträglich. Er ist steril und sämtlicher Charme einer traditionellen Markthalle ist verloren gegangen.
Als ich dann die Arminius-Markthalle für mich entdeckte, freute ich micht sehr. Natürlich ist es schade, dass so viele Stände ungenutzt sind, aber immerhin wirk es hier noch wie eine gewachsene Gemeinschaft, und nicht wie ein aus dem Boden gestampftes Konzept.
Ich hoffe sehr, dass eine Sanierung/Neu-Konzeptionierung nicht auch dazu führt, dass die Halle komplett ihr Gesicht, und damit einfach auch ihren Charme verliert. Soche Hallen dürfen nicht weiß und steril sein!!! Auf den Bildern der obigen Links ist mir auch schon wieder zu viel Glas etc. Und wenn es dort gar keine Trödler mehr gäbe, fände ich persönlich das auch bedauerlich.
Ach, die Trödler finden doch genug leerstehenden Gewerberaum in Moabit. Und lieber ein Trödler in der Strasse als der nächste Spielsalon.
Auch das “Berliner Abendblatt” hatte in der Tiergarten-Ausgabe vom 20.3.3010 einen Bericht über die Infoveranstaltung vom 10.3.2010, siehe http://abendblatt-berlin.de/fileadmin/pdf_archiv/KW_11/Tiergarten_vom_20.03.2010.pdf (leider sind dort immer nur die letzten 6 Ausgaben zu finden, darum habe ich einen Ausschnitt aus der entsprechenden Seite gemacht).
Zum Abendblattartikel: ziemlich tendenziös-unausgewogener Artikel, der den kritischen Fragen der nicht ausreichend Rechnung trägt. Kritische Besucherinnen werden als aggressive “Meckerer und Miesmacher” dargestellt, die gutwillige InvestorInnen verunsichern oder gar abschrecken wollen. Das ist nicht fair.
Das ZUNFT-Konzept hat durchaus einige gute Ansätze, ist aber m.E. als Gesamtkonzept noch nicht schlüssig und zuende gedacht. Es müsste lokal angepaßt und um weitere Segmente ergänzt werden, die wünschenswerte features für Moabits EinwohnerInnen (nicht nur die Gutbetuchten) integrieren. Richtig steht in dem Artikel, daß die Arminiusmarkthalle ein Herzstück von Moabit ist. Das muß mehr Berücksichtigung finden.
Vielleicht wäre ein mitbestimmungsberechtigter Beirat von engagierten BürgerInnen der richtige Weg zu gemeinsamem Erfolg. Aber bitte nicht nur von Investorenseite handverlesen als Pseudo-Beirat, der Bürgerbeteiligung nur simuliert. Gerade QuerdenkerInnen können auf Unstimmigkeiten aufmerksam und einen gemeinsamen Erfolg wahrscheinlicher machen. Und den wollen wir doch eigentlich alle!
R@lf
ich freue mich auf Ihre Anregungen und Ihren Anruf unter Tel.: 06322/989794.
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Rané, mit den Trödlern hast Du natürlich recht, und in den leeren Läden wünsch ich mir auch wahrlich lieber die als weitere Automatencasinos.
Ich hatte in irgend einem Link mal die 12 verbleibenden Mieter aufgelistet gesehen. Leider finde ich den Link nicht mehr. Kann jemand helfen? Ich wüsste doch zu gerne, ob mein schöner Käsestand und der Geflügelmetzger etc bleiben.
Danke schon mal,
Dani
@ Dani
Hallo,
Käsestand, Blumen, Bäckereien, Saft, Metzger, Wurstwaren, Geflügel, Eier, Imbiss, etc. etc. bleiben. Wir planen bis Ende April einen Grundriss mit Verlinkungen auf die bleibenden und zukünftigen Mieter/Partner. Weiteres auch über http://zunftorte.zunftnetz.org/?page_id=7
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Hallo,
anbei eine erste Verlinkung zu den verbleibenden und auch zu ausgewählten zukünftigen Nutzern der Arminiusmarkthalle:
http://www.zunftwissen.org/de/index.php/Arminiusmarkthalle
Wir werden die Verlinkungen laufend ergänzen.
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Ok, da bin ich beruhigt, das sieht echt ganz vielversprechend aus. Jetzt hoffe ich nur, dass es nicht zu clean und steril wird.
Vielen Dank,
Dani
Einen Blogbeitrag im Zunftblog, der die Entwicklungsschritte für die Arminiusmarkthalle ab Spätsommer 2010 gut wiedergibt, findet man hier
http://blog.zunftnetz.org/?p=1657
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld
Lieber Christoph Hinderfeld,
hoffe, dass die Politik begreift, dass nur der Mittelstand die Arbeitsplätze schafft. Viel Glück weiterhin.
Beim Stadtteilplenum Moabit West am 15. Juni 2010, 19 Uhr im Stadtschloss Moabit – Nachbarschaftstreff, Rostocker Straße 32b steht auch ein Bericht der Zukunft AG (Herr Rossi) zum aktuellen Stand auf der Tagesordnung. Die Ankündigung des Plenums ist hier zu finden. Jetzt findet man unter dem Link den Bericht des Plenums.
Den Artikel von K. Wrobel aus der Berliner Woche können wir hier auch zur Verfügung stellen;
http://www.moabitonline.de/wp-content/uploads/2010/07/Berl-Woche_10-06-23_Markthalle.jpg
Auch wenn in Moabit zu oft jeder gegen jeden kämpft, dies Projekt gehört zu den Highlights. Dann wünsche ich auch noch den neuen Betreibern vom Hansatheater viel Glück.Hoffe, ich erlebe dies.
Gute Nachricht …
Pressemitteilung der Berliner Großmarkt GmbH und des Berliner Liegenschaftsfonds vom 14. Juli 2010:
Die Zunft AG wird Eigentümerin der Arminiusmarkthalle.
Berlin, 14.07.2010 – Die denkmalgeschützte Markthalle an der Arminiusstraße, in der Nähe des neuen Hauptbahnhofes, erhält mit der Die Zunft AG bald einen neuen Betreiber. Der Aufsichtsrat der Berliner Großmarkt GmbH gab am 12. Juli 2010 grünes Licht, dass das Unternehmen für 50 Jahre ein Erbbaurecht für die traditionsreiche Markthalle erhält. Die Vertragsunterzeichnung wird noch in diesem Monat erfolgen. Die Zunft AG aus Wachenheim an der deutschen Weinstraße will die Moabiter Markttradition wiederbeleben und aus der 120 Jahre alten Arminiusmarkthalle eine Zunfthalle machen. „Im Fokus unseres Konzeptes steht die Rückbesinnung auf Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit. So sollen an unseren Ständen vor allem regionale Produkte wie Lebensmittel und Handwerk angeboten werden“, sagt Kira Hinderfeld, Vorstand der Die Zunft AG. „Die Arminiusmarkthalle soll ein kommunikativer Ort werden, an dem sich junges Design, kreative Milieus und Dienstleistungen, regionale Manufakturen, Ateliers, regionales Handwerk, kleinflächiger Handel, Gastronomie und Events ergänzen.“ Andreas Foidl, Geschäftsführer der Berliner Großmarkt GmbH, freut sich auf den bevorstehenden Vertragsabschluss: „Mit der Die Zunft AG haben wir einen Partner gefunden, der mit einem klugen Konzept ein attraktives Angebot für Kunden und Händler schafft. Hier kann ein einmaliger Ort des Genusses und der Werthaltigkeit entstehen, der über die Bezirksgrenzen hinaus ausstrahlen wird.“ Der Umbau der 3.500 Quadratmeter großen Fläche soll in den kommenden Monaten starten. Die alten Stände werden abgerissen und im neuen Design wieder aufgebaut. Neben einer Vielzahl von Neumietern aus dem Manufakturwesen werden ein Großteil der heutigen Händler in der Markthalle verbleiben können. Weitere Discounter als die bereits ansässigen Filialen von Norma und Schlecker wird es nicht geben. Die Eröffnung der Zunfthalle ist dann für Ende 2010 geplant. „Wir sind sehr zufrieden mit den bisherigen Gesprächen und froh, dass unser Kunde, die Berliner Großmarkt GmbH, einen erfolgversprechenden Betreiber gefunden hat“, sagt Holger Lippmann, Geschäftsführer des Liegenschaftsfonds Berlin. „Ein vor zwei Jahren gestarteter Versuch, die Arminiusmarkthalle zu verkaufen, war leider gescheitert. Umso mehr freut es uns, mit unserem nun angewandten Erbaurechts-Modell Erfolg zu haben.“
http://www.die-zunft.de/index.hei
Glückwunsch, der Weg war ja nicht einfach.
Glückwunsch, Wir freuen Uns.
Die Architekturstudentin Gabriela Salazar befasst sich seit etwa Anfang 2009 mit der Arminiusmarkthalle. Aktuell hat sie auf ihrem Blog *arminius*moabit*berlin* ein Video einer von ihr erstellten Meinungsdokumentation “Im Schnitt” in zwei Teilen veröffentlicht, das ihr euch auf ihrer Website anschauen könnt.
Am heutigen Montag wurden die notariellen Erbauverträge zur Übernahme der Arminiusmarkthalle zwischen der Berliner Großmarkt GmbH und der Die Zunft AG unterzeichnet. Die Halle wird zum 01. August 2010 in den Besitz der Die Zunft AG über gehen.
Zu den zukünftigen Nutzern finden sich hier weitere Informationen:
http://www.zunftwissen.org/de/images/5/57/Grundriss_mit_Nutzungsspezifikationen.pdf
Zu den Pressereaktionen auf eine Pressemitteilung der BGM vor einigen Tagen und zu unserem Nutzungskonzept finden Sie hier weitere Informationen: http://www.die-zunft.de
Wir freuen uns über einen aktiven Dialog in Moabit, ich selber bin jederzeit mobil unter 0151/15307908 zu erreichen, Martin Rossi vor Ort in Berlin mobil unter 0170/5810100.
Ich würde mich zudem freuen, wenn sich viele interessierte Bürger schon einmal den derzeit geplanten Termin für die offizielle Präsentation der Halle nach ihrer Revitalisierung (die in den Monaten August, September und Oktober geplant ist) vormerken würden, dies wird nach heutiger Planung Samstag, der 20. November 2010 sein.
Wir planen übrigens keine Schließung der Halle, sondern eine mit den Nutzern abgestimmte Revitalisierung der Halle “Zug um Zug”, sprich ohne allzu grosse Eingriffe in die Arbeit unserer ja mittelständisch geprägten Nutzungspartner.
Herzlichen Gruß
Christoph Hinderfeld