So können Sie mitmachen!

Musik jamming session mit Hamit Sulaiman zu: sans papiers – Das Leben ist eine Reise Teil 3.3: Mathilde ter Heijne (NL) und Hamid Sulaiman (SYR)

18.11.2017 19:00 Uhr
Kurt-Kurt
Lübecker Straße 13 10559 Berlin

sans papiers – Das Leben ist eine Reise Teil 3.3

Face to the Dawn of Liberty von Mathilde ter Heijne

Mathilde ter Heijne: Blood, sweat and tears

Mathilde ter Heijne zeigt im Kurt-Kurt ein Single-Screen-Video, das für das Projekt Blood Sweat, and Tears in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von Kulturschaffenden und Friedens­aktivist*innen ent­standen ist. Aus­gehend vom ersten Inter­na­tio­nalen Frauen­friedens­kongress 1915 in Den Haag, einem histo­rischen Ereig­nis, bei dem die Teilnehmer*­innen erstmalig über die gesell­­schafts­­po­li­ti­schen, öko­­no­mi­­schen und geistigen Voraus­setzungen für einen zukünftig dauerhaften Frieden debattierten, hat Mathilde ter Heijne ursprünglich eine Mehr­kanal-Video­installation geschaffen.Für das Ausstellungsprojekt sans papiers – das Leben ist eine Reise extrahiert sie den Film Face to the Dawn of Liberty und inszeniert ihn im hinteren Raum des Kurt-Kurt neu. Historische Aufnahmen einer Aktion der Amerikanischen Delegation im Central Park, New York 1915, überlagern sich mit aktuellem Videomaterial aufgenommen in einem Greenscreen-Studio in Berlin. Das Video verbindet Vorträge aus dem Kongress von 1915 mit Überlegungen zu Frieden und Konfliktlösung von heute. Durch das Nachstellen der Reden und Fotografien mit Berliner Aktivist*innen entsteht eine kritische Auseinandersetzung mit der Rhetorik, dem Selbstverständnis und den Zielen der sogenannten ersten feministischen Welle. In Aneignung der historischen Suffragette Protesttaktik, die oft theatralisch inszeniert wurde, wurden Schlüsselphrasen zur Friedenspolitik für das Video ausgewählt und auf Holzbretter gesprüht.

Für das Ausstellungsprojekt sans papiers – das Leben ist eine Reise extrahiert sie den Film Face to the Dawn of Liberty und inszeniert ihn im hinteren Raum des Kurt-Kurt neu. Historische Aufnahmen einer Aktion der Amerikanischen Delegation im Central Park, New York 1915, überlagern sich mit aktuellem Videomaterial aufgenommen in einem Greenscreen-Studio in Berlin. Das Video verbindet Vorträge aus dem Kongress von 1915 mit Überlegungen zu Frieden und Konfliktlösung von heute. Durch das Nachstellen der Reden und Fotografien mit Berliner Aktivist*innen entsteht eine kritische Auseinandersetzung mit der Rhetorik, dem Selbstverständnis und den Zielen der sogenannten ersten feministischen Welle. In Aneignung der historischen Suffragette Protesttaktik, die oft theatralisch inszeniert wurde, wurden Schlüsselphrasen zur Friedenspolitik für das Video ausgewählt und auf Holzbretter gesprüht.

Indem historisches Bild- und Textmaterial mit Statements und Portraits von heute überlagert wird, lösen sich die Grenzen zwischen den Akteur*innen, Orten und Zeiten auf. Diese künstlerische Strategie ermöglicht andere Wahrnehmungen von Geschichte und sucht nach neuen Perspektiven für das zukünftige inklusive Zusammenleben unterschiedlichster Gemeinschaften.

Mathilde ter Heijne transformiert so den Projektraum Kurt-Kurt mit ihrer Videoinstallation in einen Ort für Diskussionen und Reflexionen über Krisen, Konfliktbewältigung und Frieden. Face to the Dawn of Liberty versteht sich als künstlerische Suche nach dem, was bis heute all jene verbindet, die sich für eine friedvolle Welt engagieren.

 

A studio to exchange von Hamid Sulaiman

Bild: A studio to exchange

Hamid Sulaiman: A studio to exchange

Mit seiner performativen und partizipativen Installation A studio to exchange stellt Hamid Sulaiman die Frage nach der physischen Verortung seines Arbeitsraumes, dem Studio. In einer Zeit, in der die Arbeitsräume schon lange nicht mehr Räume sondern Arbeitsplätze genannt werden, wo das shared office und die gleitende Arbeitszeit Ausdruck davon sind, dass das Arbeitszimmer immer öfter auf einen Laptop oder teilweise sogar schon auf ein Smartphone geschrumpft sind, vertritt er ganz vehement die Ansicht, dass seine Arbeit einen auffindbaren Ort braucht. Diesen Raum, seine diversen Funktionen und die unzähligen Geschichten seiner früheren Studios von Damaskus über Kairo, Paris, Bonn bis Berlin transferiert er nun für die Dauer einer Ausstellung in den Projektraum Kurt-Kurt.

Hier teilt er seinen Arbeitsraum, der gleichzeitig auch eine „living experience“ ist, während drei Wochen mit dem Publikum. Hier wird gearbeitet, gezeichnet, gemalt, geschrieben und noch viel mehr ein Ort der Begegnung zwischen Kulturen, Sprachen, Geschichten geschaffen. Hier treffen sich Besucher, Nachbarn, Menschen, Arbeitskollegen, Freunde und lauschen ihren Träumen, Echos und Herzschlägen.

Gibt es das Studio von Hamid Sulaiman wirklich? Oder ist dieser Ort nur eine Idee in seinem Kopf? Um sich vom Gegenteil zu überzeugen besuchen sie Hamid Sulaiman während der normalen Öffnungszeiten oder während einer seiner Open Studio Meetings in seinem neuen Atelier an der Lübecker Straße 13 in Berlin-Moabit. The artist is present.

Open Studio Events während der Ausstellung.

 

Eröffnung Dienstag, 14.11.2017 um 19 Uhr

Ausstellung 14.11. – 02.12.2017
Öffnungszeiten Do – Sa, 16 – 19 Uhr und nach Vereinbarung

Open Studio Events with Hamid Sulaiman

  • Musik jamming session 18. November, 19 Uhr
  • Architektur zwischen Damaskus und Berlin 19. November, 17 Uhr
  • Lesung arabischer Literatur 25. November, 18 Uhr
  • Zeichnen mit Hamid Sulaiman 26. November, 14 Uhr
  • Runder Tisch zur Comic Kultur 30. November, 19 Uhr

Finissage 02.12.2017 ab 17 Uhr

Kurt – Kurt | Kunst und Kontext im Stadtlabor Berlin-Moabit
www.sanspapiers.de | www.kurt-kurt.de