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Sanierung Uferwand Wikingerufer

Bericht von der Infoveranstaltung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Foto der gesperrten Uferpromenades des Wikingerufers

Seit 2011 ist die Uferpromenade des Wikingerufers gesperrt

Am Dienstag, den 7. Februar 2017 fand in der Erlöserkirche die langerwartete Infor­veranstaltung zum Fortgang der Arbeiten am teilweise gesperrten Wikinger­ufer statt. Schon vor der offiziellen Begrüßung durch Staatssekretär Jens-Holger Kirchner, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK), lief über einen Beamer ein kurzer Film in Endlosschleife, der Bilder der maroden Uferbefestigung unterhalb der Wasserlinie zeigte. Herr Rutke (SenUVK) zeigte dann in einem etwa halbstündigen Vortrag, wie gefährlich die Situation tatsächlich ist. Aufgrund der erkennbaren Schäden, die zur Sperrung des Uferweges geführt hatten, sind etliche Unter­suchungen und Berechnungen vor­ge­nommen worden. Dabei haben Messungen z.B. ergeben, dass sich die Ufer­mauer inner­halb eines Jahres um sieben bis zehn Millimeter Richtung Spree bewegt hat – zusätzlich zu den schon im Ursprungsartikel auch bildlich gezeigten Bewegungen!

Foto der maroden Ufermauer des Wikingerufers

Die marode Ufermauer des Wikingerufers

Die Mauer selbst ist 1911 entstanden, im südlichen Bereich ist 1960 ein Teilstück als Stahl­spund­wand errichtet worden. Die ältere Betonmauer besteht aus einem etwa vier­einhalb Meter hohen sicht­baren Teil aus Beton und einem unter Wasser liegendem, etwa zwei­einhalb Meter hohem Bauwerk aus Holz. Sie ist, was für die damalige Bauweise typisch ist, sowohl im oberen als auch im unteren Bereich der Mauer im Abstand der sichtbaren Stahlträger mit jeweils einem Anker versehen, die zu einer gemeinsamen Ankerplatte im Erdreich führen. Bäume standen, wie auf den Luftaufnahmen von 1928 bestens erkennbar ist, nur als normale Alleebäume direkt an der Straße, in Vortrag und Diskussion als „zweite Reihe“ bezeichnet. Ihre Anzahl ist im Krieg dezimiert und durch Nachpflanzungen wieder ergänzt worden. Die vordere, „erste“ Baumreihe existierte vor dem Krieg überhaupt nicht, sie ist erst in Nachkriegsluftaufnahmen ab 1959 zu erkennen.

Bestimmend für das Risiko sind drei Faktoren:

Es liegt seit Errichtung der Ufermauer ein Konstruktionsfehler vor, das Bauwerk selbst hat seine normale Nutzungsdauer erreicht und ist stellenweise stark geschädigt und es gibt zusätzlich negative Einflüsse durch die in der Nachkriegszeit unsachgemäß direkt an der Ufermauer nachgepflanzten Bäume.

Foto eines gerissenen Ankers am Wikingerufer

Gerissener Anker: Die Halterung (oben) der Ankerstange (vorn) ist gerissen. Ebenso sind Wurzeln zu erkennen

Der Konstruktionsfehler liegt in der Nichtberücksichtigung der vor hundert Jahren unbekannten sogenannten „tiefen Gleitfuge“. In einer Definition heißt es dazu: „Um eine Wand im Boden rückzuankern, muss ein ausreichendes Bodenvolumen hinter der Wand aktiviert werden, da sonst Boden und Bauwerk gemeinsam versagen. Die Bestimmung der richtigen Lage und Länge des Ankers wird in Form eines speziellen Geländebruchnachweises ge­führt.“ Die damals gegen ein Kippen der Mauer eingebauten Anker sind demgemäß viel zu kurz und können die Mauer nicht halten. Zumal schon mindestens einer dieser Anker gerissen ist (siehe auch Ursprungs­artikel). Um es auf ein Beispiel aus dem Alltag zu übertragen: Setzt man den Dübel für ein Regal nicht tief ins Mauerwerk, sondern zu kurz nur in den Verputz der Wand, so wird der Dübel mitsamt dem Verputz herausbrechen und das Regal abstürzen.

Foto Sichtbarer Schaden an Uferwand

Sichtbarer Schaden an Uferwand

Die Schäden im Bereich der hölzernen Unterwasserspundwand sind nur durch Tauchgänge zu ermitteln: So klaffen zwischen den Spundbohlen, die unter Wasser die Uferwand bilden, zum Teil breite Fugen, das Erdreich dahinter kann in unbekanntem Umfang schon ausgespült sein, so dass Hohlräume vorhanden sein können. Auch haben sich dort größere Wurzeln breitgemacht, die diese Fugen noch vergrößern. Aber auch die schon im ersten Artikel genannten hölzernen Stützen sind stellenweise so verrottet, dass sie jederzeit versagen können. Die auf ihnen sich abstützende sichtbare Ufermauer aus Beton könnte daher jederzeit abstürzen. Derzeit halten sie – wie man so schön sagt – „aus Gewohnheit“. Dabei darf auch eines nicht vergessen werden: Der Baugrund ist an dieser Stelle nicht der beste, auf der Karte von 1857 z.B. sieht man in diesem Bereich der damals sogenannten Judenwiesen die Signatur für sumpfige Wiesen. Auf die heutige Höhe ist das Gelände dann später aufgeschüttet worden. Ein Anwohner berichtete dann später in der Diskussion auch von „Absackungen des Kellers“. Hier dürften unter Umständen noch unliebsame Überraschungen drohen.

Der dritte Faktor sind schließlich die direkt an der Ufermauer Ende der Fünfziger Jahre offenbar ohne Überlegung gepflanzten Bäume der sogenannten „ersten Reihe“. Sie stehen aber statisch gesehen an der ungünstigsten Stelle überhaupt und belasten die Wand unnötig durch ihr Gewicht und zum Teil auch durch das Treiben ihrer Wurzeln. Diese Bäume konnten dabei auch nie einen natürlichen Wurzelbereich ausbilden, denn ihnen ist die Hälfte ihres natürlichen Wurzelraumes durch die Ufermauer genommen. Diese vordere „erste“ Baumreihe soll denn auch als erste Maßnahme gefällt werden, um Druck von der irreparabel geschädigten Ufermauer zu nehmen. Sie werden auch nicht ersetzt werden, weil ihr bisheriger Standort sowohl aus baumbiologischen als auch aus statischen Gründen völlig widersinnig ist. Die historische „zweite“ Baumreihe, die alten Alleebäume, sollen soweit wie möglich, erhalten werden. Sollte sich im Verlauf der Bauarbeiten zeigen, dass das eine oder andere Exemplar doch gefällt werden muss, so sollen diese Bäume durch Neupflanzungen ersetzt werden.

Herr Rutke brachte es gerade in Bezug auf die Bäume der ersten Reihe klar auf den Punkt: Die Mauer wäre auch ohne diese Bäume nicht mehr zu retten, die dort falsch gepflanzten Bäume verschärften das Problem nur noch.

Es waren mehrere Varianten der Reparatur überlegt worden:

  • Eine Sanierung der bestehenden Mauer ist bedingt durch die großen Zerstörungen nicht mehr möglich, da eine Entnahme der geschädigten Holzbalken ein Absacken der schweren Betonmauern zur Folge hätte.
  • Ein wasserseitiger Neubau, also einen neue Wand vor der bestehenden. Dies ist vor allem durch die Bundesbehörde verworfen worden, weil damit der dem Hochwasserschutz aber auch der uneingeschränkten Schifffahrt dienende Mindestquerschnitt der Spree zu stark eingeschränkt worden wäre.
  • Ein landseitiger Neubau hinter der bestehenden Ufermauer dagegen hätte unweigerlich einen Eingriff in die straßenbegleitenden Alleebäume (an der Bordsteinkante) zur Folge gehabt, zudem würde die Uferpromenade verschmälert werden müssen.

Daraus ergibt sich, dass die Wand durch einen Neubau an Ort und Stelle ersetzt werden muss.

Dieser Neubau soll folgendermaßen verlaufen: Zuerst werden parallel zum Ufer für den Zeitraum der Erneuerung Spundwände gerammt, der Zwischenraum zur bestehenden Uferwand wird verfüllt und von diesem Schutzstreifen aus werden Bohrpfähle anstatt der alten Holzkonstruktionen bis auf tragfähigen Grund hergestellt. Auf dieser Reihe von Bohrpfählen wird dann – dem historischen Bild nachempfunden, denn es gilt auch den Denkmalschutz zu beachten – die neue Ufermauer Abschnitt für Abschnitt neu aufgeführt. Dabei soll, soweit das technisch machbar bzw. sinnvoll ist, von diesem provisorischen Streifen aus gearbeitet werden. Zum Schluss werden die provisorischen Spundwände wieder entfernt. Dabei ist folgender Zeithorizont vorgesehen: Im Frühjahr werden als Sofortmaßnahme die Bäume der vorderen Reihe an der Mauer selbst gefällt. Für Mitte 2017 ist das Genehmigungsverfahren für die neue Uferwand vorgesehen, an die sich 2017/2018 die provisorischen wasserbaulichen Maßnahmen anschließen sollen. 2019 bis 2020 soll dann der eigentliche Neubau stattfinden und abschließend sollen die Provisorien wieder entfernt werden.

Schema der Verankerung und Gründung auf Holzpfählen am Wikingerufer

Das Profil der Ufer des Landwehrkanals unterscheidet sich deutlich von dem am Wikingerufer

Die an den sachlichen und verständlichen Vortrag folgende Diskussion zeigte dann leider auch wieder die mittlerweile schon Alltag gewordenen Sticheleien und unberechtigten Vorwürfe aus bestimmten Kreisen: Als erster protestierte der BUND, dann fiel ein „Anwohner“, der noch vor kurzem seitenlang schwadroniert hatte, ohne bis dato vor Ort gewesen zu sein, durch ständige Zwischenrufe auf, er und seine Kollegin, beide von der BI Landwehrkanal aus Kreuzberg (!), trugen dann als weitere Redner ihre Vorwürfe vor. Es störte beide nicht, dass die Bedingungen am Landwehrkanal mit seinen niedrigen Ufermauern, die zudem anders gegründet worden sind als die Ufermauer des Wikingerufers, und den dortigen, zum Teil breiten, Böschungen baulich und im Hinblick auf die Statik in keiner Weise mit den Bedingungen am Wikingerufer vergleichbar sind. Leider wurde deshalb auch das Märchen verbreitet, es gäbe Alternativen zu der vom Senat gewählten Erneuerung, man müsse sich nur am Landwehrkanal orientieren, bis hin zu dem Vorschlag, die Bäume zu vertäuen. Bloß woran – an den Häusern? Dazu passte natürlich auch der Vorwurf, dass die geplanten Maßnahmen nicht zuvor mit der Kreuzberger BI abgesprochen worden wären. Und dazu passte auch der Vorwurf, dass überhaupt nicht informiert worden wäre. Nur: Im Sommer letzten Jahres (27. Juli 2016) gab es eine Veranstaltung der SPD, ebenfalls in den Räumen der Erlöserkirche, in der der damalige Staatssekretär Gaebler über den damaligen Stand der Untersuchungen berichtet hatte, darüber konnte man kurz danach im aktuellen Kommentar zum Ursprungsartikel auch nachlesen. Der Raum war im Übrigen bis auf den letzten Platz gefüllt. Und überhaupt: Schon in meinem Ursprungsartikel vom 23. November 2011, also nach dem Aufstellen der Absperrungen, hatte ich auf die Gefahr von Fällungen hingewiesen – hat das keiner der bekannten Akteure zur Kenntnis genommen, obwohl hier ein Bürger für Bürger geschrieben hatte? Ihren an den Senat gerichteten Vorwurf der jahrelangen Untätigkeit müssen diese Akteure sich daher wohl oder übel selbst gefallen lassen!

Gastautor: Andreas Szagun

 

Nachtrag vom 9.2.2017
Der BUND Berlin fordert  einen sofortigen Fällstopp und eine detaillierte Untersuchung wie Bäume und Uferwand zusammen erhalten werden können.
Pressemitteilung des BUND Berlin e.V.


Nachtrag vom 18.2.2017

Die BVV Mitte hat in ihrer Sitzung am 16.2.2017 folgenden Beschluss gefasst:

Das Bezirksamt wird ersucht, die Baumfällungen der Senatsverwaltung am Wikingerufer zu stoppen. Sofern dies nicht möglich ist, genehmigt der Bezirk der Senatsverwaltung Baumfällungen nur nach gutachterlicher Einzelprüfung und nachgewiesener Notwendigkeit zur Sanierung der Uferwand.

Außerdem ist die SenUVK aufzufordern, im Rahmen der ökologischen Baubegleitung alle Maßnahmen nach Angabe des SGA über die gesamte Bauzeit vorzunehmen, um die zweite Baumreihe zu erhalten.

Die Anlieger*innen und Interessenverbände sind laufend zu jedem Bauabschnitt zu hören und zu informieren.

Drucksache-Nr. 0287/V, veröffentlicht am 17.2.2017

Download (PDF; 5MB) der Präsentation der Senatsverwaltung zur Informationsveranstaltung am 7.2.2017, s. Hinweis in Kommentar von A. Szagun


Nachtrag vom 21.2.2017

Staatssekretär Jens-Holger Kirchner

Am 21. Februar 2017 stellten Staatssekretär Jens-Holger Kirchner und seine Mitarbeiter*innen in Anwesenheit von Bezirksstadträtin Sabine Weißler und Mitarbeiter*innen des Grün­flächen­amtes sowie Christian Hönig, Baum­schutz­refe­rent des BUND Berlin e.V. gegen­über der Presse, mehreren Anwohner*innen und Baum­schütze­r*innen die zwischen der Senat­sverwaltung, dem bezirk­lichen Grün­flächen­amt und dem BUND Berlin e.V. Mitte der vergangen Woche vereinbarte Kompromiss­lösung zur Erzielung der geringst­möglichen Zahl an notwendigen Baum­fällungen bei der Sanierung der Uferwand des Wikinger­ufers vor. Grundlage war eine neue gemein­same Begehung des Ufers, an der auch eine Baum­gutachterin des beauf­tragten Planungs­büros teilnahm.

Darstellung der „Sofortsicherung“ (Quelle: Präsentation zur Infoveranstaltung, S. 24)

Als Ergebnis steht fest, dass die komplette erste Baumreihe – also die direkt an der Ufermauer – noch im Februar gefällt werden wird und eine Entlastungsmaßnahme der Uferwand Abtragung von Erdreich erfolgt (s. Seite 24 der verlinkten Präsentation). Ein Erhalt dieser Bäume bei der Sanierung der Ufermauer ist nicht möglich.

Für jeden einzelnen Baum der zweiten, weiter von der Ufermauer entfernt stehenden, Baumreihe, wurde ein Schutz­bereich fest­gelegt, in den nicht einge­griffen werden darf. Suchschachtungen sollen den genauen Verlauf der Wurzeln und die kritischen Bereiche aufzeigen, in denen die Wurzelsysteme ineinander übergehen. Auch wurden die Maßnahmen festgelegt, wie die zu erhaltenden Bäume während der Bauphase bestmöglich geschützt werden sollen. Mit diesem Vorgehen sollen Schädigungen an den Wurzeln der Bäume der zweiten Baumreihe, die z.B. zu Pilzinfektionen der Bäume führen können, vermieden werden. Stadträtin Weißler wies darauf hin, dass viele dieser Arbeiten von den Firmen in sorgsamer Handarbeit durchgeführt werden müssen, um Schädigungen bei den Arbeiten zu minimieren.

Als Kompensationsbetrag für die Baumfällungen wurde 72.000 Euro festgelegt. Mit diesem Betrag könnte theoretisch die Pflanzung von 72 kleinen Bäumen erfolgen, größere Bäume kosten mehr. Wo genau neue Bäume gepflanzt werden, ist noch nicht festgelegt. Klar jedoch ist, dass an der Stelle der jetzigen ersten Baumreihe keine neuen Bäume gepflanzt werden.

Auf Nachfrage zum BVV-Beschluss vom 16. Februar 2017 sagte Stadträtin Weißler, dass die Umsetzung dieser Kompromisslösung nicht im Widerspruch zum Inhalt des BVV-Beschlusses steht. Die Baumschutzexperten des BUND Berlin sind bei Fällung der ersten Baumreihe mit den Lösungen für den Schutz der zweiten Baumreihe zufrieden und werden die Baumaßnahmen begleiten.

Nachtrag vom 22.2.2017
Maßnahmenkatalog Sofortsicherung
Baumfällungen Wikingerufer 21.02.2017,
PDF-Dokument (668.5kB) des Bezirksamts Mitte

Abendschaubericht am 21.2.2017

Informationsquellen der Verwaltungen
Website Wasserbau | Uferwände | Wikingerufer der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Website Ufersanierung Wikingerufer des Bezirksamts Mitte, Straßen- und Grünflächenamt, die laut Bezirksamt regelmäßig mit neuen Inhalten gefüllt werden wird.

Nachtrag vom 23.03.2017
Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz lädt zum Thema Ufersanierung Wikingerufer nach der Bürgerinformationsveranstaltung im Februar zu einem „Tag des offenen Büros“ am 30.03.2017 von 15-19 Uhr zu einem informellen Austausch ein in die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Raum 204, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin. Zu verschiedenen Fragestellung gibt die Ufersanierung Wikingerufer der Senatsverwaltung knappe Information. So seien zu bestimmten Themen sind, zeitnah zur Ausführung, Beteiligungen der Bürger geplant. Dazu zählen die Promenadengestaltung, die Ansichtsfläche der neuen Uferwand, die Erfassung des Bestandes der angrenzenden Bebauung/Vorschäden, Ausrüstung der neuen Uferwand. Eine zweite Bürgerbeteilungsveranstaltung ist für Mitte 2017 geplant.

19 Kommentare auf "Sanierung Uferwand Wikingerufer"

  1. 1
    Netzgucker says:

    Hier wird – erwartungsgemäß – die diametral entgegengesetzte Meinung vertreten:
    https://baumschutz.wordpress.com/2017/02/08/beteiligungsgroteske-wikingerufer/#more-23863

  2. 2
    Kanalwatccher says:

    Und das ist gut, dass es eine diametral entgegengesetzte Meinung gibt: diese wird insbesondere auch von Fachleuten vertreten.
    Eine BI Landwehrkanal ist mir nicht bekannt, ich kenne nur den gemeinnützigenb Verein BaL e.V., der großartiges Geschick im Verhandeln mit dem WSA und anderen Institutionen gezeigt hat und immer noch zeigt.

    Dass ihr hier meistens die Meinung der Amtsträger übernehmt ist auffällig!

  3. 3
  4. 4
    Moabiterin says:

    @ 2,
    steht da nicht Bürgerinitiative / Verein ?
    https://baumschutz.wordpress.com/about/impressum/

  5. 5
    Kleiner Tiergarten Freund says:

    BI und Verein sind wohl alternative Fakten und „Kanalwatccher“ vermisst bei BI Landwehrkanal vielleicht die Bäume

  6. 6
    Anwohner aus Moabit says:

    Obwohl die Uferbefestigung am Landwehrkanal (mit Böschung) eine komplett andere ist, als hier in Moabit am Wikingerufer scheint das selbstherrliche Auftreten der BaL-Vertreter vom Landwehrkanal viele Anwohner zu überzeugen. Auf der dortigen Webseite ist der Brief eines Moabiters zu finden, der sich mit einem Appell an die Politik wendet:
    https://baumschutz.wordpress.com/2017/02/09/appell-wikingerufer/
    https://baumschutz.wordpress.com/2017/02/12/rettet-die-baeume-am-wikingerufer/

    Ich schlage vor den faktenreichen Artikel von Andreas Szagun noch einmal zu lesen!

  7. 7
    Andreas Szagun says:

    Mittlerweile steht die Präsentation von SenUVK im Netz zum Download bereit, so daß auch diejenigen, die nicht bei der Veranstatlatung dabei waren, die Schadensbilder ansehen können:

    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/wasserbau/de/wikingerufer.shtml

    In diesem Zusammenhang ist interessant, daß von BaL e.V. ein Fällmoratorium mit der Begründung gefordert wird, daß die eigentlichen Baumaßnahmen erst 2018 beginnen sollen und deshalb Zeit für ein Beteiligungsvefahren vorhanden wäre (siehe Seiten vom BaL e.V./Bürgerinitiative). Auf der Veranstaltung ist jedoch ganz klar gesagt worden (und daß geht auch eindeutig aus der Präsentation hervor), daß die provisorische UferSICHERUNG einerseits durch eine vorgerammte Spundwand mit Auffüllung und andererseits durch die Reduzierung der auf der Ufermauer liegenden Gewichtsbelastung durch die Fällung der Bäume der ersten Reihe ab sofort erfolgen soll. Siehe die beiden Grafiken in der Präsentation, die die Unterschiede zwischen Wand mit und ohne die Gewichtsbelastung zeigen.

    Ich finde es äußerst befremdlich, daß eine BI fünf Jahre ungenutzt hat verstreichen lassen, anstatt in der Phase der Erkundung, statischer Nachrechnung und Fachplanung gemeinsam mit SenStadtUm bzw. SenUVK eine Lösung zu finden, um jetzt dafür umso heftiger die Gefahrenabwehr hinausschieben zu wollen. Und ich finde es allgemein befremdlich, daß anläßlich der Fällung eines kleinen Wäldchens auf dem ehemaligen TU-Gelände gegenüber der Wullenweberwiese kein Ton des Protestes zu hören war – dort sollen hochwertige Eigentumswohnungen gebaut werden – während bei einer Maßnahme, die sich aus der Verkehrssicherungspflicht ergibt, Zeter und Mordio geschrieen wird.

  8. 8
  9. 9
    Bärbel says:

    Ebenfalls Danke an Andreas Szagun und Anwohner aus Moabit.
    Das Wichtigste ist das was wir alle wollen: Endlich mit den Bauarbeiten anfangen, damit endlich auch der Weg an der Spree wieder frei wird.

  10. 10
  11. 11
    vilmoskörte says:

    Ich frage mich, ob es wirklich so demokratisch ist, wenn (die immer gleichen) 50 Wutbürger allein bestimmen wollen, was in dieser Stadt gemacht und was nicht gemacht werden soll.

  12. 12
    Jürgen Schwenzel says:

    Senatsverwaltung, Bezirksamt und BUND Berlin e.V. haben einen Kompromiss für Maßnahmen zum Schutz der zweiten Baumreihe am Wikingerufer bei Anerkennung der notwendigen Fällung der ersten Baumreihe am 21. Februar gegenüber der Presse vorgestellt. Mehr im Nachtrag vom 21.02.2017.

  13. 13
    Bärbel says:

    Zu 12.: Dies ist doch ein Superkompromiss.

  14. 14
  15. 15
    Andreas Szagun says:

    Interessant ist doch, daß die weiter oben als selbstherrlich beschriebenen Baumschützer jetzt auf den BUND und den Kompromiß einschlagen, siehe Kommentare unter dem Artikel von Chr. Hönig, BUND:

    http://umweltzoneberlin.de/2017/02/20/wikingerufer/

    Noch einmal: Die Baumschützer hatten fünf Jahre Zeit – wir wollen endlich wieder einen sicher begehbaren Uferweg haben!

  16. 16
    Moabiterin says:

    Ja, wirklich eine ätzende Meinungsmache!

  17. 17
    Zeitungsleser says:

    Hier auch nochmal was in der Berliner Woche, wobei das Datum des Artikels bestimmt ein Tippfehler ist, denn er berichtet über den Stopp der Arbeiten wegen schwerem Gerät durch den Mitarbeiter des Grünflächenamtes und nimmt zu den Vorwürfen gegen die Stadträtin Stellung (nur mal so als Hinweis für die Baumschützer):
    http://www.berliner-woche.de/moabit/bauen/abholzung-hat-begonnen-die-zweite-baumreihe-am-wikingerufer-soll-stehen-bleiben-d119855.html

  18. 18
    Jürgen Schwenzel says:

    Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz lädt zum Thema Ufersanierung Wikingerufer nach der Bürgerinformationsveranstaltung im Februar zu einem „Tag des offenen Büros“ am 30.03.2017 von 15-19 Uhr zu einem informellen Austausch ein in die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Raum 204, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin.

  19. 19
    Andreas Szagun says:

    Wie auf der Info-Veranstaltung vom 7. September zugesagt, stehen jetzt die beiden Präsentationen der Senatsverwaltung für Umweltschutz, Verkehr und Klimaschutz jetzt im Netz abrufbar zur Verfügung:

    1) Über den Bauablauf im Allgemeinen:
    http://www.berlin.de/senuvk/bauen/wasserbau/download/praesentation_Wikingerufer_senuvk_07092017.pdf

    2) Über die statischen Verhältnisse im Speziellen:
    http://www.berlin.de/senuvk/bauen/wasserbau/download/praesentation_WIkingerufer_inroslackner_07092017.pdf

    Im Verlauf der Veranstaltung gab es einen zeitlichen Block, in dem Anwohner individuelle Fragen an die Planer stellen konnten, z. B. betreffend Schäden an ihren Häusern.

    Nach Abschluß der Fahrgastschiffahrtssaison sollen die Arbeiten zur Sicherung der Uferwand beginnen und im nächsten Frühjahr abgeschlossen sein. Nach dieser Sicherung beginnt der eigentliche Abriß der alten und der Bau der neuen Uferwand.

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