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Pläne für Emmi-Spielplatz diskutieren

Kurz nach den Osterferien Ende April sammelte das Kinderbeteiligungsbüro des Moabiter Ratschlags e.V. Ideen für die Umgestaltung des großen Spielplatzes an der Emdener- und Oldenburger Straße. Kitakinder und Erzieherinnen, Schulkinder, Familien und Anwohner beteiligten sich bei Workshops an 3 Tagen. Sie beurteilten die Spielmöglichkeiten mit der jetzigen Ausstattung von Spielgeräten und machten Vorschläge für die Verbesserung der Situation. Im Rahmen des Konzeptes der Moabiter Bewegungslandschaft, das BERLINbewegt e.V. im Auftrag des Quartiersmanagements Moabit West für Spielplätze in Moabit West erarbeitet hat,  geht es beim „Emmi“ vor allem um Ergänzungen für die Altersgruppen 1 – 6 Jahre und 11 – 14 Jahre und natürlich darum noch mehr Bewegung möglich zu machen. Die Auswertung des Beteiligungsprojektes kann hier heruntergeladen werden.

Als erster Bauabschnitt wird der Teilbereich an der Oldenburger Straße mit dem Bolzkäfig und einer etwas verloren wirkenden Tischtennisplatte umgebaut werden. Einen neuen Belag für den Bolzplatz haben sich alle befragten Kinder gewünscht und für die Fläche an der Straße wurden interessante neue Spielgeräte für die Altersgruppe 11 – 14 Jahre gefunden. Die Spielplatzplanung des Bezirksamts Mitte erarbeitete einen Entwurf für den Teilbereich an der Oldenburger Straße und einen Vorentwurf für die spätere Umgestaltung der großen Spielplatzfläche.

Die Pläne werden am Freitag, den 3. September um 15 Uhr auf dem Spielplatz vorgestellt. Familien aus der Umgebung, Anwohner und Anwohnerinnen und alle, die sich im April an der Ideenfindung beteiligt haben, sind eingeladen, den Vorentwurf gemeinsam zu diskutieren.

Warum die schon vor Monaten dringend geforderten Reparaturarbeiten bis jetzt noch nicht einmal angefangen wurden, ist allen Beteiligten unverständlich. Dem Basketballplatz mit dem guten Bodenbelag fehlen schon lange die Körbe! Den ganzen Sommer konnte nicht gespielt werden! Außerdem wurde im April bemängelt, dass an den Tischtennisplatten  die befestigten Bereiche für die Spieler_innen viel zu klein sind,  der Boden rundherum ist abgetreten – eine Stolpergefahr. Da muss ganz unabhängig von der Neugestaltung etwas passieren, damit nicht noch mehr Leute sich den Knöchel verknacksen!

Nachtrag:
Am 21. Februar 2011 stellte Frau Schneider vom Straßen- und Grünflächenamt den Entwurf für den gesamten Spielplatz an der Oldenburger und Emdener Straße vor, um 16 Uhr für Kinder und 18 Uhr für Erwachsene in der Pädagogischen Werkstatt, Emdener Straße 47. Trotz Flyer in jedem Hauseingang war der Zulauf eher gering. Kinder, die gerade auf dem Spielplatz spielten wurden spontan eingeladen, ihre Meinung zu der Planung kundzutun. Die Zustimmung war groß, und einige neue Aspekte konnten eingebracht werden.

Hier ist der Artikel aus der Berliner Woche vom 2. März 2011 herunterzuladen, der leider nicht alle Einzelheiten zutreffend darstellt. Es werden zum Beispiel nicht etwa mehr Bänke aufgestellt werden, sondern die Bänke mit Rückenlehnen hauptsächlich beim Spielbereich für die Kleinkinder konzentriert, während an den Sportflächen und bei den umgestellten Tischtennisplatten sogenannte „Lümmelbänke“ für Jugendliche platziert werden.

Nachtrag vom 1. Oktober 2011:
Endlich geht es los mit der Umgestaltung des Spielplatzes! Frau Schneider vom Straßen- und Grünflächenamt teilte mit, dass die Firma Tell Bau Mitte nächster Woche mit dem Bau beginnen wird. Sie werden versuchen sicherzustellen, dass der große Sportplatz während der Baumaßnahmen möglichst zugänglich bleibt. Hier die Pressemitteilung des Bezirksamts und eine Information des Moabiter Ratschlags, wo während der Bauphase die Eingänge sind und wo noch gespielt werden kann.

Dies ist der Ausführungsplan (auf das Bild klicken für pdf zum Vergrößern!):

Nachtrag 2012:
Die Bauarbeiten dauern immer noch an, im August soll Eröffnung sein. Über einen schrecklichen Vorfall auf der Baustelle berichtete der Tagesspiegel am 21.5.12.

Spielplatz-Einweihungsfest am 21. August 2012 ab 16:30 Uhr: viele Aktionen für Kinder und Erwachsene

11 Kommentare auf "Pläne für Emmi-Spielplatz diskutieren"

  1. 1
    moabito says:

    Jeder schaue sich das an: http://www.spielwiese21.org/ und denke sich seinen Teil.

  2. 2
    g. says:

    Schön, dass man den Kindern gleich die richtige Handhabung von Spraydosen beibringt….

  3. 3
    moabiterin says:

    das Sprayen auf legalen Wänden finde ich sehr sehr sinnvoll als Aktivität und Kunstaktion, die den Kids Spaß macht. Sie können dabei endlich mal ihre Umgebung mitgestalten und sie sehen, was man mit Ruhe und Kreativität schöner gestalten kann als in einer nächtlichen Schnellaktion mit Angst vor dem Erwischt-werden!

  4. 4
    Susanne Torka says:

    @ moabito,
    Du hast Recht. Spielplatzbetreuung und direkte Aktionen mit den Kindern sind ganz wichtig. Ich weiß nicht, warum die Spielwiese nicht (weiter?) finanziert wurde. Aber Gelder, die für Baumaßnahmen zur Verfügung stehen, können nicht in anderen Bereichen ausgegeben werden. Es gibt zur Zeit eine Betreuung auf dem Emmi-Spielplatz, die Ballspiele auf dem großen Sportplatz anbietet. Ich glaube an 2 oder 3 Nachmittagen, jedenfalls Mittwochs

  5. 5
    missi says:

    Ich komme gerade von diesem Treffen und finde es doch recht traurig, das sich dort zwar eine Handvoll Leute anfand, nicht aber wirklich die Zielgruppe, nämlich die Familien, die es betreffen würde.

  6. 6
    Susanne Torka says:

    Von der Vorstellung der Planung bis zum Baubeginn dauerte es ein ganzes Jahr! Ab Mitte nächste Woche wird der Spielplatz Emdener/Oldenburgerstraße umgestaltet. Der Ausführungsplan ist im Nachtrag zum Artikel veröffentlicht.

  7. 7
    Redaktion says:

    Hier die Pressemitteilung zur Umgestaltung des Spielplatzes:
    http://www.berlin.de/ba-mitte/aktuell/presse/archiv/20111005.1455.360707.html

  8. 8
    Susanne Torka says:

    Wer aus der Nachbarschaft wissen möchte, welche Teile des Spielplatzes gesperrt sind und wo man noch spielen kann und welche Eingänge offen sind – der Moabiter Ratschlag hängt an allen Eingängen Infoschilder auf, die wenn nötig verändert werden. Das aktuelle ist auch hier und im Nachtrag zum Artikel zu finden:
    http://www.moabitonline.de/wp-content/uploads/2011/10/Zugang-zum-Spielplatz-in-der-Bauzeit.pdf

  9. 9
    Susanne Torka says:

    @ Ekeltraut (siehe hier: http://www.moabitonline.de/13377#comment-19007),
    ich finde wir sollten den Emmi-Spielplatz hier diskutieren und nicht beim Kleinen Tiergarten.
    Bei der Ideenfindung im April 2010 habe sich wirklich viele Familien, Kinder und Kindereinrichtungen der Umgebung beteiligt. Nur bei der Vorstellung der Planungen fehlte es dann tatsächlich an Interesse … das kann aber kaum an zu wenig Einladungen gelegen haben. Das war im September 2010. Allerdings ein Trauerspiel, wie lange es dann noch dauerte, ehe die Fördermittel zur Verfügung standen … Keine Ahnung, von welchen Zetteln Du sprichst (Einladung Dezember – Beteiligung Ende Januar), ich glaube kaum, dass es dabei um den Emdener Spielplatz geht, vielleicht die Ideenwerkstatt des QM Moabit West am 18.1.13. Falls es das sein sollte, dann wurde mit Absicht so früh informiert, wegen der Feiertage, und ich gehe davon aus, dass im Januar noch einmal dazu eingeladen wird:
    http://www.moabitwest.de/18-Januar-2013-Ideenwerkstatt-in-Moabit-West.4562.0.html

    Ja, die Bänke!
    Beim Kleinkindbereich dürfte es noch ein paar mehr geben. Aber dort sind auch keine abgebaut worden. Die Bank an der Oldenburger Straße ist mit voller Absicht so aufgestellt worden! Nicht für Eltern, die auf Kinder aufpassen, denn das Spielfeld dort ist ja auch eher für größere Kinder (ca. 6-12) gedacht. Sondern dafür, dass diejenigen, die mit ihren Flaschen nicht direkt auf dem Spielplatz sitzen sollen, trotzdem weiterhin einen Platz haben. Ich muss sagen, dass mir diese Lösung eines schwierigen Themas sogar ganz gut gefällt. Denn in den verkehrsberuhigten Straßen Moabits sind immer wieder nach Beschwerden von Anwohnern Bänke abgebaut worden, weil die „falschen“ Leute darauf saßen und andere sich von der Lautstärke gestört fühlten.
    Darum gibt es auch im Sportbereich des Spielplatzes jetzt weniger Bänke.
    Insgesamt ist mehr Spielfläche entstanden – zugegeben durch Reduzierung der Pflanzflächen an der Ecke Emdener/Wiclefstraße, die vorher aber auch sehr breit waren. Auf dem Plan oben kann man das ganz gut erkennen!
    Auch für Dich (und alle anderen, die hier mitlesen und kommentieren) einen Guten Rutsch und viel Glück in 2013!
    Susanne

  10. 10
    Ekeltraut says:

    Zu #9
    Auch Ihnen zunächst vie Glück im Neuen Jahr!

    Vielen Dank auch für die Antwort, die mich aber nicht sehr befriedigen kann.
    Tatsache ist, dass die Anzahl der Sitzmöglichkeiten reduziert wurde, das bestätigen Sie sogar selbst. Insgesamt sind es mindestens 3 Bänke weniger, denn es wurden 3 an der Oldenburger und mind. 1 an der Wiclefseite beseitigt und nur eine neue aufgestellt. Ich habe das gestern überprüft.

    Mit allem Verlaub, auch die Begründung, dass sich Anwohner gestört fühlen, mag in einigen Fällen wohl zutreffen, für die Bänke am Spielplatz mit Sicherheit nicht, weil von dort aus die nächsten Wohnungen sehr weit entfernt sind bzw. ich mich höchstens nächtens um 1 oder 2 Uhr von lautstark randalierenden Jugendlichen an den Spielgeräten gestört fühle. Das hat aber mit den Bänken nichts zu tun.

    Ebenso befand sich direkt vor unserem Haus und etwas weiter entfernt eine Bank. Ich kann mit Sicherheit ausschließen, dass sich Personen aus unserem Haus wegen dieser Bank gestört fühlten, das wäre sicher auf einem unserer regelmäßigen Treffen thematisiert worden. Eindeutig war aber bei den letztgenannten Bänken, dass sie über 25 Jahre hinweg verfielen, weil sie nie gestrichen oder repariert wurden. Erst fehlten teilweise die Rückenlehnen, danach welche vor der Sitzfläche und schließlich wurden die „Ruinen“ einfach demontiert.

    Wenn man keine Bänke will oder das Geld fehlt, dann sollte man das auch so sagen, alles andere wirkt nämlich sonst nicht mehr glaubwürdig bzw. als vorgeschoben. Das frustriert.

    Ähnliches – auch wenn das jetzt nicht hierher gehört – gilt für die Straßenbäume. Das ist ebenfalls ein Trauerspiel. Wenn das BA kein Geld hat oder andere Prioritäten setzt muss ich das hinnehmen. Insoweit begrüße ich die klare Ansage, dass das BA Flächen versiegeln lässt, weil sie damit pflegeleichter werden. Ich werde mir aber sehr genau merken, welche Parteien diese Beschlüsse mittragen – und nicht nur ich, wie ich aus Rückmeldungen von Anwohnern weiß. Damit erreicht man jedenfalls keine höhere Bürgerbeteiligung, ganz im Gegenteil. Ein Ergebnis lässt sich schon länger feststellen: die Frustration, nicht mehr wahr- oder ernstgenommen zu werden, lässt die Wahlbeteiligung sinken, gerade auch bei BVV-Wahlen.

    Ich wünsche allen Beteiligten mehr Augenmaß, ein offeneres Ohr und viel Glück im neuen Jahr.

  11. 11
    BürSte e.V. says:

    Liebe Ekeltraut,
    sie bemängeln verfallende Bänke und das Grünflächen versiegelt werden. Das verstehe ich und ärgert mich auch.
    Hier eine Idee, die wir auf dem Stephanplatz schon viele Jahre praktizieren:
    Zusammentun und anpacken:
    Im September 2012 hat BürSte z.B. für zahlreiche kaputte Bänke Bretter transportiert, gesägt, geschliffen und geschraubt. Die Bänke sehen nun wie neu aus.
    Sie schreiben von einer Hausgemeinschaft die sich öfter trifft, wie wäre es wenn sie und ihre Hausgemeinschaft einfach eine Grünfläche pflegt, so kann man einer Versiegelung vorbeugen.

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