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Susanne Torka und Celine Onken geehrt

Bei der diesjährigen Verleihung des Ehrenamtspreise des Bezirks Mitte wurden zwei Moabiterinnen mit dem Preis ausgezeichnet, die beide in Moabit-Ost aktiv sind. Nachfolgend die Laudatios, die jeweils Thomas Bachran, Regionalleiter für Moabit der regionalen sozialpädagogischen Dienste des Jugendamts, bei der feierlichen Ehrung am 6. November im Kino Alhambra vor trug. Die Ehrungen wurden von Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke zusammen mit dem Stadtrat für Soziales und Bürgerdienste, Stephan von Dassel, sowie Stadträtin Petra Schrader, verantwortlich für Jugend, Schule und Sport vorgenommen.

Ehrung Susanne Torka

Ich habe heute die Ehre, Ihnen eine (solche) Schlüsselperson für den Bereich Moabit vorzustellen. Die Person, die es hier und heute zu ehren gilt, ist seit vielen Jahren die zentrale, aktive und inhaltlich federführende Mitstreiterin in einer Nachbarschaftsinitiative und tatsächliche Vernetzerin in einem Moabiter Kiez. Sie berät bei verschiedensten Fragestellungen, hilft, unterstützt Aktivitäten von Bürgerinnen und Bürgern, gibt Hilfe zur Selbsthilfe, packt selbst mit an – besonders gern, wenn es um Grün im Straßenbild geht – führt ein Archiv zum Kiez und für ganz Moabit, sucht und beantragt Finanzmittel bei den verschiedensten potentiellen Geldgebern, sichert die schriftliche Bürokommunikation und schreibt Protokolle von Sitzungen und einen Newsletter – auch mal nächtens. Ein relativ neues Projekt, die Übernahme und Ausbau des Internetportals MoabitOnline seit 2008 scheint ein neues Steckenpferd zu werden, denn auch hier zeigt sich die Kiezschlüsselperson als überaus aktiv. Übrigens – ein Besuch dieser Internetadresse ist tatsächlich lohnenswert. Ach so, der Kiez von dem ich sprach ist Moabit Ost, die Nachbarschaftsinitiative ist der B-Laden in der Lehrter Straße 27-30, übrigens bereits seit 1990 Anlaufstelle für alle AnwohnerInnen und Anwohner in Eigenverwaltung organisiert, und viele werden es nun schon ahnen, wir ehren Susanne Torka, eine gelernte Buchhändlerin und studierte Landschaftsplanerin mit dem diesjährigen Ehrenamtspreis.
Herzlichen Glückwunsch!

Ehrung Celine Onken

Ich komme zu einer Frau, die mit dem Verein Bürger für den Stephankiez, genannt BürSte e.V., seit dessen Anfängen in 2006 verbandelt ist. Sie ist eine wichtige Säule des Vereins, hat viel Zeit und Energie investiert, um diesen umtriebigen Verein mit aufzubauen. Seit diesen vier Jahren ist sie mit großem Elan dabei im Stephankiez Angebote für Kinder und Jugendliche zu installieren, z.B. auf dem Stephanplatz eine ehrenamtlich getragene temporäre Spielplatzbetreuung nebst Spielzeugverleih. Ein besonderes Anliegen sind ihr auch die Jugendlichen, die Probleme mit den gesellschaftlichen Normen haben. So hat sie eine Ausbildung als Anti-Gewalt-Trainerin absolviert, und hilft jugendlichen Ersttätern zu einer Resozialisierung. Aber auch Seniorinnen und Senioren gehören zur Zielgruppe ihrer Aktivitäten, bis hin zur Organisation von Schnee- und Eisbeseitigung, um Wege sicherer zu machen. Um ihre Anliegen zu kommunizieren, ist sie in verschiedenen Gremien tätig, so in der Kurt-Tucholsky-Grundschule und als Quartiersrätin für Moabit Ost. Hierbei wird ihr Wahlspruch „geht nicht – gibt‘s nicht“ deutlich. Und der für Bürgerinnen und Bürger in Moabit Ost hilfreiche Stadtteilführer „FindSte“ ist durch ihr Mittun entstanden. Ich vermute, dass durch diese Beschreibung auch schon einige der hier Anwesenden erkannt haben werden, wen wir nun zu ehren haben: nämlich Frau Celine Onken.
Herzlichen Glückwunsch!

Ebenfalls mit einem Ehrenamtspreis ausge­zeich­net wurden Personen, die sich in der Obdachloseneinrichtung für Frauen „Evas Haltestelle“, im Krankenhaus-besuchsdienst von „Evas Arche“, im Quartiersmanagement Mag­de­burger Platz, im Kinder- und Jugendladen der AWO in der Mal­plaquet­straße, im Bürger-Begegnungs-Zentrum „Haus Bottrop“ (Wedding) engagieren.

Die Vertreter_innen des Bezirksamt dankten stellvertretend für die mehr als 230 Personen, die sich in der bezirklichen Sozial­kom­mis­sion engagieren, all denjenigen Menschen, die seit mehr als 10 Jahren in dieser Kommission dabei sind. Darunter besonders gewürdigt wurde Karl-Heinz Franzen für sein mittlerweile über 50-jähriges Engagement in der Sozialkommission.

14 Kommentare auf "Susanne Torka und Celine Onken geehrt"

  1. 1
    Markus says:

    Herzlichen Glückwunsch euch beiden!

  2. 2
    vilmoskörte says:

    Da schließe ich mich gerne an und schicke Grüße und Dank an die beiden, die sich unermüdlich für unseren Kiez und darüber hinaus für ganz Moabit einsetzen.

  3. 3
    K. S. says:

    @>–`-,–

  4. 4
    Rané says:

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch und ich hoffe, dass weitere Projekte realisiert werden können. Ist ja nicht einfach in diesen Zeiten.

  5. 5
    doa21 says:

    genau diese Wahl hätte ich auch getroffen, GRATULIERE GRATULIERE!!!!!

  6. 6

    Ich gratuliere Euch auch ganz herzlich, auch im Namen des QM Moabit-Ost! Susanne – ohne Dich wäre Moabit hoffnungslos unterinformiert! Celine: Danke, dass Du den Quartiersrat für Moabit-Ost mit Deiner Arbeit unterstützt! Danke Euch Beiden für Euere unermüdliche Energie!

  7. 7
    H. Eschenburg says:

    Auch aus Moabit West herzliche Glückwünsche zum Ehrenamtspreis und herzlichen Dank für Euer großes Engagement.

  8. 8
    Aro says:

    Gratuliere!

  9. 9

    Meine herzlichen Glückwunschfür Sie Beide – und auf eine weitere gute Zusammenarbeit bei BürSte !!!

  10. 10
    Rané says:

    Aber ich finde, dass auch Jürgen Schwenzel, verantwortlich für dieses Portal, endlich einen Preis verdient hätte. Leider kann ich ihn nicht für den Klara-Franke-Preis vorschlagen, denn dies hat er ja selbst ins Leben gerufen. Darum, liebe Leute, überlegt Euch einen Preis für ihn, den er annehmen kann.
    Hätte da eine Idee: http://www.robertjungkpreis.nrw.de/ Und da frage ich mich, warum gibt es so etwas in Berlin nicht ? Überhaupt, was ist aus der Idee von Robert Jungk in Bezug auf Zukunftswerkstätten und interdisziplinäre Forschung, incl. der Vereinfachung der wissenschaftlichen Sprache, damit jeder sie verstehen kann, geworden ????
    Schätze mich glücklich, ihm persönlich begegnet zu sein.

  11. 11
    R@lf says:

    Na wurd auch Zeit! EHRlich.
    Hoch sollnse leben, die Basis-Aktivistinnen!
    Bleibt uns noch lange aktiv erhalten! Heiter weiter – auch wenn der Himmel oft grau ist.

  12. 12
    moabitistberlin says:

    ach je… immer das gleiche. In Moabit wird nur die Diktautur des Proletariat gefeiert, die Scheinntegration.
    Ich kann nur Brechreizgefühle bekommen.Daß hier ewiggestige Verräter noch „très à la mode“ sind…. kann es nicht so lange gut gehen.
    Außerfdem.. Moabit ist ein Teil Berlins.. und diese Schlaumeyer sollen mir das Gegenteil beweisen!!!

  13. 13
    Prolet says:

    @ moabitistberlin:
    Vor Inbetriebnahme der Tastatur (früher: des Mundwerks) ist das Gehirn einzuschalten … und der Duden bereitzuhalten!

  14. 14
    Rané says:

    Zustimmung Prolet,
    2011 wird eh das Jahr sein, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Global oder auf Moabit bezogen, wird es nur zwei „Lager“ geben, das soziale und das der Finanzabzocker.

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