So können Sie mitmachen!

Nicht Grillen, aber Bäume gießen!

Die Hitzewelle in Berlin verlangt besondere Maßnahmen. Seit Wochen besteht Waldbrandgefahr in Berlin und Brandenburg. Was wenig bekannt ist, in den Wäldern ist nicht nur Feuer machen sondern auch das Rauchen verboten. Auch wenn zwischendurch ein paar Gewitterschauer herunterkommen, ist die Gefahr keineswegs gebannt. Aus diesem Grund bittet das Bezirksamt Mitte die Bevölkerung um entsprechendes Verhalten.

Ein Grillverbot im Grillgebiet des Großen Tiergartens wurde befristet bis zum 13. August 2010 ausgesprochen und dabei ausdrücklich betont, dass das nur mit der Wetterlage zusammenhängt und ungeachtet der kontroversen Grilldiskussion keineswegs eine Aufhebung der Grillgebiete vorgesehen ist. Das trifft viele Berliner Familien, die sich einen Sommerurlaub nicht leisten können, hart, waren doch die Wiesen und auch die Radrouten durch den Tiergarten wochenlang wegen der Sicherheitsbedürfnisse der Fanmeile gesperrt. Das Verbot ist aber angesichts der Trockenheit eine notwendige Einschränkung. Demgegenüber ist Grillen auf dem Balkon grundsätzlich erlaubt, aber nur, wenn es die Nachbarn nicht stört (einige Gerichtsentscheidungen zitiert der Artikel in der Berliner Zeitung).

Bie dieser Gelegenheit möchte MoabitOnline einmal auf die Verhaltensregeln beim Grillen in öffentlichen Grünanlagen Berlins hinweisen: kein Feuer auf dem Rasen oder Boden (auch keine Einmalgrillschalen), keine Brandbeschleuniger verwenden, Grill nicht unter die Bäume stellen, Wasser zum Löschen bereithalten und den Müll, auch Asche und Restkohle möglichst wieder mit nach Hause nehmen! Die Informationen über „Grillen in Berlin“ sind auf der Webseite der Senatsverwaltung sogar in vier Sprachen bereitgestellt: in Deutsch, Englisch, Türkisch und Russisch. Entsprechende Flyer hat hoffentlich das Ordnungsamt bei seinen Runden dabei. Alle können ihren Beitrag leisten und pfleglich mit dem Stadtgrün umgehen.

Also Leute, haltet Euch bitte dran, nehmt Euren Müll wieder mit nach Hause – übrigens nicht nur beim Grillen – und passt auch mit weggeworfenem Glas auf! Eine Scherbe als Brennglas reicht um trockene Blätter zu entzünden.

Die trockenen Blätter führen uns gleich zur zweiten Bitte des Bezirksamts Mitte, der sich MoabitOnline ebenfalls anschließen möchte: gießt die durstenden Straßenbäume vor Eurem Haus! Sie sind sowieso durch ihre schlechten Standortbedingungen (wenig Boden, verdichtete Wurzeln, Abgase, Hundeurin usw.)  hohem Streß ausgesetzt, bei der Hitze leiden sie besonders. Am besten solltet Ihr frühmorgens oder abends giepen und dabei darauf achten, die Erde erst anzufeuchten, damit sie das Wasser überhaupt aufnehmen kann, und dann mehrere Eimer oder Gießkannen pro Baum rechnen. Am einfachsten geht es natürlich mit einem langen Schlauch, wenn es im Hof einen Wasseranschluss außen gibt. Für einen solchen Wasseranschluss sollte die Hausverwaltung einen separaten Zähler einbauen lassen, diesen bei den Berliner Wasserbetrieben registrieren lassen, damit keine Abwassergebühren für das Gießwasser berechnet wird.

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