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Hamberger Großmarkt: Beton statt Pappeln

…oder wie ne Weißwurst sich anschickt ´n Pfannkuchen werden zu woll´n.

Bild1Seinerzeit hatten wir – die BI Siemensstraße – auf das Vorhaben eines Münchner Investors aufmerksam gemacht, gemahnt, argumentiert, Verbesserungsvorschläge unterbreitet, Unter­schriften gesammelt – nicht gegen einen Großmarkt an sich sondern für eine menschenwürdige Architektur, wohn­gebiets­ach­tenden, abstand­haltenden, behut­samen, stadt­teil­gerechten Städtebau.

Neulich komme ich aus dem Haus. Steht da, wo ich noch tags zuvor über den Westhafen habe meinen Blick schweifen lassen können, eine Betonwand. Nicht irgendeine Betonwand, so wie bei einer Mauer, z.B. der Berliner Mauer oder bei einer Gefängnismauer, wie wir sie ja in Moabit häufiger haben. Diese Mauern sind allesamt ein Klacks gegen meine Mauer, auf die ich seit neustem und für immer blicken darf. Meine Mauer ist 210 m lang und 11,50 m hoch. Sie ist unüberwindbar und nahezu komplett aus Beton. Selbst mir, die sich nun lange mit dem schlimmsten zu erwartenden Fall auseinander gesetzt hat, kommt diese Betonwand wie ein Vorschlaghammer daher.

Und nun kommst Du: Da gründen sich doch in ganz Berlin Bürgerinitiativen und schließen sich zusammen, um gegen Wohnungsbau- und andere Investoren-Großprojekte und die Gebaren der Bezirksämter, des Senats und der Bezirksverordnetenversammlungen in Sachen Bürgerbeteiligung und Umweltverträglichkeit zu demonstrieren. Und so sehr ich den Menschen da zurufen mag, macht weiter so, kämpft für ein menschenwürdiges Bauen in Berlin, so kann ich nur müde darüber lächeln und sagen: Ach wenn wir doch nur Wohnungsbau bekommen hätten.

Bild4Nein, an dieser Stelle kam der Grundstückseigentümer – die Deutsche Bahn AG – und ein ihm genehmer Investor, die Hamberger C+C auf die Idee, dies sei der ideale Standort, um einen Großmarkt für Gastronomie und Handel zu errichten.

Nicht an irgendeinen Großmarkt, wie man sie (in Form von Logistikzentren) vor den Toren Berlins häufiger findet, hatte man dabei gedacht. Das wäre angesichts der unmittelbaren Nähe zum Berliner Großmarkt und der hinter der Beusselbrücke ansässigen etablierten Player in diesem Geschäft wohl nicht smart genug.

Nachvollziehbar, dass hier etwas ganz großes geschaffen werden sollte/musste: der größte Cash- und Carry-Großmarkt Deutschlands. Nicht nur der größte innerstädtische Großmarkt, sondern der größte C+C Großmarkt überhaupt. Es sollte hier mitten in Berlin ein Großmarkt gebaut werden, wofür es wohl im Umland keinen Platz gab.

Bild5

Nun fragt man sich angesichts der Bürgerinitiativen, die dafür kämpfen, dass Freiflächen, Schrebergärten, Verkehrserziehungsanlagen und Mauerparkstreifen erhalten bleiben, warum ein innerstädtisches Grundstück mit einer Größe von 33.900 m² (= 4½ Fußballplätze) für eine Nutzung als Großhandelsfläche verschwendet wird, die tendenziell im weniger dicht besiedelten Umland oder auf einem freiwerdenden Flugfeld angeordnet werden könnte. Und warum an anderer Stelle wichtige Frei- und Naherholungsflächen geopfert werden, um den dringend benötigten innerstädtischen Wohnraum zu schaffen? Was ist daran innovativ oder gar ökologisch, ein Verteilzentrum von Waren im Innenstadtbereich zu verorten? Habe ich hier das große Ganze nicht verstanden?

Die Antwort folgt prompt: Weil Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. 300 Arbeitsplätze. So die damalige Verheißung des Investors und ausschlaggebende Begründung, mit der CDU, SPD und FDP in der BVV Mitte alle Argumente, die gegen das Vorhaben gesprochen haben, vom Tisch gefegt haben.

Nun ist das Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland und auch in Berlin nicht mehr ganz so akut. Die Zeiten ändern sich – aber Beton bleibt. Und das ganze Bauleitplanverfahren liegt nun auch schon vier Jahre zurück.

Vier Jahre! Währenddessen hatte die Wohnqualität in Moabit begonnen, sich langsam zu bessern. Durch die Umgehungsstraße konnte der Flughafen-Tegel-Taxi-Overkill umgeleitet werden. Durch den Stadtgarten wurde Grün und künstlerisches Leben an den Rand von Moabit gespült. Und mit der Preisexplosion bei Wohnraum in anderen Stadtteilen wurde Moabit auch für Investoren und Wohnungssuchende interessant.

Doch ist die positive Entwicklungstendenz von Moabit wirklich so stabil? Und wird der Hamberger Großmarkt auf die zukünftige Entwicklung Moabits einen positiven Einfluss haben? Wohl kaum. Das Wohnen im Zentrum Berlins wird in Zukunft teurer werden. Die überwiegende Zahl der Hamberger-Belegschaft wird sich die steigenden Mietpreise nicht leisten können. Die unmittelbare Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten im Zentrum der Stadt wird hier nicht stattfinden können. Schade eigentlich. Der Standort hätte es bei einer kleinteiligeren Bauweise sicherlich hergegeben.

Und wenn es schon dringend Gewerbe sein musste, was mit Hinblick auf das große ganze durchaus nachzuvollziehen ist. Was ist mit dem im Flächennutzungsplan eingezeichneten Grünstreifen, der als Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe einstmals vorgesehen war? Er wurde den versprochenen Arbeitsplätzen geopfert. Na dann hoffen wir mal, dass die Milchmädchenrechnung aufgeht, und dass bei mittelständischen Großhändlern im größeren Umkreis und ganz naheliegend am Großmarkt an der Beusselbrücke keine Arbeitsplätze verloren gehen?

Nun fragt sich der geneigte Leser, was regt die sich so auf? Gut, so eine Betonwand möchte man nicht so unmittelbar vor der Nase haben. Aber 300 Arbeitsplätze sind auch nicht zu verachten, wenn auch diese Zahl angesichts der technischen Möglichen eines modernen Logistikzentrums ein bisschen hochgestochen erscheint. Aber dem Hamberger Großmarkt wird doch wohl ein demokratischer Entscheidungsprozess und eine ordentlicher – wenn auch vom Investor finanzierter Bebauungsplan zu Grunde liegen? Und warum hat man gegen diesen nicht Rechtsmittel ergriffen, wie z. B. die Anwohner des Schultheiss-Geländes?

Da liegt der Hase im Pfeffer. Rechtsmittel gegen einen Bebauungsplan, der zwar von der BVV verabschiedet aber nicht vom Bezirksamt rechtskräftig festgesetzt wurde, kann man nicht einlegen. Im Gegensatz dazu ist es dem Bezirksamt sehr wohl möglich, auf der Grundlage eines verabschiedeten aber noch nicht rechtskräftigen Bebauungsplanes eine Baugenehmigung zu erteilen. Nicht ganz die feine Art, aber so hier geschehen.

Wie? Man kann gegen den B-Plan nicht klagen? Genauso ist es. Der B-Plan konnte angeblich nicht rechtskräftig gemacht werden, weil über das Hamberger Grundstück – wohlgemerkt im Bereich der Parkplätze – zwar nicht mehr genutzte aber vom Eisenbahnbundesamt noch nicht freigegebene Entwässerungsleitungen verlaufen. Wenn hier mal nicht Verzögerungstaktik im Spiel ist. Wenn hier mal nicht eine Gesetzesmöglichkeit zu einer Gesetzeslücke gemacht wurde.

Zwischenzeitlich wurde das Bauvorhaben vom Investor modifiziert, hier und da ein bisschen. Wie das so ist, wenn man Zeit hat, z.B. über die interne Organisation eines großen Großmarkts nachzudenken. Ein neuer Bauantrag musste eingereicht werden, weil Kühlaggregate und Klimageräte ein wenig dichter an die Wohnbebauung gerückt werden sollten. Wobei die Änderungen nicht mehr so ganz den Festsetzungen des noch nicht festgesetzten Bebauungsplanes entsprachen.

Nicht schlimm, dachte sich der Investor und das Bezirksamt: Der B-Plan ist ja noch nicht rechtskräftig. Wiederholen wir eben die erforderlichen Verfahrensschritte. Währenddessen sich das Eisenbahnbundesamt vielleicht bemüßigt sieht – drängen wollen wir da nicht – die Leitungen freizugeben, so dass der überarbeitete B-Plan festgesetzt werden kann.

Prima, dachte sich da der Investor, das kann dauern, bis alle Gutachten erstellt und begutachtet sind – denn erst danach kann der B-Plan-Entwurf erneut öffentlich ausgelegt werden. Inzwischen ziehe ich meine Baugenehmigung aus dem Hut, die mir auf Grundlage des alten, nicht festgesetzten Bebauungsplanes erteilt wurde, und fange schon mal munter an zu bauen. Dass hierzu die neuen, geänderten Pläne verwendet werden, geschieht mit Einverständnis des Bezirksamtes. Und wenn ich schnell bin, sind Tatsachen geschaffen, dann steht der Großmarkt noch bevor die erneute öffentliche Beteiligung stattgefunden hat.

Tja. So geht das Geschäft in Berlin. Bebauungsplan durchwinken, aber nicht rechtskräftig machen. Baugenehmigung erteilen und von Amts wegen weggucken, wenn was ganz anders gebaut wird. Das nannte man früher Schwarzbauen. So wird in Berlin ein investorenfreundliches Klima geschaffen.

Die betroffenen Anwohner dagegen werden hingehalten. Ihnen wird der Rechtsanspruch auf Durchführung einer Normenkontrolle vor dem Oberverwaltungsgericht genommen. Sie können gerichtlich nicht überprüfen lassen, ob die investorenseitig initiierten Festsetzungen des B-Planes mit höherrangigem Recht vereinbar sind. Scheinbar nicht, denn sonst hätte man sich ja mühelos der gerichtlichen Auseinandersetzung stellen können.

Überhaupt: die Baugenehmigung hätte vom Bezirksamt ganz mühelos verweigert werden können, mit dem Hinweis, dass eben dieser B-Plan noch nicht rechtskräftig ist, weil Leitungen seitens des Eisenbahnbundesamtes noch nicht entwidmet sind. Das Argument hätte genauso gegen die Erteilung der Baugenehmigung verwendet werden können, wie es gegen die Festsetzung des B-Planes verwendet wurde. Das ist seitens des Bezirksamtes nicht geschehen.

Und das nennt sich in Berlin nun Stadtentwicklung? Diese Art zu Bauen soll zukunftsorientiert sein? Qualität in Architektur und Behutsamkeit im Städtebau, nachbarschaftliches Miteinander und Ausgewogenheit der Interessen sind hier schon lange kein Maßstab mehr. Die Instrumente der städtebaulichen Entwicklung werden zu Lasten der Anwohner missbraucht. Hier schreit doch – wer weiß was – zum Himmel, ein 210 m langes, 110 m breites und 11,50 m hohes Betonmonstrum kann ohne festgesetzten B-Plan und (in Teilen) ohne Baugenehmigung mitten in Berlin errichtet werden? Nachhaltig wirkt hier nur eines: die Betonwand vor meiner Nase.

Der überarbeitete Bebauungsplanentwurf liegt ab dem 23.02.2015 bis einschließlich 23.03.2015 öffentlich aus und ist Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr im Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, Stadtentwicklungsamt – Fachbereich Stadtplanung, Müllerstraße 146 (Zimmer 165, 1. Etage) einsehbar. Die Moabiter können ihre Einwände gegen die Änderungen dort vortragen bzw. schriftlich einreichen.

Alle bitte mal lächeln.

GastautorIn: Uta Hanft

Nachtrag:
Die Redaktion hat die Kommentarfunktion unter den alten Artikeln zu Hamberger ausgeschaltet, damit die Diskussionen nicht parallel laufen. Wer sich für die bisherige Diskussion – immerhin fast 700 Kommentare – interessiert, kann hier nachlesen: Aktion zum Gastrogroßmarkt in der BVV Mitte (345 Kommentare), hier finden sich auch die Nachträge und Links zum Projekt bis 2014, Hamberger Großmarkt – Fluch oder Segen (257 Kommentare), Hamberger läßt fällen (96 Kommentare) und weitere kleine Artikel unter dem Tag Hamberger.

Große Anfrage der Grünen (Drs. 1861/IV) zum Bau ohne festgesetztem B-Plan. Hier die Antwort auf die Anfrage (wenn der Link direkt zur Antwort nicht funktioniert, auf die Drs. gehen und Antwort anklicken).

Im Amtsblatt Nr. 6 vom 13.02.2015, S. 196 ist die erneute Auslegung des Bebauungsplanentwurfs 1-45 VE (Hamberger) mit einem neuen Plandokument für den Zeitraum vom 23. Februar 2015 bis einschließlich 23. März 2015, Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr angekündigt. Auslegungsort ist das Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, Stadtentwicklungsamt – Fachbereich Stadtplanung –, Zimmer 165, 1. Etage, Müllerstraße 146, 13353 Berlin.

Pressemitteilung des Bezirksamts

Mit einem Tag Verspätung sind die Unterlagen seit dem Vormittag des 24.2.2015 auch im Internet abrufbar von http://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/stadtplanung/verbindliche-bauleitplanung/#auslegung abrufbar (vorher gab’s zwar Links, aber die verlinkten Dateien fehlten):

Baustellen-Fotos beim Deutschen Architekturforum im Feb. 2015.

rbb-Abendschau zu Hamberger (eine Woche im Netz).

Die Berliner Woche hat einen ausführlichen Artikel mit Stellungnahmen von Mitglieder der B.I. Siemensstraße und Mitgliedern der BVV geschrieben.

Im Kommentar Nr. 33 die Stellungnahme des Rechtsanwalts und Falko Loof von der Linken zum Schwarzbau-Vorwurf (Berliner Woche).

In der BVV am 21. Mai soll der Bebauungsplan nun beschlossen werden, hier die Unterlagen (Drs. 2073/IV).

Zuerst war der B-Plan im Stadtentwicklungsausschuss und wurde abgelehnt (Berliner Woche), am 18. Juni wird die BVV entscheiden.

FinanzNachrichten über den „neuen Großmarkt der Frische„. Das ganze stammt wörtlich aus dem Presseportal. Konzept Hamberger bei BerlinOnline.

Berliner Woche über den „Markt der Superlative“, 2 Monate später ein neuer Berliner-Woche-Artikel.

Immer wieder wird die Eröffnung von Hamberger angekündigt (Berliner Morgenpost).

Bürgeranfrage in der BVV Mitte vom 15. Oktober 2015 (s. Kommentar Nr. 66): hier die mitgeschnittenen und transkribierten Antworten.

Eröffnungstermin 3. Dezember 2015.

Steve Rauhut an Baustadtrat Spallek: Hamberger hält die Zusagen nicht ein! (pdf des Briefes)

Inforadio über Hamberger.

Reportage über Hamberger (Berliner Morgenpost)

86 Kommentare auf "Hamberger Großmarkt: Beton statt Pappeln"

  1. 51
    Martin Blattmann sagt:

    ZU 50:
    Lieber Hartmut, da ich muss dich enttäuschen; von der SPD hatte nur der Bürgerdeputierte sich der Stimme im Auschuss enthalten. Nach einigen Mails mit einem Vertreter der SPD in der BVV bin ich der Meinung, die Stimmen sicher alle zu. In den Antworten auf meine Fragen tat sich ein erschreckendes Mass an Ahnungslosigkeit in Sachen Hamberger auf, da wird nichts kritisch hinterfragt, meist werden wohl die Unterlagen gar nicht gelesen. Herr Schugg konnte nicht einmal Durchführungsvertrag und Verpflichtungserklärung von Hamberger auseinander halten, Er wusste auch nicht, dass der Durchführungsvertrag nur als Fraktionsexemplar vorliegt.

  2. 52
    H. E. sagt:

    Zu 51:
    Hallo Martin,
    Sarah Wagenknecht hat kürzlich in einem Interview (Spiegel Nr. 24/2015) gesagt: „Es wäre ein großer Fortschritt, wenn die SPD einmal wieder sozialdemokratische Politik machen würde.“ Genau das wünsche ich mir hier schon lange.

  3. 53
    Bürgerinitiative Siemensstraße sagt:

    „Eklat“ im Stadtentwicklungsausschuss – so lautet die Überschrift dieses Artikels in der neuen Woche:
    http://www.berliner-woche.de/moabit/bauen/eklat-im-stadtentwicklungsausschuss-d79100.html

  4. 54
    H. E. sagt:

    Gestern haben CDU und SPD in der BVV Mitte den neuen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zum Hamberger Großmarkt beschlossen. Bü90/Grüne und DIE LINKE haben dankenswerterweise dagegen gestimmt.
    Nun kann man Wetten abschließen, wann das Bezirksamt diesen B’plan rechtskräftig machen wird: 2015, 2016 (vielleicht am Wahlabend) oder möglicherweise 2017 – zusammen mit der Eröffnung der Staatsoper und dem BER ?

    Apropos Städtebau:
    Es ist ja gut, dass man in Mitte eine neue Bibliothek gebaut hat. Schade nur, dass auch diese m. E. als Paradebeispiel für einen grottenschlechten Städtebau gelten kann. Statt dem Platz neben dem Rathaus Wedding einen würdigen gebauten Rahmen zu geben, hat man ein kleines viergeschossiges Gebäude vor eine große siebengeschossige Brandwand aus dem 2. Weltkrieg geklebt, die nun noch weitere Jahrhunderte das Bild dieses Platzes mitbestimmen wird.
    Na ja, Bezirksamt und BVV Mitte haben ja Erfahrung damit, siehe die Brandwand neben der Einfahrt zur Moabogen-Garage. Aber dass das sogar die Senatsbaudirektorin gut zu finden scheint (s. Foto vom Spatenstich) !?

  5. 55
    H. E. sagt:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/pankow/sportfoerderung-in-berlin-bekommt-max-schmeling-halle-namen-eines-grosskonzerns/12035574.html#kommentare

    Also, in Moabit läuft das ohne Kommerz, lokalbezogener sozusagen. Neulich sagte mir jemand, dass er in den „Moabiter Mauerpark“ geht. Wie bitte? Na ja, in den Stadtgarten neben dem Drahtzaun, dem Asphaltweg und der Betonmauer des Hamberger Großmarktes.

    Gar nicht so schlecht, die Bezeichnung! Vom Material, von der Höhe, vom Raster und der Eintönigkeit her paßt es ja fast. Fehlt nur noch Graffiti an und das Rohr auf der Mauer.

    Für den Asphalt-Streifen zwischen der Mauer und dem Zaun fehlt übrigens noch ein Name. Wie wäre es mit „Mauerweg“?
    Hat von dieser eindrucksvollen Passage vielleicht jemand ein Foto, dass er hier einstellen könnte? Am besten eins vom Tage und eins von der Nacht.

  6. 56
    vilmoskörte sagt:

    Das Graffiti ist doch schon da, wie ich heute feststellen konnte.

  7. 57
    H. E. sagt:

    Na, vielleicht rücken ja dann bald die Mauerspechte an. Da man wo anders Betonmauern aus guten Gründen lieber abreißt oder abgerissen hat, brauchen die Spechte vielleicht Ersatz, wenn sie weiterhin die Touristen mit Graffiti-Mauerstücken beliefern möchten.

  8. 58
    Moamamba sagt:

    Momentaufnahme Stadtgarten:
    Von Erholung keine Spur
    Sonnenuntergang geniessen?
    Nein, Werbelichter von der Gewerbeschande
    rechts belichten den Park in Blau
    Garten- und Parkmanager informiert, keine Hilfe
    Wer kennt Lösungswege?

  9. 59
    H. E. sagt:

    Zu 58:
    Mein persönlicher Lösungsweg: 2016 die CDU und SPD zumindest von Mitte gründlichst abwählen.

    Vom Hamberger Großmarkt wird es übrigens demnächst auch noch leuchten. Die Unterkonstruktion ist schon da.

  10. 60
    Peter Kampf sagt:

    Also mir wäre der Hamberger Großmarkt als Gegenüber allemal lieber als der Müllplatz an der Putlitzbrücke. Im Sommer stinkt es bestialisch und lockt jede Menge Getier an. Am Abend wenn der Betrieb ruht, dann kann man sich schon mal den Gehweg mit den Ratten teilen.

  11. 61
    K. S. sagt:

    Fühlt sich jemand zuständig für das Wässern der Bäumchen auf der Wiese des sogenannten Stadtgartens?

    Und kann man die von Moamamba erwähnte Beleuchtung abschalten? Obwohl vom Nachthimmel dann immer noch nicht viel zu sehen wäre …

  12. 62
    Moamamba sagt:

    Zu 61: Leider fühlt sich niemand zuständig

  13. 63
    Martin sagt:

    Hamberger sucht derzeit Mitarbeiter für seinen Gastrogroßmarkt. Laut Homepage von Hamberger sind Stellen in 15 Bereichen zu besetzen. Es bleib zu hoffen, dass Hamberger mit seinen zukünftigen Mitarbeiter nicht so verfährt wie mit den ArbeitnehmerInnen der 2013 geschlossenen Hamberger-Gastrogroßmärkten in Sachsen-Anhalt. So schrieb Ver.di anlässlich der Schließung in einer Pressemitteilung vom 13.10.2013: „Nachdem die Beschäftigten höhere Löhne einforderten und Betriebsratswahlen eingeleitet wurden, hagelte es prompt Kündigungen. Das kann kein Zufall sein, so Torsten Furgol, zuständiger Gewerkschaftssekretär. Nicht tarifgebunden mussten die Mitarbeiter/innen hinnehmen, dass sie mit sittenwidrigen Löhnen 21 Jahre hingehalten und abgespeist wurden, ohne jemals eine Erhöhung erhalten zu haben.“

  14. 64
    Martin Blattmann sagt:

    Die vergangenen zwei Tage ließ Hamberger seine Klima- und Lüftungstechnik mit einem Riesenkran aufs Dach seiner Monsterhalle setzen. Zum Leidwesen der gegenüberliegenden Wohnenden. Zwar hatte das ausführende Unternehmen Mobi-Hub eine Ausnahmegenehmigung bis 22 Uhr, gestern wurde jedoch mit viel Lärm bis 22.45 Uhr gearbeitet. Zudem ließen die Mitarbeiter von Mobi-Hub stundenlang bis 22.45 Uhr bei allen wartenden LKW die Motoren laufen. Auch auf Aufforderung wurde lediglich ein Motor abgestellt. Ab 22 Uhr forderten immer wieder entnervte Nachbarn ihre Nachtruhe ein, vergeblich. Auch die herbeigerufene Polizei (Ankunft 22.30Uhr) ließ die Arbeiter weiter gewähren.“Es brauche ja nicht mehr lang und die Straße solle morgen früh wieder frei sein.“ Mit solchen Verhalten hat Hamberger der „guten Nachbarschaft“ einen Bärendienst erwiesen.

  15. 65
    Jürgen Schwenzel sagt:

    Die Kommentare zur Müllproblematik im Moabiter Stadtgarten anlässlich der Einladung zum Aufräumen am 13.9.2015 wurden, da hier nicht thematisch passend, zum passenden Artikel Eröffnungsfest Moabiter Stadtgarten und ZK/U mit Sperrmüllmarkt und Kulturprogramm verschoben.

  16. 66
    Steve Rauhut sagt:

    drei Fragen, die ich heute als Bürgeranfrage in der BVV stellen werde:

    1. Wie sehen Bezirksamt und Fraktionen die unternehmerische, soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung und den Einsatz der Firma Hamberger GmbH in dieser sozial schwachen Region?

    2. Warum wurden die von der Firma Hamberger im Rahmen des Bebauungsplanverfahren vom 20.01.2011 gemachten umfangreichen Verpflichtungserklärungen nicht in den neuen Durchführungsvertrag rechtsverbindlich integriert?

    3. Wie werden sich Bezirksamt und Fraktionen dafür einsetzen, dass die damaligen Zusagen der Firma Hamberger GmbH zur Umsetzung kommen?

    Zu 2: Hamberger hat in einem Schreiben vom 20.01.2011 folgende Versprechen gemacht:

    – Schaffung von 300 Arbeitsplätzen, für Menschen, die überwiegend aus Moabit kommen, diesbezügliche Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Berlin-Mitte.
    – Schaffung von jeweils 30 neuen Ausbildungsplätzen pro Jahr (in den ersten fünf Jahren), die vorwiegend durch Moabiter Jugendliche besetzt werden sollen.
    – Hamberger will echter Nachbar sein: Aktive Zusammenarbeit mit dem QM, SOS-Kinderdorf, Moabiter Ratschlag, Schulen, etc.
    – Die Beton-Fassade soll großzügig von Glas durchbrochen und von Künstler_innen gestaltet werden.
    – Energiegewinnung durch Sonnenstrahlen
    – Umfassende Dachbegrünung
    – Spende einer Gastronomieausstattung für das ZK/U

    Bin gespannt auf die Antworten.

  17. 67
    H. E. sagt:

    In der Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/berlin/article206184143/In-Moabit-entsteht-ein-riesiger-Supermarkt-fuer-Berlins-Koeche.html

    Der Hamberger Großmarkt an der Siemensstraße eröffnet demnächst. U. a. bietet er „1.000 Käsesorten, 690 Sorten Wurst, 270 verschiedene Fischsorten …“. Er befindet sich – ausgerechnet – in ca. 300 m Entfernung vom Berliner Großmarkt an der Beusselstraße, der ein – landeseigenes – Unternehmen ist.
    Hat jemand noch Fragen zur Bau- und Stadtentwicklungspolitik des Bezirksamtes Mitte und des Senats?

  18. 68
    H. E. sagt:

    Zu 66:

    Jeder Kommentator hier weiss, dass ich von Anfang nicht mit Inhalt, Größe und Auswirkungen dieses Bauvorhabens einverstanden war. Und das wird sich auch nie ändern. Trotzdem muss ich nun sagen, dass ich hoffe, dass die Fassade nie farbig gestaltet wird, egal von wem und wie. Die Gründe hierfür sind folgende:

    Das derzeitige Grau ist die unauffälligste Möglichkeit der Fassadengestaltung und die auf Dauer am besten erträgliche Variante, wenn man das Wort „Ertragen“ bei diesem „Weisswurstbunker“ (Zitat) überhaupt in den Mund nehmen möchte. Jeder Versuch der Gestaltung – außer mit Rankgewächsen – kann bei diesen großen Fassadenflächen nur schiefgehen und auf Dauer aufdringlich und damit unerträglich werden. Und wenn man erst einmal irgendeine Malerei versucht hat, ist es für alle Zeiten zu spät.

    Außerdem sollte man mit Forderungen nach einer farblichen Gestaltung überhaupt abwarten, bis die in der Siemensstraße vorgesehenen zwei Reihen Bäume gepflanzt und angewachsen sind, da hierdurch der Anblick erträglicher werden dürfte.

  19. 69
    H. E. sagt:

    Zu 66:

    Haben Sie denn Antworten auf Ihre Fragen bekommen und wenn ja, welche ?

  20. 70
    Susanne Torka sagt:

    Steve Rauhut hat uns die mitgeschnittenen und transkribierten Antworten zugeschickt (auch oben im Nachtrag verlinkt):
    http://www.moabitonline.de/wp-content/uploads/2015/02/BVV-Antworten-Buergeranfrage-Hamberger_2015-10-15.pdf

  21. 71
    Bürgerinitiative Siemensstraße sagt:

    An diesem Donnerstag, 29. Oktober 2015, um 9:30 Uhr findet am Verwaltungsgericht in der Kirchstraße 7 in Moabit die erste mündliche Verhandlung statt. Den Raum kann man beim Pförtner erfragen.
    Zur Erinnerung: Anwohner der Siemensstraße hatten vor dreieinhalb Jahren am 19. März 2012 eine Klage gegen die Baugenehmigung eingereicht.

    Zu 70:
    Dank an Herrn Rauhut für das Stellen der Fragen in der BVV und das Veröffentlichen der Antworten.
    Es ist schon bemerkenswert, wie Stadtrat Carsten Spallek (CDU) bei der Beantwortung von Frage 1 grandios das Thema verfehlt und dass er offenbar allen Ernstes glaubt, dass dieser zusätzliche Großmarkt in den angrenzenden Quartieren zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen wird.
    Die BI Siemensstraße ist eher der Meinung, dass am Großmarkt an der Beusselstraße und im mittelständischen Großhandel – und auch im Einzelhandel – gerade von Moabit und naher Umgebung Arbeitsplätze vernichtet werden.
    Und dass eine Verkehrs- und Lärmreduzierung stattfinden wird, soll wohl auch ein Witz sein. Das mag in der Siemensstraße der Fall sein, aber besonders am Moabiter Stadtgarten und vor allem im gesamten Kiez wird es ja wohl durch die PKW’s der Kunden (310 Parkplätze) und durch die Lastwagen der An- und Auslieferung erheblich mehr Autoverkehr und daher Staus und Verkehrslärm geben.

  22. 72
    Georg sagt:

    Ich frage mich kann man in einer wachsenden Stadt in der Nähe von Betriebsflächen und einem Mischgebiet, wo sich sicherlich in den nächsten Jahren auch noch Betriebe ansiedeln werden wirklich ein mehr an Verkehr vermeiden.

    Das reine Wohngebiet wurde doch durch die Umgehungsstraßen vom Verkehr entlastet und die Mauer am Stadtgarten zur Straße bzw. zum Hafen wurde ja auch nicht gebaut weil sie so schön ist, sondern weil Sie einen Zweck erfüllt.

    Berlin verändert sich, ob immer zum Vorteil sei mal dahin gestellt, aber eine Großstadt braucht um zu funktionieren Verkehrsadern und auch Großhandel.

    Man hat immer wieder das Gefühl woanders darf sich gern was verändern, aber bitte nicht vor meiner Haustür !!!

    Ich glaube dies ist einer der größten Probleme Berlins

  23. 73
    H. E. sagt:

    Zu 72:
    Ich empfehle, mal alle über 500 Kommentare, also auch die unter den anderen Artikeln zum Hamberger Großmarkt, zu lesen, damit deutlich wird, um was es der Bürgerinitiative Siemensstraße hier alles ging und geht.

    Und was, bitteschön, haben z. B. Arbeitsplätze auf Berlins größtem Großmarkt (ca. 300 Händler) gegenüber an der Beusselstraße und Arbeitsplätze im mittelständischen Großhandel in ganz Moabit, Charlottenburg und Wedding mit „Aber bitte nicht vor meiner Haustür“ zu tun, mit diesem lächerlichen Spruch, den m. E. die Protagonisten der Berliner Baupolitik erfunden haben könnten, um die unbequeme und daher ungeliebte „Bürgerbeteiligung“ von Bürgerinitiativen an den Pranger zu stellen.

    Hier noch einmal die Angaben zum Gerichtstermin:
    An diesem Donnerstag, 29. Oktober 2015, um 9:30 Uhr findet am Verwaltungsgericht in der Kirchstraße 7 in Moabit die erste mündliche Verhandlung statt. Den Raum kann man beim Pförtner erfragen.
    Zur Erinnerung: Anwohner der Siemensstraße hatten vor dreieinhalb Jahren am 19. März 2012 eine Klage gegen die Baugenehmigung eingereicht.

  24. 74
    Georg sagt:

    Grade weil ich alles gelesen und über Jahre verfolgt habe bin ich zu meinen Schlussfolgerungen gekommen.
    Ich bin auch überzeugt, dass auch der Großmarkt davon profitieren wird und mittelfristig Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden können.

    Viele Firmen dort haben ihre Flächen erweitert und wenn man morgens dort zu tun hat, sieht man der Laden brummt. Auch dies ist gut für Moabit und Berlin.

  25. 75
    H. E. sagt:

    Zu 74:
    Tut mir leid, aber da kann ich nur sagen:
    In der ganzen langen Zeit nichts begriffen, weder in stadtplanerischer, noch städtebaulicher und auch nicht in wirtschaftlicher, ökologischer und stadtsoziologischer Hinsicht.

  26. 76
    Susanne Torka sagt:

    @ H.E.,
    vielleicht mal akzeptieren, dass es auch andere Meinungen gibt, dass man Dinge auch anders einschätzen kann als man selbst, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen ….
    ohne gleich „blöd“ zu sein!

  27. 77
    H. E. sagt:

    Zu 76:
    Hallo Susanne,
    wenn jemand gesagt hätte, eins der großen Probleme Berlins sei leider die Baupolitik, hätte ich ja nichts gesagt.
    Aber in dieser Sache nur mit wirtschaftlichen Gründen zu argumentieren und ganz allgemein die Arbeit von Berliner Bürgerinitiativen abzuwerten – das geht gar nicht !

  28. 78
  29. 79
    Susanne Torka sagt:

    Über den Kompromiss berichtet die Berliner Abendschau:
    http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20151029_1930/Moabiter_Grossmarkt.html

  30. 80
  31. 81
    H. E. sagt:

    Und wenn der noch so viele Weisswürste, Brezeln und Käse verkauft, dieses Ding bleibt für mich die Beton gewordene Bankrotterklärung der Abt. Stadtentwicklung von Mitte, von SenStadt und der Baupolitik von CDU und SPD.

  32. 82
    Susanne Torka sagt:

    Baustadtrat Spallek wurde heute von Steve Rauhut aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass Hamberger seine 2011 gemachten Zusagen einhält (auch oben im Nachtrag verlinkt):
    http://www.moabitonline.de/wp-content/uploads/2015/08/Rauhut-an-Spallek_20151108_MO.pdf

  33. 83
    H. E. sagt:

    Zu 82:
    Na, dann kann Stadtrat Carsten Spallek (CDU) ja auch gleich prüfen, ob Hamberger schon die drei Nistkästen an der Stahlkonstruktion der Parkplatzüberdachung aufgehängt hat, die EX-Stadtrat Ephraim Gothe (SPD) seinerzeit als Ersatz für die Nistplätze gefordert hat, die früher in 106 Pappeln, 740 m² Laubgebüsch und 1.120 m² Strauchpflanzungen auf dem Hamberger-Grundstück vorhanden waren.

    Ach ja, und Herr Spallek sollte auch prüfen, ob die Bauaufsicht schon die Grenzwerte für die Schallemissionen der Ladezone und der Klimaanlage in die Baugenehmigung eingetragen hat. Das wollte die Bauaufsicht nämlich zugunsten von Hamberger weglassen, das Verwaltungsgericht hat es jedoch dankenswerterweise zur Auflage gemacht, damit die Bürger bei einer Überschreitung der Werte auch gezielt dagegen vorgehen können.

    Und das Amt könnte auch was unternehmen, damit endlich die grellen Neonröhren in der Kaufhalle heruntergedimmt werden. Das blendet nämlich grauenhaft bis in die Wohnungen auf der anderen Straßenseite, worüber sich Anwohner schon länger und öfter beklagt haben, sowohl bei Hamberger als auch beim Amt.

  34. 84
    H. E. sagt:

    Ist das ein Witz oder Absicht oder ….. , dass die Abt. Stadtentwicklung von Mitte das Grundstück des Hamberger Großmarktes an der Siemensstraße zumindest auf dem Lageplan fein säuberlich ausgeklammert hat?
    Mal zur Erinnerung: Das Grundstücksfläche wurde durch die Baumaßnahme gerade zu 97 % versiegelt, mit dem Gebäude und den Bitumenflächen der Anlieferung und der Parkplätze.
    Ich erwarte von der Opposition, also von Linken und Bü90/Grüne, dass sie umgehend in der BVV den Antrag stellen, dass dieses Grundstück in diese Öko-Maßnahme einbezogen wird.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/modellprojekt-der-tu-berlin-moabit-soll-smart-und-gruen-werden/13058400.html

  35. 85
    Martin sagt:

    Laut vertraglicher Vereinbarung mit dem Bezirk ist Hamberger verpflichtet, die Pflanzungen, die er tätigen musste auch zu pflegen. Das passiert aber nicht. Sämtliche im Herbst gepflanzten Bäume leiden unter akuten Wassermangel. Der Unterschied zu den vom Bezirk gepflanzten Straßenbäume ist schon sehr auffällig. Hier sattes Grün und voll belaubte Bäume (und genügend Wässerung) , dort (Hamberger) lichte hellgrüne Buchen mit vielen vertrockneten Blättern und abgestorbenen Ästen. Einige Bäume sind schon komplett am absterben. Sie wurden wohl noch nie gegossen.
    Genauso traurig sehen die Hecken und Grünstreifen aus. Das gepflanzte „Untergrün“ im Streifen der Bäumchenreihe ist komplett verdorrt. Hier wuchert nur was auf Brachen wächst. Auch die Buchenbüschchen entlang des Hambergerparkplatzes gehen reihenweise ein, weil Wasser fehlt.
    Hamberger kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach. Geht es dem Gastrogrossmarkt so schlecht, dass er sich nicht einmal das Wasser für seine Bäume leisten kann?

  36. 86
    H. E. sagt:

    Hier mal eine erfreuliche Mitteilung:
    Die vom Bezirksamt Mitte Abt. Stadtentwicklung und damit auch von Ex-Stadtrat Ephraim Gothe (Was macht der eigentlich jetzt?) geforderten drei Nistkästen (siehe Kommentar Nr. 83) wurden tatsächlich montiert. Bei genauem Hinsehen findet man sie ganz oben im Rohrgewirr der Stahlstützen der Parkplatzüberdachung.
    Ob die Nistkästen den von der Abt. Stadtentwicklung gestellten Anforderungen entsprechen und ob sie bei ihrer herausragenden Lage von den Piepmätzen auch als Luxusloft genutzt werden, konnte der Kommentator aus der Entfernung und bei seinem fluchtartigen Vorübereilen leider nicht feststellen.

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