E-Center kommt

Ein “ganz neuartiger Lebensmittelfachmarkt” soll auf dem ehemaligen Paech-Brot-Gelände Birken-/Stephanstraße entstehen. Neuerdings steht ein Bauschild mit einer Abbildung des geplanten “E-Centers” von Edeka an der Ecke, eine spannende Architektur ist es allerdings nicht, was man sich ausgedacht hat, nur wieder Glasfassaden.

E-Center


Das E-Center zieht sich vor allem an der Stephanstraße entlang, das “Gesicht” aber zeigt zur Kreuzung. Für den Edeka-Markt sind etwa 4000 qm Verkaufsfläche angekündigt, dazu weiterer Handel und Dienstleistung auf 20.000 qm. Im 1. Obergeschoss ist ein sogenannter “Food Court” geplant, mit Gastronomie und einer Bühne. An der Birkenstraße entsteht ein Parkhaus für 600 Pkw.Für Fußgänger wird mit einer kleinen Allee endlich eine Verbindung durch den Block geschaffen, zwischen der Stephanstraße und dem Ende der Lübecker Straße. Ein genauer Bautermin steht allerdings nicht auf dem Schild, nur “ab 2008″. Als erstes wird dann wohl der alte Fabrikschornstein abgerissen.

133 Kommentare auf "E-Center kommt"

  1. 101
    vilmoskörte sagt:

    @Susanne: Och, man kann auch bei Edeka ganz nett mit den Verkäuferinnen und Kassiererinnen plauschen …

    @JRS: Es gibt in Moabit viele Initiativen und Organisationen, bei denen du dein Umfeld aktiv mitgestalten und verbessern kannst (QM West, QM Ost, Stadtteilvertretung Turmstraße – um nur ein paar der staatlich geförderten zu nennen). Bist du dort einmal vorstellig geworden? Die Stadtteilvertretung Turmstraße wird übrigens im März neu gewählt, vielleicht magst du dich dort engagieren?

  2. 102
    doa21 sagt:

    Zitat: “ich weiß aber, dass der Fleischer gekündigt wurde und nun der alte Obstmann in der Fleischerei arbeitet. Fundierte Einweisung oder besondere Lebensmittelpässe? Fehlanzeige!”

    das klingt ja nicht gerade vorbildlich, gibt es aktuelle Stellungnahmen vom E-Center?

  3. 103
    Rané sagt:

    Wäre angebracht, denn ich liebe mein Edeka in Wilmersdorf, kenne alle MitarbeiterInnen, eine hat sogar ihren Stammplatz an der Kasse. Somit sollte sich Edeka gut überlegen, ob es mit dieser Politik den eigenen guten Ruf versauen will.

  4. 104
    Sven Hansen sagt:

    Die Personalpolitik ähnelt immer mehr der von Schlecker vor dem Absturz: Ich hatte Bewerbung persönlich vor Eröffnung bei EDEKA abgegeben und erhielt Einladung für Job über Teilzeitfirma. Nachdem die dort kein Team für Zeiten zustande bekommen haben (Billiglöhne lassen grüßen), erfolgte unakzeptables Angebot, das ich abgelehnt habe. Aber Frage: wie hält es EDEKA mit dem Datenschutz? Leiterin stand für Gespräch nicht zur Verfügung.

    Ich kaufe da nicht mehr und wenn Sie sich anschließen: MERCI!

  5. 105
    Rané sagt:

    Da empfehle ich die Arminiusmarkthalle, super Qualität zu fairen Preisen. Aber da ich mein kleines EDEKA in Wilmersdorf incl. der MitarbeiterInnen liebe, werde ich da nachhaken.

  6. 106
    Dani sagt:

    Ich habe neulich mal an der Kasse im E-Center gefragt, warum oben noch geschlossen ist. Die Dame meinte, das Bezirksamt habe die Genehmigung noch nicht erteilt bzw auf Eis gelegt. Weiß da jemand Genaueres?

  7. 107
    doa21 sagt:

    zentrenrelevante Geschäfte dürfen sich nur auf der Turmstrasse niederlassen, damit hat der Moa-Bogen z.Z. leider zu kämpfen, 200 Meter weiter soll aber ein riesen Einkaufszentrum entstehen wo diese Bestimmung nicht zählt…so in der Art würde ich es beschreiben.

  8. 108
    Marius sagt:

    Ich finde das E-Center (Moabit) schrecklich , da fragte ich mal wo ich das Mehl finde … Der Mann: “Ja einfach nach oben schauen da sind Schilder abgebildet so blöd kann man ja nicht sein” war die Antwort…

    Die Kassiererin war ja auch nicht gerade höfflich

    Fazit : Unfreundlich , kein Service für anständige ..

    MfG.-

  9. 109
    Aro Kuhrt sagt:

    @Marius
    Ich kann das überhaupt nicht bestätigen. Zwar stimmt es, dass das Personal manchmal auch nicht weiß, wo etwas steht, aber unfreundlich habe ich bisher noch gar nicht erlebt. Im Gegenteil: Mehrmals sind die Verkäufer/innen auch mitgegangen und dann haben wir gemeinsam gesucht.
    Da hatteste wohl einen besonders schlechten Tag erwischt.

  10. 110
    L.S. sagt:

    Ich kaufe regelmäßig im E-Center ein und kann die obige Erfahrung ebenfalls nicht bestätigen. Im Gegenteil, ich finde das Personal ausgesprochen höflich und hilfsbereit. Außerdem ist das Sortiment sehr umfangreich. Ich wüsste nicht, wo ich in Moabit ansonsten alle meine Lebensmittel-Einkäufe erledigen kann. Und jetzt, nachdem die Entscheidung zum Schultheiss-Projekt gefallen ist, wird irgendwann sicher auch die zweite Etage eröffnet!

  11. 111
    Carsten sagt:

    Nah ja. Die zweite Etage können die Betreiber jederzeit eröffnen. Nun spekulieren sie aber von Anfang an wohl darauf, dass sie dort entgegen den Festlegungen des Bebauungsplans noch mehr zentrumsrelevanten und großflächigen Einzelhandel unterbringen können. Dafür das riesige Parkhaus. Weitere Zentrumsflächen sind aber über das bestehende E-Center hinaus ausschließlich der Turmstraße vorbehalten. Die Moabogenbetreiber waren nun nicht die größten Fans des Schultheißprojektes, um es vorsichtig auszudrücken. Deren Argumentation, dass an der Turmstraße eh nichts passiert, weshalb der Moabogen ruhig mehr Flächen haben kann, dürfte nun nicht mehr ziehen. Und die Partei die für den Moabogen den Antrag auf Zulassung weiterer zentrumsrelevanter Flächen gestellt hat, ist ja nicht mehr in der BVV. Ich hoffe, dass die Verwaltung weiterhin standhaft bleibt und auf Einhaltung der Vorgaben besteht. Moabogen darf ein Nahversorgungszentrum sein. Mehr nicht.

  12. 112
    Aro Kuhrt sagt:

    @Carsten
    “Moabogen darf ein Nahversorgungszentrum sein. Mehr nicht.”
    Ja, es wäre wirklich schlimm, wenn es da tatsächlich noch den Schuster und den Burgerladen geben würde…

  13. 113
    Carsten sagt:

    @ Lieber Aro: Exakt. Das wäre nicht schlimm. Eigentlich hatte ich mich klar ausgedrückt. Genau das dürfen die Betreiber auch ansiedeln. Restaurants, Friseur, Schuster, Imbisse, sonstige kleinere Läden oder auch Bowlingcenter, etc. . Damit können die die ganze 2. Etage zupflastern. Hier geht es um große Einheiten Textil/Elektronik, die dem Bebauungsplan und der bezirklichen bzw. gesamtstädtischen Zentrenplanung widersprechen würden.

  14. 114
    L.S. sagt:

    Natürlich ist es sinnvoll, dass die großen Einheiten im Schultheiss-Areal konzentriert werden. Aber die Befürchtungen, dass die Ansiedlung von kleineren Läden im Moabogen negative Auswirkungen auf die Ladenstruktur in Moabit haben könnten, kann ich nicht nachvollziehen. Denn diese Befürchtungen gehen davon aus, dass Ladeneröffnungen an der einen Stelle im Gegenzug Ladenschließungen an anderer Stelle zur Folge haben. Das wäre aber nur bei einem massiven Überangebot der Fall. Tatsächlich ist das Angebot von Läden in Moabit und insbesondere im Stephankiez aber viel zu gering, sodass mögliche Kunden gezwungen werden, in andere Stadtteile auszuweichen. Unter diesen Bedingungen kann ein gesteigertes Angebot auch andere Gewerbetreibende animieren. Jeder bietet seine Waren lieber im Umfeld von anderen Anbietern an, und jeder kauft lieber dort ein, wo noch andere Waren oder Dienstleistungen angeboten werden.

  15. 115
    Carsten sagt:

    “Aber die Befürchtungen, dass die Ansiedlung von kleineren Läden im Moabogen negative Auswirkungen auf die Ladenstruktur in Moabit haben könnten, kann ich nicht nachvollziehen.” Sagt das irgendjemand? Nein, das sagt niemand. Im Moabogen darf man noch ca. 2000 qm zentrenrelevanten Einzelhandel unterbringen, aber keine großflächigen Einheiten. Das dürfte wohl zur Erfüllung aller Wünsche der Umgebung reichen (nur die Betreiber wollen natürlich mehr)

  16. 116
    Jürgen sagt:

    Tja, irgendwie haben H.E. und L.S. in ihrer Art, klare Sachaussagen zu kommentieren ganz viel gemeinsam ;) .

  17. 117
    L.S. sagt:

    @ Carsten

    Verzeihung, aber mein Kommentar war nicht auf Ihren bezogen, Nr. 11, dem ich nichts hinzuzufügen habe, sondern auf Nr. 12. Aber wenn ich Aro Kuhrt falsch verstanden habe, dann entschuldige ich mich für meinen Kommentar.

  18. 118
    H. E. sagt:

    Am besten hört Edeka auf, alles zu verkaufen, was nicht Lebensmittel sind, und zieht in das 1. OG. Dann traut sich und kommt im EG vielleicht auch der obengenannte zentrumsrelevante Einzelhandel auf kleineren Flächen. Der Friseur als dramatische Haupteingangs-Attraktivität macht’s ja vor.

    Genial übrigens diese Eingangssituation: Man muss erst mal an den Waschbecken des Friseurs vorbei oder sogar um diesen herum und dann kommt so etwas nebenbei ein platter Hauseingang und wenn man tatsächlich d’rin ist, begegnet man in der pompösen Halle den netten Plastiksperren, die mich stark an den Playmobil-Baukasten meiner Tochter erinnern. Dort, muss ich gestehen, waren sie allerdings richtig nettes Zubehör.

    Statt einen einladenden Eingang an einem großzügigen Vorplatz zu schaffen, auf dem vielleicht, weil es ja die Nachmittags-Sonnenseite ist, auch Stühle und Tische eines Cafés unter einigen Bäumen oder in einer Arkade Platz haben, konnten alle mal wieder nicht genug Verkaufsflächen bekommen.

    Sehr bemerkenswert und außerordentlich gelungen scheint mir übrigens auch der Hoteleingang, der mich angesichts seiner vornehmen Zurückhaltung immer vermuten läßt, dass dieses eigentlich mal der Personaleingang werden sollte.

  19. 119
    Rané sagt:

    Bowling wäre eine gute Idee, aber bitte nicht H&M, denn was da bei den Produktionsbedingungen in Kambodscha passiert, ist menschenunwürdig. Wir leben nunmal in einer globalen Welt, also braucht es auch Organisationen, welche die Standards der Arbeitsbedingungen der Menschen global zu verbessern helfen. Gewerkschaften, ihr habt diese Entwicklung leider verschlafen.

  20. 120

    Wenn ich nach einem Jahr Moacenter ein Resumee ziehen soll würde ich sagen: “Das MoaCenter ist ein Abschreibungsobjekt von EDEKA”.

    Nicht nur das man sich permanent darum bemüht hat, die Attraktivität des Centers dadurch “runter zu fahren” indem Interessenten durch den Riesen Edeka-Markt, der von der “Schraube bis zum Fernseher” alles mögliche anbietet, ohne jedoch echte Spezialitäten zu führen,verschreckt wurden, nein man hat auch beim Personal Einsparungen vorgenommen.

    Wer dort öfter einkauft wird feststellen, das die meisten Kassenkräfte schwarz gekleidet sind. Nach Rückfrage bei einer der Damen in weißblauer EDEKA-Uniform teilte mir diese mit, das es sich dabei um Leiharbeiter handele, die nicht bei EDEKA angestellt seien.

    Als nächstes wurde die Parkschranke montiert die unberechtigtes Parken verhindern soll, dabei steht 90% des Parkhauses leer.

    Weiterer “Marketinggag” den man bisher hauptsächlich von der Edeka-Tochter “Netto” kennt sind die sog. Lockvogelangebote.

    http://www.vz-nrw.de/link321922A.html

    So habe ich es jetzt bereits mehrfach erlebt, das die in den wöchentlich verteilten Flyern die Aktionsware gar nicht erst geliefert wurde. Offenbar sieht man das MoaCenter als Abschreibungsobjekt das akzeptable Verluste machen soll. Anders kann ich es nicht nachvollziehen, das auch die Verköstigungsstände immer öfter leer bleiben-Tristesse statt Entwicklung.

    Das es auch anders aussehen könnte, wenn man denn wollte, konnte man Sylvester sehen. Da war der ganze Edeka-Markt eine einzige Verkaufsschlange, Bedarf scheint also vorhanden, denn voll war es auch in allen anderen LEH-Geschäften.

    Ciao
    DerDemokrator

  21. 121
    H. E. sagt:

    Obiges klingt für mich alles eher nach Verzweiflungstaten der Geschäftsleitung. Mit einem üblich großen Lebensmittelladen hätte es wahrscheinlich gut funktioniert. Aber es fängt halt schon damit an, dass man von den Lebensmitteln nichts sieht, weil man ausgerechnet im EG nur noch geschlossene Fassaden hat und am Eingang vor allem ein Friseur das Umfeld bestimmt. Unsere Vorfahren konnten es besser!!

    Um zukünftigen weiteren Leerstand zu vermeiden, schlage ich vor, dass in das 1.OG, das ja von Anfang an leer steht, die Abt. Stadtentwicklung (nun ohne Herrn Gothe) einzieht. Im EG könnte ich mir, wenn es dann soweit ist, das Bürgermeisteramt (immer noch mit Herrn Dr. Hanke) mit einer erneuerten Abt. Bürgerbeteiligung vorstellen und im Parkhaus in einer gemütlichen Containerstadt die S.T.E.R.N. GmbH (Zur Erinnerung: Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung). Für die Fraktionen der BVV gibt es bestimmt ganz oben im Hotel noch einige freie Zimmer und eine Kantine braucht man auch nicht mehr, denn das Hotel dürfte in seiner Küche wohl auch Kapazitäten frei haben.

    Das Ganze hätte den Vorteil, dass all diese Leute den Stadtteil vor Ort erfühlen könnten, über den sie mal intensivst nachdenken müßten, unter vielen anderen Punkten z. B. über die Größe der für Schultheiss und auf dem Hertiegrundstück geplanten Verkaufsflächen.

  22. 122
    vilmoskörte sagt:

    Zu 120: Soweit ich es weiß, ist Edeka weder der Bauherr noch der Eigentümer des Moa-Bogens, sondern lediglich Mieter, folglich kann das Gebäude nicht ein Abschreibungsobjekt der Edeka sein.

    Aha, ohne Spezialitäten werden die Kunden “verschreckt”?

    In dem von dir zitierten Lockvogel-Beitrag taucht Edeka kein einziges Mal auf.

    Zu 121: Ach H.E. – was soll das? Willst du dich nicht lieber in einem heimatlichen Charlottenburger Blog austoben?

  23. 123
    H. Eschenburg sagt:

    @ vilmoskörte

    Bist Du hier eigentlich der Sittenwächter vom Dienst? Und was weißt Du schon, in welcher Form ich in Moabit verankert bin und aus welchen Gründen ich Zeit für Moabit aufbringe.

    Besser wäre, Du und andere würden zu Fehlentwicklungen in Moabit auch mal richtig herzhaft Stellung beziehen und Forderungen an die Verwaltung und an die Politik stellen, statt hier an Kommentaren herumzumäkeln. Dann käme der Stadtteil vielleicht besser voran.

  24. 124
    prolet sagt:

    Sind die ewig gleichen und dumpfen Polemiken etwa vorwärtsgewandte “Zeit für Moabit”? Angestaute Aggressionen sollte man auf andere Art besser abbauen können! Moabit nutzen deine “herzhaften Kommentare” jedenfalls nicht, andere Teilnehmer schlagen ja schon vor, MoabitOnline umzubenennen …

  25. 125
    vilmoskörte sagt:

    @H.E. Ich frage mich gerade, wer hier mehr mäkelt. Es nutzt m.E. nichts, wenn du hier in den Kommentaren die immer gleichen Anwürfe gegen Politik und Verwaltung vorbringst. Ich bringe mich lieber an anderer Stelle ein, um den Stadtteil voranzubringen.

  26. 126
    H. Eschenburg sagt:

    @ vilmoskörte

    Auch wenn Du der Meinung bist, dass meine Kritik an der Verwaltung und Politik nichts bringt, könntest Du trotzdem die Größe aufbringen, diesen meinen Weg zu tolerieren. Ich mäkel schließlich auch nicht an Deinem Blog herum. Außerdem zwingt Dich niemand, meine Kommentare zu lesen.

  27. 127
    H. E. sagt:

    Heute bei http://www.tagesspiegel.de der Artikel “Zu schön, um wahr zu sein”.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/zu-schoen-um-wahr-zu-werden/6124292.html

    Es geht um den täuschenden Eindruck der Visualisierungen von Architektur und Städtebau in Berlin, dargestellt u. a. am Beispiel vom Alexa und vom Spree-Dreieck (Bürohaus am Bhf. Friedrichstraße).

    “Glas leuchtet nur nachts, tagsüber ist es tiefblau bis schwarz, ein dunkles Loch, sagt Benedikt Goebel, Stadt- und Architekturhistoriker”. Und der Verfasser des Artikels sagt: “Die Verwüstung, die leichtfertige Freigaben von Visualisierungen anrichten können, fiel sogar dem Regierenden Bürgermeister auf”, als ihm angesichts des Alexas ein “Ist das häßlich” entfuhr.

    M. E gibt es in Moabit ebenfalls mehrere hervorragende Beispiele, hier nur zwei davon:

    1.) Der Moabogen an der Strom- Ecke Birkenstraße:
    Man vergleiche einmal die bildliche Darstellung im obigen Artikel mit der Wirklichkeit. Auf dem Bild oben strahlt das Gebäude wie ein Kristall und beim Parkhaus sieht es sogar nach hängenden Gärten aus. Und welchen Eindruck machen Gebäude und Parkhaus in Wirklichkeit!

    2.) Hamberger Großmarkt an der Siemensstraße:
    Bisher gibt es nur zwei Bilder davon: Eins ist die Perspektive zum Bebauungsplan, das andere ist das Bauschild an der Siemensstraße gegenüber der Waldstraße. In beiden Fällen wird das Gebäude aus Winkeln gesehen, die zwangsläufig das wenige Grün, das übrigbleibt, groß im Vordergrund abbilden und das Gebäude dünn dahinter und zu weit entfernt. Die Wirklichkeit ist m. E. nicht annähernd dargestellt. Die räumliche Situation sieht eher so aus wie auf der Fotomontage im Moabit-Online-Artikel zum Hamberger Großmarkt oder – noch besser – die Wirklichkeit des Hellweg-Baumarktes an der Quitzowstraße, wobei Hamberger höher und länger wird als der Baumarkt.

    M. E. dürften die Bauämter Bilder, die nicht die Realitäten zeigen, nicht akzeptieren und sie schon überhaupt nicht zur eigenen Rechtfertigung eines Bebauungsplanes oder einer Baugenehmigung heranziehen. Sie dürften sie auch nicht verwenden, um
    - im Ausschuss für Stadtentwicklung
    - oder in der BVV
    - oder bei der vorgeschriebenen Beteiligung der Öffentlichkeit
    eine Zustimmung zu den Planungen zu erreichen.

  28. 128
    Aro sagt:

    @ H.E.
    Hm, hängende Gärten kann ich aber dem Bild nicht erkennen. Und ich habe sie auch nicht erwartet.

  29. 129
    H. E. sagt:

    @ Aro

    Nun, die pompösen “Hängenden Gärten der Semiramis” sind es nicht, die wären wohl auch zu teuer. Aber hängendes Grün sehe ich schon an der Dachkante und den Stützen des Parkhauses. Der jetzt dort stehende vorhandene nackte Stahlbau würde in einer CAD-Visualisierung glatter aussehen.

    Und was fast noch schlimmer ist: Auf dem obigen Bild erweckt das Parkhaus m. E. eindeutig den Eindruck, als ob es hinter den Stahlstützen verglast ist, was ja auch nicht mit der Realität übereinstimmt.

  30. 130
    banikowski sagt:

    Gähn!

  31. 131

    “Glas leuchtet nur nachts, tagsüber ist es tiefblau bis schwarz, ein dunkles Loch,

    Hier muss ich mal Einspruch erheben, das stimmt so nicht. Gerade Glas hat die Eigenschaft, verschiedenste Farbnuancen annehmen zu können, abhängig von der stets variierenden Farbe des Himmels. Ich finde es beeindruckend zu welchen changierenden Farbspielen & Reflexionen Glasfassaden imstande sind. Und selbst bei grau-tristem Wetter gibt eine (getönte) Glasfassade immer noch was her.

    Nachts leuchtet Glas nur wenn Licht in den Räumen ist, was selten der Fall ist.

    Kann diese Glasphobie der Gesellschaft nicht so recht nachvollziehen. Wobei natürlich nicht jede Glasfassade automatisch auch schön ist – natürlich gibt es auch diese “dunklen Löcher”, es muss schon gut gemacht sein um sein Potential entfalten zu können.

    Zu Visualisierungen allgemein: Natürlich sind diese geschönt, das ist das Prinzip der Werbung. Ganz gleich ob bei Lebensmitteln, Textilien oder Kosmetik- und Lifestyleprodukten, die Fotos sind immer geschönt und haben mit der Realität wenig gemein. Ist in der Architektur, wo ein Rendering eben als (Be-)Werbung des jeweiligen Architekten gilt, nicht anders.

    Hatte damals die Entwürfe vom Alexa nicht gesehen – kann man das Alexa überhaupt schönvisualisieren? ;-)

  32. 132
    H. E. sagt:

    @ banikowski

    Gähn ruhig weiter. Auf einen mehr oder weniger kommt es nicht an, denn Veränderungen wurden sowieso immer nur von wenigen angeschoben, während die Mehrheit abgewartet hat.

  33. 133
    H. E. sagt:

    @ berlinhauptbahnhof

    Auf der obengenannten Internetseite des Tagesspiegels fehlen leider das Bild und das Foto vom Alexa, die beide in der gedruckten Ausgabe vorhanden waren. Aber der Unterschied ist so groß, dass man fast sagen könnte, es handelt sich um zwei verschiedene Bauvorhaben, wobei die Visualisierung m. E. eindeutig den besseren Entwurf darstellte, sowohl architektonisch als auch städtebaulich.

    Eine derartige Visualisierung dient übrigens nicht der “(Be-)Werbung des jeweiligen Architekten”. Vielmehr bewirbt sich damit ein Bauherr bei der Bauaufsicht, der BVV und der Öffentlichkeit.
    Visualisierungen werden oft auch nicht vom Architekten erstellt, sondern mit speziellem Auftrag eines Bauherrn von Büros, die auf derartiges spezialisiert sind.

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