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	<title>Kommentare zu: Bleibt die Lehrter eine Wohnstraße?</title>
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		<title>Von: R@lf</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2473</link>
		<dc:creator>R@lf</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 16:20:41 +0000</pubDate>
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		<description>Bravo, Hartmut! Du sprichst mir aus der Seele!

Sicher kann mensch über &quot;Geschmack&quot; trefflich streiten, zumal dieser dem jeweiligen Zeitgeist unterworfen ist. Manches was als verfehlt oder skändalös angesehen wurde, wurde später zum Highlight einer Gemeinde - zumindest hat(te) es einen &quot;Originalitätsbonus&quot; (was auch schonmal für &quot;häßliche&quot; Gebäude gelten kann - &quot;Vor Häßlichkeit schön!&quot;).
Im aktuellen Fall (der sich in eine Vielzahl anderer Objekte einreiht) haben wir es jedoch mit &quot;Nicht-Architektur&quot; zu tun. Eine reine Nutzschachtel auf dem Prinzip Billigbau wird zum Erreichen maximaler Rendite errichtet. Schlaumeier könnten jetzt hingehen und mit &quot;Bauhaus-Architektur&quot; argumentieren. Sicher stand bei Bauhaus die Funktion stark im Vordergrund, die nicht (mehr) mit dekorativen Elementen kaschiert werden sollte. Wer aber Bauhaus-Architektur kennt, weiß, daß dies phantasievolles und &quot;schönes&quot; Bauen nicht ausschließt. Im Gegenteil sind viele der alten Bauhaus-Projekte heute noch gut anzusehen und teils immer noch richtungsweisend.
In der Lehrter wurde aber eine Fassade in den Bauraum gestellt, die weder in die bisherige Bauumgebung paßt, noch sonst in irgendeiner Hinsicht Qualitäten aufzuweisen hat: eine &quot;Pappfassade&quot; mit Funktions-Löchern. Dahinter das maximal reinpressbare Bettenaufgebot, dessen Auswirkungen (im Zusammenspiel) noch einmal auf einem anderen Blatt stehen.

Sicher kann es nicht um eine &quot;Geschmackspolizei&quot; gehen. Allerdings haben wir die faktisch schon seit Jahrzehnten. Jeder, der mit Bauen zu tun hat(te) weiß, mit welch lächerlichen Argumenten oft Baugenehmigungen verweigert werden und welche Menge an Borniertheit sich hinter den entsprechenden Behörden ballt. Nur als Beispiel: Solaranlagen galten jahrzehntelang weithin nicht als genehmigungsfähig, weil sie die Dächerlandschaft &quot;verschandelten&quot; und den umliegenden Gebäudebesitzern nicht zuzumuten seien.

Dennoch sind gewisse Richtlinien sinnvoll. Eine zusätzliche gemischte Kommission aus Baufachleuten, Denkmalschutz und AnwohnerInnen sowie StadtteilkennerInnen wäre bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung (Details muß mensch an sinnvoller Umsetzung prüfen und Schritt um Schitt optimieren).

Wenn wir schon nicht vor Profithaien jeder Art geschützt werden können, weil das politisch-wirtschaftliche System dies nicht vorsieht und gerade denen in aller Regel die Vorfahrt und das Vorrecht einräumt, wollen wir wenigstens vor einer Marzanisierung unserer Straßenzüge geschützt werden.

@ Susanne: Ich ziehe zwar Blumen Bier vor (Besoffskis haben wir genug an jeder Ecke), aber wahrscheinlich ist die web-Adresse genau in diesem Sinne ironisch gemeint. Ein sehr guter Beitrag zur Gentrifizierung, der ausgerechnet ein &quot;rot-roter&quot; (irgendwie muß ich farbenblind sein?) Senat offenbar über lange Zeit so gut wie nichts entgegengesetzt hat - im Gegenteil. Eine bessere CDU-Politik wurde in Berlin lange nicht gemacht...
In dem Beitrag ist im Interview mit dem Stadtsoziologen auch kurz von Süd-Moabit als möglichem Brennpunkt die Rede, wo die Gentrifizierung schon angefangen habe. Moabit-Ost ist offenbar noch gar nicht auf dem Schirm, obwohl hier schon alle Alarmglocken schrillen. Hier schleicht der (Wert-)Papiertiger noch mit Samtpfoten durch die Straßenzüge und kauft auf, was das Zeug hält. Was wir dringend brauchen, ist ein online-Stadtplan des Viertels auf dem optisch deutlich wird, wo und in welchem Maße sich internationales Spekulationskapital schon in den Besitz von Bausubstanz gesetzt hat. Beispiele: mehrere Häuser in der Lehrter Straße an zwei Luxemburgische Investoren, rund 30 Häuser im Kiez im Besitz eines Kosmetikkonzerns (u.a. in der Rathenower), das Haus mit dem Restaurant &quot;Lui et Lei&quot; bei einem Niederländischen Investor etc. etc....

Vor wenigen Tagen erzählte mir ein Immobilienfachmann folgende Geschichte, die sich in einer anderen Stadt zugetragen hat: Ein Haus der oberen Immobilienkategorie sollte verkauft werden. Der Makler wird aus Antwerpen (Ort geändert) angerufen und ihm wird ein Drittel des Verkaufspreises offiziell angeboten und zwei Drittel Schwarzgeld bei gleichzeitigem Drücken des Preises um ein Viertel. Der Makler lehnt ab: zu heiß. Der Besitzer probiert es dennoch und bekommt umstandslos tausend Euro Reisekosten für die Reise nach Antwerpen geschickt (man erklärt sich für zu beschäftigt, um das Gebäude vor Ort in Augenschein zu nehmen). Er fährt hin, verhandelt, läßt dann aber die Finger von der Sache.
Dies ist nur die äußerste Spitze eines Eisberges, von denen zunehmend mehr durch unsere Fahrwasser schwimmen. Es gibt einen kleinen Hinweis darauf, mit welchen Kategorien wir es unter anderem zu tun haben. Ähnliches habe ich übrigens über russische &quot;Investoren&quot; gehört. Die Quellen sind absolut glaubwürdig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bravo, Hartmut! Du sprichst mir aus der Seele!</p>
<p>Sicher kann mensch über &#8220;Geschmack&#8221; trefflich streiten, zumal dieser dem jeweiligen Zeitgeist unterworfen ist. Manches was als verfehlt oder skändalös angesehen wurde, wurde später zum Highlight einer Gemeinde &#8211; zumindest hat(te) es einen &#8220;Originalitätsbonus&#8221; (was auch schonmal für &#8220;häßliche&#8221; Gebäude gelten kann &#8211; &#8220;Vor Häßlichkeit schön!&#8221;).<br />
Im aktuellen Fall (der sich in eine Vielzahl anderer Objekte einreiht) haben wir es jedoch mit &#8220;Nicht-Architektur&#8221; zu tun. Eine reine Nutzschachtel auf dem Prinzip Billigbau wird zum Erreichen maximaler Rendite errichtet. Schlaumeier könnten jetzt hingehen und mit &#8220;Bauhaus-Architektur&#8221; argumentieren. Sicher stand bei Bauhaus die Funktion stark im Vordergrund, die nicht (mehr) mit dekorativen Elementen kaschiert werden sollte. Wer aber Bauhaus-Architektur kennt, weiß, daß dies phantasievolles und &#8220;schönes&#8221; Bauen nicht ausschließt. Im Gegenteil sind viele der alten Bauhaus-Projekte heute noch gut anzusehen und teils immer noch richtungsweisend.<br />
In der Lehrter wurde aber eine Fassade in den Bauraum gestellt, die weder in die bisherige Bauumgebung paßt, noch sonst in irgendeiner Hinsicht Qualitäten aufzuweisen hat: eine &#8220;Pappfassade&#8221; mit Funktions-Löchern. Dahinter das maximal reinpressbare Bettenaufgebot, dessen Auswirkungen (im Zusammenspiel) noch einmal auf einem anderen Blatt stehen.</p>
<p>Sicher kann es nicht um eine &#8220;Geschmackspolizei&#8221; gehen. Allerdings haben wir die faktisch schon seit Jahrzehnten. Jeder, der mit Bauen zu tun hat(te) weiß, mit welch lächerlichen Argumenten oft Baugenehmigungen verweigert werden und welche Menge an Borniertheit sich hinter den entsprechenden Behörden ballt. Nur als Beispiel: Solaranlagen galten jahrzehntelang weithin nicht als genehmigungsfähig, weil sie die Dächerlandschaft &#8220;verschandelten&#8221; und den umliegenden Gebäudebesitzern nicht zuzumuten seien.</p>
<p>Dennoch sind gewisse Richtlinien sinnvoll. Eine zusätzliche gemischte Kommission aus Baufachleuten, Denkmalschutz und AnwohnerInnen sowie StadtteilkennerInnen wäre bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung (Details muß mensch an sinnvoller Umsetzung prüfen und Schritt um Schitt optimieren).</p>
<p>Wenn wir schon nicht vor Profithaien jeder Art geschützt werden können, weil das politisch-wirtschaftliche System dies nicht vorsieht und gerade denen in aller Regel die Vorfahrt und das Vorrecht einräumt, wollen wir wenigstens vor einer Marzanisierung unserer Straßenzüge geschützt werden.</p>
<p>@ Susanne: Ich ziehe zwar Blumen Bier vor (Besoffskis haben wir genug an jeder Ecke), aber wahrscheinlich ist die web-Adresse genau in diesem Sinne ironisch gemeint. Ein sehr guter Beitrag zur Gentrifizierung, der ausgerechnet ein &#8220;rot-roter&#8221; (irgendwie muß ich farbenblind sein?) Senat offenbar über lange Zeit so gut wie nichts entgegengesetzt hat &#8211; im Gegenteil. Eine bessere CDU-Politik wurde in Berlin lange nicht gemacht&#8230;<br />
In dem Beitrag ist im Interview mit dem Stadtsoziologen auch kurz von Süd-Moabit als möglichem Brennpunkt die Rede, wo die Gentrifizierung schon angefangen habe. Moabit-Ost ist offenbar noch gar nicht auf dem Schirm, obwohl hier schon alle Alarmglocken schrillen. Hier schleicht der (Wert-)Papiertiger noch mit Samtpfoten durch die Straßenzüge und kauft auf, was das Zeug hält. Was wir dringend brauchen, ist ein online-Stadtplan des Viertels auf dem optisch deutlich wird, wo und in welchem Maße sich internationales Spekulationskapital schon in den Besitz von Bausubstanz gesetzt hat. Beispiele: mehrere Häuser in der Lehrter Straße an zwei Luxemburgische Investoren, rund 30 Häuser im Kiez im Besitz eines Kosmetikkonzerns (u.a. in der Rathenower), das Haus mit dem Restaurant &#8220;Lui et Lei&#8221; bei einem Niederländischen Investor etc. etc&#8230;.</p>
<p>Vor wenigen Tagen erzählte mir ein Immobilienfachmann folgende Geschichte, die sich in einer anderen Stadt zugetragen hat: Ein Haus der oberen Immobilienkategorie sollte verkauft werden. Der Makler wird aus Antwerpen (Ort geändert) angerufen und ihm wird ein Drittel des Verkaufspreises offiziell angeboten und zwei Drittel Schwarzgeld bei gleichzeitigem Drücken des Preises um ein Viertel. Der Makler lehnt ab: zu heiß. Der Besitzer probiert es dennoch und bekommt umstandslos tausend Euro Reisekosten für die Reise nach Antwerpen geschickt (man erklärt sich für zu beschäftigt, um das Gebäude vor Ort in Augenschein zu nehmen). Er fährt hin, verhandelt, läßt dann aber die Finger von der Sache.<br />
Dies ist nur die äußerste Spitze eines Eisberges, von denen zunehmend mehr durch unsere Fahrwasser schwimmen. Es gibt einen kleinen Hinweis darauf, mit welchen Kategorien wir es unter anderem zu tun haben. Ähnliches habe ich übrigens über russische &#8220;Investoren&#8221; gehört. Die Quellen sind absolut glaubwürdig.</p>
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		<title>Von: Susanne Torka</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2472</link>
		<dc:creator>Susanne Torka</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 11:30:58 +0000</pubDate>
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		<description>Hier mal was interessantes zum Thema Aufwertung von Kiezen mit Beispielen aus Berlin und Videos mit Aussagen des Stadtforschers Sigmar Gude von TOPOS, die auch schon in Moabit Sozialstudien gemacht haben:
http://www.bier-statt-blumen.de/Gentrification/Seiten/GentriFlashEins.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier mal was interessantes zum Thema Aufwertung von Kiezen mit Beispielen aus Berlin und Videos mit Aussagen des Stadtforschers Sigmar Gude von TOPOS, die auch schon in Moabit Sozialstudien gemacht haben:<br />
<a href="http://www.bier-statt-blumen.de/Gentrification/Seiten/GentriFlashEins.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.bier-statt-blumen.de/Gentrification/Seiten/GentriFlashEins.html'>http://www.bier-statt-blumen.de/Gentrification/Seiten/GentriFlashEins.html</a></p>
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		<title>Von: Kiezking</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2080</link>
		<dc:creator>Kiezking</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 18:59:22 +0000</pubDate>
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		<description>Gestaltungssatzungen nach § 172 ff BauGB gibt es in Berlin auch schon viele. Dennoch kann man damit nicht alles verhindern und man darf nicht vergessen, dass die Baufreiheit ein grundgesetzlich geschütztes Recht ist. 

Ich vermute Hartmut meint die Baugestaltungsverordnung Historisches Zentrum

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_0909/nachricht3624.html

welche gerade in Kraft getreten ist. Oder weißt du noch mehr, Hartmut?

Aber eines verstehe ich nicht: Einerseits wird immer nach Deregulierung gerufen, andererseits werden mehr Gestaltungsverordnungen gefordert. Widerspricht sich nach meiner Ansicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gestaltungssatzungen nach § 172 ff BauGB gibt es in Berlin auch schon viele. Dennoch kann man damit nicht alles verhindern und man darf nicht vergessen, dass die Baufreiheit ein grundgesetzlich geschütztes Recht ist. </p>
<p>Ich vermute Hartmut meint die Baugestaltungsverordnung Historisches Zentrum</p>
<p><a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_0909/nachricht3624.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_0909/nachricht3624.html'>http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_0909/nachricht3624.html</a></p>
<p>welche gerade in Kraft getreten ist. Oder weißt du noch mehr, Hartmut?</p>
<p>Aber eines verstehe ich nicht: Einerseits wird immer nach Deregulierung gerufen, andererseits werden mehr Gestaltungsverordnungen gefordert. Widerspricht sich nach meiner Ansicht.</p>
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	<item>
		<title>Von: Hartmut Eschenburg</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2079</link>
		<dc:creator>Hartmut Eschenburg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 16:04:21 +0000</pubDate>
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		<description>In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abt. Hochbau ist man dabei, eine Gestaltungssatzung für Berlin zu erarbeiten. Diese gibt es in anderen Städten schon lange. Warum wohl?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abt. Hochbau ist man dabei, eine Gestaltungssatzung für Berlin zu erarbeiten. Diese gibt es in anderen Städten schon lange. Warum wohl?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Carsten</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2078</link>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 13:16:14 +0000</pubDate>
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		<description>Dem muss ich zustimmen: Weder Bauplanungs- noch Bauordnungsrecht bieten hierfür ausreichende Handhabe (es sei den, im Gebiet gilt ein besonderes Gestaltungs- oder Ensembleschutzrecht), wenn jemand ein genehmigungsfähiges Gebäude errichten möchte. Es gilt nur das Verunstaltungsverbot, was aber von den Gerichten seit langer Zeit eng ausgelegt wird. Es gibt aber informelle Möglichkeiten im Rahmen der Gespräche über Baugenehmigungen und Dispense, den sanften Druck auf Wettbewerbe oder Gutachterverfahren. Das ist für die Verwaltung aufwendig und nicht immer durchführbar. Beim Hotel an der Ecke Invalidenstraße/Lehrter hat man dadurch immerhin Verbesserungen erreicht (ein zu großer Klotz bleibt er dennoch). Auch beratende, breit zusammengesetzte Kommissionen können helfen und den Bauherren notwendige Qualitäten bewusst machen: Aber bitte nicht ausschließlich Architekten über Architektur urteilen lassen! Keine Architektenkommissionen als Geschmackspolizei. Es tut mir leid, aber vielfach sind sie selber Teil des Problems.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dem muss ich zustimmen: Weder Bauplanungs- noch Bauordnungsrecht bieten hierfür ausreichende Handhabe (es sei den, im Gebiet gilt ein besonderes Gestaltungs- oder Ensembleschutzrecht), wenn jemand ein genehmigungsfähiges Gebäude errichten möchte. Es gilt nur das Verunstaltungsverbot, was aber von den Gerichten seit langer Zeit eng ausgelegt wird. Es gibt aber informelle Möglichkeiten im Rahmen der Gespräche über Baugenehmigungen und Dispense, den sanften Druck auf Wettbewerbe oder Gutachterverfahren. Das ist für die Verwaltung aufwendig und nicht immer durchführbar. Beim Hotel an der Ecke Invalidenstraße/Lehrter hat man dadurch immerhin Verbesserungen erreicht (ein zu großer Klotz bleibt er dennoch). Auch beratende, breit zusammengesetzte Kommissionen können helfen und den Bauherren notwendige Qualitäten bewusst machen: Aber bitte nicht ausschließlich Architekten über Architektur urteilen lassen! Keine Architektenkommissionen als Geschmackspolizei. Es tut mir leid, aber vielfach sind sie selber Teil des Problems.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kiezking</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2077</link>
		<dc:creator>Kiezking</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 12:43:27 +0000</pubDate>
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		<description>Auch über Kunst kann man nicht streiten. Das fängt bei der Architektur doch schon mit der grundsätzlichen Frage an, ob man zu den &quot;Glas-&quot; oder &quot;Stein-Fetischisten&quot; gehört und endet dann in der Gliederung des Öffnungssystems oder der Farbgebung.

Doch mit welchen Mitteln soll die Verwaltung denn &quot;unschöne&quot; (wer beurteilt das) Fassaden verhindern? Das Bauplanungsrecht gibt dafür keine Mittel. Und ehrlicherweise wünsche ich mir keine Geschmackspolizei die bestimmt was &quot;gut&quot; und was &quot;schlecht&quot; ist. Das hatten wir in der deutschen Vergangenheit zu oft..</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch über Kunst kann man nicht streiten. Das fängt bei der Architektur doch schon mit der grundsätzlichen Frage an, ob man zu den &#8220;Glas-&#8221; oder &#8220;Stein-Fetischisten&#8221; gehört und endet dann in der Gliederung des Öffnungssystems oder der Farbgebung.</p>
<p>Doch mit welchen Mitteln soll die Verwaltung denn &#8220;unschöne&#8221; (wer beurteilt das) Fassaden verhindern? Das Bauplanungsrecht gibt dafür keine Mittel. Und ehrlicherweise wünsche ich mir keine Geschmackspolizei die bestimmt was &#8220;gut&#8221; und was &#8220;schlecht&#8221; ist. Das hatten wir in der deutschen Vergangenheit zu oft..</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hartmut Eschenburg</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2075</link>
		<dc:creator>Hartmut Eschenburg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 01:59:56 +0000</pubDate>
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		<description>Ergänzung zum vorigen Kommentar: Ob ein geplantes Gebäude in das vorhandene Stadtbild paßt, erkennt man erst, wenn in der Zeichnung nicht nur das neue Gebäude dargestellt ist, sondern auch die bereits vorhandenen Nachbarhäuser oder noch besser der gesamte Straßenzug.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzung zum vorigen Kommentar: Ob ein geplantes Gebäude in das vorhandene Stadtbild paßt, erkennt man erst, wenn in der Zeichnung nicht nur das neue Gebäude dargestellt ist, sondern auch die bereits vorhandenen Nachbarhäuser oder noch besser der gesamte Straßenzug.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hartmut Eschenburg</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2074</link>
		<dc:creator>Hartmut Eschenburg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 01:52:44 +0000</pubDate>
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		<description>An Kiezking: Eine gute Hotel-Fassade und ein gutes Stadtbild haben wenig mit Geschmack sondern mehr mit Kunst zu tun, und Kunst kommt von Können. bei Gebäuden dem Können des Architekten. 
Über diese Fassade zu diskutieren, lohnt schon, denn das Haus wird - wie es Häuser nun mal in der Regel tun - ein Jahrhundert oder sogar länger an der Lehrter Strasse stehen und entsprechend lange wird die Fassade entsprechend ihrer Qualität das Stadtbild prägen.
Eine Rolle spielt auch, wie weit sich Bauherren ihrer Verantwortung für das Stadtbild bewußt sind. Heute fehlt dieses leider oft. Und dann sollte eigentlich die Verwaltung nachhelfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An Kiezking: Eine gute Hotel-Fassade und ein gutes Stadtbild haben wenig mit Geschmack sondern mehr mit Kunst zu tun, und Kunst kommt von Können. bei Gebäuden dem Können des Architekten.<br />
Über diese Fassade zu diskutieren, lohnt schon, denn das Haus wird &#8211; wie es Häuser nun mal in der Regel tun &#8211; ein Jahrhundert oder sogar länger an der Lehrter Strasse stehen und entsprechend lange wird die Fassade entsprechend ihrer Qualität das Stadtbild prägen.<br />
Eine Rolle spielt auch, wie weit sich Bauherren ihrer Verantwortung für das Stadtbild bewußt sind. Heute fehlt dieses leider oft. Und dann sollte eigentlich die Verwaltung nachhelfen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kiezking</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2071</link>
		<dc:creator>Kiezking</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 16:04:40 +0000</pubDate>
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		<description>De gustibus et coloribus non est disputandum!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>De gustibus et coloribus non est disputandum!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hartmut Eschenburg</title>
		<link>http://www.moabitonline.de/660/comment-page-1#comment-2070</link>
		<dc:creator>Hartmut Eschenburg</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 15:48:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.moabitonline.de/?p=660#comment-2070</guid>
		<description>Angesichts der geplanten Fassade sollte man mal die Abt. Stadtentwicklung daran erinnern, dass sie nicht nur für das Maß der Nutzung, die Geschoßzahlen und die Einhaltung der Bauordnung zuständig ist, sondern auch für das Stadtbild, also auch das Aussehen von Gebäuden. Wenn sich das BA dazu nicht in der Lage sieht - die neuen Hotels am Hauptbahnhof und in der Paulstraße lassen dieses vermuten - sollte es ein externes Gremium aus Architekten damit beauftragen. Dass es in Berlin noch genug Architekten gibt, die die künstlerischen Fähigkeiten und den Willen zur guten Gestaltung haben, kann man anderweitig an gelungenen Bauten auch in Mitte sehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts der geplanten Fassade sollte man mal die Abt. Stadtentwicklung daran erinnern, dass sie nicht nur für das Maß der Nutzung, die Geschoßzahlen und die Einhaltung der Bauordnung zuständig ist, sondern auch für das Stadtbild, also auch das Aussehen von Gebäuden. Wenn sich das BA dazu nicht in der Lage sieht &#8211; die neuen Hotels am Hauptbahnhof und in der Paulstraße lassen dieses vermuten &#8211; sollte es ein externes Gremium aus Architekten damit beauftragen. Dass es in Berlin noch genug Architekten gibt, die die künstlerischen Fähigkeiten und den Willen zur guten Gestaltung haben, kann man anderweitig an gelungenen Bauten auch in Mitte sehen.</p>
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