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Neue „BI Siemensstraße“ gegründet

Angesichts der Planungen für einen riesigen Gastronomiegroßmarkt an der Siemensstraße haben sich am 8. Dezember aktive Anwohner/innen und Unterstützer/innen als „Bürgerinitiative Siemensstraße“ gegründet.  Zum Hintergrund des Gastronomiegroßmarkts siehe MoabitOnlineartikel mit den Unterlagen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung. Was bei der darauf folgenden Veranstaltung, die wegen der vielen Einwendungen anberaumt wurde, diskutiert worden ist, kann man in diesem Artikel nachlesen.

Pappeln-nah-250Hartmut Eschenburg, ehemaliger Quartiersrat im QM-Gebiet Moabit West, stellte die BI Siemensstraße am 15. Dezember beim Stadtteilplenum Moabit West vor. Norbert Onken, Quartiersrat Moabit West, wird in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Januar drei Bürgeranfragen einbringen (deren Text folgt hier später), die das Stadtteilplenum mit großer Mehrheit unterstützt.

Die Mitglieder der neuen BI haben sich noch nicht auf ein einheitliches Ziel geeinigt. Vielleicht ist das aber auch gar nicht notwendig. Es gibt Menschen, die die Ansiedlung dieses Großmarktes, eine Halle von 180x100x13 Metern gegenüber von Wohnhäusern komplett verhindern wollen. Es gibt aber auch andere, die die neue Umgehungsstraße, die die Siemensstraße entlasten soll, ungern gefährden wollen. Und nach Aussage des Bezirksamts Mitte und der S.T.E.R.N. GmbH sind die Gelder der Europäischen Union, mit denen die Straße gebaut werden soll, an die Ansiedelung von produzierendem Gewerbe in einer bestimmten Größenordnung gekoppelt.

Alle Mitglieder der Bürgerinitiative sind sich darüber einig, dass der Großmarkt nicht direkt bis an die Grundstücksgrenze / Gehweg herangebaut werden darf, sondern 10 Meter abrücken sollte. Das ist auch eine Bedingung für den Erhalt der stadtbildprägenden Pappelalle, eine weitere wichtige Forderung. Komischerweise hat ein Gutachten festgestellt, dass diese am Grundstück des Gastronomiegroßmarkts vom Pilzbefall extrem geschädigt sind, während am Richtung Osten anschließenden Moabiter Stadtgarten davon ausgegangen wird, dass die Pappeln erhalten werden können. Auch zu diesem Thema gibt es einen Kompromissvorschlag. Wenn die Pappeln wirklich nicht gerettet werden können, sollen an ihrer Stelle Säuleneichen gepflanzt werden.

Vor 3 Tagen gab es Irritationen wegen Gerüchten, dass die 140 Pappeln bereits im Januar gefällt werden sollen. Wie es mit Gerüchten so ist, irgendwas ist immer dran. Diesmal zum Glück nur ein wenig. Es stellte sich heraus, dass aktuell 6 Pappeln gefällt werden müssen, die am westlichen Rand des zukünftigen Moabiter Stadtgartens stehen, wo neue Leitungen verlegt und ein Radweg gebaut wird.

Das nächste Treffen  der BI Siemensstraße findet am Dienstag, den 5. Januar 2010 um 19 Uhr im Stadtschloss Moabit, Nachbarschaftstreff, Rostocker Straße 32b statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

23 Kommentare auf "Neue „BI Siemensstraße“ gegründet"

  1. 1
    C. sagt:

    Es gibt auch eine sehr interessante Anwohner-Initiative um Haydee Winkler, die sich regelmäßig treffen. Zuletzt Mitte Dezember bei Bürste und am 29.12.. Weitere Infos (Kontaktadresse usw.) kann man bei Bürste bekommen.

  2. 2
    Jürgen sagt:

    Es handelt sich um die gleiche Initiative, auch wenn Haydee im Artikel nicht namentlich genannt ist.

  3. 3
    Max Dall sagt:

    Da sind sie wieder, die Moabiter. Haben statistisch eine Erwerbsquote von unter 40%. Leben also zu über 60% davon, dass andere Ihnen jeden Monat das Geld geben. Verhindern, blockieren und bejammern aber mit Vorliebe trotzdem jedes Projekt, mit dem das Sozialprodukt erwirtschafter werden könnte, über das sie dann monatlich ihre „Tranferleistungen“ erhalten. Seien es nun Hotels (Igitt, Lärm!) oder Gewerbeparks (Oh je, Verkehr!). Aber die Hatz4-Cheques sollen doch bitte trotzdem pünktlich ankommen, gell? Was für ein Volk!

  4. 4
    Hartmut Eschenburg sagt:

    Sehr geehrter Herr Dall, damit Sie sich ein Bild von der Planung des Bezirksamtes machen können, hier einige Informationen:
    An der Siemensstraße soll gegenüber den Wohnhäusern und direkt an der Gehweggrenze ein Gebäude entstehen, das eine Grundfläche von 18.000 m² hat, das 180 m lang, 100 m breit und drei Altbau-geschosse hoch ist. Es soll eine der typischen Industrie-Blechfassaden bekommen. Die vorhandene hohe Baumreihe soll abgeholzt werden. Nach meiner Information werden pro Tag 100 LKW und 700 PKW erwartet. Die Zufahrt für die LKW´s wird gegenüber der Schule liegen und direkt neben dem geplanten Park, der einmal wesentlich größer vorgesehen war.
    Erwähnen möchte ich auch, dass die Bürgerinitiative nicht gegen Gewerbe auf diesem Grundstück ist, und dass ich Ihre Bemerkung zum Thema Hartz IV absolut unpassend finde.

  5. 5
    Martin B. sagt:

    Der Kommentar des Max Dall ist an Ignoranz und Dummheit kaum zu überbieten.

  6. 6
    K. S. sagt:

    Sehr richtig, Max Dall: Wie edel sind doch die Investment-Banker, die ganze Volkswirtschaften an die Wand fahren, wie edel sind doch die Herren Aldi und Schlecker, die durch Drangsalierungen ihrer Angestellten reich werden, denn sie bezahlen Steuern! Oder tun sie das etwa gar nicht in unserem Land?

  7. 7
    Regina sagt:

    Nächstes Treffen der BI Siemensstr. ist der 12.01.2010 wieder um 19 Uhr im Stadtschloss. Unterschriftenaktionen etc. werden dann ab nächster Woche starten.

  8. 8
    Jürgen Schwenzel sagt:

    Am 19. Januar 2010 findet der (nicht-öffentliche) Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren des zweiten Abschnitts der Planstraße nördlich des geplanten Großmarkts statt. Mehr dazu im 3. Kommentar zu dem entsprechendem MoabitOnline Artikel.

  9. 9
    Sven sagt:

    Vorlage zum Weiterarbeiten und ergänzen und Notizen zum Bebauungsplan an der Siemensstraße, Gastronomie-Großmarkt, von Sven

    1. Baumbestand
    Die Pappeln sind in einem schlechten Zustand. Ich fordere daher eine sachgerechte Baumpflege der Pappeln, zudem das Fällen der abgestorbenen und schwer geschädigten Bäume in Verbindung mit einer Wiederanpflanzung von Bäumen (eventuell Säuleneichen). Um den Standort nachhaltig für die Bäume zu sichern fordere ich einen entsiegelten 10 m breiten Grünstreifen, wobei auch eine Bodenverbesserung durchzuführen wäre.

    2 Umweltbedingungen:
    Zitat aus BLN Schreiben (BLN = Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz e.V.):

    In der derzeitigen Planung wird jedoch überhaupt nicht Rücksicht auf die vorhandene wertvolle Vegetation genommen.
    Stadtökologisch an dieser Stelle schlecht, lieber Unterbringung am Frucht und Gemüsegroßmarkt.
    Zusätzliche KFZ-Belastung
    Verschiebung des Marktes um 5-10 m für die Anlage und Belassung eines Grünstreifens.
    Temperaturerhöhung durch Versiegelung, zusätzliche Gebäudeemission.

    Dies kann ich voll und ganz unterstützen.

    3. Ein Überblick im Planungsverlauf von Bauprojekten:
    Ein Raumordnungsplan wir flächendeckend für Flächenbundesländer angelegt. In städtischen Bereichen heißt dieser Flächennutzungsplan und ist dem Raumordnungsplan untergeordnet. Für Berlin gibt es übergeordnet den Landesentwicklungsplan mit Brandenburg zusammen, dem untergeordnet ist der Berliner Flächennutzungsplan. Dieser wird immer von der übergeordneten Behörde verfaßt wird (Senat für Stadt/Umwelt/Verbraucherschutz). Der Flächennutzungsplan ist für die Bezirke beim Aufstellen von Bebauungsplänen bindend. Bebauungspläne werden auf der Bezirksebene ausgearbeitet und beschlossen. Alle Ebenen der planerischen Darstellung dürfen sich nicht widersprechen, und wenn doch, müssen entsprechende Änderungen auf den jeweiligen Planungsebenen gemacht werden.

    Für dieses Projekt musste der Flächennutzungsplan verändert werden, was wohl im Jahr 2008 gemacht wurde und 2009 durch den Senat beschlossen wurde.

    Die im Baugesetz vorgeschriebene Bauleitplanung besteht aus dem Flächennutzungsplan und dem Bebauungsplan. Also müßte für das Projekt (Zitat aus dem Bebbauungsplan: Für die Realisierung des Bauvorhabens ist daher die Durchführung eines verbindlichen Bauleitplanverfahrens erforderlich, …“) der Flächennutzungsplan geändert werden, und in Folge wird auf Bezirksebene der Bebauungsplan erstellt..

    Das Gelände des Gastronomiegroßmarktes:
    Im Landesentwicklungsplan Berlin/Brandenburg: nur weiße Darstellung
    Flächennutzungsplan Berlin: Neue Version vom Nov. 2009, Fläche dort nur mit Restpark und Gewerbefläche mit schadstoffbelasteter Teilfläche
    Im FNP 1994: Fläche mit großer Parkplanung und Spielplatz und nur kleinem Gewerbeteil gegenüber Beussel- bis Waldstr., östlich geht der Park bis zur Birkenstr., ab 2004 wurde dies geändert, September 2008 wird das Gesamtgelände als Bahngelände ausgewiesen, nächste öffentliche Anhörung für den FNP ist April 2010, Im November 2009 wurde die Änderung für den Baubereich im FNP wirksam, somit schließt sich jeglicher Versuch beim Sen Stadt Um etwas gegen die Planung zu machen aus!!!!

    Räumliche Bereichsentwicklungsplanung Berlin Mitte, Nutzungskonzept BVV Mitte vom 18.11.2004, Bereich dort wird als Grünfläche dargestellt, aber es gibt nun schon einen neuen Plan vom Dez. 2008, wo nur noch der Restpark dargestellt ist (Fachplan Grün- und Freiflächen, Bezirksamt Mitte von Berlin Abt. Stadtentwicklung)

    Planwerk Westraum: Die zu bebauende Fläche wird als Park dargestellt
    Die Räumliche Bereichsentwicklungsplanung Berlin Mitte und das Planwerk Westraum sind dem Flächennutzungsplan unterstellt, somit verloren diese Pläne durch die FNP-Änderung vom November 2009 für den Baubereich ihre Gültigkeit!

    Notizen zum vorläufigen Bebauungsplan:

    4. Außenbereich:
    Im Bebauungsplanentwurf wird das gesamte Bahngelände als Außenbereich eingeteilt. Argumentiert wird im Bebauungsplan, daß das zu bebauende Gelände ein Außenbereich sei (nach § 35), da es sich angeblich um einen ungeplanten Bereich im Innenbereich handelt. Ist dies wirklich so, da als Außenbereiche eigentlich landwirtschaftlich geprägte Gebiete gemeint sind oder unbeplante Bereiche im Innenbereich. Allerdings gab es für den Bereich schon Planungen Im Planwerk Westraum als Parkanlage, war zuvor als Bahngelände ausgewiesen, also eigentlich kein weißer Fleck im städtischen Innenbereich. Rechtlich prüfen??

    Zudem: „Ein sonstiges Vorhaben im Außenbereich kann auch unzulässig sein, wenn aufgrund des Umfanges ein Planungserfordernis besteht, also ein Bebauungsplan aufgestellt werden muß“ Zitat aus Wikipedia zum § 35, Außenbereich, auch noch: Öffentliche Belange: entgegen einem Bauvorhaben bestehende Belange sind Naturschutz, Landschaftspflege, Bodenschutz (Versiegelung), Hochwasserschutz oder dem Flächennutzungsplan entgegenstehend. Muß genauer geprüft werden!!!

    Unter Punkt 2.3.2
    Landschaftsbild: Zitat aus dem Bebauplan als gesetzliche Zielsetzung: „Beseitigung von Landschaftsbildbeeinträchtigungen Erhalt von prägenden Landschaftsteilen Das Bauprojekt führt erst zu einer Landschaftsbildbeeinträchtigung, Fällung der Pappelreihe vernichtet ein prägendes Landschaftsbild

    Bau einer Betriebstankstelle im östlichen Bereich, also in Nachbarschaft zum Park???
    Lieferverkehr Lärmbelästigung

    Nach Punkt 2.3.13

    Im Bebauungsplanentwurf wird behauptet, dass eine Planungsalternative nicht vorliegt. Was ist mit den Parkplanungen aus früheren FNP`s und Teilplanungen? Es wird einfach behauptet, daß das Gelände mit einer anderen Planung unwirtschaftlich wäre, Wirklich? oder nur für diesen Investor, wird damit die Argumentation vom Investor übernommen, ohne daß von Amtswegen her dieses überprüft wird?? Gefälligkeitsplanung?

    Im Bebauungsplanentwurf steht: Prüfung der Umweltverträglichkeit für den Bebauungsplan sei nicht notwendig, da eine Bauleitplanung gemacht wird (also im FNP-Änderungsverfahren durchgeführt wird). Im Änderungs-FNP vom Nov. 2009 steht: Die Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Umweltauswirkungen, die Aufgrund der Durchführung dieser FNP-Änderung eintreten können, werden -so weit erforderlich- im Rahmen der zu entwickelnden Bebauungspläne festgesetzt.
    Die Bauleitplanung besteht aber nur aus FNP und Bebauungsplan, wer macht also die Umweltverträglichkeitsprüfung??? Der neu aufgestellte Flächennutzungsplan sieht nicht nach einer intensiven Umweltverträglichkeitsprüfung aus.

    Überschreitung der GFZ auf 0,97? Begründung dafür ist das Bauprojekt und die Nutzung selbst? Wenn die BauNVO (Baunutzungsverordnung) mit diesem Projekt nicht eingehalten werden kann, wozu überhaupt dieses Projekt an diesem Standort und nicht woanders?

    Gutachten Verkehr und Schall?
    Was passiert mit dem Verkehr, der die Beussel- und Putlitzbrücke über Siemensstr. und Birkenstr. verbindet? Die neue Planstraße hat nach bisherigen Planungen dafür keine Lösung, also wird die Siemensstr. nur teilweise entlastet und der o. g. Verkehr wird weiterhin über die Siemensstr. laufen.???

    Gutachten über die Bäume?
    Zitat Die Beseitigung der auf dem Gelände vorhandenen Vegetationsstrukturen hat keine Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse, da das Gelände in der Vergangenheit nicht für Erholungszwecke zugänglich war. Verlust der Pappelreihe, Verlust von Blickachsen für die Anwohner in der Siemensstr. Verlust von freier Fläche, die keine Schadstoffemission produziert, Abschneidung der Frischluftschneise vom Wasser her zu dem angrenzenden Wohngebiet (Dargestellt im Umweltatlas Berlin Was sagt der Umweltbericht des Projektes dazu??

    III 3 nach Bebauungsplan
    Es wird einfach behauptet, daß das Projekt keine Auswirkungen auf den Verkehr in der Gegend hat???

    III 5 Auswirkungen auf den Haushalt von Berlin:
    Behauptung: keine, aber was ist mit der Bauleitplanung (Änderung des Flächenutzungsplanes), wo dem Land Berlin und dem Bezirk Mitte erhebliche Kosten entstehen, also der Planung, die dem Bebauungsplan vorausgeht, der vom Bauträger bezahlt wird.

    In der Planung wird behauptet, daß das Gelände derzeit eine Versiegelung von 71-80 % hat. Nach FNP-Änderung 01/07 beträgt die derzeitige Versiegelung 51-60 % ????

    Umweltatlas

    Im Umweltatlas ist die bisherige Freifläche als wichtiges bodennahes Windfeld und Kaltluftstromvolumen dargestellt, zur Durchlüftung für die Wohnbereiche südlich der Siemensstr., Karte vom 4.10.2006 und Karte vom 4.10.04., jeweils 6.00 Uhr morgens gemessen
    Wichtig ist auch die Verbindung mit der Luftschneise des Kanalsystems und zum Volkspark Rehberge und Jungfernheide (Karte Langjähriges Mittel der Lufttemperaturen 1961 bis 1990)

    Nach Karte Stadtklimatische Zonen von 2001 gilt der Bereich Siemensstr. zu den Bereichen mit einer hohen klimatischen Veränderung gegenüber Freilandverhältnissen und mit einer hohen Schwülegefahr.

    Klimamodell Berlin, Planungshinweise Stadtklima 2005: Bewertung der Flächen um die Siemensstr. als Siedlungsräume mit mäßiger, teils hoher bioklimatischen Belastung mit einer sehr hohen Empfindlichkeit gegenüber Nutzungsintensivierung, keine weitere Verdichtung, Verbesserung der Durchlüftung und Erhöhung des Vegetationsbestandes, Erhalt aller Freiflächen, Entsiegelung und ggf Begrünung der Blockinnenhöfe. Zudem in dieser Karte dargestellt: dicker blauer Pfeil aus den Freiflächen in Wedding Süd und Charlottenburg Nord. Die Pfeile werden wie folgt beschrieben: Luftaustausch zwischen Kaltluftentstehungsgebieten und belasteten Siedlungsräumen, Vermeidung baulicher Hindernisse die einen Kaltluftstau verursachen können. Bauhöhe möglichst gering halten, Neubauten längs zur Luftleitbahn ausrichten (das ist das geplante Gebäude nicht), Randbebauung möglichst vermeiden (dies wäre eine Randbebauung), Erhalt des Grün- und Freiflächenanteils (Bauprojekt wäre genau das Gegenteil).

    Die >Verkehrslärmbelastung an der Siemensstr. zwischen 22 und 6.00 Uhr liegt bei 60 bis 65 db (hellgrün), am Tage zwischen 65 und 70 db (orange hell) Beusselstr. orange dunkel (70-75 db)
    Karte CO2 Emission aller Verursacher je qm Nutzfläche von 1998: Baugelände bei Hellgrün eingestuft: Co2 Emission zwischen 10 und 20 ( sehr niedrig), während Häuser gegenüber an der Siemensstr. mit 50-75 kg/qm Nutzfläche eingestuft sind. Durch gewerbliche Nutzung würde in dem Bereich erheblich mehr Co2 entstehen.

    Um es nochmals zu verdeutlichen: Ich bin nicht gegen eine Gewerbefläche an diesem Standort, nur sollten dabei die Dimensionen gewahrt werden und die Umweltvorschriften eingehalten werden. Der gastro-Großmarkt ist für diese kleine Fläche einfach zu überdimensioniert.

  10. 10
    Regina sagt:

    Das nächste Treffen findet im Stadtschloss in der Rostocker Straße am Montag,den 18.01.10 um 19 Uhr statt. Interessierte Moabiter sind herzlichst eingeladen!

  11. 11
    H. E. sagt:

    Zitat aus den heutigen Nachrichten bei Alice.AOL.de:

    „Baustopp treibt Discounter aufs platte Land.

    Ein Urteil bringt Billigmärkte in Bedrängnis: Das Bundesverwaltungsgericht hat den Kommunen untersagt, neue Filialen von Discountern zu genehmigen, wenn dadurch bestehende Geschäfte geschädigt werden. Aldi, Lidl und Co müssen nun auf Gebiete am Stadtrand ausweichen. Allerdings gibt es eine Hintertür.“

    Im weiteren Artikel wird klar, dass es so schlimm für die Discounter nicht wird. Aber das Urteil zeigt, dass
    man offenbar ein großes Problem erkannt hat. Und dabei geht es auch um die Arbeitsplätze, die bereits im Umfeld bestehen und nun durch zusätzliche neue gefährdet werden.

    Ich bin der Meinung, dass für jeden Arbeitsplatz, der im Gastrogroßmarkt entstehen soll, woanders im Stadtgebiet einer wegfällt, und zwar dort, wo die ganzen Gastronomen bisher im kleineren oder auch größeren Handel einkaufen. Und das beginnt in Moabit bei den Drogerie-, Gemüse-, Hauswaren- und Fleischerläden in der Turmstraße und auch auf dem Großmarkt an der Beusselstraße. Wenn also STERN oder der Baustadtrat von Mitte Herr Dr. Gothe mit Arbeitsplätzen für den Gastrogroßmarkt um sich werfen: ich glaube es ihnen nicht.

  12. 12
    doa21 sagt:

    @ Max Dall: Mit solchen Bemerkungen macht man sich keine Freunde! Überhebliches gequatsche im Internet, würde das gerne mal live von dir hören! Wo muss ich hinkommen?

  13. 13
    Kiezking sagt:

    @doa21

    sag mal, muß dieses angemache sein? lass doch jedem seine meinung…auch provokation hat seine berechtigung.

    take care!

  14. 14
    Susanne Torka sagt:

    Ja bitte, auch gegenseitige Meinungen respektieren. Keine Anmache. Auch wenn man sich provoziert fühlt. Provokation muss aber doch nicht sein. Argumentieren bitte.
    Damit uns die Argumente nicht ausgehen, stelle ich hier die Gedanken zu den Pappeln von Norbert Prauser vom BUND zum download bereit:
    http://www.moabitonline.de/wp-content/uploads/2010/01/Moabit-130-Pappeln.pdf
    Und auch noch die Antwort des Stadtrats für Stadtentwicklung auf eine Mündliche Anfrage der FDP in der BVV zum Abstand zu den Lagertanks im Westhafen aus Sicherheitsgründen:
    http://www.moabitonline.de/wp-content/uploads/2010/01/Lagertanks_am_Westhafen_1473-III_MA_FDP.pdf

  15. 15
    Rané sagt:

    Richtig Susanne,
    aber unter anonymen Nicks können hier einige die Sau rauslassen, was leider nicht gut für das Portal ist. Bitte auch darum, Anspielungen auf HartzIV-Empfänger nicht mehr zuzulassen, wir haben eh genug Probleme.

  16. 16
    K. S. sagt:

    H. E. schrieb: „Ich bin der Meinung, dass für jeden Arbeitsplatz, der im Gastrogroßmarkt entstehen soll, woanders im Stadtgebiet einer wegfällt, und zwar dort, wo die ganzen Gastronomen bisher im kleineren oder auch größeren Handel einkaufen.“

    Leider gibt es unzählige Beispiele, dass ein lautes Geschrei ICH SCHAFFE ARBEITSPLÄTZE bei Politikern Lähmungsreaktionen bestimmter Hirnregionen auslöst. Wechselwirkungen mit dem bestehenden Kleingewerbe bleiben unberücksichtigt, von der Ökologie mal ganz zu schweigen. In der Provinz führt das dann oft sogar dazu, dass sich benachbarte Kommunen bei Subventionszusagen für Investoren gegenseitig überbieten.

    Im konkreten Fall geht es mir persönlich natürlich vorrangig um meine Lebensqualität als Anwohner. Kranke Pappeln und ein verlotterter Trockenrasen sind nicht optimal. Aber immerhin weit besser als eine 13-Meter-Mauer direkt an der Straße. Bei einer Verringerung der Luftzirkulation würde ich in den Sommermonaten wahrscheinlich echte Gesundheitsprobleme bekommen.

  17. 17

    @ Rané: es ist die Frage wer hier „die Sau rauslässt“.
    Das Posting von dao21 („Mit solchen Bemerkungen macht man sich keine Freunde! Überhebliches gequatsche im Internet, würde das gerne mal live von dir hören! Wo muss ich hinkommen?“) könnte als Gewaltandsrohung verstanden werden und schrammt dann am Straftatbestand des § 241 StGB lang.
    Wenn man Qualittätsicherung des Portals möchte, sollte die Redaktion solche Beiträge nicht freischalten.

    Der vorangegangene Beitrag von „Max Dall“ begegnet solchen Bedenken nicht, kann aber freilich als pauschale Beschimpfung der Moabiter kritisiert werden. Ich beispielsweise finde mich in der platten Sichtweise von „Max Dall“ nicht wieder, denn ich wohne und arbeite in Moabit und zahle nicht zu knapp Steuern – das übrigens ohne Meckern und stets pünktlich.
    Die Kritik von „Max Dall“ könnte möglicherweise an den Umstand anknüpfen, dass einige Moabiter – auch in diesem Portal – zwar viel von Staatsknete halten, aber die Erwirtschafter und Zahler von Steueraufkommen hier nicht haben wollen (Stichwort „Gentrifikation“). Darüber könnte man ja diskutieren – wozu „Max Dall“ aber keinen Beitrag geleistet hat.

    Was die Nicknames angeht: dao21 und K.S. ginge dann auch nicht. Ich persönlich ziehe es vor, an öffentlichen Diskursen mit offenem Visier teilzunehmen – Nicknames verleiten eben zu überflüssigen Entgleisungen. Gelegentlich gibt es aber auch nachvollziehbaren Bedarf für Nicknames.
    Letztlich müssen das Herausgeber/Redaktion entscheiden – und dann konsequent durchziehen.

  18. 18
    Jürgen Schwenzel sagt:

    @Martin Reeckmann: Aus meiner Sicht als Redaktionsmitglied von MoabitOnline tragen die beiden von Ihnen angesprochenen Beiträge, sowohl von „Max Dall“ wie auch von „doa21“ (nicht dao21) nicht zu einer guten Qualität der Diskussionskultur auf MoabitOnline bei. Die Abwägung einer Freischaltung ist aber immer auch eine Auslegungssache, und so habe ich die Äußerung von „doa21“ auch nicht als Gewaltandrohung interpretiert, sondern auf den Unterschied einer Äußerung im Internet gegenüber einem persönlichen Gespräch verstanden. Wir werden aber entprechend der Anregung verschiedener sicherlich überlegen, im Hinblick auf Freischaltungen von Kommentaren restriktiver vorzugehen, wobei es der Redaktion aber wichtig ist, dass sich in MoabitOnline eine Vielfalt von Meinungen widerspiegeln darf und soll! Wir haben übrigens in der Vergangenheit schon wiederholt bei Nichtveröffentlichungen die Verfasser angemailt, ihren Beitrag in veränderter Form neu einzureichen.

    Ich hoffe allerdings sehr, dass die Kommentatoren selber auf informative und qualtitätvolle Beiträge selber achten!

    Der Verzicht auf die Kürzel wie doa21 oder K.S. alleine schafft allerdings noch keine Transparenz gegenüber einem vollen Namen. Auch ein voll ausgeschriebener Name kann erfunden sein, nicht nur bei Donald Duck! Wir wollen uns bei den Kommentaren auch nicht nur auf der Redaktion persönlich bekannte Personen beschränken.

    Das Beispiel doa21 steht aber im übrigen – trotz Nickname – wiederum für Transparenz, weil er offen auf seine Website verweist, wo mensch im Impressum auch auf den bürgerlichen Namen stösst. (Na gut, dass Impressum könnte etwas besser zu finden sein) Zudem ist über doa21 übrigens u.a. auf MoabitOnline ein Portaitveröffentlicht.

  19. 19
    K. S. sagt:

    Ist zwar ein wenig Off-Topic, aber seis drum:

    Ich hätte keine Probleme damit, im Kreise der Moabit-Online-Diskutanten meinen richtigen Namen zu nennen. Wenn aber potientielle Auftraggeber für meine Gewerbetätigkeiten bei Google als erstes linksökologische Statements lesen, könnte das zu einem verminderten Steueraufkommen in Moabit führen.

    Ob Max Dall ein echter Name ist, weiß ich nicht. Vielleicht sollte ich mich Lisbeth Öztürk nennen, damit meine Beiträge authentischer aussehen. Jedenfalls stehen auf Moabit-Online noch nicht so viele „überflüssige Entgleisungen“, dass ich eine Ausweiskontrolle befürworten würde.

  20. 20
    H. E. sagt:

    Um mal zwischendurch etwas nettes einzufügen:

    Die Moabiter sind ja helle Berliner, trotz aller Widrigkeiten haben sie den Humor nicht verloren, und so haben sie gestern spontan nach der Beantwortung ihrer Fragen in der Bezirksverordnetenversammlung für die an einigen Fassadenteilen des Großmarktes geplanten Rankgewächse einen Spitznamen erfunden. Er lautet:

    „Die hängenden Gärten des Dr. Gothe“.

    Zur Erinnerung: Herr Dr. Gothe ist der SPD-Baustadt von Mitte, der dieses Projekt genehmigen will.

  21. 21
    Jürgen Schwenzel sagt:

    @BI Siemensstraße
    Dann hoffe ich mal, dass Herr Gothe die „Hängenden Gärten“ auch mit Humor aufnimmt. Aber vielleicht sind die „hängenden Gärten“ ja auch eine Nachahmung der vertikalen Gärten in Paris, auf die im fünften Kommentar des Artikels zum Neubau der TOTAL Deutschland Zentrale hingewiesen wurde.
    @H.E.: Und seit wann hat denn unser Baustadtrat einen Doktortitel?

    Gibt’s von der BI noch nen inhaltlichen Kommentar zu den Äußerungen („Anworten“ will ich mal nicht sagen) der BVV-Fraktionen und den Aussagen von Ephraim Gothe?

  22. 22
    H. E. sagt:

    Die BI tagt Anfang der Woche, frühestens danach kommt ein Kommentar, wenn überhaupt einer kommt.
    Bitte hier weiterdiskutieren:
    http://www.moabitonline.de/2308

  23. 23

    […] spannende Frage in dem Zusammenhang mit dem Spatenstichritual ist, ob und in welcher Form die Bürgerinitiative Siemensstraße vor Ort aktiv sein […]

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