So können Sie mitmachen!

„Schultheiss“ Bebauungsplan liegt (erneut) aus

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan 1-43VE für die Grundstücke der Perleberger Straße 42, Turmstraße 25-26 und Stromstraße 11-17 im Bezirk Mitte, Ortsteil Moabit (Schultheissgelände), liegt in der Zeit vom 16. Mai 2011 bis einschließlich 27. Mai 2011 erneut öffentlich aus.

Im Rahmen dieser erneuten öffentlichen Auslegung findet eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den beabsichtigten Änderungen gegenüber der letzten Änderung statt am
Montag, 23. Mai 2011 um 19:30 Uhr,
Rathaus Tiergarten, ehemaliger BVV-Saal (1. Etage) Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Die Unterlagen zum Bebauungsplanentwurf  sind während der Auslegungszeit auf der Website des Bezirksamts zur Bauleitplanung verlinkt, bereit stehen dort Presseanzeige (PDF, 0,5 MB), Vorhabenbezogener Bebauungsplan 1-43VE (PDF, 1,8 MB), Begründung 1-43VE (PDF, 0,64 MB) und eine Visualisierung der Projektplanung 1-43VE (PDF, 3,1 MB).

Ausgelegt sind die Unterlagen in Papierform noch bis zum 27. Mai 2011 während der Dienststunden Montag bis Mittwoch von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Freitag von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb der Sprechzeiten beim Bezirksamt Mitte von Berlin, Abt. Stadtentwicklung, Amt für Planen und Genehmigen, Fachbereich Stadtplanung, Müllerstr. 146/147 (Altbau), 13353 Berlin, 1.Etage, Zimmer 169, Telefon 9018- 45873.

Sie können Ihre Stellungnahme zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 1-43VE (nur zu den Änderungen können Stellungnahmen abgegeben werden) während der oben genannten Auslegungszeit formlos postalisch an die angegebene Adresse oder über dieses Onlineformular des Bezirksamts abgeben.

Am 25. Mai 2011 wird sich der Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung erneut mit der Schultheiss-Planung befassen. In dieser Sitzung wird in einem weiteren Tagesordnungspunkt ebenfalls Planungen zum Hertie Gelände vorgestellt werden. Link zu Tagesordnung hier. Der Stadtentwicklungsausschuss findet im Otto-Suhr-Saal, dem BVV-Saal im Neuen Stadthaus, Parochialstraße 3, 10179 Berlin statt. Sitzungsbeginn ist um 17:30 Uhr, jedoch stehen zunächst 2 nicht-öffentliche Punkte auf der Tagesordnung. Geschätzter Beginn der zu den genannten Themen ab ca 18:30 Uhr (siehe Kommentar 84). Hier das Protokoll vom 25.5. im Informationssystem der BVV Mitte, auch das Protokoll vom 22.6.11 und vom 31.8.11.

Der Artikel zur Informationsveranstaltung Schultheiss vom März 2011 mit Links zu Einwendungen von einzelnen Bürgern bei der ersten Offenlegung des B-Plans ist hier zu finden.

Herr Nake hat eine Zusammenstellung erarbeitet über die Änderungen zum B-Plan sowie seine Kritik daran, die hier herunterzuladen ist.

Nachtrag:
Hier ein neuer Artikel, der Beiträge eines Eigentümers aus der Lübecker Straße, von Mietern, Einwändungen von Bürgern, sowie die Stellungnahme der Stadtteilvertretung Turmstraße dokumentiert.

 


Ursprünglicher Artikel vom 07.02.2011

Mitte 2006 beantragte die „Stromstraße 11-17 GmbH & Co. Entwicklungs KG“ der „HLG Projektmanagement“ aus Münster beim Bezirksamtsamt Mitte die Aufstellung eines Vorhabenbezogenen Bebauungs­planes, der die rechtlichen Grundlagen schaffen soll, auf dem Areal der ehemaligen Schultheiss-Brauerei an der Stromstraße zwischen Turm- und Perleberger Straße ein Einkaufszentrum mit ergänzenden Nutzungen zu errichten. Mehrere der alten Gebäude, auch unter Denkmalschutz stehende, sollten hierfür abgerissen werden. Seit Bekanntwerden der Planungen Ende 2006 wurde das Projekt in Politik kontrovers diskutiert. Partner der HLG zur Finanzierung des Vorhabens ist die IKB Bank. Beide haben u.a. auch das Einkaufszentrum am „Tempelhofer Hafen“ betrieben. Die beiden Gesellschaften stellten beim Turmstraßenfest 2007 gemeinsam ihre Pläne für das Schultheiss-Areal erstmals der breiten Öffentlichkeit vor. Als vorgesehene „Ankermieter“ wurden Kaufland und C&A genannt.

Lange wurde zwischen den Projektentwicklern, Bezirksamt und Landesdenkmalamt um den Erhalt bestimmter unter Denkmalschutz stehender Gebäude gestritten, die u.a. wegen eines vorgesehenen Parkhauses abgerissen werden sollte. Durch das ursprüngliche Konzept der HLG würden mehr als 50 Prozent der gewachsenen Strukturen verloren gehen, kritisierten die Denkmalschützer. Schließlich stellte ein weiterer interessierter Investor 2007 vor dem BVV Stadtentwicklungsausschuss eine alternative Planung vor, die weitaus behutsamer mit dem Denkmalschutz umging und auch eine geringere Bebauungsdichte vorsah. Doch mitten in die Vorstellung der Pläne platzte die Nachricht, dass die HLG Projektmanagement ihre Kaufoption genutzt, das Grundstück der ehemaligen Schultheiss-Brauerei gekauft und damit den Konkurrenten ausgebootet hatte. Im April 2008 schließlich fand die sogenannte „frühzeitige Bürgerbeteiligung“ zum Entwurf des Bebauungsplans für das Vorhaben statt.

Im September 2008 einigten sich Denkmalschützer und Bezirk mit der HLG auf einen Kompromiss. Die meisten der Denkmal geschützten Gebäude bleiben erhalten, allerdings soll eins der den Denkmalschützern am Herzen liegenden Gebäude doch abgerissen. Dafür verzichtete die HLG auf die Überdachung der alten Ladestraße. Und ein Teil der vorgesehen Parkplätze wird in eine Tiefgarage unter einem Neubau an der Turmstraße verlagert. Schon für das Frühjahr 2009 hatte HLG Geschäftsführer Christian Diesen den Beginn der Baumaßnahmen angekündigt. Doch in die hochfliegenden Pläne platzte nicht zuletzt die Finanzkrise, denn die IKB Bank war die erste deutsche Bank, die aufgrund der Finanzkrise ins Straucheln geriet. Und so war dann auch lange nichts konkretes mehr über das Vorhaben zu hören, die Auslegung des Bebauungsplans wurde hinausgeschoben, weil der Investor noch keinen neuen realistischen Zeitpunkt für den Beginn der Um- und Neubauvorhaben absehen konnte, erklärte Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe noch im Sommer letzten Jahres.

Doch jetzt ist es soweit: Vom 7.2. bis 7.3.2011 liegt der neue Entwurf des Vorhabenbezogenen Bebau­ungs­planes 1-43VE für die Grundstücke der Perleberger Straße 42, Turmstraße 25-26 und Stromstraße 11-17 im Bezirk Mitte, Ortsteil Moabit (Schultheissgelände) gemäß § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich aus. Folgende Unterlagen sind auf den Seiten des Stadtplanungsamts verlinkt:

Presseanzeige

Vorhabenbezogener Bebauungsplan 1-43VE

Projektplan 1-43VE

Begründung 1-43VE

Wer sich dafür interessiert, welche Stellungnahmen zum Vorhaben die „Behördenbeteiligung“ ergeben hat, kann das Dokument, dass im Januar die Bezirksverordneten dazu erhielten, hier herunterladen.

Sie können Ihre Stellungnahme zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 1-43VE während der oben genannten Auslegungszeit formlos postalisch an die rechts unter Kontakt angegebene Adresse oder über dieses Onlineformular des Bezirksamts Mitte abgeben.

Wer die Unterlagen beim Stadtplanungsamt einsehen und bei Mitarbeitern nachfragen will, kann dies natürlich auch tun. Der B-Plan Entwurf  wird Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung im Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Amt für Planen und Genehmigen – Fachbereich Stadtplanung -, Zimmer 169, 1. Etage, Müllerstraße 146/147 (Altbau), 13353 Berlin, Telefon: 9018 45873, bereitgehalten.

Verschiedene bei stadt.plan.moabit bzw. stadt.plan.mitte veröffentlichte Artikel sind hier dokumentiert.

Nachtrag vom 22.2.2011:
Aufgrund der Kritik zur Auslegung des B-Plans nur beim Stadtplanungsamt im Rathaus Wedding hat das Bezirksamt zusätzlich den Plan im Bürgeramt vom Rathaus Tiergarten ausgehangen. Dort ist auch ein extra erstellter A3-Flyer erhältlich, den MoabitOnline hier zum Download bereitstellt.

Nachtrag vom 14.3.2011:
Heute Abend wurde bei der Veranstaltung des Aktiven Stadtzentrums Turmstraße zur Neuwahl der Stadtteilvertretung Turmstraße bekannt gegeben, dass nunmehr am 29. März, 18 Uhr (vormals 19 Uhr) eine Informationsveranstaltung im BVV-Saal des Rathauses Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, zu den Planungen auf dem Schultheiss-Areal stattfinden wird.

Artikel der SPD Alt-Moabit zur B-Planauslegung Schultheiss.

Der Artikel zur Informationsveranstaltung Schultheiss vom März 2011 mit Links zu Einwendungen von einzelnen Bürgern ist hier zu finden.

Stellungnahmen von Bürger/innen aus der Lübecker Straße und von der Stadtteilvertretung Turmstraße vom Mai 2011 sind in dieser Dokumentation zu finden.

Nachtrag vom 15.6.2011:
Am Mittwoch, 22. Juni 2011 steht der Bebauungsplanentwurf für das “Schultheissgelände” auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Sanieren, Bauen und Bebauungspläne (TOP Ö7.2), einen Tag später, am 23. Juni 2011 ist der Plan dann zur Beschlussfassung durch die Bezirksverordnetenversammlung Mitte auf die Tagesordnung der BVV gesetzt (TOP Ö9.5). Dort sind unter dem Link auf die Drucksache 2163/III auch alle Unterlagen zum Bebauungsplan verlinkt, darunter auch der Durchführungsvertrag zum B-Plan (Anlage 9).

Nachtrag vom 15.7.2011:
Die Entscheidung ist auf Herbst vertagt, hier der Artikel in der Berliner Woche vom 29.6.11: Eine Parkebene weniger.

Nachtrag vom 23.9.2011:
Die BVV hat am 15. September dem B-Plan zugestimmt. Artikel in der Berliner Woche vom 21.9.2011.

 

weitere Nachträge:

Artikel in der Berliner Zeitung vom 26.9.2011 und einige Fragen von Knuth Pankrath zu diesem Artikel. Die Immobilien-Zeitung berichtet über Baubeginn im 3. Quartal 2012 und Eröffnung im Herbst 2014. Eine ausführlichere Version dieses Artikels, die auch das Hertie-Gelände mit betrachtet, ist hier zu finden.

Der Tagesspiegel berichtet: im Nov. 2011  Das Schultheiss-Areal darf bebaut werden und im März 2012 unter „100-Millionen-Euro-Projekt“ die neuesten Entscheidungen der BVV und weitere Zeitverzögerung. Geplanter Baubeginn jetzt Frühjahr 2013, statt Herbst 2012, Fertigstellung Ende 2014 geplant. Der Bauantrag muss erst noch gestellt werden. Das Mieterecho hat in seiner Mai-Ausgabe ebenfalls berichtet (auch wenn einzelne im Artikel erwähnten Details nicht mehr stimmen).

Nachtrag vom 22.05.2012:
Nach noch erfolgten Änderungen der Begründung des B-Planes im Rahmen der Rechtsprüfung wurde der Bebauungsplan 1-43VE laut Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 11/2012 vom 19.05.2012, Seite 135 jetzt rechtskräftig festgesetzt.

 

Festgesetzter Bebauungsplan 1-43VE
mit zusätzlichen nachgetragenen Infos zum Durchführungsvertrag

  • Festgelegter Vorhabenbezogener Bebauungsplan 1-43VE vom 8.5.2012, in Kraft getreten am 20.5.2012
  • Durchführungsvertrag vom 7.6.2011 als Anlage 9 der Drucksache 2163/III über Umweg im Informationssystem des Bezirks Mitte downloadbar
  • 1. Ergänzung zum Durchführungsvertrag vom 2.9.2011 als Anlage 10 der Drucksache 2163/III über Umweg im Informationssystem des Bezirks Mitte downloadbar
  • 2. Ergänzung zum Durchführungsvertrag vom 13.9.2013 nach Investorenwechsel und veränderter Planungskonkretisierung ohne Abänderung des B-Plans 1-43VE, als Information an die BVV Mitte im Juni/Juli 2014
 

Bei einer Veranstaltung am 14.05.2012 in der Moabiter Markthalle hatte HLG Geschäftsführer Diesen den Beginn der Baumaßnahme des Schultheiss-Areals für das Frühjahr 2013 angekündigt.

Nachträge 2013:
In der ecke turmstraße von Februar 2013 wird auf Seite 4 berichtet, dass die HLG mittlerweile Geschäftsanteile des Schultheiss-Areals verkauft hat, was möglicherweise zu Umplanungen führen könnte. Außerdem hat der Bezirk ein Gutachten in Auftrag gegeben, welche gewerblichen Nutzungen an der Turmstraße fehlen. Schließlich möchte die MIB AG auf den freien Flächen bei Hertie gegenüber auch neu bauen, hat aber einen Ablehungsbescheid erhalten.
Zu diesem Thema gibt es auch eine Dringlichkeitsanfrage (Drs. 0718/IV)  in der morgigen BVV.

Der neue Investor ist Dr. Harald Huth mit seiner HGHI (High Gain House Investments GmbH), und der neue Name für das Projekt auf dem Schultheiss-Gelände ist “Shoppingquartier Berlin Mitte” (noch mit dem Vermerk “coming soon” versehen).  Danke für die Info, Vilmos (Kommentar Nr. 232)! Im Stadtentwicklungsausschuss am 27. Februar sollen die Pläne (evtl. unter Ausschluss der Öffentlichkeit) vorgestellt werden (s. Kommentar Nr. 231).

Artikel vom 28.1.2013 in der Berliner Woche über die Planänderungen.

Im März 2013 wurde die Kleine Anfrage (0461/IV) „Schultheiss – Was die Bürger wissen wollen“ vom Bezirksamt beantwortet (s. Kommentar Nr. 244 / 245). Fazit (O-Ton): „Einen neuen B-Plan brauchen wir nicht, wir regeln alles im Rahmen des Genehmigungsverfahrens und halten uns an die Gesetzte, teilweise sind wir ja auch gar nicht zuständig!“

Die Berliner Woche stellt fest, es gibt keine neuen Informationen vom Investor, derzeit werde die Bauvoranfrage geprüft.

In der Immobilien-Zeitung wird vom Verkauf an HGHI (s.o.) im Dezember berichtet, es heißt, dass die Pläne der HLG im Wesentlichen bestehen bleiben:  „… Der vorhandene und bereits festgesetzte Bebauungsplan für das Shoppingcenter werde grundsätzlich umgesetzt, teilt HGHI mit. Die Planung für das Einkaufszentrum werde allerding modifiziert, sodass rund 120 Läden mit ca. 30.000 qm Retailfläche entstehen. Die ursprüngliche Planung für das Einkaufszentrum sah 65 Geschäfte auf zusammen 20.000 qm Centerfläche vor. Im Frühjahr oder Sommer 2014 soll der Baubeginn sein.“

Ein weiteres Immobilien-Portal über HGHI und deren Pläne. Dazu ein Kommentar der B.I. Silberahorn.

Nichts genaues weiß man nicht, schreibt die Berliner Woche.

Verkehrsuntersuchung zu Schultheiss (Stand 7.8.13): Textteil und Anlagen.

Wenn mehr klar ist, soll es dann auch eine Informationsveranstaltung für Bürger geben (aber wann? am 12. März 2014), siehe BA-Beschluss aufgrund dieser Drucksache (0850/IV).

Nachtrag vom 5. März 2014
Die Infoveranstaltung über die Planungen wird am 12.03.2014, 18 Uhr in der Heilandskirche, Thusneldaallee 1, stattfinden. Bezirksamt und Investor HGHI laden gemeinsam ein zur Infoveranstaltung, bei der sie das Projekt unter dem Namen „Schultheiss Quartier“ („S.Q.“) vorstellen .

Auf der Website des Investors zum Schultheiss Quartier finden sich einige Informationen: Die Bruttogesamtfläche wird ca 68.500 m2 betragen, mit den Nutzungen Shopping, Gastronomie, Entertainment und Hotel. Die Einzelhandelsfläche umfasst ca. 30.000 m2 mit ca. 120 Shops wie Lebensmittelfachmarkt, Fashion, Accessoires, Telekommunikation, Elektrofachmarkt, Deko, Drogerie und Bücher. Das Hotel soll 300 Betten haben.Eine Tiefgarage im Untergeschoss (Zufahrt von der Turmstraße) ist mit 500 Stellplätzen geplant. Baubeginn für das Projekt soll im Frühjahr 2014 sein.

Auf der Projekt-Website finden sich auch aktuelle Ansichten, Visualisierungen der Planungen, und Etagenpläne.

Bericht in der Abendschau vom 12.3.14 (mit Protest „Wohnen statt Konsumtempel“), in der Berliner Zeitung, der Berliner Morgenpost und im Neuen Deutschland.

Bericht über die Veranstaltung von der B.I. Silberahorn, der insbesondere problematisiert, dass Dr. Hellriegel die Gewerbetreibenden an der Turmstraße eingeladen hat, in das neue Center zu ziehen.

Tagesspiegel-Artikel über die 67 Shopping-Center in Berlin, die bald neu eröffnen, z.B. Huth am Leipziger Platz und am Schluss auch über die Pläne für Moabit: „Nach Ansicht des Handelverbands machen sich die Standorte vor allem untereinander Konkurrenz.“

Stand das Wohnhaus an der Turmstraße wirklich unter Denkmalschutz, wie im Architekturforum behauptet? Das glauben wir nicht.

Bei der Veranstaltung am 31.3.14 zum Zentrenkonzept für die Turmstraße, zu dem die raumplaner und das Bezirksamt eingeladen hatten, hat Rainer Balcerowiak für die Mieterinitiative im Sanierungsgebiet Turmstraße (M.I.S.T.) dieses Statement abgegeben. Bericht über die Veranstaltung in der Berliner Woche. Bericht der AG Wirtschaft der Stadtteilvertretung vom 5.4.2014.

Der gleiche Investor HGHI hat auch die Mall of Berlin gebaut, jetzt Mall of Shame, nachdem rumänischen Bauarbeitern ihr Lohn vorenthalten wurde (Bericht Berlin Street), gibt es eine Online-Petition der FAU.

Informationsbrief des Bezirksamts an Gewerbemieter und Antrag zur Unterstützung/Härteausgleich.

Neue Mieter für das Schultheiss-Quartier (Wirtschaftsmagazin Deal). Anfrage zur Tiefgarageneinfahrt (Kommentar).

Lieblingsorte in Moabit, u. a. das Schultheiss-Areal:

Kein Sozialplan für die jetzigen Mieter von Schultheiss (Berliner Woche).

Bericht der B.I. SilberahornPlus zum Normenkontrollverfahren. Damit ist der Bebauungsplan unwirksam. Wenn die Begründung des Oberverwaltungsgerichts bekannt geworden ist, werden wir erneut berichten.

Nachträge 2015:
Die Berliner Woche schreibt am 5.1.2015 auch noch nichts genaueres zum Urteil. Immobilienzeitung: Baugenehmigung ist da, aber B-Plan gekippt. Auch das Architekturforum diskutiert u.a. über Wohnungsbau.

Tagesspiegel zitiert die Leiterin des Stadtplanungsamtes, sie sähe bisher „keine Auswirkungen“ des Gerichtsentscheids auf das Projekt.  Die Berliner Morgenpost zitiert die Pressesprecherin des Oberverwaltungsgerichts „Beim Aufstellen des Bebauungsplans hat es Abwägungsfehler gegeben“. Sie sagt aber auch: „Das heißt aber nicht, das grundsätzlich nicht gebaut werden darf“. Und auch nochmal die Berliner Woche und der rbb.

Berliner Woche nennt „Ankermieter“, Media Markt, Kaufland und Meininger-Hotel, als ob die neu wären, und nennt als Baubeginn Mai 2015, Eröffnung frühestens Herbst 2016.

Große Anfrage in der BVV vom 18.2.15 (Drs. 1905/IV).

Was aus Berliner Brauereien so geworden ist: Wohnungsbau, Kulturstandorte, Kleingewerbe … (Berliner Zeitung)

Pressemitteilung des Gerichts „Bebauungsplan unwirksam“: Urteile vom 18. Dezember 2014 – OVG 2 A 15.12 und OVG 2 A 3.13.

Da mittlerweile die Urteilsbegründung des OVG gekommen ist, wieder eine mündliche Anfrage zu den Fehlern im B-Plan (Drs. 2005/IV) in der BVV vom 19.3. Die SPD fragt nach der Fassadengestaltung (Drs. 1955/IV).

Berliner Woche zum Urteil des OVG.

Berliner Zeitung berichtet über die Entmietung und den Baubeginn. Ein Gespräch mit Trainer Sebastian Bauer von der Sport-Oase.

Auch der Tagesspiegel berichtet mit Kurzportraits von Radio Gluth Inhaber, Wilhelm Prandzioch, und Lackierermeister Mohammed El-Hazzuuri. Hier heißt es auch: „Mehrere Anwohner klagten daraufhin gegen das Projekt – und bekamen recht: Im Dezember 2014 kippte das Oberverwaltungsgericht den Bebauungsplan. Allerdings hatte das zuständige Bezirksamt einen Tag vor dem Urteil bereits eine Baugenehmigung erteilt – und die gilt zunächst, selbst unter dem alten Bebauungsplan. Nach derzeitigem Stand kann Huth seine kleine Mall also bauen. Gegen die Baugenehmigung liegt zwar der Einspruch eines Nachbarn vor. Über den wird das Bezirksamt aber erst in den nächsten Monaten entscheiden. Solange hat Huth Zeit für sein Projekt.

Charlott Tornow MitVergnügen hat einen schönen Artikel zu Schultheiss geschrieben: „Ihr werdet nie erraten, was in Moabit gebaut werden soll„.

Berliner Woche zur Schließung des Sudhauses (hier wird allerdings Bebauungsplan mit Bauvorbescheid verwechselt). Nur drei Anträge von Gewerbetreibenden für Härtefallausgleich sind bisher beim Bezirk eingegangen.

Bericht über die Veranstaltung in der Urania zu Einkaufcentern in Berlin (Tagesspiegel).

Gutachten von Stadt + Handel: „Potentialanalyse für ergänzenden Einzelhandel im Stadtteilzentrum Berlin-Turmstraße mit besonderer Berücksichtigung der Potentialfläche des ehemaligen Hertie Warenhauses“ (Endbericht 25. März 2013) veröffentlicht von der BI SilberahornPlus im Bericht über die Sitzung der Stadtteilvertretung vom 27.April 2015.

Artikel über die entmieteten Gewerbetreibenden des Schultheiss-Geländes.

Park One wird Parkhausbetreiber (DEAL). MieterEcho über den gekippten B-Plan „Lehrstunde in Sachen Rechtsstaat“ (Nr. 374 – Mai 2015).

Berliner Morgenpost informiert über den Baustart auf dem Schultheiss-Gelände. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 oder Anfang 2018 geplant.

Antwort auf eine Kleine Anfrage (KA 1070/IV). Antwort und Anlage anklicken!

Die Buchstaben „TURM-PALAST“ konnten für das Buchstabenmuseum gerettet werden.

Fassadenwettbewerb hat Max Dudler gewonnen (Berliner Woche).

Nina Apin in der TAZ über Huth, der bei Schultheiss keinen Generalunternehmer einsetzen will.

Abriss des schon lange leerstehenden Wohnhauses für den Neubau:

Berliner Zeitung über das Schultheiss-Quartier und den morgigen Spatenstich (Pressemitteilung Bezirksamt). Auch das Inforadio wird morgen früh berichten.

rbb-online zu den gestohlenen Kupferkesseln vom Sudhaus. Und dazu auch eine Dringlichkeitsanfrage in der BVV Mitte (Drs. 2276/IV).

Artikel in der Berliner Woche zum Spatenstich: ganz unaufgeregt und ohne Erwähnung des Diebstahls der denkmalgeschützten Kessel.

100.000 Euro stehen zur Unterstützung der Gewerbetreibenden für 2015 bereit, bisher sind 9 Anträge auf Härteausgleich gestellt worden, von denen 2 wohl nicht berücksichtigt werden (Berliner Woche).

Wieder Erfolg für rumänische Bauarbeiter der „Mall of Shame“ vor Gericht (Berl. Morgenpost).

Mündliche Anfrage zu den Vereinbarungen zwischen Bezirk und Investor bzgl. der Denkmalschutzauflagen im Innenbereich (Drs. 2591/IV).

Mittlerweile macht Schultheiss auch Werbung auf Facebook – und das Kallasch& hat prima geantwortet.

Seit August 2016 gibt es Anwohnerinfos rund um die Baustelle auf der Schultheiss-Quartier-Webseite. Anscheinend gibt es Beschwerden. Erhöhter Lieferverkehr, erhöhter Lärmpegel, eine regelmäßige Straßenreinigung wird angekündigt.

Bericht in der Berliner Zeitung: Die Baugruben sind ausgehoben, an der Turmstraße wird die 2geschossige Tiefgarage gebaut, das Meininger Hotel soll 250 (nicht 300) Zimmer haben, an der Perleberger 7.000 qm Kaufland, Mall mit 150 Geschäften und – tatsächlich jetzt doch – 140 Wohnungen (über Kaufland), d.h. kleine Apartments evtl. für Studenten. Doch das ist nicht unumstritten, weil Gewerbegebiet, könnte also auch noch ein Hotel oder Hostel werden.

Nachdem die Grundsteinlegung vom Bezirksamt schon mal vor einem Jahr angekündigt wurde, gibt es hier verschiedene Fotos von der Grundsteinlegung Anfang September und auch eine Bericht in der Berliner Woche.

Chancen und Risiken für den Einzelhandel in der Turmstraße (Berliner Woche).

B.I. Silberahorn zum Projekt: HGHI Schultheiss zerstört Turmstraße.

Bezirksamtsbeschluss vom 18.10.16 zu den verschwunden Kupferkesseln und Nachbildungen zur Drs. 2692/IV. Dazu auch ein Artikel der Berliner Woche: „Ein schlechter Scherz“, sagt Frank Bertermann (Bü90/Grüne).

Fußgängerüberweg gesperrt, eine Zumutung (Vilmoskörte), mittlerweile nicht nur der Überweg an der Stromstraße, sondern der gesamte Geh- und Radweg, sowie der Parkstreifen.

7 Bauhelfer, die in der FAU Berlin organisiert sind, haben Klagen gegen die Subunternehmen der „Mall of Berlin“ gewonnen und trotzdem noch keinen Cent der eingeklagten Löhne gesehen. Denn diese haben Insolvenz angemeldet oder sind verschwunden. Da jedoch das Arbeitnehmerentsendegesetz regelt, dass der Auftraggeber für die Zahlung der Löhne haftet, hat jetzt der erste der Bauarbeiter eine Lohnklage gegen die Harald Huth gehörende Leipziger Platz GmbH & Co. KG eingereicht. Der Gütetermin wird am 16.12.2016 vor dem Arbeitsgericht Berlin stattfinden (hier weiterlesen: Info FAU Gewerkschaft und hier die gesammelten Infos zur „Mall of Shame“).

Anfrage zur Gehwegsperrung wegen der Schultheissbaustelle in der BVV (Drs. 0107/V).

Weitere Nachträge zum Schultheiss Quartier jetzt bei dem neuen MoabitOnline-Artikel „Schultheiss: Tiefgarage, Straßenbahn und Schleichweg„.

548 Kommentare auf "„Schultheiss“ Bebauungsplan liegt (erneut) aus"

  1. 451
    banikowski says:

    „mangels ausreichender Kaufkraft“? Kann doch gar nicht sein, wo die Gentrifizierung in Moabit unaufhaltsam voranschreitet.

  2. 452
    Evsan says:

    Hallo

    ich wohne genau hinter der schulteiss gelände. Ich verstehe nicht warum die immer mäckern. Ich Finde es gut und befürworte denn bau. Endlich machen Sie was aus Moabit. Aber klar die berliner müssen einfach immmer mäckern. Und Das ist wirklich so. Egal Was Gemacht Wird zum bei Spiel Otto park. immer Nur mäckern. Ist doch schön Das Sie Geld investieren um Unser Moabit schöner zumachen. Also bitte … Bitte wenniger Mäckern.

  3. 453
    H. E. says:

    Zitat aus untengenanntem Artikel: „Amazon und Zalando zerstören deutsche Innenstädte, sorgen für Verödung und Ladensterben.“
    http://www.huffingtonpost.de/2015/02/22/ladensterben-online-handel_n_6729480.html?utm_hp_ref=germany&icid=maing-grid7|germany|dl1|sec1_lnk3%26pLid%3D331518

    Deutsche Großstädte werden nicht genannt. Aber warum soll z. B. in Berlin die zukünftige Entwicklung nicht ähnlich laufen, vor allem, wo hier noch über 60 Einkaufszentren dazukommen, die ja nicht zusätzliche Kaufkraft schaffen dürften, sondern sie eher wo anders abziehen ?
    M. E. sollte angesichts dieser Untersuchung in der BVV von Mitte erneut und immer wieder die Frage gestellt werden, warum ausgerechnet Moabit mit seiner geringen Kaufkraft ein EKZ bekommen soll.

    Und was wird nun eigentlich aus dem Parkplatz gegenüber? Auch noch Verkaufsfläche? Wer weiss etwas?

  4. 454
    Peter Kampf says:

    H.E. sollte vielleicht mal am W.E. ins Brunnencenter gehen um festzustellen wie gut oder schlecht solch ein Center trotz Amazon, Zalando und Kaufkraftarme Weddinger Bevölkerung läuft.

  5. 455
    banikowski says:

    60 Einkaufzentren könnte ich ja noch verkraften, aber nicht noch 60 Kommentare von H.E. in dieser Art. Und dass Moabit eine so geringe Kaufkraft hat, wird durch ständiges Wiederholen auch nicht richtiger. Mal einen Blick in die Markthalle geworfen? Die funktioniert seltsamerweise wieder so richtig, seit das Angebot in Qualität und Preis angezogen hat.

  6. 456
    H. E. says:

    Zu 454:
    Es geht nicht darum , wie es in einem EKZ läuft, sondern was mit dem Rest des Bezirkes oder Kiezes passiert, wenn ein EKZ dazukommt und aus einem Kiez Kaufkraft an sich zieht.
    Zu 455:
    Dass die Moabiter Markthalle eine Sonderrolle spielt, ist sicher manchen aber nicht allen Leuten bewußt. Und wer Moabit schon über Jahrzehnte kennt, der weiss, dass die Markthalle jetzt – leider – nur noch ein Schatten ihrer selbst ist.

    Warum wohl wehrt sich Charlottenburg mit Händen und Füssen gegen ein EKZ im ICC? Weil man fürchtet, dass es negative Auswirkungen bis in die Wilmersdorfer Straße, bis zum Kudamm und bis in die Reichsstraße im Westend haben wird.
    Und schon mal gehört, dass am Kudamm zwischen Kudamm-Karrée und KaDeWe in den nächsten Jahren zu den vorhandenen 200.000 m² Verkaufsfläche noch 100.000 m² dazu kommen sollen? Das sind 14 Olympiastadion-Spielflächen Verkaufsfläche zusätzlich, die gerade mal drei U-Bahn-Stationen von Moabit entfernt sind.

    Mir scheint, manche Leute, die hier kommentieren, sollten auch mal über den Moabiter Tellerrand hinaussehen und akzeptieren, dass ein Kaufvolumen nicht beliebig vergrößerbar ist. Wobei in Berlin auch dieses eine Rolle spielen dürfte:
    Zitat: „Berlin ist die Hauptstadt der Armut, und der Abstand zum Rest der Republik wächst auch in diesem Bereich“. Und: Im Berliner Bezirk Mitte lag in 2013 die Zahl der statistisch Armen bei 20,8 %, es zählte also jeder Fünfte dazu. Von den Berliner Kindern lebt jedes Dritte unter der Armutsgrenze, jede dritte alleinerziehende Mutter war von Hartz IV abhängig.

  7. 457
    Banikowski says:

    Ein EKZ würde sicher auch Kaufkraft in Moabit halten, die jetzt zwangsweise anderswo in Berlin landet. Und welche Kaufkraft wird denn aus dem Kiez abgezogen? Spielhallen, Wettbüros, „Internet-Cafes“, Telefonläden, Billig-Bäcker und Imbisse?

    Die Wilmersdorfer Strasse würde ich nicht mit der Turmstrasse vergleichen wollen.

    Die Markthalle war vor allem ein Schatten ihrer selbst, bevor sie von dem neuen Betreiber übernommen wurde.

    Seltsam, dass es in in der Hauptstadt der Armut so viele Einkaufszentren gibt.

  8. 458

    Zu 456: „Schatten ihrer selbst“ finde ich mehr als dreist. H.E. scheint nicht wahrzunehmen, dass sich in den vergangenen 30 Jahren sowohl die Einkaufsgewohnheiten (Lidl, Aldi, Vollsortimenter), wie auch der Wettbewerb (E-Commerce) verändert haben. Die Arminiusmarkthalle ist voll vermietet, ein anerkannter Treffpunkt nicht nur zum Einkauf oder zum Besuch der Gastronomie und der kulturellen Veranstaltungen. Einen aktuellen Film aus BerlinTV findet man hier: http://www.tvb.de/page/sehenswert-arminiushalle-teil-1

    einen Bericht über die ja so guten alten Zeiten der Markthalle hier: http://www.berliner-zeitung.de/archiv/haendler-haben-kaum-noch-interesse-an-dem-markt—junges-publikum-bleibt-weg-arminiushalle–die-leeren-staende-sind-versteckt,10810590,9745068.html

  9. 459

    Und anbei noch eine Info für Kulturbegeisterte: Inseltheater Moabit – Spielzeit 2015: …“Wir präsentieren zwei Stücke pro Jahr, eine Frühlings- und eine Herbstproduktion und Wiederaufnahmen. Diese zeigen wir im dichten Ambiente an unserem ungewöhnlichen Spielort in der historischen Arminius-Markthalle, dem inzwischen etablierten Mittelpunkt Moabits, der neben traditionellem Marktleben eine bunte Mischung kulinarischer Produkte, interessante Gastronomie und Kunst und Kultur bietet.“…http://www.inseltheater-moabit.de/

  10. 460
    H. E. says:

    Zu 458:

    In dem Artikel von 1999 unter dem obigen Link steht : „Gründe für die Flaute findet Herr Bahr (der damalige Betreiber) genug: die steigende Verkaufsfläche, ….“ Und genau diese Steigerung der Verkaufsfläche ist schon passiert und passiert weiter gerade in der Innenstadt in erschreckendem Ausmaß – leider.
    Ansonsten:
    Ich hatte nicht die Absicht, die positiven und dankenswerten Bemühungen des derzeitigen Betreibers der Markthalle zu kritisieren. Im Gegenteil, ich hoffe, dass es einmal möglich sein wird, den unseligen großen markthallenuntypischen Einbau rechts und ausgerechnet neben dem Haupteingang wieder zu entfernen.
    Und wenn ich von früheren Zeiten rede, dann denke ich nicht 16 Jahre bis 1999 sondern wesentlich weiter zurück, da ich nach anderen Stationen in Berlin bereits vor 40 Jahren nach Moabit gezogen bin.

  11. 461

    zu 460, dann freue ich mich und zum markthallenuntypischen Einbau mache ich mir schon so meine Gedanken……..Verträge laufen ja nicht ewig…..

  12. 462
    Peter Kampf says:

    nicht das ich das schlecht finde, was da in der jetzigen Markthalle passiert, aber die Wortwahl irretiert mich doch ein wenig.
    Ein Lebensmittelmarkt sei ein markthallenuntypischer Einbau und ein Theater ein markthallentypischer?

  13. 463

    Wikipedia:….Im volkswirtschaftlichen bzw. ökonomischen Sinne bezeichnet der Begriff Markt das geregelte Zusammenführen von Angebot und Nachfrage an Waren, Dienstleistungen und Rechten…..

  14. 464
    Peter Kampf says:

    zu 463
    Zugegeben, ich bin nicht das hellste Licht unter all den Leuchten und ich stehe auch oft auf dem Schlauch.
    Sicher man kann natürlich, wenn auch mit viel Bauchschmerz, ein Theater als „Ware“ oder „Dienstleistung“ betrachten. Nur warum ein Lebensmittelmarkt ein markthallenuntypischer Einbau ist, ist mir, auch nach dieser tiefschürfenden Semantikdefinition von Wikipedia, immer noch nicht klar.

  15. 465

    Einigen wir uns darauf, dass evtl. die ursprüngliche Struktur der Halle (vor dem Einbau eines geschlossenen „Kubus“ Anfang der 2000er Jahre) gemeint ist und wir Kultur als „Dienst an der Freude“ ansehen. Hier noch ein Bild der urspünglichen Halle: http://de.wikipedia.org/wiki/Moabiter_Markthalle#mediaviewer/File:Berlin_Markthalle_X_1896.jpg

  16. 466
    H. E. says:

    Zu 464:
    Weil der Umfang des Warenangebotes für einen Händler in einer Markthalle oder z. B. auch auf einem Straßenmarkt viel zu groß ist, weil die Verkaufsfläche im Verhältnis zu den Verkaufsflächen der anderen Händler viel zu groß ist und weil der unförmige große kastenförmige Einbau der Architektur der Halle widerspricht – ja, die wunderbare Architektur der Halle in optischer Hinsicht geradezu zerstört. Aus denkmalpflegerischer Hinsicht hätte ein derart unsensibler Einbau eigentlich nie zugelassen werden dürfen.

  17. 467
    Susanne Torka says:

    an die Kommentaroren ab Nr. 456:
    wenn es jetzt gar nicht mehr um den Zusammenhang zwischen Schulheiss und anderem Einzelhandel in der Turmstraße geht, wäre es vielleicht besser die Markthalle oder Zunfthalle unter diesem Artikel zu kommentieren:
    http://www.moabitonline.de/6159

    Hier sind übrigens auch die tvb-Filme und andere aktuelle Nachträge eingebunden, auf die Herr Hinderfeld hingewiesen hat.

  18. 468
    Peter Kampf says:

    zu 467

    Sie haben natürlich völlig Recht.

    Nur noch soviel, meine Familie lebt seit vier Generationen hier in Moabit und sie betrieben über 70 Jahre lang mehrere Stände in der Markthalle, ich weiß also auch wie die Halle früher aussah.

  19. 469
    Rané says:

    zu 468
    Dann wäre es doch interessant, ein Buch über die Hallenvergangenheit mal zu erstellen.

  20. 470
    H. E. says:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/mauerpark-icc-hochhaeuser-berlins-neuer-bausenator-will-wohnungen-statt-shopping-malls/11465210.html

    Na dann mal los. Statt einem überflüssigem EKZ könnten auch hier viele Wohnungen entstehen.

  21. 471
    Rudolf Blais says:

    In der Zeitung Mittendrin gibt es ein Artikel „Investoren am längeren Hebel?“, der auf die Situation nach dem Greichtsentscheid vor 3 Monaten eingeht.
    Siehe http://www.dielinke-berlin-mitte.de/politik/mittendrin/detail/zurueck/startseite/artikel/-f2296b4f25/

    Nach meinen lezten Informationen liegt der schriftliche Gerichtsbescheid zum Urteil über den Bauvorbescheid immer noch nicht vor. Die Öffentlichkeit konnte somit noch nicht erfahren, was darin genau drin steht.
    Weis jemand wie genu der Stand der Klagen zur Baugenehmigung ist?
    Nur ein gerichtlicher Baustopp /Aufschiebende Wirkung) kann die HGHI noch stoppen – und die berechtigten Forderungen, dass die Pläne doch noch irgendwie änderbar sind, wahren!
    Jedenfals sollen alle Gewerbetreibenden und auch die Gaststätte Kesselhaus zum 31.3.2015 raus! Vielleicht laufen auch da Klagen oder es gibt nochmals einen Aufschub?
    Sogar Bäume wurden gefällt und es ist vielleicht ein schleichender Baubeginn in Etappen zu befürchten.
    Genaus Information über den geplanten Bauablauf sind mir bisher rnicht bekannt geworden (außer mündliche Ankündigungen, dass alles auf einmal gebaut werden soll und schon in 2 Jahren fertig sein soll).
    Ich habe die Sonntagsrede unseres Stadtentwicklungssenators in der Urania miterlebt – so richtig ein sofortiger Verzicht auf den Bau neue weitere SchoppingCenter in Berlin auch ist, wenns konkret wird, wie am Beispiel Schultheißgelände machen Senat und Bezirk nichts um das in den Sonntagsreden gesagte in die Tat umzusetzten!
    Der oben genannte Artikel geht nochmal auf wichtige Bürgerforderungen „Wohnungen statt überflüssiger Konsumtempel“ ein. Wohnungen an Stelle des überflüssigen 300-Bettenhotels! Ein neues 200-Bettenhotel und ein Parkhaus gibt es schon im MOA-Bogen! Die Pläne zum Schultheißgelände wurden seit 2013 ohne Planauslegung und ohne Bürgerbeteiligung geändert. Für eine nochmalige Planauslegung zu diesen gravierenden Planänderungen im Sanierungsgebiet Turmstraße hätten sich Bezirk und Senat stark machen müssen! Doch hierzu: Schweigen im Wald!

  22. 472
    Mignon Gräsle says:

    Das Urteil des OBERVERWALTUNGSGERICHT BERLIN-BRANDENBURG liegt jetzt schriftlich vor.
    OVG 2 A 3.13, verkündet am 18. Dezember 2014
    Normenkontrollsache

  23. 473

    In der entsprechenden Pressemitteilung des OVG ist von 2 Urteilen die Rede:
    http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/ovg/presse/archiv/20150312.1200.401392.html

    Aber die Begründungen können wir im Netz noch nicht finden.

  24. 474
    H. E. says:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm-blog/halensee-keine-discountmaerkte-hinter-bauhaus-am-kudamm/10733150.html

    Während sich das Bezirksamt Mitte noch Mühe gibt, das gefühlt 394. Einkaufszentrum der Stadt in Moabit zu installieren, ist man in Charlottenburg offenbar schon weiter. Dort möchte man kein EKZ im ICC und man erläßt eine Veränderungssperre, um am Bahnhof Halensee den gefühlt 7562. Discounter in Berlin zu verhindern.
    Offenbar hat man in Charlottenburg erkannt, dass die Ausbreitung dieser Einrichtungen eine Verödung der Stadt zur Folge hat.

  25. 475
    Mignon Gräsle says:

    Die Gewobag hat vor einiger Zeit, 2011/12, dreizehn Häuser in der Lübecker Straße, gekauft, und zwar:
    Nr. 35, 36, 38, 39, 41, 45, 47, 48, 49, 50, auf der Seite von Schultheiss, und drei auf der anderen Straßenseite: Nr. 8, 9, 10.
    Nr. 41 und 50 werden mehr verschattet sein (steht im Urteil des OVG), wenn das Schultheiss Quartier wie geplant gebaut wird.
    Sowie die ganze Seite (und die ganze Gegend) stärker belastet: Lärm, Abgase, Liefer- und Kundenverkehr.
    Lieferverkehr an der Perleberger Straße, Ein- und Ausfahrten an der Tiefgarage (400 Stellplätze) Turmstraße.
    Nach der Stadtteilvertretung Turmstraße sollte zumindest die Tiefgarage zwei Zufahrten haben, an der Turm- und an der Stromstraße.
    Davon abgesehen, dass das Ganze als zu voluminös, und zu Bewohner unfreundlich betrachtet wird.
    Aber die Gewobag, 100 % Land Berlin, stört das anscheinend nicht!

  26. 476
    H. E. says:

    „Berliner Kunden hätten inzwischen wohl festgestellt, dass es die meisten Angebote auch in anderen Einkaufszentren gebe“ und „außer sonnabends sei das Kundeninteresse schwach“, so steht es in dem Artikel:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/einkaufszentrum-am-leipziger-platz-in-der-mall-of-berlin-laeuft-nicht-alles-rund/11524598.html

    Ob CDU und SPD von Mitte nun mal anfangen, über den Sinn oder Unsinn von Großmärkten und Einkaufszentren in Moabit nachzudenken?

  27. 477
    Mignon Gräsle says:

    In der BVV gestern abennd hat Spallek anscheinend Abwägungsfehler bestätigt – und jetzt?
    Das Gelände müsste ganz anders entwickelt werden, z.B. mit der Gewobag zusammen. Aber – HGHI hat sich was anderes ausgerechnet.
    Wegen zusätzlicher Verschattung könnten auch Haus Nr. 37 und 51, nach dem OVG, klagen. Im Urteil ist von gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen die Rede.
    Die Häuserzeile entlang Schultheiss guckte immer schon auf die hässlichen, dunkel machenden, Brandmauern von Schultheiss.

  28. 478
    H. E. says:

    Ein interessanter Artikel im Tagesspiegel zum Thema „Einkaufszentren“:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtentwicklung-und-wohnungsbau-projekt-pankower-tor-auf-der-kippe/11531480.html

    Ein Investor möchte das 69. (das 68. wäre Schultheiss) Berliner Einkaufszentrum bauen, in Pankow, aber der Bezirk will es nicht.
    Zitat: „… müsse man heute eine Zukunftsperspektive entwickeln, die über 2030 hinausreiche. Dazu gehöre, dass man auch über neue, integrierte Verkehrs- und Infrastrukturkonzepte nachdenke.
    So möchte Kirchner (Stadtrat für Stadentwicklung (Grüne)) verhindern, dass hier ein EKZ mit 30.000 m² Verkaufsfläche entsteht. Diese großen Klopper mit Autobahnanschluss gehörten zu den großen städtebaulichen Verbrechen der 90er Jahre. Man baue heute einfach nicht mehr so. Vielmehr sei eine vernünftige städtebauliche Fassung und Entwicklung nötig, wo neben Einkaufsleistungen (auch) Dienstleistungen, Gastronomie, Naherholung und Kultur ihren festen Platz habe und wodurch vor allem der existierende Einzelhandel nicht bedroht und verdrängt wird.“
    „Es geht hier um nicht weniger als die Zukunft des innerstädtischen Einzelhandels, sagt Kirchner.“

    Es tut gut zu lesen, dass die Grünen in Pankow und kürzlich ja auch die SPD in Charlottenburg anfangen, Einkaufszentren unter dem Gesichtspunkt der „Stadtrendite“ zu betrachten, also zu fragen, ob sie der Stadt nutzen oder schaden.

    Im rbb war übrigens kürzlich zu hören, dass in den USA ein EKZ nach dem anderen schließt, weil sie bei den Kunden nicht mehr beliebt sind.

  29. 479
    H. E. says:

    Immerhin, im ICC wird es wenigstens kein Einkaufszentrum geben:
    http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20150323_1930/icc-wohl-nun-doch-kein-shopping-center.html

    Und als Zitat hier noch ein Kommentar, der zum aktuellen Tagesspiegel-Artikel über die neueste Entwicklung beim ICC abgegeben wurde:
    “In den USA gelten EKZ bereits als Dinosaurier, nur in Deutschland gibt es immer noch Verfechter für diesen Einzelhandelstyp.
    Die Zerstörung der kleinteiligen Einzelhandelslandschaft durch EKZ gehört zu deren schädlichsten Auswirkungen.
    Laut businessinsider.com werden in den USA in den nächsten 10 Jahren 15% der EKZ schließen. Einzelhandelsexperte Howard Davidowitz sieht sogar die Hälfte der US amerikanischen EKZ in den nächsten 15 bis 30 Jahren schließen. Diese Entwicklung wird zeitverzögert auch in Europa, in Deutschland stattfinden. Wer jetzt noch in neue EKZ investieren will, der muss einen starken Überlebenswillen haben.
    Dagegen werden auch in Zukunft Konferenzzentren benötigt, trotz Skype Konferenzen.”

  30. 480
  31. 481
    H. E. says:

    Die Kommentare zu diesem Artikel im Tagesspiegel sagen deutlich, was die Verfasser von der Stadtentwicklungs-Politik des Bezirksamtes Mitte für Schultheiss und Umgebung halten:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/schultheiss-brauerei-in-berlin-moabit-shoppingcenter-statt-kiezkultur/11604736.html

  32. 482
    banikowski says:

    Zu 481: Mir gefällt dieser Kommentar besonders gut:

    Hoffentlich
    markiert diese Shopping-Mall einen Aufbruch für die ganze Gegend. Moabit könnte ein wunderschöner zentraler Wohnbezirk sein, wenn denn nur endlich die Gentrifizierung beginnen würde.

  33. 483
    Susanne Torka says:

    @ 482 banikowski,
    Das ist bestimmt nicht einer der Kommentare, die H.E. gemeint hat 😉

    Aber mal ehrlich: so ein Einkaufszentrum mit den Allerweltsmarken, die es überall gibt, ist doch nicht gerade das, auf was wir in Moabit hier warten. Ich gebe zu, einer ganzen Menge Leute wird es gefallen, wenn sie ein Center vor der Haustür haben. Die waren ja schon enttäuscht, dass auf dem Paechbrot-Gelände kein wirkliches Center entstand sondern nur das Edeka-Center.

    Am bescheuertsten finde ich das 300-Zimmer-Hotel! Da wäre mir ein Deal wie in Pankow mit Krieger lieber gewesen, Wohnungen für 5,50 Euro gegen die Genehmigung für ein Einkaufszentrum. Aber selbst das hat der Bezirk Mitte verschlafen. Bzw. er argumentiert, dass es an Turm- und Stromstraße zu laut wäre, wie bei der Info-Veranstaltung. Als ob da nicht genug andere Wohnhäuser stehen.

    Erfrischend zu lesen:
    http://mitvergnuegen.com/2015/ihr-werdet-nie-erraten-was-in-moabit-gebaut-werden-soll/

    Dieser Blogbeitrag wie auch die Berichte aus den Tageszeitungen sind oben im Nachtrag zum Artikel verlinkt. Auch das Urteil zur Normenkontrollklage. Das andere Urteil habe ich noch nicht gefunden.

  34. 484
    Peter Kampf says:

    @ 483 Susanne Torka

    Wer sind denn die „wir in Moabit“ und wer sind denn die „ganzen Menge Leute“?
    Die die das EKZ nicht wollen sind die guten Moabiter und die die es wollen die böse oder dumme Menge Leute?

  35. 485
    Susanne Torka says:

    Habe ich das so geschrieben? Ich denke „Nein“!
    Es gibt eben verschiedene Meinungen zu Einkaufszentren, was sie für die Stadtentwicklung bedeuten, ist das eine. Trotzdem wird derjenige oder diejenige, die gerne dort einkaufen, das Center begrüßen. Von dumm oder böse ist da keine Rede. Es gibt eben verschiedene Arten zu konsumieren und zu leben.
    Mit allen Konsequenzen der Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung. Billige Kleider, Lebensmittel oder was auch immer ich einkaufe, wird mit Ausbeutung derjenigen Menschen, die die Produkte herstellen erkauft. Und meist leidet auch die Umwelt. Ich finde es nicht falsch, diese Zusammenhänge aufzuzeigen und bewusst zu machen.

  36. 486
    banikowski says:

    zu 485:

    Ist schon klar, dass H.E. nur bestimmte Kommentare meint. Allerdings war sein Hinweis so formuliert, als gäbe es nur eine Meinung zu diesem Thema.

    Es ist ja nicht nur bei billigen Produkten ein Problem, dass am Herstellungsort die menschen ausgebeutet werden: „Die Kampagne für Saubere Kleidung rechnet damit, dass die Lohnkosten einer in Asien genähten 100-Euro-Jeans bei einem Euro liegen. Die Werbung mache 25 Euro aus, 50 Euro stecke der Handel ein.“
    Bei teuren Produkten fällt mir auch das iPhone ein. Ob ein Arbeiter vor Ort ein teures iPhone oder ein Billg-Handy produziert, wird er nicht am Lohn bemerken. Wenn wir alles aus unseren Wohnungen werfen, was unter entsprechenden Bedingungen produziert wurde, wären die ganz schön leer. Aber was ist die Konsequenz? Dass wir alle Möbel beim Tischler um die Ecke anfertigen lassen und die Lebensmittel direkt beim Bio-Bauern, Bio-Metzger usw. kaufen und unserer Kleidung im Zweifel selbst nähen?

    Was das EKZ auf dem Schultheiss-Gelände angeht, ist doch die Argumentation der Gegner, dass es keines in Moabit zu geben braucht. Man kann den Krempel ja auch in den bestehenden EKZs kaufen. Das löst aber nicht die von Dir, Susanne, angesprochenen Probleme der Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung.

  37. 487
    H. E. says:

    In Pankow ist man bei den Erkenntnissen zu Einkaufszentren offenbar schon weiter als in der Leitungsebene des Bezirksamtes Mitte. Aber Pankow hat einen grünen Stadtrat für Stadtentwicklung und der ist offenbar der Meinung, dass eine Mall nicht mehr zeitgemäß ist und dass statt dessen der Einzelhandel in das Wohnquartier integriert werden sollte.
    Der Vorteil von Moabit ist, dass hier der Einzelhandel bereits in das Wohnquartier integriert ist. Ich kann daher in keinster Weise nachvollziehen, warum das Bezirksamt Mitte ausgerechnet in Moabit diese Situation stören will, indem es offenbar die Pläne eines Investors für ein EKZ sogar entgegen dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes weiterhin fördern will.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/pankower-tor-in-berlin-wenn-wohnungsbau-an-einer-shoppingmall-scheitert/11605180.html

  38. 488
    Susanne Torka says:

    @ die letzten Kommentatoren,
    Ja, es ist alles ein wenig komplizierter, banikowski hat recht, auch Markenprodukte werden von Billiglöhnern hergestellt. Und natürlich kann man nicht alles rausschmeißen – dürfte hier wahrscheinlich gar nicht am PC sitzen …
    Aber trotzdem kann jede/r etwas tun: Sachen reparieren und nicht wegwerfen, Plastik reduzieren, überlegen, wie haltbar die Dinge sind, die man kauft, z.B. bei Schuhen, gebrauchte Klamotten und Fairtrade-Produkte kaufen, ja und auch beim Biobauern oder Tischler. Jede/r kann sich was raussuchen. …
    Geschäfte im Wohngebiet, ja, prima, vermeidet Verkehr, den auch so ein EKZ anzieht. Da müssen sich die Discounter mächtig umstellen. Und eigentlich wollte schon 2010 der Senat darauf hinwirken, dass keine flächenfressenden Aldi, Lidl usw. gebaut werden. Hat wohl nicht wirklich geklappt:
    http://www.morgenpost.de/berlin/article1319400/Senat-gegen-Aldi-Lidl-und-andere-Discounter.html

  39. 489
    A.B. says:

    Außerdem wohnt da jemand – Luftbelastung, Klima ???

  40. 490
    H. E. says:

    zu 489:
    Ich möchte empfehlen, mal im „Umweltatlas“ von SenStadt zu recherchieren:
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/

    Dort wird z. B. unter „Klimamodell Berlin: Planungshinweise zum Stadtklima“ zum Schultheiss-Grundstück gesagt:
    „Sehr hohe Empfindlichkeit gegenüber Nutzungsintensivierung, keine weitere Verdichtung, Erhalt aller Freiflächen“.
    Für Antworten auf Anfragen zuständig, warum das nicht eingehalten wird: Bezirksamt Mitte, Abt. Stadtentwicklung

  41. 491
    banikowski says:

    zu 487: welcher Einzelhandel denn? Die Spielhallen, Wettbüros, Telefonläden, Billig-Bäcker und Imbisse etc.? Ich kann jedenfalls meinen Bedarf mit dem was die Turmstrasse anbietet bei weitem nicht decken. Ich hätte nichts dagegen, wenn die Turmstrasse mehr Vielfalt und Qualität bieten würde. Aber alle Versuche, das zu ändern sind ja wohl bisher gescheitert.

  42. 492
    moabiterin says:

    Na gut, dass Du die türkischen Lebensmittelläden nicht in Deiner Aufzählung hast, die sind doch prima. Und Medikamente, Bücher, Drogerieartikel, Klamotten, Schuhe gibt es ja auch.

  43. 493
    H. E. says:

    zu 491:
    Na ja, wenn Du Socken und Hemdchen von H&M tragen möchtest, mußte halt zum Ku’damm oder Leipziger Platz fahren. Ist doch ein netter Ausflug – ist doch zumutbar, einmal im Jahr in die Mall, wenn man dafür in Moabit einen lebendigen öffentlichen Straßenraum erhalten kann ?!

  44. 494
    banikowski says:

    Zu 493: Nö muss ich nicht, ich krieg ja hier demnächst alles. Wenn Dir dann der öffentliche Strassenraum nicht mehr „lebendig“ genug ist, musst Du ihn Dir halt ein paar Strassen weiter suchen. Ist ein netter Ausflug und bestimmt zumutbar.

  45. 495
    Netzgucker says:

    Am 20.4., 19:30 Uhr in der Urania, Podiumsdiskussion zu Einkaufzentren:
    http://www.urania.de/programm/2015/z813/

  46. 496
    Bürgerinitiative Siemensstraße says:

    Ergänzung zu 495:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm/diskussion-in-der-urania-wie-viele-einkaufszentren-vertraegt-berlin/11656476.html
    Heute wurde im Tagesspiegel über diese Diskussion berichtet. Der Artikel ist jedoch noch nicht online. Überschrift: „Shopschwerenot“.

  47. 497
    H. E. says:

    Heute im Tagesspiegel: „Gericht: Ein Bahnhof ist kein Shoppingcenter“:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-alexanderplatz-gericht-ein-bahnhof-ist-kein-shoppingcenter/11689456.html
    Zitat: „Deshalb hat der Konzern (die DB) auch den 2006 eröffneten Hauptbahnhof von Anfang an als Shoppingcenter mit Gleisanschluss planen lassen. Die rund 80 Geschäfte sind auf drei Etagen verteilt.“
    80 Geschäfte, Shopschwerenot !!!

    Damit hätte Moabit offenbar schon ein „Shoppingcenter“, denn bekanntlich steht der Hauptbahnhof in Moabit. Wurde das eigentlich schon mal mit in die Diskussion über die zukünftigen Verkaufsflächen von Moabit eingebracht?
    Und wie viele Verkaufsflächen dürfen es denn in der Europacity zusätzlich sein?

  48. 498
    Susanne Torka says:

    Wer das Gutachten zum Einzelhandel in der Turmstraße, das am 27. April NICHT vorgestellt wurde, lesen will, kann das hier tun (auch oben im Nachtrag verlinkt):
    https://silberahorn.wordpress.com/2015/04/29/einzelhandelsgutachten-endlich-veroffentlichen-stadtteilvertretung-sauer-auf-bezirksamt/

  49. 499
    Zeitungsleser says:

    Nicht nur bei den rumänischen Bauarbeitern hat die Mall of Berlin Schulden, auch beim Bezirksamt!
    http://www.berliner-woche.de/mitte/politik/harald-g-huth-muss-noch-233148-euro-bezahlen-d76473.html

  50. 500
    Bewohner says:

    Heute sind die ersten Baufahrzeuge auf das Gelände gerollt und die ersten Bauarbeiter sind am „bauen“.