Bebauungsplan zum Schultheiß-Gelände

Öffentliche Erörterungsveranstaltung am Montag, 21.4.2008, 18.30 Uhr im ehemaligen BVV-Saal Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Ziel/Zweck des Bebauungsplans 1-43VE ist die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen für ein Einkaufs- und Dienstleistungszentrum auf dem “Schultheiß-Gelände” an der Stromstraße zwischen Turm- und Perleberger Straße. Betroffen sind die Grundstücke Perleberger Straße 42, Turmstraße 25-26 und Stromstraße 11-17.

Sie können die Pläne und Entwürfe beim Bezirksamt einsehen und nach Erläuterung der Ziele, Zwecke und Auswirkungen der Planung Äußerungen hierzu abgeben. Das Anhörungsergebnis wird in die weitere Planung einfließen. Die Planauslegung erfolgt vom 07. April 2008 bis einschließlich 30. April 2008, Montag bis Mittwoch von 8.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb dieser Zeiten.

Ort: Bezirksamt Mitte von Berlin, Abt. Stadtentwicklung, Amt für Planen und Genehmigen, Fachbereich Stadtplanung, Iranische Straße 3, 13347 Berlin, 2. Stock, Zi. 228, Tel.: 2009 45873.

Die Unterlagen sind während der Auslegungszeit auch von der Webpräsentation des Stadtplanungsamts als PDF-Dateien herunterladen, es handelt sich um Zeitungsanzeige zur Bekanntmachung, Bebauungsplan, Begründung, und Projektplanung.

Abbildung: So soll das “Schultheiß-Areal” aus der Vogelperspektive nach dem Willen der Planer der Fa. REMTEC künftig aussehen.

10. April 2008 | Von Jürgen Schwenzel | Kategorie: Kiez

14 Kommentare
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  1. Laut den Bildern in der Projektplanung wird der Bürokomplex mit Schmackes über das Schultheiss-Gebäude gestülpt, in das Dach ein paar Bäume gerammt, und Moabit mit hirntoten Zombies bevölkert. Das muß gut werden.
    http://www.berlin.de/imperia/md/content/bamitte/plang/buergerbeteiligung/07-04-08/ 1_43ve_projektdarstellung_021_3_1.pdf
    Oder vielleicht ist es auch nur ein Fall für “Photoshop Disasters”.

  2. Wer diese Ecke täglich sieht kann nicht ernsthaft gegen eine Bebauaung mit was auch immer sein. Dass hier etwas passiert ist ein Segen für diesen sträflich vernachlässigten Kiez. Ein Geschäfts- und Einkaufskomplex? Um so besser!

  3. bin da auch sehr ambivalenter meinung! zum einen bin ich manchmal wirklich genervt von den mageren Einkaufsmöglichkeiten in Moabit, zum anderen kenn ich aber auch viele Künstler, Bands usw. die in den Räumen in der alten Brauerei ihre Werkstätten/Proberäume etc. haben

  4. Es kommt darauf an, WIE das ganze entwickelt wird: behutsam und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, möglichst auch noch mit Einbeziehung der jetzigen Mieter, was leider auch nicht mehr alle sind, die noch vor einenm oder zwei Jahren dort waren, weil einfach fast nichts mehr instandgesetzt wurde, oder ob es den Investoren (sie sind ja jetzt auch schon ein halbes Jahr Eigentümer) nur darauf ankommt, die maximale Verkaufsfläche auf dem Gelände unterzubringen. Es könnte auch etwas anderes werden, als ein Null-Acht-Fünfzehn-Einkaufszentrum, worauf die Planung mit C&A, Kaufland, einem Elektronikmarkt und einer überdachten Shopping Mall hinausläuft. Aber es scheint, als ob die HLG nur Einkaufszentren machen kann und will. Ihr Referenzbeispiel am Tempelhofer Hafen ist ein “schönes” Beispiel. Da ist der alte Speicher nur als Fassade erhalten geblieben. Ein Artikel über Planung und Größe und vor allem Parkdecks auf denkmalgeschützte Gebäude draufgebaut findet sich in LiesSte, Nr. 2. Dann gab es zu kurz vor dem Kauf des Grundstücks von der Gläuberbank noch Interesse von Investoren, die ein anderes Konzept verfolgt hätten. Das findet sich in LiesSte, Nr. 3.

  5. Als direkter Anwohner (ich wohne in dem Gebäude Ecke Strom- und Perlebergerstr.) kann ich nur sagen es wird allerhöchste Zeit für eine vernünftige Nutzung dieses Areals und eine damit gewährleistete Belebung des Kiezes. Der Hertie reißt es nämlich leider nicht raus.

    Das aktuelle Gelände ist heruntergekommen, hässlich und von Firmen genutzt die in solch zentraler Stadtlage eigentlich nichts verloren haben. Sogar der Getränkemarkt hat sich schon verabschiedet. Mit neuer Bebauung wie in der Planung vorgeschlagen, könnte die Ecke (auch dank ihrer direkten Anbindung an U-Bahn und Busnetz) extrem populär und schön werden, ein dringend benötigter Aufschwung für Moabit. Hoffentlich geht es bald los…

    Wahrscheinlich werde ich mir dann zwar parkplatztechnisch irgendwas einfallen lassen müssen, aber das nehme ich gerne in Kauf!

  6. richtig!
    ich pflichte dem obigen mehr als nur bei.
    gerade für junge leute ist es schön, wenn sie ein center gleich um die ecke haben! und ich glaube auch, dass die kleinen bars und geschäfte in näherer umgebung davon profitieren werden….
    und zum anderen könnte es auch eine initialzündung dafür sein, dass die noch hier leer stehenden wohnungen vermietet werden, beispielsweise von studenten! (ich bin auch einer) … die bringen schon das nötige kleingeld mit, um die “region” zu beleben… und schöner wirds auch allemal…. ich frag mich sowieso, was an dem alten komplex so besonders sein soll, außer seiner geschichte…. wenn es droht bald zusammenfallen, dann kann man doch die noch erhaltenen mauerreste miteinbeziehen in die bauplanung, sodass ein interessantes center entsteht, das für die zukunft steht und nicht für die vergangenheit… hier muss sich echt mal was bewegen, hier wurde viel zu wenig gemacht meines erachtens….
    weiß jemand überhaupt etwas neues, wann es los geht? bzw geht es überhaupt noch dieses jahr mit dem umbau weiter?

  7. da bei dem EDEKA Center auf dem Paechbrot-Arel in der Stephanstraße auch überhaupt gar nix passiert wäre ich mit allen anderen Projekten mal nicht so optimistisch. Abgesehn von dem Baumarkt, da gehts ja wirklich rasant vorwärts.

  8. Genau, der EDEKA. Weiß jemand Näheres zum Status des Projektes?

  9. doch, doch, es wird weitergehen mit dem Edeka, dem Ärztezentrum und was nicht noch allem auf dem Paechbrot-Gelände. Der Bebauungsplan ist von der Bezirksverordnetenversammlung bereits verabschiedet, aber wie weit die Investoren mit dem Bauantrag sind, weiß ich nicht so genau. Angeblich soll in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Am besten wissen die Leute von BürSte, Bürger für den Stephankiez, darüber bescheid. http://www.stephankiez.de

  10. Hallo, ich halte für BürSte den Kontakt zum Projekt auf Paech-Brot. Am Bauantrag wird nach den Angaben der dort Verantwortlichen gearbeitet, und es laufen bereits im Vorfeld Abstimmungen mit dem Bezirksamt. Es trifft sich wöchentlich eine Arbeitsgruppe aus Architekten, Haustechnikplanern, Statikern usw., um das Projekt baureif zu machen. Es gibt vertragliche Zusagen an Edeka betreffend der Fertigstellungszeit. Edeka wird sein erstes E-Center in Berlin im Erdgeschoß eröffnen. Es soll zwei Etagen Einkaufen plus zusätzlicher Nutzung im 2. und 3. Obergeschoss geben, wie oben Susanne Torka schrieb.

    Es gibt einen Katalog von Punkten, der mit den Bürgern abgeklärt werden soll (Fassade, das Aussehen der Durchwegung u.a.), sobald das Projekt in der Planung so weit ist, so die Vereinbarung einer Arbeitsgruppe aus Vertretern des alten Betroffenrat Stephankiez und den Projektverantwortlichen von vor 1 1/2 Jahren. Die Punkte sind auch den Bezirksverordneten in Mitte bekannt, die die Zusammenarbeit damals begrüßt haben. Ich erwarte das Wiederaufleben der Arbeitsgruppe innerhalb der nächsten 4 Wochen.

  11. ohmann ich kanns echt nicht erwarten. Endlich mal ein gepflegter Supermarkt mit reichem Angebot und HOFFENTLICH einer ordentlichen Wurst/Fleischtheke bei mir in der nähe.

  12. Hört sich an als wird es dieses Jahr nichts mehr mit dem Baubeginn.
    Vielen Dank für die Info M.Barow!

  13. Ich lebe seit 1973 in Moabit, jetzt in der wunderschönen Zille-Siedlung, und arbeite im Rathaus in der Turmstraße. Ich konnte also den Verfall des Kiezes voll mit erleben. Deshalb würde ich mich um so mehr freuen, wenn hier endlich mal etwas Schönes hinkommt und das Ganze aufgewertet wird. Im Zusammenhang mit dem Gebiet des Regierungsviertel und dem Drumherum an der Spree wäre das alles eine ideale Überleitung nach Moabit. Und ich möchte endlich mal in meinem Umfeld vernünftige Einkausmöglichkeiten haben. Allein schon der jetzige Zustand der Markthalle ist zum Heulen, zumal ich das von früher anders kenne. Allerdings befürchte ich, dass sich bei der nächsten Flächennutzungsplanung einige Mieter entsetzen werden, da die Wohnlage sicher anders eingestuft wird. Aber egal, ich würde das in Kauf nehmen.

  14. Vielleicht tut sich nun etwas.

    > http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0912/berlin/0041/index.html

    Vielleicht – ohne weitere Kenntnis der Pläne im Detail – könnte sich hier ein Kompromiss zwischen den berechtigten Interessen des Denkmalschutzes und der Stadtentwicklung und den – aus Sicht der gesamten Turmstraße – nachvollziehbaren und sinnvollen Wünschen zum Bau eines Einkaufszentrums an dieser Stelle andeuten. Der bisherige Plan war ja noch nicht in jeder Hinsicht überzeugend.

    Vielleicht (zum dritten Mal) gelingt es auch irgendwann einmal in Berlin für die Bauaufgabe “Einkaufszentrum” eine vernünftige städtebauliche und architektonische Form zu finden, die sich in die Umgebung integriert und Altbausubstanz in mehr als symbolischer Form einbezieht. Wenn das erstmals in Moabit passiert (nach so vielen schlechten Beispielen in Berlin), würde mich das freuen…. bin auf die Pläne im Detail gespannt.

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